Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 20.02.2011, 23:18 
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Doppelt so viele Krabbelstuben in 5 Jahren


LINZ. Nur 10,3 Prozent der Kinder unter drei Jahren werden in Oberösterreich in Krabbelstuben betreut. Bis 2016 soll diese Quote verdoppelt werden, sagt die zuständige Landesrätin Doris Hummer (VP).

Laut EU-Vorgabe soll jedes Mitgliedsland für 33 Prozent aller Kleinkinder Betreuungsplätze anbieten. In Oberösterreich liegt dieses Ziel noch in weiter Ferne. „Realistisch gesehen“, sagt Hummer, „können wir bis 2016 eine Verdoppelung des derzeitigen Angebots erreichen.“ Das wäre eine Steigerung von 10,3 auf 20,6 Prozent.
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Kommentar

:?: Warum sollen wir uns nach einer EU-Empfehlung richten, die 30% der Babys und Kleinkinder unter drei Jahren in Krabbelstuben sehen will?

Kinder brauchen Zeit, Zuwendung und Zärtlichkeit - eben einfach Liebe. Und die kann am besten die MAMA geben (und der PAPA), kaum aber die Krabbelstubentante, zumal wechselnde.

:?: Und warum fragen die Politiker nicht, was für Babys wirklich gut ist?

:?: Warum fragen die Politiker nicht die betroffenen Frauen?


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Original auf Oberösterreichischen Nachrichten ....

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Hinweise:

Öffentliche Betreuung kontra elterliche Erziehung, Hinweis auf MEDRUM

Liebe oder Krabbelstube für Babys und Kleinkinder?

Umfrage zur Betreuung von Kleinkindern

Fachleute in Deutschland zur Verstaatlichung der Kinderbetreuung

Mother figure is vital for a child by Ben Fenton

VFA, glückliche Kinder sind kein Zufall!

Kinderkrippen sind ein Verbrechen an der Menschlichkeit


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PostPosted: 20.02.2011, 23:50 
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Sehr geehrte Frau Mag. Hummer!


Wir beziehen uns auf den Artikel in den OÖN:
http://www.nachrichten.at/nachrichten/p ... 383,556619

Mit Erstaunen und allmählich auch mit Ärger lesen wir zum wiederholten Male über Ihre Absichten, die Verstaatlichung unserer Kinder nach EU-Vorgabe voranzutreiben.

Warum sollen wir uns nach einer EU-Empfehlung richten, die 30% der Babys und Kleinkinder unter drei Jahren in Krabbelstuben sehen will?
Kinder brauchen Zeit, Zuwendung und Zärtlichkeit - eben einfach Liebe. Und die kann am besten die MAMA geben (und der PAPA), kaum aber die Krabbelstubentante, zumal wechselnde.

Wollen die Babys das überhaupt, oder wollen sie nicht lieber bei der MAMA bleiben?
Und wollen das die Frauen überhaupt?

Wir haben zu diesem Thema einiges geforscht und empfehlen Ihnen die Lektüre der folgenden Beiträge:

Umfrage zur Betreuung von Kleinkindern
Fachleute in Deutschland zur Verstaatlichung der Kinderbetreuung
Mother figure is vital for a child by Ben Fenton
VFA, glückliche Kinder sind kein Zufall!
Liebe oder Krabbelstube für Babys und Kleinkinder?
Stressresistenz und Entmutterung
Kinderbetreuung privat/öffentlich_ein Kostenvergleich
SP-VP-Regierung unterwegs zur Verstaatlichung der Kinder

Siehe auch auf Schreibfreiheit...
http://schreibfreiheit.eu/2011/02/14/mu ... regierung/


Freundliche Grüße
......


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PostPosted: 25.02.2011, 01:42 
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Im Auftrag von LR.Hummer@ooe.gv.at
Gesendet: Donnerstag, 24. Februar 2011 09:00
Betreff: Krabbelstuben verdoppeln - wem nützt das, was kostet das?




Danke für Ihre E-Mail mit den Links zu den weiterführenden Beiträgen. Ich möchte Ihnen dazu mitteilen, dass wir uns bei der Anzahl der Kinderbetreuungsplätze am Bedarf der oberösterreichischen Familien orientieren. Im Bereich der unter 3-jährigen besteht ein Aufholbedarf was mir in vielen Gesprächen bestätigt wurde. Diese Thematik hat vor allem auch für Frauen eine große Bedeutung für ihre persönliche Lebensplanung. Natürlich brauchen Kinder Zuwendung und liebevolle Begleitung ihrer Eltern. Wir müssen aber im Sinne der Chancengleichheit die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Frauen sich nicht zwischen Beruf oder Kindern entscheiden müssen, sondern beides vereinbar und kein Widerspruch ist.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch betonen, dass mir, unter Wahrung der Wahlfreiheit für die Eltern, ein bedarfsgerechtes Kinderbetreuungsangebot in Oberösterreich wichtig ist. Dabei sind aber nicht Quotenvorgaben der EU entscheidend, sondern der Wunsch der Bevölkerung nach einem verstärkten Angebot an Kinderbetreuungsplätzen auch für unter 3-jährige. Denn wie sich zeigt, sind neben reinen Geldleistungen für die Institution Familie auch die passenden Rahmenbedingungen notwendig.

Ich hoffe ich konnte dies klarstellen und verbleibe mit besten Grüßen


Mag.a Doris Hummer
Landesrätin



Landhausplatz 1, 4021 Linz
Tel.: (+43 732) 77 20-17 108
Fax: (+43 732) 77 20-17 140
E-Mail: LR.Hummer@ooe.gv.at
http://www.land-oberoesterreich.gv.at
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PostPosted: 25.02.2011, 01:52 
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Sehr geehrte Frau Mag. Hummer!


Danke für die rasche Antwort.
Sie zeigt die effiziente Organisation in Ihrem Büro.
Wir haben aber vor allem zwei Fragen, die wir nicht beantwortet sehen:


Wahlfreiheit und Chancengleichheit
Wie sehen Sie die Wahlfreiheit und Chancengleichheit zwischen den beiden Lebensentwürfen gewährleistet, wenn die öffentliche Hand für die Betreuung von Kleinkindern in Krabbelstuben ein Vielfaches dessen aufwendet, was für die Betreuung durch die eigenen Eltern bereitgestellt wird? Ist die Betreuung in Krabbelstuben wirklich bis zu fünfmal mehr wert als die Betreuung durch MAMA und PAPA?
Besonders bedenklich erscheint uns in diesem Zusammenhang auch der Vorschlag des Wirtschaftsministers Dr. Reinhold Mitterlehner, die Geldleistungen an Eltern zu kürzen und dafür mehr in Institutionen zu investieren.
Für ein Kind, das in einer Krabbelstube betreut wird, müsste er 8-10 Familien die Familienbeihilfen und Kinderabsetzbeträge vollkommen wegnehmen.

Siehe besonders dazu auch unsere Hinweise
Kinderbetreuung privat/öffentlich_ein Kostenvergleich
Wahlfreiheit für Mütter, Mütter sind mündige Bürgerinnen
Otto-Wolff-Institut_Wahlfreiheit durch subventionierte Krippenplätze?


Was wollen Frauen wirklich, was wollen die Kinder?
Wir bezweifeln die immer wiederholten Behauptungen, Frauen wollten beides, Familie und Beruf, und zwar auch im Babyalter. Und vor allem bekommt frühkindliche Fremdbetreuung den Kindern nicht gut. Das sagt uns nicht nur unser Gefühl, sondern das bestätigen viele Studien und vor den schlimmen Folgen warnen Psychoanalytiker.

Siehe besonders dazu auch unsere Hinweise
Umfrage zur Betreuung von Kleinkindern
Fachleute in Deutschland zur Verstaatlichung der Kinderbetreuung
Krippenausbau in Deutschland - Psychoanalytiker nehmen Stellung



Freundliche Grüße

Alois Wolfmayr
für die Freunde kinderreicher Familien


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