Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 03.09.2006, 23:15 
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Immer wieder lesen und hören wir von gewissen Personen, Parteien und sonstigen Gruppen:
Wenn wir die Vollversorgung mit kostenloser Kinderbetreuung ab dem Säuglingsalter hätten, dann bekämen Europas Frauen wieder mehr Kinder.
Als leuchtendes Beispiel wird immer wieder Skandinavien und hier besonders Schweden genannt.

Ich glaube das Märchen nicht, denn:
:!: 1. Auch Schweden hat nur eine Geburtenrate von ca. 1,7, und das ist zuwenig zur Erhaltung des Bevölkerungsstandes.
:!: 2. Frankreich hat ca. 1,9 - mit starker Förderung ab dem 3. Kind und sehr früher Fremdbetreuung bei Tagesmüttern und in Krabbelstuben.
:!: 3. Irland hat eine Geburtenrate von ca. 2 - also noch knapp ausreichend. Und in Irland gilt die Frau etwas, wenn sie mehrere Kinder zuhause betreut.
:!: 4. Die ehemalige DDR glänzte mit Vollversorgung durch staatlich verordnete Kinderbetreuung schon ab dem Säuglingsalter, gleichzeitig hatte sie aber eine noch niedrigere Geburtenrate als die BRD.
:!: 5. Im wiedervereinigten Deutschland haben gerade jene Länder die niedrigsten Geburtenraten, die auch die beste Versorgung mit öffentlicher Kinderbetreuung aufweisen. Dort sind übrigens auch die PISA-Ergebnisse am schlechtesten.
:!: 6. Die Türkei hat eine wesentlich höhere Geburtenrate als die europäischen Länder. Ist dort Familie und Beruf vereinbar? Sicher nicht, im Gegenteil - dort ist für Frauen Familie identisch mit Beruf!

Zufall? Ich glaube nicht!


Siehe auch auf Schreibfreiheit ...

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Kinder - unsere Freude.
Glücklich wird, wer andere glücklich macht.


Last edited by alwis on 26.12.2006, 13:11, edited 2 times in total.

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PostPosted: 12.09.2006, 07:58 
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Guten Morgen!

Ein erstes kurzes Statement von mir ……

Mein Ehepartner und ich haben bei der jüngsten Tochter den Karenz getauscht.
Meine Kinder waren also vollversorgt.
Trotzdem war ich als berufstätige und dreifache Mutter extrem an meinem Limit.

Rückblickend kann ich nur sagen:
Auch wenn die Kinder „gut“ betreut sind, bleibt noch jede Menge Arbeit an der Mutter hängen.
Für mich persönlich möchte ich behaupten, dass ich neben meiner Erwerbstätigkeit sicher nicht mehr als zwei Kinder bekommen hätte.
Und selbst das ist nur möglich, wenn kein „Sorgenkind“ dabei ist.
Da meine Älteste in den ersten Jahren etwas mehr Betreuung benötigte,
wäre die Entscheidung gegen das zweite Kind wohl schon bald festgestanden.
So …. als Vollzeit-Familienmanager …wurden es drei Kinder.
Unser Wunsch wären sechs gewesen, doch da hatten wir das „System“ gegen uns …..
wir konnten uns weitere Kinder einfach nicht mehr leisten.

Mehr dazu gibt es sicher in den nächsten Tagen, ich verschiedenen Beiträgen. :wink:

LG Petra


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 Post subject: Danke, Petra!
PostPosted: 13.09.2006, 23:16 
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Joined: 28.08.2006, 08:49
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Quote:
Unser Wunsch wären sechs gewesen, doch da hatten wir das „System“ gegen uns ….. wir konnten uns weitere Kinder einfach nicht mehr leisten.


Genau deswegen wollen wir eine ordentliche Anerkennung der Leistungen der Mütter erreichen. Die Betreuung von Kindern ist nicht nur Privatsache, sondern auch Arbeit für die Zukunft unserer Gesellschaft.

Eltern, die zu mehr Kindern bereit sind, sollten nicht aus finanziellen Gründen darauf verzichten müssen.


Last edited by alwis on 05.10.2007, 06:45, edited 1 time in total.

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PostPosted: 05.10.2007, 06:10 
Sept. 2007 - Verantwortung für die Familie informiert:
Krippenerfahrung führt zu Kinderarmut


In Westdeutschland haben sich 14% der Mütter für eine Familie mit drei und mehr Kindern entschieden.

In der ehemaligen DDR dagegen nur 7%.

Der Anteil der Mütter mit 4 und mehr Kindern ist in Westdeutschland sogar doppelt so hoch wie in der ehemaligen DDR.

Eine niedrige Anzahl kinderreicher Familien hat unmittelbare Auswirkungen auf die Geburtenrate insgesamt.

Quelle:
Monitor Familienforschung Nr. 10: "Kinderreichtum in Deutschland" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, erstellt vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg 2007.


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