Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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Kritik an Langvariante beim Kindergeld
OÖN vom 18. März 2010


Die AK (Arbeiterkammer) hat beim Wifo (Wirtschaftsforschungsinstitut) eine Studie bestellt.
Und was kam heraus?

Bei der Studie kam heraus, was herauskommen muß,
wenn Linke eine Studie bestellen:


:arrow: Kinder in die Kaserne (Krabbelstuben, Kindergarten, Ganztagsschule)
EU-Vorgabe: (Fremd-)Betreuungsquote für Kinder unter drei Jahren auf 33% erhöhen.
:arrow: Frauen in die Fabriken und Büros (natürlich ganztags)
DOGMA: Frauenerwerbsquote erhöhen.
:arrow: Mütter sind zu dumm zum Erziehen der eigenen Kinder.
ZITAT: Mütter sind keine Superpädagoginnen...."

Grundsätze der Linken:

Familie ist schädlich.
Kindererziehung ist alleinige Aufgabe des Staates.
Frauen und Männer müssen in jeder Hinsicht gleichgeschaltet werden.



Dazu unser Kommentar:

Wieder einmal ziehen Linke (AK) und Wirtschaft/Industrie (Wifo) gemeinsam gegen die Kinder ins Feld:
Kinder befinden sich im Zangenangriff von Linken und Industrie.
Und unsere SP-VP-Regierung ist unterwegs zum Endziel, das ist die
Verstaatlichung der Kinder

:?: Und wer fragt die Kinder, was ihnen am liebsten wäre?
:?: Wieviel Mama/Papa braucht ein Kind?
:?: Und sollen die Mütter nur noch Gebärmaschinen sein?
Kind geboren, schnell abgestillt, zurück in die Fabrik oder ins Büro und Kind ab in die Kinderkaserne?
:?: Für wen leben wir?
Als billige Arbeitskräfte für die Wirtschaft, für irgendwelche EU-Ziele
oder vielleicht doch für unsere Kinder?
:?: Und sind Mütter nicht auch mündige Bürgerinnen, die frei wählen können sollten, wie lange sie bei ihrem Kind bleiben?
Dazu brauchen sie aber auch finanziellen Freiraum!
:?: Hat überhaupt schon jemand die Mütter gefragt, was sie selber wollen?
:?: Haben wir vom Ostblock und von den Nazis nichts gelernt?
Aus Kindern ohne Liebe werden Erwachsene voller Hass!


Für uns ist klar:

An erster Stelle steht das Kind.
Mütter leisten Großartiges - das muß höher geschätzt werden!
Frühkindliche Fremdbetreuung ist schädlich!

Wenn sich Mütter ihren Kindern in ihren ersten Lebensjahren ganz widmen,
geben sie ihnen das wertvollste Kapital für ihr Leben mit:

Geborgenheit, Nervenstärke, Belastbarkeit, emotionale Ausgeglichenheit.

Keine noch so gut ausgebildete Krabbelstubentante kann das geben,
was nur die Mutter und zum Teil auch der Vater geben können!

Weitere Beiträge:


"Familienpolitik"

Anschläge auf die Familie




============================================================================
OÖN vom 18. März 2010,
Kritik an Langvariante beim Kindergeld


In Österreich fehlen Kinderbetreuungsplätze, vor allem für Unter-Drei-Jährige: Das kritisiert nun auch das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) in einer aktuellen Studie – und empfiehlt einen deutlichen Ausbau. Auch, um die Beschäftigungsquote von Frauen zu erhöhen. Denn mit mehr als zwei Drittel (68F,8 Prozent) liegt der Erwerbstätigen-Anteil unter den Frauen in Österreich vergleichsweise hoch, die Quote der Teilzeitbeschäftigten ist bei den Frauen mit 41,1 Prozent aber ebenfalls hoch.

Dass die Regierung trotz dieser Notwendigkeiten wegen der angespannten Budgetlage auch bei den Familienleistungen sparen will – konkret sollen die Ausgaben 2011 um 235 Millionen Euro sinken – sieht Margit Schratzenstaller, Mitautorin der Studie, „problematisch“. Sie sieht „relativ wenig Kürzungspotenzial“ im Familienbereich. Allein der zur Erreichung des EU-Ziels notwendige Ausbau der Krippenplätze, wonach ein Drittel der unter Dreijährigen einen Betreuungsplatz haben sollte, würde 207 Millionen Euro kosten.

Geld, das laut Studie durch Umschichtungen freigeschaufelt werden könnte. Kürzungen werden bei jenen Familienleistungen, die keinen Beitrag zur Förderung der Berufstätigkeit von Frauen leisten, empfohlen: Konkret könnte etwa die lange Kindergeld-Variante (436 Euro monatlich für 30 plus sechs Monate) abgebaut und der Alleinverdienerabsetzbetrag für Kinderlose gestrichen werden. Das so gesparte Geld sollte in den Ausbau der Kinderbetreuung fließen – das würde Frauen die berufliche Rückkehr erleichtern, so die Studie.

OÖN vom 18. Leserbrief von Frau Ruth Feichtinger, Sozialarbeiterin aus Freistadt:

Ich bin alleinerziehende Mutter eines zweijährigen Kindes und ich bin über die 30-monatige finanzielle Unterstützung (Kindergeld) sehr froh, denn durch dieses finanzielle „Unter-die- Arme-Greifen“, kann ich die Erziehung meines Kindes in den ersten Lebensjahren selbst übernehmen und somit meiner Überzeugung, dass die „Aufzucht des Nachwuchs“ primär die Angelegenheit der Mutter/der Eltern sein soll, nachkommen.

Ich kann nicht verstehen, warum es in der heutigen Zeit unseren Kleinkindern immer weniger vergönnt ist, dass sie durch ihre Mutter (ihren Vater) betreut werden. Und noch unverständlicher finde ich, dass uns Müttern und Vätern vorgegaukelt wird, dass Kleinkinder in Kinderbetreuungseinrichtungen besser aufgehoben sind, als bei ihren wichtigsten Bezugspersonen in diesem Lebensabschnitt – ihren Müttern und Vätern.

Ich liebe meinen Job als Mutter und ich habe mich dazu entschlossen, auch mit Ende des Kindergeldes noch einige Zeit bei meinem Kind zu Hause zu bleiben. Obwohl dies mit wenig gesellschaftlicher Anerkennung und politischem Wohlwollen, dafür aber umso mehr mit finanziellen Belastungen einhergeht. Nichtsdestotrotz weiß ich, dass dies der richtige Weg für mein Kind, für mich und letztendlich auch für die Gesellschaft ist.

Ennsegger:
Dieses "Studien"-Machwerk...


... wurde von der Arbeiterkammer Wien in Auftrag gegeben
und und enthält als Schlußfolgerung wieder die üblichen,
femi-faschistischen und hinlänglich bekannten
ehe- und familienfeindlichen Lenkungs- und Umverteilungsorgien
des linken Bevormundungsterrors.
Es wird die Abschaffung des Alleinverdienerabsetzbetrages empfohlen!!
Leider ist das üble Machwerk mit 150 Seiten zu dick,
sonst hätte ich den Erstellerinnen geraten,
es zusammenzurollen und es sich an den Hut, oder sonstwo hinzustecken!




Wiener Zeitung vom 18. März 2010,
Familienförderung soll neu aufgestellt werden – Zu wenig Förderung von Betreuungsplätzen


Wifo-Studie:
Frauenarbeit schützt vor Kinderarmut
Von Brigitte Pechar


Schratzenstaller rät zu Abschaffung des Alleinverdienerabsetzbetrages.
Längste Form der Kindergeldvariante streichen.

Wien. Österreich gibt im internationalen Vergleich sehr viel – nämlich fast 8 Milliarden Euro – für Familienförderung aus. Allerdings ist diese Förderung zu wenig zielgerichtet und führt dazu, dass Frauen zu lange der Erwerbsarbeit fernbleiben.

Die fehlende Treffsicherheit der Familienförderung sieht man auch daran, dass kinderlose Frauen 15 Prozent mehr verdienen als berufstätige Mütter, dass über 40 Prozent der Frauen Teilzeit arbeiten und dass 15 Prozent der Kinder armutsgefährdet sind.

Margit Schratzenstaller vom Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) hat für die Arbeiterkammer eine Gesamtschau der Familienförderung zusammengetragen und rät nach Auswertung zu einer Neuaufstellung. Als Hauptproblem sieht Schratzenstaller, dass viele Familienleistungen dazu führen, dass Frauen zu lange zu Hause bleiben – auch, weil es noch immer viel zu wenige Kinderbetreuungseinrichtungen für Unter-Drei-Jährige gibt.

Das liegt auch daran, dass 78 Prozent der gesamten Familienförderung direkte monetäre Transfers (Familienbeihilfe, Kindergeld) sind, 7 Prozent machen Steuererleichterungen aus und nur 11 Prozent fließen in Realtransfers (Kinderbetreuungseinrichtungen). Nur 14 Prozent der Unter-Drei-Jährigen können derzeit mit einem Betreuungsplatz rechnen, was Frauen dazu zwingt, bei ihren Kindern zu bleiben.

Aber auch die Art der Familienleistungen trägt dazu bei, dass Frauen zu lange zu Hause bleiben, etwa der Alleinverdienerabsetzbetrag, die Anrechenbarkeit der Kindererziehungszeiten auf die Pension, die lange Kindergeldbezugsdauer. Es herrsche noch immer das traditionelle männliche Haupternährermodell vor, so Schratzenstaller.

Traditionelle Rolle: Mann als Ernährer

So ist der Mann in einem Viertel der Haushalte mit Kindern unter 18 Jahren Alleinverdiener, in 38 Prozent der Haushalte mit Kindern unter 18 Jahren arbeitet der Mann Vollzeit, die Frau Teilzeit. Und das, obwohl es einen klaren Zusammenhang gibt zwischen Erwerbsarbeit von Frauen und Männern. Das heißt, "die Erwerbsttätigkeit beider Elternteile ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Kinderarmut nicht entsteht", so Schratzenstaller.

Dass Österreich zu viel für Familienförderung ausgibt, findet Schratzenstaller allerdings nicht. Und die Budgetexpertin rät auch nicht, in diesem Bereich zu kürzen. Laut Budgetfahrplan müssen aber im Bereich Familie und Jugend im kommenden Jahr fast 250 Millionen Euro eingespart werden. Die Wifo-Expertin rät allerdings, den Rotstift bei jenem Punkt anzusetzen, der Frauen aus dem Arbeitsprozess nimmt.

Sie schlägt vor, die Strukturprobleme der Familienförderung zu lösen und etwa den Alleinverdienerabsetzbetrag zu streichen. Kostenpunkt im Budget: 345 Millionen Euro. In einem ersten Schritt zumindest für jene, die keine Kinder haben.

Ganz wichtig wäre, die längste Variante des Kindergeldes (2,5 Jahre) abzuschaffen. Das würde zwar kurzfristig zu Problemen bei der Kinderbetreuung führen. Aber sowohl Schratzenstaller als auch AK-Expertin Ingrid Moritz rechnen damit, dass der Druck auf Bund und Länder steigen würde, das Geld in die fehlenden Kinderbetreuungseinrichtungen zu investieren. Moritz gab zu bedenken, dass in Wien bereits 50 Prozent die einkommensabhängige Variante (das ist gleichzeitig die kürzeste) des Kindergeldes wählen, während österreichweit nur ein Drittel diese nimmt. Das liege auch daran, dass es in Wien mehr Betreuungsplätze für Kleinkinder gebe.

Kommentare:

18.03.2010 09:22:09 Staatliche Kinderaufbewahrungsstellen
Seit längerem Frage ich mich worauf das alles im Endeffekt hinausläuft.
Ich frage mich, warum unsere Kinder dafür büßen sollen,
wenn Frauen unterdurchschnittlich bezahlt werden?
Ist es der richtige Weg die Schrauben da an zu setzen,
wo es am wenigsten Klagen gibt?
Sollen wir nicht gleich für staatliche Kinderbetreuungsstellen sorgen,
in die wir unsere Kinder gleich nach der Geburt abgeben können,
damit sie sofort richtig geformt in den Wirtschaftsprozess eingegliedert werden können?
Es ist zum Schreien!
Wir beklagen uns über zu wenig Arbeitsplätze,
bieten zu wenig Anreize um Männer vermehrt
die Erziehung ihrer Kinder in die Hand nehmen zu lassen.
Und dann soll das auch noch erschwert werden?
Oh was war ich froh darüber,
auch noch bis zum dritten Geburtstag meines Sohnes
ein wenig finanzielle Hilfe zu bekommen - das soll wegfallen?
Ich will keine Minute missen, die ich mit ihm verbracht habe.
Ein wenig durcheinander aber ich war etwas zu erregt um klare Gedanken zu formulieren.


18.03.2010 12:13:06 Kinderarmut
"Nur 14 Prozent der Unter-Drei-Jährigen können derzeit
mit einem Betreuungsplatz rechnen,
was Frauen dazu zwingt, bei ihren Kindern zu bleiben."
Was könnte eine Frau dazu "zwingen", bei ihren Kindern zu bleiben?
Auf das Wohl ihrer Kinder zu achten, sie selbst zu erziehen,
ihnen die Geborgenheit zu vermitteln, die sie brauchen,
um zu gesunden, starken Persönlichkeiten zu werden?
Kinderarmut hat viele Gesichter.
Die größte Armut ist die Mutterlosigkeit.
Aufgezwungen von einem falschen Wirtschaftsdenken.
Veronika Grohsebner

18.03.2010 13:07:21 Ich bin gerne bei meinen Kindern
Ich finde es furchtbar, dass die Autorin schreibt,
dass Frauen "gezwungen" sind bei ihren Kindern zu bleiben -
also ich bin gerne bei meinen Kleinen und genieße die Zeit,
die ich mit ihnen habe!
Für wen leben wir eigentlich???
Nur für "die Wirtschaft"?
Weiblicher Gast

18.03.2010 14:23:11 Grundsicherung - aber ja nicht für Mütter!
Den Artikel finde ich schon schlüssig;
Frauen sollen möglichst schnell zurück in den Beruf;
wir alle als fleißige Ameisen und unsere Kinder betreut von anderen.
Was und (weshalb) die AK und WIFO möchte, ist klar.
Unklar und recht manipulativ empfinde ich den Teil,
dass die Frauen GEZWUNGEN sind, bei ihren KIndern zu bleiben.
Ich kenne über diesen Zwang keine Zahlen und keine Statistik,
weshalb gibt es dazu keine Umfrage,
wo es doch zu allem eine Statistik gibt?
Klar, streichen wir den Familien
und vor allem den Müttern alles an Geld und Zuschüssen,
dann werden sie GEZWUNGEN, arbeiten zu gehen.
Nach der gleichen Logik, streichen wir ALLEN jede Art von Grundsicherung -
dann wird sich die Arbeitslosigkeit von selbst erledigen!
Mütter haben keine Rechte, schon gar kein Recht auf eine eigene Meinung
(bleibe ich bei meinem Kind oder nicht)
und auch wie man sieht auch kein Recht auf Grundsicherung,
weil sie ihre Kinder selbst erziehen....
Jasmina Hensellek

18.03.2010 18:33:44 Bedenkliche Entwicklung unserer Gesellschaft!
Ich weiß nicht wie es mit der restlichen weiblichen Bevölkerung
bzw. mit den Familen in Österreich aussieht, für mich steht nur fest,
dass ich mich für Kinder entschieden habe um für diese da zu sein
und mich solange es geht um sie persönlich zu kümmern.
Nicht um diese dann mit 1 Jahr fremdbetreuen zu lassen.
Diese Entwicklung ist bedenklich
und stellt uns Frauen auf das Gleis Kinder zu bekommen
um die Pensionen zu sichern,
aber auch schnell wieder zurück in den Job,
um die Finanzen für "Vater" Staat zu sichern.
Es sollte jeder Frau, jeder Familie selbst überlassen sein,
ob und wie bald sie wieder ins Arbeitsleben starten möchten.
Deshalb die finanzielle Daumenschraube an diesem Punkt anzuziehen,
trifft mit Sicherheit einen wunden Punkt vieler Familien.
Einerseits steht Familie und Kinder über alles,
andererseits werden wir geschröpft
und Frauen zu arbeitswütigen Gebärmaschinen umgepolt.
Angel


19.03.2010 21:04:13 Frechheit
... zu behaupten, das Frauen zu lange zu Hause bleiben!
Für wen ist das zu lange?
Für jene, die die Wirtschaft vergöttern
und den Kindern ihre Mütter nicht gönnen.
Die Kinder gehören nicht in die Hände des Staates oder von Erzeihungsanstalten,
sondern in die Obhut ihrer Eltern, besonders der Mutter.
Beate


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PostPosted: 29.03.2010, 00:03 
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Die Umkehrung der Werte
Gastkommentar von Werner Höffinger in den OÖN, Druckausgabe vom 25. März 2010


Alle waren sich einig - Psychologen, Pädagogen, Psychotherapeuten, Mediziner usw.:
Es sollte ermöglicht werden, dass Kleinkinder in ihrer Entwicklung
für einen Zeitraum von mindestens drei Jahren auf eine fixe Bezugsperson
(natürlich meist die Mutter) vertrauen können.

Kontinuität und Verlässlichkeit hießen die familienpolitischen Leitworte.
Und die Politik hat dieses Anliegen
mit der Einführung des Kinderbetreuungsgeldes per 1. 1. 2002 umgesetzt.

Und jetzt?
Das Wirtschaftsforschungsinstitut meint,
langfristige Geldleistungen sollten abgebaut werden,
insbesondere solche, die "die Inaktivität (!) von Frauen fördern".
Mütter (und auch Väter), die das Kinderbetreuungsgeld beziehen
und sich sehr aktiv um die Erziehung ihrer Kinder kümmern,
werden sich über die Zuschreibung von Inaktivität besonders freuen!

Die EU mahnt ein, das Ziel sei eine Betreuungsquote von 33%
bei den Kinder unter drei Jahren,
und rügt Österreich, weil nur 13,9% bundesweit in einer Kinderkrippe sind.
Das Schlusslicht OÖ mit "nur" 7,4% ist besonders verdammenswert!

Weit haben wir es gebracht.
Die Umkehrung der Wert ist Realität geworden:

Eine Maßnahme, die es ermöglichen sollte, länger beim Kind zu bleiben,
mutierte in den Augen von WIFO und EU
zu einem kritikwürdigen Fernhalten der Frauen vom Arbeitsmarkt.
Kein vernünftig denkender Mensch kann heute für eine
Nicht-Erwerbsbeteiligung der Frauen und damit auch der Mütter plädieren.
Es gibt heute auch immer mehr Kreativität (auch von den Betrieben),
dass Beruf und Familie besser vereinbart werden können.
Aber all diese Maßnahmen sollten nicht nur Mütter und Väter
im Blickfeld haben, sondern vor allem die Kinder berücksichtigen.
Die Äußerungen von WIFO und EU lassen rückschließen,
dass das Kindeswohl nicht zu deren Wortschatz gehört,
wenn deutlich gemacht wird, dass Gelder dann falsch eingesetzt sind,
wenn lange Kinderbetreungsgeld-Varianten
die außerfamiliäre Betreuung der Kinder unter drei Jahren "verhindern".

Ständig wird Eltern, die zwei bis drei Jahre die Kinderbetreuung leisten,
ein schlechtes Gewissen eingeimpft,
obgleich sie nicht nur etwas äußerst Wertvolles für die Kinder leisten,
sondern auch für die Gesellschaft insgesamt.
Wie wäre es, wenn in unserer Gesellschaft nicht nur die gute
Integration von Frauen im Erwerbsleben hohen Stellenwert zugeordnet erhielte,
sondern auch deren Arbeit als Mütter mehr Wertschätzung erfahren würde,
weil sie damit sehr viel nachhaltiger
die humane Weiterentwicklung unserer Gesellschaft sichern?
Wie wäre es, wenn die innerfamiliäre Kinderbetreuung
ökonomisch gleichwertig mit der außerfamiliären gefördert würde
(z.B. auch durch eine bessere Anrechnung für die Pension?)

Was die so viel geringer gewordene Zeit für Kinder
und das so frühe Abschieben an institutionelle Kinderbetreuung
(auch bei bester Qualität) in den Herzen und Hirnen unserer Kinder bewirkt -
das sollte viel mehr Thema in unserer Gesellschaft sein.
Prof. Zulehner plädiert für "Das Kind in die Mitte"
und spricht von einer zunehmenden "Kinderentsorgung".
Was bewirkt das für die Zukunft unserer Gesellschaft?
Sind feststellbare Entwicklungen, wie zunehmende Gewaltbereitschaft, Verhaltensauffälligkeit, Schulprobleme, Alkohol, Drogen usw.
davon wirklich abgekoppelt,
dass die 3 Z von Pestalozzi immer mehr fehlen:
Zeit, Zärtlichkeit, Zuwendung?


Darüber sollten wir mehr nachdenken - nicht darüber,
wie wir noch weniger Zeit für unsere Kinder haben können!


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PostPosted: 15.05.2010, 00:45 
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Spart nicht bei uns! Mehr Platz für unsere Kinder

Unter diesem vorerst sympathisch klingenden Motto
steht das Heft 05/10 der Mitgliederzeitschrift
„Für Sie" der Arbeiterkammer Wien.

Spätestens bei der Lektüre des Artikels auf den Seiten vier bis sechs entsteht ein gänzlich anderer Eindruck:
Mit zum Teil haarsträubenden Argumenten und willkürlich ausgewählten Fallbeispielen wird für
bessere Berufschancen für Frauen,
Ganztagesschule,
Abbau von „Subjektförderungen" und den
Ausbau von Kinderbetreuung plädiert -
der Einfachheit halber wird zur Unterstützung und Rechtfertigung dieser Argumentation der von der AK selbst entwickelte „VIF" (Vereinbarkeitsindikator) herangezogen und wieder einmal das angeblich so glorreiche skandinavische Beispiel herangezogen (natürlich ohne auf dessen Voraussetzungen wie eine vergleichsweise viel höheren Steuer- und Sozialquote hinzuweisen!)

Die von vielen bevorzugte Teilzeitarbeit wird als Zwang denunziert -
Mütter sollen nach einer Geburt so bald wie möglich wieder in den Vollerwerb einsteigen.
Dass die Erkenntnisse der modernen Bindungsforschung bei den Forderungen der AK keine Berücksichtigung finden, muss wohl nicht mehr eigens hinzugefügt werden.

Auch bei der Bezeichnung der Extrabeilage des Heftes geht es ohne Umschweife direkt zur Sache: deren Bezeichnung lautet nämlich schlicht „BBB", was so viel wie „Beruf Baby Bildung" bedeutet - in eben dieser Reihenfolge, die auch eindeutige Prioritäten zum Ausdruck bringt.
Dass derartig ideologisch beeinflusste Aussagen und Forderungen auf Kosten aller notabene Pflichtbeiträge entrichtenden Mitglieder verbreitet werden, lässt Kritik nicht nur aus familienbezogener, sondern auch aus demokratiepolitischer Sicht berechtigt erscheinen.



Siehe auch AK Wien


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