Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 21.04.2007, 06:58 
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Mama ist die Beste für das Baby
Unsere Kleinsten werden in Österreich großteils noch von ihren leiblichen Eltern, vor allem natürlich von der Mutter betreut.

Oma im Haus - die zweitbeste Betreuungsform

Tagesmütter leisten hervorragende Arbeit und können einen Mama-Ersatz darstellen
Wo Mama und Papa das Kleinkind nicht vollständig betreuen können und auch keine Oma zur Verfügung steht, springen Tagesmütter oder Krabbelstuben ein. Dabei zeigt sich:
Betreuung durch Tagesmütter kommt der Familie am nächsten, ist flexibel und günstig (keine zusätzlichen Gebäude nötig).
Die Eltern müssen aber für Betreuung durch Tagesmütter ca. doppelt soviel zahlen, als die Tagesmütter als „Lohn“ (Taschengeld wäre richtiger) bekommen.
Dagegen bekommen Angestellte in Krabbelstuben ein ganz normales Gehalt.
Warum werden Tagesmütter nicht besser behandelt?

Krabbelstuben - die schlechteste und teuerste Betreuungsform
Dem Baby und Kleinkind am wenigsten angemessen ist nach unserer Ansicht die Betreuung in einer öffentlichen Anstalt - mit wechselnden Betreuungspersonen in Gruppen von fremden Kindern. Dazu - schlecht für die Eltern - eher nicht flexibel.

Je schlechter die Betreuung für das Kind, desto mehr Geld vom Staat
Der Staat fördert die Betreuung durch die Eltern in Österreich mit dem Kinderbetreuungsgeld derzeit im Normalfall 30 Monate lang. Das ist ja im Vergleich zu anderen Ländern ganz gut. Aber dann gibt es (fast) nichts mehr.
Betreuung durch Tagesmütter wird auch nach dem 30. Lebensmonat des Kindes gefördert.
Die teuerste Variante schließlich ist die Krabbestube und später der Kindergarten. Die teuerste vor allem für den Staat!

Welche Ideologie steckt hinter dieser Steuerungsmaßnahme des Staates?
:?: Haben wir den Nationalsozialismus nicht schon längst hinter uns?
:?: Glaubten wir nicht auch den Kommunismus überwunden - zumindest seit dem Mauerfall in Berlin?
:?: Oder gehen wir jetzt postkommunistischen Zeiten entgegen? Eine neue DDR vielleicht in ganz Deutschland mit massivem Ausbau der Kinderbetreuung für Kinder unter drei Jahren?


In Österreich ist alles besser, aber die kinderfeindlichen Tendenzen haben wir auch hier.

Lieber Leser, wie denken Sie darüber?

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Information über Krabbelstuben und Tagesmütter z.B. in Oberösterreich finden Sie hier:

Kinderkrippen sind ein Verbrechen an der Menschlichkeit

Die Spätfolgen der Kinderfremdbetreuung

Civitas-Kreis Hattersheim, Mo, 26. März 2012:
sehr informative Podiumsdiskussion über Kindertagesstätten

_________________
Kinder - unsere Freude.
Glücklich wird, wer andere glücklich macht.


Last edited by alwis on 16.06.2008, 15:58, edited 10 times in total.

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PostPosted: 03.05.2007, 20:50 
Presseaussendung vom 3. Mai 2007 - Familie ist Zukunft, Deutschland:

Laut der in jüngster Zeit viel zitierten amerikanischen NICHD-Studie ist Krippenerziehung Risikoerziehung. Bei der außerhäuslichen Betreuung ist der Tagespflege durch Tagesmütter eindeutig der Vorrang gegenüber der Krippe zu geben. Fremdbetreuung durch Tagesmütter ist für Kinder eine verträglichere Betreuungsform, sie erlaubt mehr Flexibilität für die Familien und das Angebot wird sich auf dem Betreuungsmarkt von selbst am tatsächlichen Bedarf ausrichten.

Die skandinavischen Länder und Frankreich setzen verstärkt auf individuelle Zuwendung statt auf Betreuung in einer größeren Gruppe. In diesen Ländern werden mehr als 90 Prozent der Kleinkinder privat betreut.

Es gibt in Frankreich 780.000 staatlich anerkannte Tagesmütter für Kinder unter sechs Jahren, nur neun Prozent der Kinder besuchen eine Krippe. Die Reformschritte von 2004 ermöglichen den Familien in Frankreich Wahlfreiheit durch finanzielle Anerkennung der häuslichen Erziehung. In Deutschland setzt inzwischen der Freistaat Thüringen auf dieses Konzept und erweitert die finanzielle Basis für die Wahlfreiheit der Eltern.

Mit finanzieller Wahlfreiheit und Ausbau des Tagesmütternetzes folgen die skandinavischen Länder und Frankreich sowie Thüringen nicht nur den wissenschaftlichen Erkenntnissen.

So schaffen sie auch eine für Familien flexiblere und für den Staat kostengünstigere Option, die außerdem den Vorteil hat, der demographischen Entwicklung ohne Investitionsverluste leicht angepasst werden zu können.

Mehr Informationen zur Tagespflege von Kleinkindern auf "Familie ist Zukunft"

Pressekontakt: Maria Steuer, 0173/8692741
www.familie-ist-zukunft.de; info@familie-ist-zukunft.de


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PostPosted: 04.05.2007, 20:24 
Kleinkindbetreuung in der Familie ist für die Kinder vorteilhafter – Betreuung in Krippen ist nur bei hoher Qualität vertretbar

Am 2. Mai veranstaltete der OÖ Familienbund gemeinsam mit dem Netzwerk Zukunft eine Podiumsdiskussion mit dem Titel
„Wieviel Fremdbetreuung vertragen unsere Babys und Kleinkinder von 0-2 Jahren?“ mit namhaften Experten.

Zu Beginn stellte Dr. Bensel Teile einer US-amerikanischen Studie vor, in der 1364 Kinder seit 1991 beobachtet werden („Study of Early Child Care and Youth Development“, SECCYD-Studie).

Lt. dieser Studie steigt bei Kindern für jedes Jahr, das sie in einer Krippe betreut werden, die Verhaltensauffälligkeit in der Schule um 1%; dies weist zwar nicht auf eine klinische Auffälligkeit hin, es stellt allerdings einen Risikofaktor dar.

Weiters hebt diese Studie v.a. die Bedeutung der Strukturqualität von Betreuungseinrichtungen für Kleinkinder hervor. Eine qualitativ hochwertige Betreuung kann bei Kindern aus sozial benachteiligten Familien Defizite bei der sozio-emotionalen oder kognitiven Entwicklung kompensieren.
Auf der anderen Seite bringt eine außerhäusliche Betreuung für Kinder mit einem anregenden und einfühlsamen familiären Umfeld allerdings keine Vorteile, was diese Entwicklung betrifft.

Ein weiterer wichtiger Faktor – gerade für Kleinkinder - ist Kontinuität in der Betreuung. Eine unregelmäßige Betreuung, z.B. tageweise oder stundenweise, ist „Gift“ für Kleinkinder bis zwei Jahren, so Bensel dramatisch. Er spricht sich allerdings nicht generell gegen die Betreuung von Kleinkindern in Krippen aus.

Dr. Vera Zimprich ging auf die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten der Kinder ein. Lt. ihren Ausführungen beginnen Kinder ca. ab dem achten Monat mit dem sog. „Fremdeln“.
Die Trennung von der Mutter ruft in dieser Phase erhebliche Existenzängste hervor, da das Kind noch nicht vorausahnen kann, daß die Mutter wieder kommt, wenn diese z.B. den Raum verläßt.

Dies ändert sich erst nach dem zweiten Lebensjahr. Aus Sicht der Kinderpsychotherapie ist eine Fremdbetreuung für Kinder bis zum zweiten Lebensjahr (eigentlich bis zum vierten) ein Belastungsfaktor, der gemildert werden kann, wenn die Betreuung durch gleichbleibende und einfühlsame Bezugspersonen erfolgt (z.B. Tagesmütter).

Dr. Merl wies zum Schluß darauf hin, daß es in erster Linie wichtig ist auf die Bedürfnisse der Kinder und nicht nur auf jene der Erwachsenen zu achten.

Familienbund-Präsident LAbg. Mag. Otto Gumpinger resümierte, daß für den Familienbund die Wahlfreiheit der Eltern hinsichtlich der Kinderbetreuung der entscheidende Faktor ist. Deshalb muß parallel zum Ausbau der Kleinkindbetreuung auch die Existenzsicherung der Familien vorangetrieben werden.
Eltern, die ihre Kleinkinder von 0 - 2 Jahren selbst betreuen, sollen in ähnlichem Umfang unterstützt werden wie jene, die Betreuungsplätze nützen.


Referenten:

Dr. rer. Nat. Joachim Bensel, Entwicklungsforscher und Verhaltensbiologe
(Mitbegründer der Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen in Kanderen, Deutschland)

Dr.Vera Zimprich, Klinische- und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin (ökids, Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in Wien)

Dr. Michael Merl, Kinder- und Jugendpsychiater, Kinderfacharzt, Familienberater
(Oberarzt an der Landes- Frauen- und Kinderklinik Linz)


Last edited by Gast on 04.11.2007, 17:05, edited 1 time in total.

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PostPosted: 11.08.2007, 23:19 
Rosenkranz: Tagesmütter-Modell muss ausgebaut werden.

Ein flächendeckendes System von Tagesmüttern stellt die effektivere,
familienähnlichere und günstigere Form der außerhäuslichen
Kinderbetreuung dar, so FPÖ-Familiensprecherin, NAbg. Barbara
Rosenkranz.

Wie von der FPÖ schon mehrfach festgestellt, würden auch führende
Kinderpsychologen und Bindungstheoretiker dem Tagesmutter-Modell aus
entwicklungsbiologischen Erwägungen gegenüber einer Betreuung in der
bis zu 15 Kinder umfassenden Kinderkrippe den Vorzug geben.
Dies wurde etwa erst kürzlich im Zuge eines großen Kongresses Anfang Mai an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main zum
Thema "Weniger Staat - mehr Eltern" über die Auswirkungen und Risiken der frühzeitigen Trennung von Mutter und Kind durch Krippenbetreuung im so genannten Frankfurter Appell festgestellt.

"Die familienähnlicheren Strukturen der kleineren Gruppen und das
Umgebung in den privaten Räumlichkeiten der Tagesmütter schaffen ein
viel positiveres und natürlicheres Umfeld für die Kinder!"


Mütter bevorzugen in überwiegender Mehrheit Betreuungsplätze in
Wohnortnähe
gegenüber denen in Arbeitsplatznähe. Dies gehe auch aus einer kürzlich, Ende März, vom Institut GfK Austria durchgeführten Umfrage hervor.
Diesem Wunsch kann ein flächendeckendes Netz an Tagesmüttern eher gerecht werden als zentrale Kinderbetreuungseinrichtungen in Form von Kinderkrippen.

Weiters wirkt sich die Tätigkeit als Tagesmutter auch positiv in
finanzieller Hinsicht aus. Viele Mütter könnten sich als Tagesmutter
ein berufliches Standbein neben der Betreuung der eigenen Kinder
schaffen.

Die Länder sind nun aufgefordert, bundesweit einheitliche Standards
im Bereich der Tagesmütter zu schaffen und die Rahmenbedingungen und
den Zugang zu diesem Berufsfeld zu erleichtern!


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PostPosted: 14.08.2007, 08:24 
Schieflage in der Kleinkind-Betreuungsdiskussion

Aus Ehe + Familien, Zeitschrift des Katholischen Familienverbandes,Ausgabe August 07

90 bis 92% der Eltern wollen ihre Kinder zumindest in den ersten zwei Lebensjahren selber betreuen. Und sie tun das auch, weil sie überzeugt sind, daß es das Beste für das Kind ist.
23.000 Kleinkinder, das sind 9.8% der Kinder unter drei Jahren, werden lt. Sudie über Haushaltsführung, Kinderbetreuung und Pflege der Statistik Austria zumindest einmal je Woche außerhalb der Familie betreut. Von den 23.000 Kindern sind 9.200 in öffentlichen Kindergärten, 5.400 bei Tagesmüttern, 5.000 in Privatkindergärten, 1.900 in Spielgruppen, 700 in Betriebskindergärten und 800 in sonstigen Einrichtungen.

Die öffentliche Debatte vermittelt einen ganz anderen Eindruck. Sie dreht sich ausschließlich um institutionelle, öffentliche Kinderbetreuungseinrichtungen für Kinder unter drei Jahren, und man könnte meinen, die außerhäusliche Betreuungsquote liebe bei mindestens 90%.
„Der Bund stellt 15 Mio Euro für den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen für 0-3jährige zur Verfügung“, verkündete Frauenministerin Doris Bures Mitte Juli stolz. Die Bundesländer verpflichten sich im Gegenzug, noch einmal 20 Mio € in Kinderbetreuungseinrichtungen für Kinder unter drei Jahren zu investieren. Von einer Förderung der Tagesmütter oder privater Initiativen ist keine Rede.

Dabei ist die Betreuung durch eine Tagesmutter die zweithäufigste Betreuungsform für Kinder unter drei Jahren.
Die Betreuung durch Tagesmütter wird geschätzt, weil sie
* einerseits die familienähnlichste Betreuungsform darstellt,
* andererseits Tagesmütter immer schon individuell, flexibel und stundenweise auf die Betreuungswünsche der Eltern reagieren.
Und das bei einem beschämend niedrigen Lohn!
Der Verdienst einer Tagesmutter liegt im Durchschnitt bei 400 – 500 € pro Monat; je betreutem Kind und Stunde erhält sie 2,-- Euro!


Daß bei der Debatte über die Betreuung von Kindern unter drei Jahren öffentliche und veröffentlichte Meinung diametral entgegengesetzt sind, hat abgesehen von politischen Interessen vielleicht auch damit zu tun, daß jene, die darüber schreiben, meist single und kinderlos sind.
Und daß es in deren Köpfen keine andere Betreuungsform als Kinderkrippen gibt.


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PostPosted: 31.08.2007, 20:30 
Von: Heinz Zangerle [mailto:Heinz.zangerle@aon.at]
Gesendet: Freitag, 31. August 2007 09:13
Betreff: bitte Kinder nicht verstaatlichen wie in Deutschland!

Dr. Heinz Zangerle
Psychologe, Psychotherapeut, ger. beeid. Sachverst.
A - 6020 - Innsbruck, Anichstr. 29
Tel.: 0512 - 58 42 18; heinz.zangerle@aon.at

KINDER WOLLEN KEINE KRIPPEN !
Heinz Zangerle, Innsbruck


In der öffentlichen Diskussion um die Kinderbetreuung ist immer nur von
Notwendigkeiten und "Nachholbedarf" an möglichst flächendeckender
Ganztagsbetreuung, womöglich schon bei Kleinstkindern, die Rede. Nach den
Bedürfnissen der Kinder, ihrem Recht auf liebevolle elterliche
Bezugspersonen fragt niemand. Auch in Fachkreisen wird selten gefragt:

- Sind Kleinkinder überhaupt gruppenfähig?

- Ist Gruppenbetreuung besser als Einzelaufzucht?

- Sind Kinder in den Ganztagskrippen glücklich?

- Für welche Kinder ist die Kindertagesstätte geradezu eine alltägliche
Tortour?

- Bewirken frühe Kollektivierung und Uniformitätsdruck nicht angepasstes
Mitläufertum statt Individualität?

- Und vor allem:
Was ist mit jenen Kindern, die sich nicht täglich schon
frühmorgens aus ihrem familiären Nest verfrachten lassen wollen und
herzzerreißend nach ihren Eltern weinen? Was mit jenen Kindern, die für sich allein sein wollen und erkennbar unter dem Dauerstress der Gruppe leiden?


Der bekannte Pädagoge Albert Wunsch findet auf derartige Fragen eine
radikale Antwort: "Kinder wollen in der Regel weder in Kinderkrippen, zu
Tagesmüttern noch in Ganztagsschulen". Sie möchten einfach in der
Lebenswelt, in die sie hineingeboren wurden, möglichst viele gute
Erfahrungen mit ihren Vätern und Müttern machen. "Kinder brauchen
Elternhäuser und keine Verschiebebahnhöfe zwischen öffentlicher
Ganztagsbetreuung und familiärem Nachtquartier".

Wunsch ist Recht zu geben, auch aus kinderpsychologischer Sicht muss man - entgegen der vorherrschenden neuen Doktrin von der Unbedenklichkeit früher Gruppenbetreuung und dem scheinbar so wichtigen, möglichst frühen sozialen Lernen - festhalten: Ein sehr hoher Anteil von Krippenkindern kann mit Gruppen Gleichaltriger noch nichts anfangen! Sie sind - entwicklungspsychologisch betrachtet - noch nicht zum echten Zusammenspiel, sondern höchstens zum Einzel- bzw. Parallelspiel fähig. Die Hauptbindung der meisten Kinder besteht zu ihren Familien, die Spielgruppe ist mehr von äußerer Struktur als von innerem Halt getragen. Zudem führt die Gruppe für viele Kinder aufgrund von Lärm und dem Überangebot an gegenseitiger Überreizung zu einer psychischen Dauerbelastung, die sie abstumpft und passiv macht. Es ist nicht zu vertreten, dass wir von Kindern - obwohl noch längst nicht gruppenfähig - erwarten, dass sie immer noch früher damit fertig werden, stundenlang in lauten, lärmenden Krabbelstuben, Kindergruppen und Horten ihrer Identität beraubt zu werden. Möglichst früh sollen sie lernen, sich von uns möglichst lang zu trennen, sich einzufügen und sich mit alltäglicher Hast und Hetze abzufinden.

Man kann davon ausgehen, dass ein hoher Anteil der bei Grundschülern beklagten Konzentrationsschwächen, Artikulationsstörungen und wachsender Aggressivität auf Konto der zu frühen Gruppenhaltung von Kindern gehen.
Besonders sog. Problemkinder wie etwa der unter mangelnder Selbststeuerung leidende "Zappelphilipp" und Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen sind in der Gruppensituation von Krabbelstuben und Kinderhorten heillos überfordert.

Flächendeckende Krippenerziehung - kollektivierte Kindheit
Für die Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit sind die angedeuteten Umstände nicht förderlich. Es kommt nicht von ungefähr, wenn viele Eltern ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie ihre Kinder ganztags in die Kinderbetreuung geben (müssen) und angesichts der unruhigen Dynamik der Gruppen schon beim morgendlichen Abgeben des Kindes eilends die Flucht ergreifen...
Dass viele Eltern sich eine Ruhigstellung des Kindes erst durch Zuwendung mittels Konsum erkaufen, ist zum wesentlichen Aspekt der Kompensationsgeschäfte mit dem Kind geworden: Je mehr Fremdunterbringung, desto mehr materielle Zuwendung bzw. Verwöhnung im Anschluss.

Die zahlreichen Erfahrungen von Trennung und Verlust in Kombination mit
nicht vorhandenen bzw. brüchigen Primär- und Familienbeziehungen bergen beim Nachwuchs die Gefahr eines einsamen Individualismus, eines ständig reizoffenen, ruhelosen Suchens nach dem nächsten Erlebniskick. Die Erwartung, dass schon Kleinkinder imstande sind, sich quasi aus sich selbst zu individualisierten Wesen zu entwickeln, ist nicht einlösbar.

Christian Pfeiffer, der Leiter des kriminologischen Institutes in Hannover
spricht in diesem Zusammenhang von "Krippenkatastrophe". Er hat die Folgen der Ganztagsbetreuung in DDR-Krippen vom Säuglingsalter an unter die Lupe genommen und festgestellt, dass Jugendkriminalität, Gewaltbereitschaft und politischer Extremismus gerade dort am besten gediehen sind, wo die angeblich erstrebenswerte Säuglingsbetreuung schon seit Generationen verwirklicht ist und war. Pfeiffer vertritt die These, der Rechtsradikalismus und die aggressive Ausländerfeindlichkeit in Ostdeutschland hätten ihren Ursprung in der Maxime des zu frühen
Eingliederns von Kindern ins Kollektiv schon ab dem Windelalter. Ein
"durchorganisierter Tagesablauf der Lieblosigkeit" habe die Unterwerfung
unter fremde Autoritäten geradezu gefördert.

Hier ist einzuwenden, dass die Unterbringung der Kinder in DDR Krippen
keinesfalls mit hiesigen Standards der außerfamiliären Kinderbetreuung
vergleichbar ist. Aber selbst die beste externe Betreuung kann den Kindern elterliche Zuwendung nicht ersetzen. Diese an sich banale Weisheit ist durch die größte jemals zu diesem Thema durchgeführte Studie, geleitet vom National Institute of Child Health and Human Developement eindrucksvoll bestätigt worden (vgl.: TIME, April, 14, 1997). Wissenschaftler von 14 Universitäten beobachteten mehr als 1300 Kinder von Geburt an bis zum dritten Lebensjahr. Das Ergebnis: Die Qualität der Außer-Haus-Betreuung beeinflusst die Entwicklung der Kinder kaum. Entscheidend für ihre mentale wie emotionale Entwicklung ist dagegen die Art des Familienlebens, d.h. das Maß an Zuwendung und geistiger Stimulation, das sie zuhause erhalten. Gerade ein Prozent der Unterschiede im Entwicklungsniveau der Kinder führen die US-Forscher auf die Qualität der Außer-Haus-Betreuung zurück, aber 32 % auf
unterschiedliche Erfahrungen innerhalb der Familien.

Das ist nicht neu, sondern nur die Bestätigung dessen, was die
Entwicklungspsychologie ohnedies längst weiß: Nie lernen Kinder mehr und gründlicher als in den ersten Lebensjahren. Und niemals hängt der Erfolg des Lernens ähnlich stark von der unmittelbaren Verfügbarkeit und Zuwendung derjenigen Menschen ab, mit denen das Kind ständig zu tun hat. Die Annahme, dass diese Aufgabe von professionellen Kräften außer Haus besser oder auch nur annähernd so gut erfüllt werden kann wie von den Eltern, bewahrheitet sich nicht.

Elternpolitik: Kinder zahlen den Preis

Auf diesem Hintergrund fragt sich, ob die ganztägige Gruppenbetreuung von Kleinkindern tatsächlich das ausschließlich staatlich förderungswürdige Modell sein kann. Es scheint, dass Kinder als die schwächsten Glieder der Gesellschaft den Preis für die Unvereinbarkeit elterlicher Lebenswelten zu bezahlen haben. Der Fortschritt, der aus Müttern Arbeitskräfte gemacht hat, kommt vielfach nur auf Kosten der Kinder voran. Das, was in der Öffentlichkeit gerne als "Familienpolitik" verkauft wird, ist wohl eher "Politik für Eltern" oder gar reine Frauenpolitik; selten ist es Politik für Kinder. Der flächendeckende Ausbau von Betreuungseinrichtungen für Kinder im Alter zwischen null und drei Jahren mag im Interesse aller möglichen Menschengruppen liegen - dass er die beste Lösung für die Kinder sei, wird niemand behaupten können. Die Ganztagsbereuung ist kein Geschenk an die Kinder, sondern ein Geschenk an die Arbeitswelt.

Ginge es nach den Kindern, dann gäbe es wohl eine Revolution in der
Familienpolitik. Vielleicht einen Boykott von Kleinkinderkrippen und
Ganztagshorten; Sitzstreiks in der eigenen Wohnung und Verweigerung der Auslagerung...

___________________________________________________________

Zum Autor: Dr. Heinz Zangerle ist Psychologe und Psychotherapeut sowie
Lehrbeauftragter an der P. H. Innsbruck.

Vom Autor erschienen:

Einfach erziehen. Die Alternative zu Kuschelpädagogik & Psychoboom.
Ueberreuter 2004.

Praxishandbuch Erziehung. 50 Probleme, Antworten & Lösungen. Ueberreuter
2006.


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PostPosted: 01.10.2007, 18:53 
Leserbrief in den OÖN vom 29. Sept. 07 zur von BM Kdolsky geplanten besseren Förderung großer Familien
von Frau M. S., OÖ


Als Mutter von fünf erwachsenen Kindern glaube ich sehr gut zu wissen, was Kinder brauchen, kleine und auch größere:
Zeit ihrer Eltern
und nicht irgendwelche Betreuungspersonen, die dann auch noch dauernd wechseln.
Daher begrüße ich den Vorschlag von Frau Mnister Kdolsky, mehr Geld für große Familien bereitzustellen!

Ich stimme der Familiensprecherin der Gründen Sabine Mandak nicht bei, noch mehr Geld in Kinderbetreuungseinrichtungen zu investieren.

Unterstützen Sie bitte die Familien, die bereit sind für mehrere Kinder, und deren Wunsch es ist, die Betreuung und Erziehung ihrer Kinder zumindest bis zum Kindergarten (frühestens mit drei Jahren) selbst in die Hand zu nehmen.


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PostPosted: 04.11.2007, 17:19 
Waltraud Hirner, waltraud@mostviertelbasar.at
Leserbrief im Mostviertel-Basar Nr. 212, 23. Okt. 2007

Kleinstkinder in den Kindergarten - Zuwendung im Kollektiv


Und irgendwann geh ich dann fort
und lasse mein Baby dort.
Brauch es nur mehr schnell gebären,
hör es vormittgs nicht plärren.
Muss nicht Pöpschchen putzen und nicht knuddeln,
irgendwen wird´s schon besudeln.
Nur halt nicht mich, die Mami, ich muss das Energiesparhaus mitfinanzieren.
Nachmittags geht Tante Lore mit Baby dann spazieren.
Der große Garten vor dem Haus schaut ganz adrett und artig aus.
Doch Baby wird darin kaum krabbeln,
muss im Kindergarten zappeln.

Mit tut ein bisschen das Herz weh bei dem Gedanken, Zweieinhalbjährige (oder gar noch kleinere Kinder) zur Aufbewahrung in den Kindergarten zu stecken. Derart kleine Persönlichkeiten in einer größeren Gruppe im Kollektiv zu betreuen finde ich nur im Notfall für wünschenswert.
Wer herzt das Kind und scherzt mit ihm, geht auf seine winzige Seele und andere Eigeneheiten ein?

Eine Kindergartentante wird das Kind bestens betreuen. Und sonst?
Der Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen muss doch auch anders machbar sein. Tagesmütter oder Omis zum Beispiel können da sicher individueller au so ein kleines Hascherl eingehen. Und man kann sein Kind dort auch unregelmäßig hinbringen, situationsbedingt, ganz wie man sich das als berufstätige Mutter wünscht.

In geraumer Zeit wird es soweit sein, dass wir Frauen aus dem Internet einen Samenspender suchen. Zur künstlichen Befruchtung schreiten. Das Baby per Kaiserschnitt entbinden, es acht Wochen später, natürlich nachdem es von einer Amme gesäugt wurde, in die Krabbelstube geben und via Bildschirm per Internet seine Entwicklung verfolgen. Gibt es Misserfolge, wird man per E-Mail verständigt, und notwendige Maßnahmen werden eingeleitet (Kinderheim).

Ja sagen zu einem Kind bedeutet auch, für seine gesunde seelische und psychische Entwicklung zu sorgen, und es bedeutet ein wenig Verzicht, wenigstens eine gewisse Zeit lang.
Es hat nichts von einem 25m² großen Kinderzimmer, vollgestopft mit Spielzeug bis zur Decke, wenn dort bestenfalls die Ponys auf der Tapete herzumhoppeln und es selbst die meiste Zeit bei fremden Leuten verbringt.
Oder?

meint Ihre Waltraud Hirner


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PostPosted: 27.12.2007, 22:06 
27. Dezember 2007, 10:18
Deutsche Psychoanalytiker: Frühkindliche Fremdbetreuung ist schädlich!

aus kath.net, Katholische Nachrichten


Berlin (http://www.kath.net) Deutsche Psychoanalytiker warnen in einem Memorandum vor der frühkindlichen Fremdbetreuung. Das berichtete die Tageszeitung „Die Welt“.
Ganztägige Trennungen von den Eltern stellten extreme psychische Belastungen für die Kinder dar, heißt es in einem „Memorandum“ der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV).

Je länger die tägliche Fremdbetreuung erfolge, desto höhere Werte des Stresshormons Cortisol seien bei den Kindern nachweisbar. Das erkläre den Zusammenhang zwischen ganztägiger außerfamiliärer Betreuung und späterem aggressivem Verhalten in der Schule.

In den ersten drei Lebensjahren seien Kinder „ganz besonders auf eine schützende und stabile Umgebung angewiesen“, denn sie entwickeln erst langsam die Fähigkeit, die Abwesenheit der Eltern innerseelisch zu verkraften, heißt es in dem Memorandum.

Plötzliche oder zu lange Trennungen von den Eltern in der frühen Kindheit bedeuteten einen „bedrohlichen Verlust der Lebenssicherheit, auch weil Sprach- und Zeitverständnis des Kindes noch nicht weit genug entwickelt sind, um Verwirrung oder Angst mit Erklärungen zu mildern“.

Ein Kind bindet sich stets auch an eine Betreuerin oder „Übergangsmutter“. Jeder Krippenwechsel oder Wechsel der Tagesmutter führe also zu einem Bindungsverlust beim Kind.


mehr bei kath.net


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PostPosted: 30.01.2008, 20:36 
Gefunden in der Zeit:
http://www.zeit.de/2006/19/F-Familie


Frankreich verfügt über ein hervorragendes Vorschulsystem, die écoles maternelles, die 99 Prozent aller Kinder ab drei Jahren besuchen – ganztägig, versteht sich, genau wie die weiterführenden Schulen bis zum Abitur. Doch auch für Kinder in den ersten drei Lebensjahren bietet der Staat immer mehr. Die Tatsache, dass die Mehrzahl der Französinnen nur drei Monate Erziehungszeit nimmt, rührt nicht allein vom massiven Ausbau der Krippenplätze her, sondern vor allem vom häuslichen Betreuungsangebot. Nahezu 600000 Erzieherinnen im Land – mehr als doppelt so viel wie noch vor 15 Jahren – arbeiten heute als staatlich anerkannte assistantes maternelles oder als nourrices.

Sie arbeiten als Tagesmütter, die in ihren Wohnungen eine Kleinkrippe mit zwei bis vier Kindern aus der Nachbarschaft betreiben. Oder sie kommen als Kinderfrauen in Haushalte der kinderreicheren Familien. Regelmäßig wird die Betreuungsbranche als »Zukunftssektor« gepriesen, der auch zum Jobwachstum beiträgt. Dieser Luxus ist sogar für einkommensschwache Haushalte erschwinglich. Denn die Eltern erhalten Zuschüsse für Gehalt und Sozialversicherung der Kinderfrauen. Dabei gilt die Regel, dass niemand mehr als zehn Prozent seines Einkommens für seine Kinder aufbringen soll.

Zudem gibt es kein Ehegatten-, sondern ein Familiensplitting: Gemäß einem »Familienquotienten« in der Besteuerung wird das Einkommen durch die Kopfzahl geteilt. Daher zahlt nur die Hälfte aller französischen Haushalte überhaupt noch Lohn- und Einkommensteuer. Vom dritten Kind an stellt der Fiskus die Eltern mit Durchschnittseinkommen sogar völlig frei.


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PostPosted: 04.02.2008, 20:03 
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Joined: 28.08.2006, 08:49
Posts: 1246
Location: Österreich/Austria
In der Kremstaler Rundschau vom 31. Jänner 08 findet sich seitenweise höchstes Lob auf Krabbelstuben.
Die Kinder seien dort sehr glücklich, die Mütter sehr zufrieden usw.

Wohlweislich wird verschwiegen, was der Steuerzahler dafür berappen muß:
1.500,-- bis 2.500,-- Euro je Kind und Monat - damit die Mama dann vielleicht 1.000,-- Euro verdienen kann!
Das ist doch eigentlich - rein wirtschaftlich gesehen - ein Wahnsinn und reinste Geldvernichtung.

:?: Und die Kinder - geht es ihnen wirklich immer so gut in Krabbelstuben?
:?: Was ist, wenn sie krank sind und die Mutter auch in die Arbeit muß?
:?: Werden sie dann mit Medikamenten vollgestopft doch in die Krabbelstube geschickt?
:?: Was ist, wenn die Mutter nicht Zeit hat, die Kinder langsam an die Krabbelstube zu gewöhnen?
:?: Was ist, wenn das Kind auch bei langsamer Gewöhnung nicht in der Krabbelstube bleiben will?

Wer sich dazu schlau machen will, sollte einmal beim Familiennetzwerk Deutschland "Familie ist Zukunft" nachschlagen:

_________________
Kinder - unsere Freude.
Glücklich wird, wer andere glücklich macht.


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PostPosted: 09.05.2008, 20:12 
Margot Käßmann auf einem skandalösen Holzweg
Von Leonhard Hoffmann, 9. Mai 2008


Ist nicht gerade Frau Käßmann selbst spät, aber nachhaltig der Lebenslüge von der “Vereinbarung von Familie und Beruf” auf den Leim gekrochen und zum Opfer gefallen, sie nicht allein, sondern ihre gesamte Familie?

Nicht nur, daß die Wahrscheinlichkeit ähnlichen Scheiterns mit jedem geschaffenen Krippenplatz steigt, ist christlich unverantwortlich, sondern schlimmer noch ist, wie dadurch die unschuldige Kinderseele der abgeschobenen Kleinkinder für ihr gesamtes Leben Schaden nimmt, nur weil auch Kirchenleute zeitgeistig einer materialistischen und feministischen Ideologie erblindet hinterherlaufen und solcher Hybris Vorschub leisten, stramm nach marxisitischen Zielvorgaben.

Kein Kleinkind bevorzugt einen Krippenplatz gegenüber der Präsenz der Mutter und tauscht ihn freiwillig gegen die Geborgenheit einer Familie.
Nur wird das wehrlose Kind nicht gefragt
und ein gesundes Familienleben seitens der Wirtschaft und des Staates bis zum Auslaufmodell geschunden.
___________________________________________________
Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers, größte
unter den Landeskirche baut Krippenplätze stark aus
9.05.08
Die Hannoversche Kirche will zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie beitragen.

H a n n o v e r (idea) – Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers hat die Zahl der Krippenplätze in den Kindertagesstätten stark ausgebaut. Zum 1. August stünden über 1.500 Plätze für unter Dreijährige zur Verfügung, teilte Arvid Siegmann, Sachgebietsleiter für Kindertagesstätten im Landeskirchenamt, am 9. Mai auf idea-Anfrage mit.

In der größten deutschen Landeskirche sind seit dem vergangenen Jahr über 80 neue Krippengruppen mit rund 1.000 Plätzen entstanden. Die Landessynode hatte dafür Sondermittel in Höhe von zwei Millionen Euro für 2007 und 2008 bereitgestellt. Laut Siegmann haben viele Kirchengemeinden die Möglichkeit genutzt, ihre Kindertagesstätten bedarfsorientiert umzustrukturieren, um neue Plätze einzurichten. Sie leisteten damit einen wichtigen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Insgesamt bestehen 595 Kindergärten mit über 45.300 Plätzen und zusätzlich 113 Kinderspielkreise in der Trägerschaft von Kirchengemeinden der Landeskirche. Der auch von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) forcierte Ausbau der Krippenplätze ist in den Kirchen umstritten. Während die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann und der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber (Berlin), dieses Vorhaben unterstützen, sehen es katholische Bischöfe wie Joachim Kardinal Meisner (Köln) und Walter Mixa (Augsburg) sowie die Deutsche Evangelische Allianz kritisch. Das Familiennetzwerk Deutschland befürchtet, dass die außerhäusliche Unterbringung von Kleinkindern schädliche Folgen hat. „Das zu frühe Auflösen der Bindung verursacht oft lebenslängliche Beeinträchtigungen in der seelischen und geistigen Entwicklung“, so die Vorsitzende des Familiennetzwerks, die Kinderärztin und Familientherapeutin Maria Steuer (Stade).



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