Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 17.11.2007, 23:55 
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Wo bleibt Solidarität für Eltern und Kinder, die Pensionen zahlen müssen?

14.11.2007 - So erfreulich die Pensionserhöhung für die Gruppe der Pensionisten ist,
so bedauerlich ist es, dass die Familienbeihilfe für Familien mit Kindern, die letztlich als Erwerbstätige diese Pensionserhöhung zahlen müssen, seit dem Jahr 2000 nicht erhöht wurde.

. . . Die Familienbeihilfe wurde zwischen 1990 und 2005 um 11,5% erhöht,
im gleichen Zeitraum die Pensionen(Ausgleichzulagenrichtsatz) um 63,67%
und das bei einer Inflationsrate von fast 40%.

:arrow: Das bedeutet: Die Familienbeihilfe ist seit 1990 deutlich gesunken!


mehr . . . im Original beim Österreichischen Familienbund

oder beim Kath. Familienverband

Sicherlich sei, so betont Pitzinger-Ryba, die Erhöhung der Familienbeihilfe für Mehrkindfamilien ab 1.1.2008 ein gutes und wichtiges Signal, vergleicht man aber die Budgetvolumina, die jeweils dafür freigemacht werden,
so wurden Familien, die offensichtlich nicht so wichtig genommen werden, abgespeist.


Last edited by alwis on 29.11.2007, 03:45, edited 2 times in total.

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PostPosted: 23.11.2007, 07:48 
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Schreiben vom 23. Nov. 2007

Familienbeihilfen seit 2000 um 11% gesenkt!



Sehr geehrte Frau Minister!


Der Grundbetrag der Familienbeihilfe wurde seit 2000 um 11% gesenkt. So hoch ist nämlich die Inflation.
Und während Löhne und Pensionen Jahr für Jahr zumindest um die Inflationsrate und meistens auch noch etwas mehr angehoben werden, bleiben Familienleistungen jahrelang nominell gleich, d.h. aufgrund der Inflation werden sie sogar gesenkt.

Es stünde gerade der Familienpartei ÖVP gut an, hier eine Änderung durchzusetzen:

Familienleistungen sollten jedes Jahr zumindest um die Inflationsrate angehoben werden!


Last edited by alwis on 23.12.2007, 23:19, edited 1 time in total.

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PostPosted: 06.12.2007, 21:56 
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Sehr geehrte Frau Minister!


Das BMGFJ kündigt die Erhöhung der Familienbeihilfen für Mehrkindfamilien (ab dem dritten Kind) an:

Die Höhe der Familienbeihilfe richtet sich nach dem Alter und der Anzahl der Kinder. Nach der derzeitigen Geschwisterstaffelung wird der Gesamtbetrag ab dem zweiten Kind um 12,8 Euro monatlich erhöht. Ab drei oder mehr Kindern erhöht sich die Familienbeihilfe für jedes dieser Kinder um weitere 25,5 Euro monatlich.
Künftig soll die Geschwisterstaffelung für das dritte Kind auf 35 Euro und für jedes weitere Kind auf 50 Euro erhöht werden soll. Das bedeutet, dass sich der Gesamtbetrag für drei Kinder um 47,8 Euro monatlich, für vier Kinder um 97,8 Euro und für jedes weitere Kind nochmals um 50 Euro monatlich erhöht.

Uns würde interessieren, wie sich die Erhöhung auswirkt.
Wir bitten daher um Beantwortung der folgenden Fragen:

Wie wirkt sich die Erhöhung für Familien aus mit
3 Kindern im Alter von z.B. 3, 5 und 7 Jahren
4 Kindern im Alter von z.B. 5, 7, 9 und 12 Jahren
5 Kindern im Alter von z.B. 3, 5, 10, 13 und 15 Jahren?

Wie sind die Familienbeihilfen in den obigen Beispielen inflationsbereinigt im Vergleich zum Jahr 2000 zu bewerten?


Besten Dank im Voraus für Ihre Antwort.


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PostPosted: 23.12.2007, 23:23 
Gesendet: Montag, 10. Dezember 2007 09:40

Die Erhöhung der Familienbeihilfe ist abhängig von der Anzahl der Kinder, das Alter der Kinder spielt dabei keine Rolle.

Wenn ab 1.1.2008 für drei Kinder Familienbeihilfe bezogen wird, erhöht sich der Gesamtbetrag um € 9.50 pro Monat. Nachdem die Familienbeihilfe alle zwei Monate ausbezahlt wird, erhöht sich der Gesamtbetrag um € 19. Voraussetzung: es kommt keine Altersstaffel dazu. Wenn das dreijährige Kind vom Beispiel 1 im Jänner 2008 drei Jahre wird, kommt noch eine Altersstaffel von € 7,3 dazu.

Wird für vier Kinder Familienbeihilfe bezogen, erhöht sich der Gesamtbetrag um 34 Euro. Altersstaffel wird bei dem Beispiel keine schlagend.

Wird für fünf Kinder Familienbeihilfe bezogen, erhöht sich der Gesamtbetrag um € 58,50. Bei dem Beispiel könnten zwei Altersstaffeln relevant werden; wenn das dreijährige und das zehnjährige Kind im Jänner 2008 drei bzw. zehn Jahre alt werden. Die Alterstaffeln würden € 7,3 und € 18,2 ausmachen.


Der Grundbetrag der Familienbeihilfe beträgt seit 2001 unverändert € 105,4;
seit 1990 wurde er um 11,53% oder € 10,90 erhöht.


Zum Vergleich -
die Ausgleichszulagenrichtsätze, Familienbeihilfen und Inflation
1990 bis 2005:


Familienbeihilfe:
______11,53% erhöht______= 10,90 Euro

Ausgleichszulagenrichtsatz für Alleinstehende:
______63,67% erhöht______= 257,91 Euro

Ausgleichszulagenrichtsatz für Paare:
______77,56% erhöht______= 450,01 Euro

Inflationsrate 1990 bis 2005:
______39,19%


Die Tabelle zur Inflationsentwicklung ist hier zu sehen:
http://wko.at/statistik/prognose/inflation.pdf

:arrow: :arrow: Die Lücke zwischen 39,19% (Inflation) und 11,53% (Erhöhung der Familienbeihilfe)
bedeutet die faktische Senkung der Familienbeihilfe seit 1990 um ca. 20%!

Machen unsere Regierungen das mit Absicht?


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PostPosted: 06.04.2008, 19:07 
P r e s s e a u s s e n d u n g

Extreme Schieflage für Familien


Der Katholische Familienverband fordert – bestärkt durch die aktuelle OECD-Studie – die Valorisierung der Familienleistungen und ein steuerfreies Existenzminimum für alle Familienmitglieder.

Wien, 12. März 2008. „Valorisierung der Familienleistungen und steuerfreies Existenzminimum für jedes Familienmitglied heißt meine Antwort auf das Ergebnis der jüngsten OECD-Studie“, sagt Johannes Fenz, Präsident des Katholischen Familienverbandes. Nach der OECD-Studie „Taxing Wages“ zählen die sozial Schwachen, Alleinverdiener und Familien bei den Abgaben zu den großen Verlierern. Ihnen bleibt von ihren Bruttolöhnen immer weniger; zum einen weil die Familienleistungen nicht erhöht werden, zum anderen weil sie von der „kalten Progression“ betroffen sind.

„Ob und wann Familienleistungen erhöht werden, hängt von der politischen Willkür und vielleicht von einem Wahltermin ab“, sagt Johannes Fenz und erinnert daran, dass der Grundbetrag für die Familienbeihilfe seit dem Jahr 2000 nicht mehr erhöht wurde und das Kinderbetreuungsgeld seit der Einführung vor sechs Jahren unverändert 436 Euro/Monat beträgt. Und das ungeachtet der Tatsache, dass die Inflationsrate in den letzen Jahren zwischen 1,5 und 3 Prozent betragen hat. „Wenn die Inflationsrate seit 1990 rund 45 Prozent beträgt, die Familienbeihilfe im selben Zeitraum aber nur um 12 Prozent steigt, ist das eine extreme Schieflage“, sagt der Präsident des Katholischen Familienverbandes und fordert die regelmäßige Erhöhung.

Eine Erhöhung der Familienleistungen wie Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld oder Pflegegeld ist nirgends festgeschrieben. Sie hängt einzig und allein vom politischen Willen ab. Im Gegensatz zu den Familienleistungen sind die Mindestpensionen durch den Ausgleichszulagenrichtsatz definiert und werden jährlich per Verordnung erhöht.

Wie viele Personen müssen von welchem Einkommen leben? Das ist die entscheidende Frage, wenn es darum geht, wer bei der nächsten Steuerreform entlastet werden soll!“ sagt der Präsident des Katholischen Familienverbandes. „Als Familienlobbyist fordere ich ein steuerfreies Existenzminimum für jedes Familienmitglied“. Der Katholische Familienverband möchte das gegenwärtige Individualsteuersystem mit einer deutlichen Familienkomponente versehen und kann sich vorstellen, dass pro Familienmitglied ein bestimmter Betrag über deutlich höhere Absetzbeträge steuerfrei gestellt wird.


KFÖ-Pressedienst

Katholischer Familienverband Österreichs
Spiegelgasse 3/9
A-1010 Wien
Tel.:01/51552/3201
Fax:01/51552/3699
E-Mail: info@familie.at
www.familie.at


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PostPosted: 07.06.2008, 05:45 
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Lt. Statistik Austria hat die Nicht-Erhöhung der Grundbeträge der Familienbeihilfe seit 2000 zu einem Wertverlust von 14,6% geführt.

Daher befürworten sowohl SPÖ als auch ÖVP bessere Familienförderung im Zuge der Steuerreform, wenn auch mit verschiedenen Schwerpunkten.

Die Familienbeihilfe ist nach Alter und Anzahl der Kinder gestaffelt.
Außerdem gibt es für Familien mit einem Einkommen unter 55.000,-- Euro einen Mehrkindzuschlag, und zwar:
36,4 Euro monatlich für jedes ständig im Bundesgebiet (oder im EU-Raum) lebende dritte und weitere Kind, für das Familienbeihilfe bezogen wird.


Siehe auch:

BM für Gesundheit, Jugend und Familie, PDF Familienbeihilfe, Mehrkindzuschlag


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PostPosted: 25.07.2008, 15:45 
Der Freiheitliche Familienverband schreibt dazu im Artikel

Familienfeindlichkeit in Zahlen:


Keine Inflationsabgeltung der Familienleistungen seit sechs Jahren!
Auch in Zukunft trotz Teuerung keine Aussicht auf Wertanpassung!


Im Gegensatz zu Pensionen, Löhnen und Gehältern
gab es bei den Familienleistungen seit vielen
Jahren keine Inflationsabgeltung. Das Kinderbetreuungsgeld
wurde seit seiner Einführung
im Jahr 2001 nicht erhöht, der Kinderabsetzbetrag
von monatlich 70 Euro ist seit 2000 gleichgeblieben
und die Familienbeihilfen sind seit
2003 nicht mehr angepasst worden.
...................
Wenn derzeit über Maßnahmen zur Abgeltung der gestiegenen Inflationsrate
diskutiert wird, so ist für uns die Valorisierung der Familienleistungen
eine der vordringlichsten Notwendigkeiten und der Freiheitliche
Familienverband wird sich dafür mit allen Kräften einsetzen.

Der ganze Artikel ist hier abrufbar...


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PostPosted: 21.06.2013, 00:25 
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PRESSEAUSSENDUNG
Katholischer Familienverband Salzburg


Dramatischer Kaufkraftverlust bei Familienbeihilfe

Neue Berechnungen des Familienverbandes zeigen den enormen Inflationsverlust durch nicht indexgesicherte Transferleistungen auf.

Salzburg, 18. 6. 2013. „Der Inflationsverlust für Familien durch nicht indexgesicherte Transferleistungen ist dramatisch“, warnt die Vorsitzende des Katholischen Familienverbandes Salzburg, Dr. Marie-Luise Zuzan. Neue Berechnungen des Familienverbandes hätten diese besorgniserregende Entwicklung erneut bestätigt.

Was ganz selbstverständlich für Pensionen und Ausgleichszulagen gelte – die regelmäßige Indexanpassung – müsse auch für Familientransferleistungen gelten. „Es kann nicht sein, dass die Familien als einzige Gruppe von regelmäßigen Wertanpassungen ausgenommen sind und dadurch Jahr für Jahr viel Geld verlieren", kritisiert Zuzan.

Eindrucksvollstes Beispiel für den regelmäßigen Wertverlust bei Transferzahlungen sei der Vergleich von Familienbeihilfe und Ausgleichszulagenrichtsatz aus den Jahren 1990 und 2012. (Siehe Grafik „Familienbeihilfe“) Seit dem Jahr 1990 habe die Familienbeihilfe unter Berücksichtigung von Inflation einerseits und Erhöhung des Auszahlungsbetrages andererseits rund 50% an Wert verloren. Im gleichen Zeitraum sei der Ausgleichszulagenrichtsatz für Paare aber um rund 50% gestiegen. „Die jährliche Wertanpassung der Familienleistungen ist nicht nur längst überfällig. Ein längeres Zuwarten würde die Familien noch mehr ins Abseits stellen“, mahnt Frau Dr. Zuzan.

Wenn man den seit 1990 entstandenen Kaufkraftverlust der Familienbeihilfe auf das Grundnahrungsmittel Brot anwendet, wird der Schaden für die Familien noch einmal sehr deutlich. Im Jahr 1990 konnten sich Familien für die damals ausbezahlte monatliche Familienbeihilfe 66,5 Kilo Brot kaufen. Im Jahr 2012 reichte die Familienbeihilfe nur noch für 36,7 Kilo Brot – ein Verlust von unglaublichen 44,8 Prozent beim Grundnahrungsmittel Brot (Siehe Grafik „Brotvergleich“).

„Familienfreundlichkeit darf kein Lippenbekenntnis sein. Sie muss sich an Taten und Zahlen messen lassen. Wir fordern daher alle politischen Kräfte – insbesondere die neue Salzburger Familienlandesrätin, Mag. Martina Berthold - auf, sich für die rasche Wertsicherung der Familienleistungen einzusetzen“, so die Familienverbandsvorsitzende.

INFO:
Katholischer Familienverband Salzburg
Dr. Marie-Luise Zuzan, 0664-1477952
Mag. Rudolf Gruber, 0662/8047-1245, 0680-2049018
r.gruber@familie.kirchen.net


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