Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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In den OÖN vom 13. August kündigt die Familienministerin Sophie Karmasin ihre Absichten mit:
Weniger Geld für Familien, anstatt dessen mehr Sachleistungen, gemeint sind mehr Kinderbetreuungseinrichtungen.

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Eltern, die ihre kleinen Kinder selber betreuen wollen,
und vor allem kinderreiche Familien empfinden das als
gefährliche Drohung. Sie wollen ihre kleinen Kinder nicht
an Krabbelstuben abgeben, nicht drei Jahre lang in den
Kindergarten und auch nicht in die Ganztagsschule.
Sie wollen und brauchen Geld, damit sie ihre Kinder
bestens betreuen können. Immerhin fehlt ja ein
Einkommen. Und sie wissen, dass sie damit eine -
nüchtern gesagt - hohe Wertschöpfung erreichen:
Sie ziehen, auch wenn sie die Kinder nicht für die Gesellschaft
bekommen haben, die künftigen Steuerzahler und die künftigen
Pensionszahler auf. Und dazu brauchen sie ausreichend Mittel.
Die Umschichtung von den Kinderlosen zu den Kinderreichen
ist berechtigt und lohnt sich für die ganze Gesellschaft.
Die Absicht der Familienministerin allerding ist anders
und kommt erstaunlich deutlich ans Licht:


:arrow: Beschränkung der Entscheidungsfreiheit der Eltern
:arrow: Familienpolitik für die Wirtschaft
:arrow: ideologisch konform mit den Linken

Frau Karmasin hat das WIFO, das Öst. Institut für Wirtschaftsforschung, mit der Studie zu Familienförderungen beauftragt. Ist das WIFO kompetent in Fragen Familien und Kinder? Was wird das WIFO wohl herausfinden?
Mütter an die Maschinen und Kinder in Krabbelstuben! Wenn alle Mütter arbeiten wollen oder arbeiten müssen, weil das Geld für Kinder gekürzt wird, freut sich die Wirtschaft auf niedrigere Löhne und Gehälter. Und die Kinderbetreuung übernimmt der Staat - am besten gleich wenige Wochen nach der Geburt. Da freuen sich alle Linken von SPÖ über AK, Gewerkschaft bis zu den Grünen. Bei denen sollen alle über einen Kamm geschert werden, die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten von Familie werden reduziert, als ob es nur Mütter gäbe, die ihr Kind möglichst schnell loswerden wollen, damit sie schnellstens wieder ganztags außer Haus arbeiten gehen können.
Und das Endziel ist für alle Linken auch klar: Verstaatlichung der Kinder!
Wir müssen zur Kenntnis nehmen:
Linke und Industrie - gemeinsam gegen die Kinder!

Wenn es der Familienministerin wirklich um die Familien ginge, müsste sie zuerst die Kinder fragen:
„Was wünscht ihr euch?
Was macht euch glücklich?
Was braucht ihr, damit ihr euch wohlfühlt?“
Und dann die Mütter und Väter:
„Was braucht ihr, um euren Kindern eine glückliche Kindheit bieten zu können?
Wie können wir euch helfen, eure Kinder zu stabilen Persönlichkeiten und tüchtigen Staatsbürgern werden zu lassen?“
Andreas Unterberger hat dazu eine sehr gute To-do-Liste für die neue Familienministerin zusammengestellt. Frau Karmasin scheint die Vorschläge nicht umsetzen zu wollen.
Lieber lässt sie das WIFO feststellen, was für die Kinder gut sein soll - leider.

Wie wollen wir es haben?

So?
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oder so?

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______________________________________________________

Zu den Aussagen im Detail

"Ich war ernüchtert, wie traditionell Österreich aussieht."
___ Na und? Soll das ein sachliches Argument sein?
Ist traditionell per se schlecht?
Ist modern per se gut?

„Österreich gibt fast 80 Prozent für Geldleistungen wie die Familienbeihilfe und den Kinderabsetzbetrag aus.“
___ Ein erheblicher Teil der Geldleistungen sind in Wirklichkeit nur Rückerstattung von Steuern. Das Existenzminimum der Familien wird zu Unrecht besteuert. Der Staat behandelt die Eltern zuerst so, als hätten sie keine Kinder. Und dann wird das zu Unrecht eingehobene Geld den Familien wieder (z.T.) zurückgegeben. und als großartiges Geschenk hingestellt, das nach Belieben gekürzt werden darf. Das finden wir nicht korrekt.
Die Wahrheit ist: Das System beutet Familien aus, wie z.B. 2010 in der Kleinen Zeitung in einem Interview mit Jürgen Borchert nachzulesen ist.
Siehe auch: Fischer, sein „Gespür für soziale Gerechtigkeit“ und die Familienbesteuerung"

"Länder, die mehr in Betreuung investieren, haben eine höhere Geburtenrate", sagt Karmasin."
___ Eine Behauptung wird durch ständige Wiederholung nicht wahr.
Die Bereitschaft Kinder zu bekommen hängt viel mehr von der Einstellung ab als vom Geld oder gar vom Vorhandensein von Kinderbetreuungseinrichtungen. Frau Karmasin verknüpft zwei Dinge, die nur oberflächlich miteinander zu tun haben. In Wirklichkeit geht es ihr erstens um die Wirtschaft und zweitens um Ideologie - siehe Anfang dieses Artikels.

In Österreich habe man noch stark mit traditionellen Bildern wie "Rabenmutter" oder "Karrierefrau" zu kämpfen.
___ Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite werden Mütter als Heimchen am Herd verunglimpft und entmündigt, indem man ihnen den Lohn für ihre Leistung vorenthält und anstatt dessen massiv in Kinderbetreuungseinrichtungen investiert.
Es ist ein Skandal, wenn Mütter, je mehr sie für den Generationenvertrag geleistet haben sie desto weniger aus diesem Topf erhalten, sprich mit einem Taschengeld an Pension abgespeist werden.

Die Familienministerin will künftig stärker in Sachleistungen für Familien investieren und den Ausbau der Kinderbetreuung forcieren.
Sachleistungen anstatt Geld entmündigen die Eltern und nehmen ihnen die Wahlfreiheit. Außerdem können die Eltern die Kinderbetreuung in der Regel wesentlich günstiger organisieren, als dies der Staat tun kann. Was sich für unsere Senioren bewährt, nämlich Pflegegeld anstatt teurem Altersheim, das gilt analog auch für unsere kleinen Kinder: Eltern würden die Betreuung ihrer Kinder über ein Pflegegeld wesentlich günstiger organisieren, als dies der Staat über seine Institutionen tun kann.

In der WIFO-Studie wird auch darauf verwiesen, dass es in Österreich zu wenige Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren gibt.
Wenn die Wirtschaft hier einen Mangel sieht, dann sollten die Betriebe Betreuungsplätze schaffen. Die Betrieben haben ja den Vorteil durch Mütter, die ihre Kleinkinder abgeben und wieder für den Betrieb zur Verfügung stehen, also sollen sie auch zahlen!

Karmasin fragt: "Warum gehen nicht etwa beide Eltern in Teilzeit, wenn sie kleine Kinder haben?"
Wozu würde das führen? Zur Benachteiligung der Eltern mit kleinen Kindern! Mutter und Vater müssten ihre Vollzeitjobs aufgeben und hätten dann nur mehr normalerweise deutlich schlechter bezahlte Teilzeitjobs. Das würde der ganzen Familie schaden. Die Eltern können aber sehr wohl selber entscheiden, was für die Familie am besten ist.

Summa summarum

Kinderbetreuung ist eine sehr persönliche Sache. Wir Eltern wollen unsere Kleinen selber betreuen und jedenfalls selber entscheiden dürfen, an wen für wieviel Zeit wir die Betreuung allenfalls delegieren. Wir lehnen Zwänge jeder Art und auch finanzielle Druckmittel ab, z.B. Sachleistungen anstatt Geldleistungen. Wir Eltern sind mündige Bürger, die selber entscheiden können, was für unsere Kinder das Beste ist.
Was uns erstaunt:
Staatsbetriebe werden privatisiert, weil der Staat ein schlechter Unternehmer ist.
Aber die Betreuung unserer Kinder soll der Staat besser machen als die private Familie?
Nie und nimmer! Die katastrofalen Auswirkungen hat z.B. Gorbatschow in einem seiner Bücher beschrieben:
"der größte Fehler der Sowjetunion war die Verstaatlichung der Kinderbetreuung...".
Und auch aus dem Vorzeigeland Schweden kommen schlimme Nachrichten:
Kindertagesstätten zerstören eine Nation.
Psychoanalytiker warnen vor den schlimmen Folgen der zu frühen Trennung der Kinder von den Müttern.
Dagegen erstellt z.B. der Bertelsmann-Verlag eine Propaganda–Studie zu Krippenkindern!
Wir wissen zwar, dass Tierkinder, z.B. Gorillababys, ihre Mutter unbedingt brauchen, damit sie überleben. Aber Menschenbabys sollen mit wildfremden Personen zurechtkommen, ohne seelisch Schaden zu erleiden?
Nicht nur Erfahrungen in der Sowjetunion oder in Schweden sondern auch Studien zeigen, wie schädlich unser technisierter Umgang mit unseren Kleinkindern ist:
Ganztägige Fremdbetreuung von Babys = seelischer Schaden
Krabbelstubenkinder werden Störenfriede_NICHD-Studie
Day nursery may harm under-3s, say child experts
Steven Biddulph, Day care is bad for babies

Frau Karmasin scheint alle diese Studien und Erfahrungsberichte nicht zu kennen. Oder ignoriert sie diese bewusst?

Unsere Vorschläge:
An der Natur ausrichten.
Die Kinder fragen, was sie wünschen.
Erspüren und erforschen, was die Kinder wirklich brauchen.
Dann die Eltern fragen, was sie wünschen und brauchen.

Nicht nach Ideologie entscheiden und nicht nach den Wünschen der Wirtschaft.


______________________________________________________

HINWEISE

Kinderbetreuung, Wahlfreiheit und Menschenwürde
Förderungen und Beihilfen des Staates werden grundsätzlich als Geld- und nicht als Sachleistung zur Verfügung gestellt (z.B: Familienbeihilfe, Pension, Pflegegeld, Arbeitslosengeld, Studienbeihilfe, Krankengeld, Wohnbeihilfe, Agrarförderung, Wirtschaftsförderung, Kinderbetreuungsgeld, Mindestsicherung).
Diese Wahlfreiheit muss daher auch für Kinderbetreuung gelten.

Bitte lesen Sie zu "Verstaatlichung der Kinder" auf
Familienpolitik.eu oder auf schreibfreiheit.eu
Ich bin als Familienvater bestürzt über diese Tendenz.
Ich würde das unseren Kindern nie antun wollen....

Tatsachen und Forschungen

3 Mrd € jährlich von kinderreich zu kinderlos
Die Studie untersucht die Umverteilungswirkung, die einerseits von dem umlagefinanzierten österreichischen Pensionssystem und andererseits von den staatlichen Familienleistungen und dem steuerfinanzierten Bildungssystem ausgehen.

21. Mai 2007 - Vollzeitmutter leistet 100.000 Euro/Jahr
Laut einer amerikanischen Lohnstudie vom Mai 2006 müßte eine Vollzeitmutter mit mindestens einem Kind unter 15 für ihre verschiedenen Tätigkeiten im Haushalt ein Jahresgehalt von rund 100.000 Euro (134.121 Dollar) beziehen.

To-do-Liste für die neue Familienministern Sophie Karmasin

Pflegegeld für Kinder - gleiches Recht für alle
Für unsere Senioren wurde in Österreich das Pflegegeld eingeführt.
Nach Pflegebedarf gibt es von 1 – 7 ansteigend monatlich Pflegegeld, das der zu Pflegende erhält, damit er sich die nötige Betreuung zuhause leisten kann. Das ist sinnvoll weil besser für den zu Pflegenden und billiger für den Staat.
Das Gleiche gilt für Kinder, nur die wurden vom Pflegegeld ausgeschlossen. WARUM?

Mütter an die Maschinen, Kinder in Krabbelstuben und Kindergärten!
Die EU-Kommision läßt die Deutschen wissen, dass das Betreuungsgeld (ohnehin nur 100,-- Euro!) “Fehlanreize” setze, indem sie die “Erwerbsbeteiligung” von Frauen gefährde. – Also: Frauen ab in die Fabrik, ob sie wollen oder nicht, ob es schon Millionen Arbeitslose gibt oder nicht. Damit werden Mütter – bei Licht betrachtet - letztlich zu Gebärmaschinen erniedrigt, die ihre Kinder zwar zur Welt bringen dürfen, aber möglichst nicht selber betreuen und erziehen sollen, sondern dies staatlichen Einrichtungen überlassen. Damit wird der Druck zur Fremderziehung erhöht. Die sonst gern so vielzitierte “Selbstbestimmung” und “Wahlfreiheit” der Frau spielt plötzlich keine Rolle mehr.

Verstaatlichung der Kinder wird scheitern - wie im Ostblock
Voll verzockt: Warum wir die Krippenpolitik wieder abschaffen werden... von Eva Hermann

Gorillababys haben es besser als Menschenbabys
Gorillababys werden 3 Jahre lang herumgetragen. Wenn sie ihre Mutter verlieren, werden manche von Menschen gerettet und dann von ein und derselben Bezugsperson betreut.
Sonderbar: Bei Gorillababys wissen wir, was sie brauchen.
Beim Menschenbabys wollen das viele Politiker nicht wissen.

Kinderbetreuung privat/öffentlich_ein Kostenvergleich - aus 2012 - Kosten je Kind in sechs Jahren
83.000,-- Euro______weitgehend staatlich mit 1 Jahr KBG, Krabbelstube, Kindergarten
15.000,-- Euro______weitgehend privat mit zweieinhalb Jahren Kinderbetreuungsgeld, dann (fast) nichts mehr vom Staat

2014 wie 2011: SP-VP-Regierung unterwegs zur Verstaatlichung der Kinder

Von den Kindern und ihren Feinden
Es gehört viel nachdrücklicher ins allgemeine Bewußtsein gerufen, daß die pädagogischen Konsequenzen derzeitiger moderner Politik für das Wohlbefinden der von ihr befallenen Kinder nur unter übelster Mißhandlung einzuordnen sind. Zahllose ebenso absurde wie kostenintensive Politprojekte bieten sich dem Betrachter sowohl der europäischen wie der hiesigen Szenerie dar — „Kinderkrippen“-Totalitarismus, „Ganztagsbetreuung“, „Gender“-Idiotie, „Barcelona-Ziel“, republikanische derzeitige „Schulreform“ ....

Andreas Unterberger, Die Kinder und die "Sachleistungen", 24. 8. 2014
Wie kann man Familien, junge Männer und junge Frauen, dazu bewegen, deutlich mehr Kinder in die Welt zu setzen? Das ist eine der Schlüsselfragen des Überlebens Österreichs.
Das von der Familienministerin in Auftrag gegebene Wifo-Gutachten gibt nur eine lächerliche Antwort auf diese Frage. Es schwadroniert wie alle Linken von mehr Sach- statt Geldleistungen. Das ist absurd, selbst wenn man nur statistisch argumentiert, wie es das Wifo im Auftrag Karmasins tut.....

OÖN v. 2.9.14, Kinderbetreuung allein ist zu wenig
Eine wenig kinderfreundliche Gesellschaft sieht der Leiter des Instituts für Familienforschung, Wolfgang Mazal, in Österreich.
Ausschlaggebend für eine kinderfreundliche Umgebung sei eine Vielzahl von Bausteinen. "Der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen allein ist es nicht", sagt Mazal. Sonst müsste es in Wien, wo die Kinderbetreuung am besten ausgebaut ist, die höchste Geburtenrate geben.


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PostPosted: 14.08.2014, 23:03 
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Ministerin Karmasin hat angekündigt, mehr Sachleistungen für Familien zur Verfügung zu stellen.

Sie versteht darunter mehr Kinderbetreuung und regt an, dass mehr und noch jüngere Kinder in Einrichtungen betreut werden können. Was ist daran familienfreundlich?

Eine Familie sind Eltern, die mit ihren Kindern leben. Dieses Zusammenleben ist erheblich bedroht. Eine Betreuung sehr junger Kinder stört das System Familie empfindlich, weil Kinder unter drei Jahren ihre primären Bindungspersonen brauchen, die Mutter oder den Vater. Dies ist notwendig, damit zusammen mit anderen Faktoren eine sichere Bindung entstehen kann, die wiederum Voraussetzung für soziale Fertigkeiten, die Fähigkeit, die Welt zu erforschen und zu begreifen, sowie Mut und Neugier, ist.

Durch die Trennung entsteht Angst, die genau das verhindert, weil Kinder dann ausschließlich mit der Bewältigung der Angst beschäftigt sind. Darüber darf auch ein Kind, das nach einigen Wochen in der Kinderkrippe nicht mehr weint, nicht hinwegtäuschen: Es hat sich angepasst, die Bindungsunsicherheit aber bleibt.

Hat jemand jemals ein zwei- oder dreijähriges Kind gefragt, wenn plötzlich über viele Stunden des Tages die vertraute Mama weg ist ? Solche Fragen stellen sich die verantwortlichen Politiker nicht… und entwickeln daher nur immer dieselben Ideen von mehr und früherer Kinderbetreuung.

Familienpolitik muss Integration von Kindern in unseren Alltag heißen und Familien zusammenleben lassen, anstatt sie zu trennen. Wirtschaft und Politik müssen umdenken und neue Ideen entwickeln.

Michael J. Merl, Gramastetten


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PostPosted: 17.08.2014, 13:01 
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Andreas Unterberger schreibt:

Danke Karmasin. Von der ÖVP haben Familien nichts mehr zu erwarten.
Die von der ÖVP nominierte Familienministerin (auch wenn sie jene Partei wahrscheinlich nie gewählt hat) hat Klartext gesprochen: Zusätzliche Mittel für Familien wird es nur noch als Sachleistung geben, erklärte sie im ORF. Gestützt ausgerechnet auf das schwer linkslastige Wifo. Wer also als Mutter oder Vater noch einen Cent von der ÖVP erwartet, ist falsch am Platz. Deutlicher kann man es nicht sagen. Wobei Karmasin nicht etwa mit Geldmangel argumentiert, was ja noch irgendwie verständlich wäre. Sie will das Geld bürokratisch verputzen. Nichts anderes sind ja die von Politikern und Beamten huldvoll vergebenen „Sachleistungen“ (als ob wegen des Fehlens von „Sachleistungen“ auch nur ein Kind nicht zur Welt gekommen ist). Die ÖVP hat – zumindest bisher – mit keiner Silbe widersprochen. Auch sie nimmt die Mittelschicht und die Familien nicht in Schutz. Konservativ ist die ÖVP damit ganz sicher nicht mehr. Und liberal ist es schon gar nicht, wenn noch mehr der Staat bestimmt.
- Siehe Mehr dazu: http://www.andreas-unterberger.at/2014/ ... KPH5k.dpuf

Und was sagt Sophie Karmasin auf ihrer Homepage? (Meine
(Meine Anmerkung: Wer das glaubt, ist sehr naiv!)



"Ich sehe es als meinen Auftrag als Familienministerin, die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass mehr junge Menschen ermutigt werden, ihren Kinderwunsch Realität werden zu lassen."
"Beim Thema Familie bin ich zuhause, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich will, dass sich Familien in diesem Land anerkannt fühlen und gemocht."
"Familie ist das Wichtigste im persönlichen Werdegang eines Menschen und das Wichtigste für ein Land, um die Zukunft zu sichern."
Frau Karmasin, wir nehmen Sie beim Wort und wir werden Sie an diese Aussage von Ihnen
immer erinnern müssen!

Stimme für Familien (Wirklich, Frau Karmasin?)
Familienministerin Sophie Karmasin spricht im Interview mit dem „Volksblatt“ über ihren politischen Quereinstieg und ihre Ziele im neuen Amt. Ihre Entscheidung, das Familienressort zu übernehmen, unterstützte vor allem die Tatsache, dass es viele Möglichkeiten gibt, einen Beitrag zu einer Familienbewegung leisten.
Ihr Ziel dabei ist klar: Gestalten, für Familien in Österreich etwas tun und für Familien die Stimme in der Regierung sein.
Auf die Frage, wie die Ministerin Familie definiert, ist die Antwort schnell gefunden: „Familie ist für mich dort, wo sich Menschen zu Hause fühlen. Als Familien- und Jugendministerin beschäftige ich mich mit jenen Familien, wo Kinder im Spiel sind.“ Um Familien zu stärken und die Zukunft zu sichern, gibt es viele Ansatzpunkte. Ein politisches Instrument sieht Karmasin bereits in der Erhöhung der Familienbeihilfe: „In einer schwierigen Budgetsituation sind 830 Millionen Euro ein starkes Signal für die Familien."
Aber auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist der Ministern ein wichtiges Anliegen. Sie ist überzeugt, dass die Lebens- und Arbeitsbedingungen familienfreundlicher werden müssen und nicht die Familien arbeits-freundlicher. Hier muss auch von den Unternehmen Verantwortung übernommen werden, die man teilweise erkennen kann.
(Schön geschrieben, aber das ist Lüge und nicht die Wahrheit! Siehe oben!)

M.Z.


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PostPosted: 18.08.2014, 18:41 
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Von: familiennetzwerk@googlegroups.com [mailto:familiennetzwerk@googlegroups.com] Im Auftrag von Helmuth Schattovits
Gesendet: Donnerstag, 14. August 2014 07:36
An: Gudrun Kugler, Kairos; familiennetzwerk@googlegroups.com
Betreff: Re: {Familiennetzwerk} Studie des norweg. Statistischen Amts: Mutter zu Hause = bessere Schulnoten


... danke - wäre dem WIFO und dem BM zur Information zuzuleiten .
:arrow: Mit dem Bundespflegegeld 1993 wurde für alte Menschen die Wahlfreiheit ermöglicht, über die Form der Betreuung wählen zu können - übrigens Pensionisten/innen Heime werden bekanntlich nicht
von der Pensionsversicherungsanstalt finanziert.
:arrow: Mit dem Kinderbetreuungsgeld 2001, die Machbarkeitsstudie habe ich koordiniert, wurde ein erster Schritt in die gleiche Richtung getan: Eltern sollen wählen können, wo und wie sie ihre Kinder
betreut haben wollen - als Kunden und nicht als Bittsteller bei Betreuungseinrichtungen. Dieses Instrument wird zunehmend demoliert.
:arrow: Lissabon 30 % für bis 3-jährige: Wer kommt auf die Idee 0 bis 3-jährige in einer Kategorie zusammenzufassen, die bezüglich Begleitung gleich zu behandeln wären?
:arrow: Bruttoinlandsprodukt: Ist es wirklich ein Wachstum wenn Leistungen aus dem privaten Bereich in den gemessenen Dienstleistungsbereich eingegliedert werden? - abgesehen dass BIP als Maßstab
für gesellschaftliches Wohlergehen ungeeignet ist.

- mfG Helmuth Schattovits
____________________________________________________
From: Gudrun Kugler, Kairos
Sent: Wednesday, August 13, 2014 9:25 PM
To: familiennetzwerk@googlegroups.com
Subject: {Familiennetzwerk} Studie des norweg. Statistischen Amts: Mutter zu Hause = bessere Schulnoten


Discussion Papers No. 739, May 2013 Statistics Norway, Research Department
Eric Bettinger, Torbjørn Hægeland and Mari Rege
Home with Mom: The effects of stay-at-home parents on children's long-run educational outcomes
Abstract:
In 1998 the Norwegian government introduced a program that substantially increased parents’ incentives to stay home with children under the age of three. Many eligible children had older siblings, and we investigate how this program affected long-run educational outcomes of the older siblings. Using comprehensive administrative data, we estimate a difference-in-differences model which exploits differences in older siblings' exposures to the program. We find a significant positive treatment effect on older siblings’ 10th grade GPA, and this effect seems to be largely driven by mother’s reduced labor force participation and not by changes in family income or father’s labor force participation.
Keywords: J13, J22, J24, I21
JEL classification: Chas-for-care, parental time, school performance
Acknowledgements: Financial support from the Norwegian Research Council (160965/V10) is gratefully acknowledged.
The authors would also like to thank Nina Drange, Kjetil Telle, Ingeborg Solli, Mark Votruba and participants at the 2009 University of Stavanger Workshop “Economics of the Family and Child Development” for helpful comments.
Address: Eric Bettinger, Stanford and NBER.
E-mail:Torbjørn Hægeland Norway, Research Department. E-mail: Torbjorn.Haegeland@ssb.no Mari Rege, University of Stavanger.

HINWEIS
Home with Mom: The effects of stay-at-home parents on children’s long-run educational outcomes


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PostPosted: 07.09.2014, 23:18 
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Betreff: Anfrage via oevp.at

Mir graut vor dieser Partei:



Sehr geehrte ÖVP!

Gestern (4. September 2014) habe ich im TV gesehen/gehört, dass eine Familie nicht mehr aus Vater, Mutter und Kind besteht. (Anspache Eures neuen Clubobmannes)
Werte ÖVP, woraus besteht Eurer Meinung nach die neue Familie?
Da fühle ich mich als österreichischer Vater von 4 Kindern - noch dazu mit der gleichen Frau - diskriminiert.
Hauptsache das Steuergeld wird in die Fremdbetreuung gepumpt. Mütter haben mit dieser Familienpolitik keine wirkliche Wahlfreiheit. Wo erhält eine Mutter, welche Ihre Kinder selbst zu Hause betreuen möchte die gleiche Unterstützung wie bei der Fremdbetreuung?
Meine Mutter hat drei eigne und 3 Pflegekinder betreut. Zeit ihres Lebens in Österreich gearbeitet. Und? Mindestsicherung? Kein Anspruch. So viele andere sehr wohl????
Gendermainstreaming: Haben wir keine anderen Sorgen? Bitte was hat die Sexualerziehung im Kindergarten zu suchen?
Gottes Segen für alle weitern Entscheidungen.


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PostPosted: 24.09.2014, 23:05 
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Location: Österreich/Austria
Gesendet: Sonntag, 24. August 2014 01:47
An: Bundesministerin Sophie Karmasin
Cc: email@oevp.at
Betreff: Familienministerin und kinderreiche Familien



Sehr geehrte Frau Karmasin!



Aus verschiedenen Wortmeldungen zur Vielfalt der Familienformen haben wir die Hoffnung geschöpft, sie würden auch die kinderreichen Familien in Ihren Plänen und in Ihrer Arbeit berücksichtigen.

Aus den jüngsten Absichtserklärungen zur Kinderbetreuung und zum Ausbau
insbesondere von Einrichtungen für unsere Kleinsten unter drei Jahren
lesen wir allerdings eine Tendenz zur
einseitigen Förderung eines einzigen Familienmodells heraus:

Mutter und Vater gleichermaßen außer Haus berufstätig
Kinder möglichst schnell nach der Geburt in staatlicher Betreuung.


Es würde uns freuen, wenn Sie auch uns kinderreiche Familien
und unsere besonderen Bedürfnisse entsprechend berücksichtigten.
:arrow: Wir haben über längere Zeit einen „Full-time-job“ zuhause und einen außer Haus
:arrow: Wir brauchen keine Krabbelstuben und weniger Kindergartenplätze
:arrow: Wir brauchen eine angemessene finanzielle Anerkennung unserer Leistungen für die Gesellschaft

Wenn Sie Näheres über unsere Anliegen
und über die Bewertung Ihrer jüngsten Äußerungen
erfahren möchten, folgen Sie bitte diesem Hinweis:
http://schreibfreiheit.eu/2014/08/15/so ... en-kinder/

Freunde kinderreicher Familien
__________________________________________________________________________________

Antwort aus dem Ministerium

Von: Bundesministerin Sophie Karmasin [mailto:BundesministerinSophieKarmasin@bmfj.gv.at]
Gesendet: Montag, 25. August 2014 10:19
An: 'Alois Wolfmayr'; Bundesministerin Sophie Karmasin
Cc: email@oevp.at
Betreff: AW: Familienministerin und kinderreiche Familien



Sehr geehrter Herr Wolfmayr,

Vielen Dank für Ihr E-Mail an Bundesministerin für Familie und Jugend Dr. Sophie Karmasin, die mich gebeten hat, Ihnen zu antworten.

Familien ihren Wunsch nach Kindern zu ermöglichen, ist uns ein wichtiges Anliegen. Dazu wollen wir die Wahlfreiheit der Familien stärken, damit sie ihr eigenes Modell wählen können: staatliche oder auch private Kinderbetreuungseinrichtungen oder eigene, familiäre Betreuung der Kinder. Politik soll die Menschen nicht bevormunden, sondern die Möglichkeiten eröffnen, frei zu wählen. Wir setzen daher sowohl auf Maßnahmen, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessern (z.B. Ausbau der Kinderbetreuung), als auch auf Maßnahmen, die Familien finanziell entlasten.

Unser Ziel ist klar: Wir wollen Österreich zum familienfreundlichsten Land Europas machen. Auf diesem Weg haben wir bereits viel erreicht. So wurde erst kürzlich die Familienbeihilfe in einem Stufenmodell erhöht: Ab 1.7.2014 kommt es zu einer Erhöhung um 4%, und ab 1.1.2016 sowie am 1.1.2018 zu weiteren Erhöhungen um je 1,9%. Für die Zeit nach 2018 setzen wir uns für eine regelmäßige Anhebung der Familienbeihilfe ein. Und die häusliche Kinderbetreuung wird auch weiterhin mit dem Kinderbetreuungsgeld von 1,1 Mrd. Euro pro Jahr abgesichert.

Österreich hatte in der Vergangenheit im OECD-Vergleich bereits einen sehr hohen Anteil an Direktzahlungen bei den Familienleistungen (80% der gesamten Familienleistungen, das sind 2,34% des BIP, zum Vergleich: Deutschland: 1,16%; Frankreich: 1,44%; Dänemark: 1,58%). Dieser Überhang von Geld- zu Sachleistungen wird bei der neuen Aufteilung der Offensivmittel berücksichtigt: Die Aufteilung der neuen Mittel erfolgt im Verhältnis 50:50. So wird die Bundesregierung neben den 830 Millionen Euro für die Erhöhung der Familienbeihilfe auch 350 Millionen Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung (inklusive Sprachförderung) und 400 Millionen für den Ausbau der außerschulischen Tagesbetreuung investieren.

Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, dass die Entlastung im Wege einer Steuerreform spürbar bei unseren Familien ankommt. Damit tragen wir nicht nur unserem Anspruch als Familienpartei Rechnung, sondern sorgen auch dafür, dass die Entscheidung für Kinder nicht davon abhängt, ob man sich Familie leisten kann.

Mit freundlichen Grüßen

Team Karmasin
__________________________________________

Kommentar K.S.:

ist halt so, dass aussagen immer schwammiger werden .... nur keine festlegung auf irgendwas.

ja die övp distanciert sich von der familie, somit werden sich viele von der övp distancieren...........

im schulsystem kann ich täglich erkennen, welche schüler aus funktionierenden familiensystemen kommen, mit den anderen werden wir auf dauer probleme haben, die halt ein anderes ministerium zu lösen hat.


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PostPosted: 24.09.2014, 23:18 
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Herr D. M. am 24. 8.

Eine Super-Argumentation!
______________________________________________
Herr S. M. am 24. 8.

danke!
ich habe zuletzt auch mehrere e-mails an frau karmasin geschickt.
eines ihrer besonderen kennzeichen ist (im gegensatz zu anderen övp-politikern) ihre ignoranz und nichtauseinandersetzung bzw. nichtbeantwortung.
trotzdem: wir müssen dranbleiben!

danke für Eure Arbeit!
______________________________________________
Herr H. V. am 24. 8.

Lieber Herr Wolfmayr,
Vielen Dank für Ihre Nachricht und den interessanten Link zur „Schreibfreiheit“
Mit Ihrem Brief an die Familienministerin stimme ich und auch der Freiheitliche Familienverband 100%ig überein und werden Ihre zentrale Forderung nach einer angemessenen finanziellen Förderung der kinderreichen (3und mehr Kinder) Familien bei jeder sich bietenden Gelegenheit unterstützen. Anbei sende ich Ihnen eine Studie zum Thema Wahlfreiheit, die voraussichtlich in Kürze in einer deutschen Fachzeitschrift erscheinen wird. Sie können diese gern benutzen und weiterverbreiten
______________________________________________
Frau S. M. St. am 25. 8.

guter, richtiger Beitrag!!
MfG,
______________________________________________
Frau M. K. am 25. 8.

Ja, stimme Ihnen aus eigener Überzeugung zu! Die Entwicklung geht total in die „falsche“ Richtung. „Ausverkauf des Lebens“…

Ihnen und Ihrer Familie alles Gute!
______________________________________________
Frau M. F. am 25.8.

Danke, vielen, vielen Dank, lieber Alois! Das hast du wieder einmal treffend formuliert.
______________________________________________
Frau M. H. am 25.8.

sehe ich auch so ! Danke für info lieber Alois!
______________________________________________
Herr F. G. am 25.8.

Danke, lieber Alois, für dein Engagement für starke Familien und eine entsprechende Politik!
Es geht Euch hoffentlich gut.
Alles Gute und viel Segen deiner ganzen Familie für weiter!
_____________________________________________
Herr M. P. am 25.8.

Vollkommen d’accord! Aber was will man, derzeit gibt es eigentlich nur noch mehr oder weniger sozialistische Parteien. Angesichts dieser Tatsache bin ich sogar relativ optimistisch, denn noch ist es ihnen nicht gelungen, alles Wertvolle zu zerstören, und das ist angesichts ihrer zahlenmäßigen Übermacht eigentlich ein Wunder! Wir als Menschen sind gegen die Macht der Ideologien ja relativ chancenlos – woran man erkennt, daß da noch “Jemand Anderer” auf unserer Seite ist.
______________________________________________
Herr H. R. am 3. 9.

Lieber Herr Wolfmayr!

Bravo! Ihr Brief ist kurz, bündig und goldrichtig!

Mit Respekt.

P.S.: Darf ich diesen Brief bei Bedarf veröffentlichen?
______________________________________________

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