Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 29.09.2006, 15:46 
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Europa setzt auf Fortschritt.

Die Großfamilien sterben aus, Jugendkriminalität und psychische Erkrankungen boomen.

Immer deutlicher wird, dass eine große Zahl von Eltern und schließlich sogar von Lehrern mit den Kindern nicht mehr zurecht kommen – die Eltern haben nicht mehr genug Zeit für sie, die Lehrer kämpfen nicht selten vergeblich gegen eine lärmende, unkonzentrierte Masse von Schülern, die Jugendarbeitslosigkeit ist unerträglich hoch.

Was tun? Die Linken schlagen diese Lösung vor:
Lasst Vater Staat die Sache übernehmen, einheitlich (und deshalb gerecht), durchorganisiert und mit klaren Chancen für alle. Kinderkrippen für die Säuglinge und Kleinkinder, Kindertagesstätten für die 3-6-Jährigen, und ab dann ein einheitliches Ganztagsschulsystem.

Wir können über diese Verstaatlichung der Kinderaufzucht nur den Kopf schütteln. Wir wollen natürlich bleiben!

Wer mehr wissen will, bitte hier weiterlesen:

Christa Meves - Hauptseite



Siehe auch hier:

Umfrage zur Betreuung von Kleinkindern

Zu Eva Hermann - was wünschen die Kinder?

Die Spätfolgen der Kinderfremdbetreuung

Civitas-Kreis Hattersheim, Mo, 26. März 2012:
sehr informative Podiumsdiskussion über Kindertagesstätten


Kindererziehung: Was tatsächlich falsch läuft

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Last edited by alwis on 04.03.2008, 18:21, edited 4 times in total.

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PostPosted: 13.02.2007, 18:39 
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Den Eltern wird in Deutschland zusehends die Kompetenz zur Kinderbetreuung abgesprochen.

Ähnliches ist in Schweden schon geschehen. Es geht den Kindern dort nicht gut, wie immer behauptet wird.
Ob es dann den Frauen wirklich gut geht? Ich kann es mir nicht vorstellen.

Bitte lesen Sie auch hier - vor allem das Gespräch mit Frau Anna Wahlgren über Erfahrungen mit Kleinkindbetreuung in Schweden:

Deutschland: Kinder in Ganztagsbetreuung abschieben!

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Last edited by alwis on 25.01.2008, 08:32, edited 1 time in total.

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PostPosted: 25.03.2007, 16:33 
Ulrich Bonse aus Köln schrieb am 19. März 07 den folgenden Leserbrief:

Es geht doch wohl darum, wer das Fundament und das Kellergeschoss der Persönlichkeit eines Kindes weitaus am besten baut: Das ist die Mutter.


Wenn die Mischung im Beton nicht stimmt, etwa zuviel Sand drin ist, kann das Fundament nichts taugen. Was man in der Baubranche ohne weiteres anerkennt, leugnet man unverschämt beim Menschen. Hier wird Magerkost einfach hingenommen - obwohl das "Produkt", die Kindespersönlichkeit, schwer zu kurz kommt - das "Haus" sackt wie Venedig langsam in den Untergrund!
Fest steht, dass das Kind eine feste Bezugsperson in den ersten 3 Jahren dringend braucht. Urvertrauen, Stressbelastbarkeit, Kreativität, Sprachvermögen, Bildungsoffenheit, Kontaktfähigkeit hängen stark von den in den ersten 3 Jahren sich schwerpunktmäßig bildenden "Synapsen" ab (Kommunikationsstellen zwischen den Gehirnzellen).
Es gibt seit geraumer Zeit Gehirnforschung und auch in der Psychologie fundierte Studien, die das alles genau untersucht haben. Aber "was ich nicht direkt sehe, weigere ich mich zu glauben!" Intellektuell nicht ernst zu nehmen - weil Forschung nun mal alles schon wissenschaftlich nachgewiesen hat.
Genauso ernst zu nehmen wie die Bemerkung Virchows vor 120 Jahren, er habe beim Sezieren von Hunderten von Leichen noch keine Seele gesehen - also gebe es keine!

Kaum glaublich, dass heutzutage binnen ein paar Jahren Raucher schon fast überall verjagt werden - eben wegen wissenschaftlicher Studien! Aber bei der optimalen Entwicklung von Kindern und der Geburtenfreudigkeit soll das alles nicht gelten?
Man soll den Frauen wirklich "Wahlfreiheit" hinsichtlich optimaler Kindererziehung gewähren - und ihr dann freistellen,wie sie die Erziehung organisieren will - man soll ruhig anerkennen, und zwar mit einem Erziehungsgeld, dass sie eine wichtige volkswirtschaftliche Leistung erbringt.

Prof. Wilfried Schreiber hatte in seinem Konzept für die sozialen Sicherungssysteme diesen Faktor drin - "das Kindergeld ist das Spiegelbild der Altersrente" - aus jedem Erwerbseinkommen sollte ein Teil für die einkommenslose Zeit der Kindheit-Jugend-Ausbildung abgezweigt werden - wie für das Alter. Dann könnte die Mutter für das Kind die optimale Erziehung organisieren.
Adenauer aber meinte 1956-57 damals der ihn erpressenden FDP nachgeben zu sollen, so dass er dann die Erziehungsgeld-Komponente wegließ - und 3 Jahre danach fingen die Deutschen dann an, mittels EV-Pille Kinder als "Kostlinge" wegzurationalisieren. Kurzfristige Kostenminimierung hat das heutige Desaster hinsichtlich der Bevölkerungspyramide ergeben - zusätzlich auch noch die Aufweichung der Ehe durch die Unzuverlässigkeit der Ehepartner - "ich weiß doch nicht, ob mein Kerl bei mir bleibt das ganze Leben - wie werd´ ich denn dann noch mehrere Kinder haben wollen ...".

Wo das aber n i c h t zweifelhaft ist, da findet man auch in Deutschland noch Opferbereitschaft: Die Katholische Pfadfinderschaft Europas zählt 101 Ehepaare, wo beide Eheleute Pfadfinder sind - sie haben in den 30 Jahren des Bestehens über 400 Kinder und noch keine Scheidung zuwegegebracht - "auf das Wort eines Pfadfinders ist immer Verlass." (erste Regel des sog. "Pfadfindergesetzes" von Baden-Powell).
Und es werden auch noch ausgesprochene "Nützlinge" hervorgebracht - 155 Priester und Ordensfrauen seit 30 Jahren!

Alles braucht ein festes Fundament - die Ehen, die Persönlichkeit der Kinder - und der Glaube der Kinder - und die Verantwortlichen, die die Erziehung optimieren sollen, sollen auch die Mittel dazu bekommen - nämlich Erziehungsgeld. D a n n erst sind sie frei im Wählen, nämlich das Kind optimal, d. h. selbst zu erziehen - nicht schon dann, wenn sie wegen Kinderkrippen in der Nähe ihr Kind in Fremdbetreuung weggeben kann!

Heute ist bei uns von Frau von der Leyen das System der "seelischen Magerkosterziehung" anvisiert.


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PostPosted: 09.04.2007, 11:17 
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Leserbrief in OÖN v. 7.4.07 „Müttergehalt“,
gefunden in den OÖN v. 7.4.07 - Frau D. Sch, Schärding:


Den Leserbriefen von Frau Siegel und Frau Krammer (vom 16. u. 20.3.07) ist inhaltlich voll zuzustimmen, insofern man auch aktuelle Ergebnisse der Hirnforschung in Betracht zieht, die besagen, wie wichtig die Bindung des Kleinkindes an die Mutter zumindest in den ersten drei Lebensjahren ist.

Abgesehen von den Müttern, die aus finanziellen Gründen auf ihre Erwerbsarbeit angewiesen sind, ist es meiner Ansicht nach kontraproduktiv, (Klein-)Kinder der Karriere oder anderer selbstbezogener Gründe wegen fremdbetreuen zu lassen.

Die Einführung eines Mütetrgehalts wäre die logische Konsequenez im Sinne der Kinder und Mütter, die ihre Kinder gerne selber betreuen.

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PostPosted: 11.04.2007, 21:55 
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Frau H. St. schreibt im folgenden Leserbrief aus den OÖN vom 11.04.2007

"200 Millionen Dollar wurde für eine Studie ausgegeben, um zu belegen, was der gesunde Menschenverstand wissen müsste: Die Unterbringung von Kleinkindern in Krippen, auch Krabbelstuben genannt, wirkt sich auf Kinder, speziell im späteren Sozialverhalten, negativ aus.

Leider wird diese Studie wenig Einfluss üben auf den Trend, Kinder immer früher in Betreuungseinrichtungen zu stecken, egal, ob es ihnen gut tut, oder nicht. Ein Blick nach Frankreich zeigt: Hohe Geburtenrate, Kinder werden schon als Babys fremdbetreut, jedoch größte Probleme mit Gewalt an den Schulen!

Ein Kind unter drei Jahren braucht nun mal ein warmes, fürsorgliches Nest, um sich emotional optimal entwickeln zu können.

Für ältere Kinder sollte der Kindergarten die Familie ergänzen, nicht ersetzen.
Zum Wohle der Kinder wäre es wünschenswert, wenn wieder mehr Väter und Mütter es anstreben würden, sich zumindest in den ersten Jahren gänzlich ihren Kindern zu widmen.
Motivation dafür wären: Pensionsanspruch für die gesamten Kindererziehungszeiten, finanzielle Zuwendungen und gesellschaftliche Aufwertung."


Last edited by alwis on 14.08.2007, 21:56, edited 1 time in total.

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PostPosted: 15.04.2007, 20:43 
15. April 2007 – Kath.net:

„Das wichtigste ist jetzt: Nur nicht schweigen, um Gottes willen, nicht schweigen!“ Ein Kommentar von Weihbischof Andreas Laun zur Kinderkrippen-Idee im Magazin „Kirche heute“.

Die Ministerinnen in Deutschland und Österreich sind sich derzeit einig, ja sie sind wie besessen von der Idee:
Kinderkrippen müssen her, viele, viele, damit die Frauen arbeiten gehen können. Ihre Kinder, so wollen sie die Eltern beruhigen, werden von professionellen Kräften betreut.

Dagegen steht der Hausverstand der breiten Mehrheit: Die besten „Profis“ für Babys sind, von tragischen Ausnahmen abgesehen, ihre Mütter. Und die Fachleute bestätigen das, unter anderem angesichts der modernen Gehirnforschung.
Nur manche Politikerinnen wiederholen unermüdlich: Vereinbarkeit von Kinderkriegen und Beruf muss sein, damit die wertvolle Arbeitskraft der Frau der Industrie nicht verloren geht.

Aber worum geht es, um das Kindeswohl und das der Mütter, oder um das wohl der nimmersatten Wirtschaft?
Warum nicht die Alternative: „Vereinbarkeit von Kinderkriegen und Leben“, von „glücklichen Kindern“ mit „glücklichen Müttern“ in gesunden Familien?

Wäre es nicht die wahre Freiheit, den Müttern das Geld zu geben, damit sie die so wichtige Aufgabe beim Kind erfüllen können – und im Ausnahmefall das Geld haben, um die Fremdbetreuung zu bezahlen?

Weiterlesen hier:
http://kath.net/detail.php?id=16505


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PostPosted: 23.04.2007, 23:01 
Verantwortung für die Familie e.V. informiert am 22.04.07

Kleinkinder, die in einer Kinderkrippe betreut werden, erkranken deutlich häufiger an Atemwegsinfektionen als Kinder, die zuhause in der Familie aufwachsen.
Knapp 140.000 dänische Kinder im Alter von 0 - 5 Jahren wurden hinsichtlich der Häufigkeit ihrer Erkrankungen im Zeitraum von 1989 - 2004 untersucht.

Im ersten Lebensjahr mußten Krippenkinder 69% häufiger wegen akuter Atemwegsinfekte in das Krankenhaus als Kinder, die zuhause betreut wurden.

Im zweiten Lebensjahr erkrankten Krippenkinder um 47% häufiger als Familienkinder und mußten stationär behandelt werden.

Im dritten Lebensjahr waren die Krippenkinder 41% häufiger im Krankenhaus als Kinder, die in der Familie aufwuchsen.

Quelle:
Mads Kamper-Jorgensen et al.:
Population-based study of the impact of childcare attendance on hospitalizations for acute respiratory infections.
PEDIATRICS Vol. 118 No. 4, 2006, 1439-1446

Weiterführende Literatur

Hellbrügge, Th.: Individualität und Kollektivismus

http://www.vfa-ev.de/download/Individua ... vismus.pdf

Säuglingskrippe. Erfahrungen einer jungen Mutter.
http://www.vfa-ev.de/download/Saeuglingskrippe.pdf

Krippenkinder sind aggressiver.
http://www.vfa-ev.de/download/Krippenki ... ssiver.pdf


Die Kostenexplosion im Gesundheitswesen scheint man im Familienministerium nicht nur gelassen zu sehen, sondern man will offenbar noch draufsatteln:
69 % häufiger sind Krippenkinder im ersten Lebensjahr krank als Familienkinder!

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Sehr gesundheitsbewußt scheint da mit den Belangen der Kinder nicht gerade umgegangen zu werden:
erst bekommen die Kinderärzte mehr zu tun - später dann die Psychotherapeuten.

Ob die Steuermehreinnahmen der erwerbstätigen Mütter diese Kostentreiber im Gesundheitswesen ausgleichen können?

Bitte leiten Sie diesen Newsletter an interessierte Eltern weiter.
Anmeldung zum Direktbezug unter: www.vfa-ev.de/newsl.htm

Verantwortung für die Familie e.V.
Albertstr. 14
D-29525 Uelzen
Antwortmail: vfa-newsletter@eccm.de

www.christa-meves.de
www.vfa-ev.de
www.eccm.de

Gern nehmen wir Ihre Hinweise und Anregungen entgegen.


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PostPosted: 03.05.2007, 21:24 
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Joined: 28.08.2006, 08:49
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Location: Österreich/Austria
Da wird soviel Druckerschwärze verbraucht für seitenlange Überlegungen, wie die Frauen Familie und Beruf gleichzeitig haben können.

Das Wichtigste an der ganzen Diskussion sollte aber sein:

1. Was wünscht sich ein Baby, was wünscht sich ein Kind von zwei oder drei Jahren, was tut ihm gut bzw. was schadet ihm?



Und 2. wäre noch wichtig:
Was kosten die verschiedenen Arten der Betreuung?


Und hier geben sich viele Politiker sehr bedeckt.
Warum? Wohl weil öffentliche Betreuung irrsinnig teuer ist.

Z.B. kostet ein Krabbestubenplatz ca. 1.500,-- Euro je Kind und Monat! Wenn die Familie ganz versagt und ein Kind von Montag bis Sonntag rund um die Uhr betreut werden muß, kostet das mindestens 5.000,-- Euro je Kind und Monat! Und für einen ganztägigen Kindergartenplatz müssen wir immer noch mit Kosten ca. 500,-- Euro monatlich rechnen.

:!: Und da meinen manche, ein Elterngehalt sei induskutabel!? :?:

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PostPosted: 03.05.2007, 21:31 
aus http://community.zukunft.at/forums/post/4108.aspx - von lukerabove:

Im Land mit den Känguruhs, mit dem Österreich oft verwechselt wird, hat man das schon herausgefunden.

http://www.smh.com.au/articles/2006/03/ ... e=fullpage

Warum wir in Österreich die Fehler der anderen nachmachen müsen, statt wie üblich ein bisschen zu warten, ist mir ebenfalls unklar.

Aber offenbar sind es nicht nur die Linken, die sich so für Kinderkrippen stark machen, Wirtschaft und Industrie sehen offenbar auch als Idealbild, dass Mutter arbeitet, und die Kinder 'professionell' betreut werden. Wie sonst kann man sich erklären, dass sogar die konsevatieve "Welt" in Deutschland einen Artikel wie diesen abdruckt:

http://www.welt.de/politik/article78850 ... _sein.html

Praktisch alle Kommentare zu diesem Artikel (am Ende des Artikels nachzulesen) haben dessen Einseitigkeit festgestellt, aber das ficht das journalistische Establishment in deutschen Landen offenbar nicht an. Während in Australien zu einem Buch von Stephen Biddulph bemerkt wird:

"It's a tough call and one that no working parent will want to hear:
child care used "too much, too early, too long" damages babies' brain chemistry and affects their social and emotional development.
But when the warning is delivered by a parenting guru and psychologist with 30 years' experience - and 4 million book sales under his belt - ignoring the message may not be an option."

würde so ein Buch hierzulande wahrscheinlich derzeit noch totgeschwiegen. (Oder in irgendeiner Wissenschaftssendung versteckt, wie das, was heute abend um 19:00 in Ö1 zu hören sein wird:

http://oe1.orf.at/programm/200705032501.html

Bin schon gespannt ...


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PostPosted: 28.06.2007, 22:54 
From: Fürst
Sent: Wednesday, June 13, 2007 8:54 AM
Subject: Kinderbetreuungsgeld und Abtreibungen

Betrifft:
Brief der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion Frau MdB Nicolette Kressl (siehe Anlage)


Sehr geehrte Frau Kressl,

für Ihre Email als Antwort auf meinen Brief wegen Kinderbetreuungsgeld danke ich Ihnen. Er vermag aber in keiner Weise zu überzeugen.

Ihre Angabe, dass 95 % der Mütter berufstätig sein möchten, ist so pauschal, dass man sagen muß: Er ist aus der Luft gegriffen. Ein hoher Prozentsatz der Frauen will sicher berufstätig sein, doch trifft dies nur auf Nichtmütter oder Mütter mit älteren Kindern zu! Umfragen haben ergeben, dass über 65 % der Frauen die ersten Jahre lieber zuhause bei ihren Kindern bleiben würden, um ihrer Erziehungsverantwortung gerecht zu werden, wenn sie sich das finanziell leisten könnten. Darum ist das Betreuungsgeld gerade die Voraussetzung für eine echte Wahlfreiheit und die ganze Argumentation Ihres freundlichen Briefes bricht damit zusammen.

Zweitens stimmt es nicht, dass in Skandinavien und Frankreich die Geburtenquote aufgrund von Kindergartenplätzen höher ist als bei uns. Im Gegenteil. In Frankreich ist die höhere Geburtenquote darauf zurückzuführen, dass dort mehr Ausländerinnen bzw. eingebürgerte Französinnen leben. Die Geburtenquote der autochthonen Französinnen ist nicht besser als die der deutschen Frauen! Ein Vergleich mit der ehemaligen DDR bzw. den neuen Bundesländern zeigt zudem, dass die Geburtenquote dort trotz weitaus besserer Ausstattung mit Kindergärten niedriger ist als in Westdeutschland. Somit zeigt sich auch hier in jeder Hinsicht, dass Ihre Argumentation gegen die Einführung eines Betreuungsgeldes komplett falsch ist.

Ich kann nicht verstehen, weshalb man in der SPD ideologisch motivierte Politik auf Kosten der Bevölkerung betreiben will. Es war die Rede von der "Lufthoheit über die Kinderbetten" - also die staatliche Beeinflussung in der Erziehung. Damit entpuppt sich die ganze Diskussion zugunsten der Finanzierung von Kindertagesstätten und gegen die Einführung eines Betreuungsgeldes als ideologisch überfrachtet und pädagogisch unheilvoll, denn liebevolle Eltern lassen sich nicht ersetzen.

In Deutschland erleben wir seit Jahrzehnten wohin es führt, wenn Kinder immer weniger in gut funktionierenden Ehen mit liebevollen Partnern aufwachsen und statt dessen in Tagesstätten und mit ständig wechselnden Bezugspersonen infolge der sogenannten Patchworkfamilien aufwachsen. Brauchen wir noch mehr Amokläufe und Drogenberater an Schulen, um das zu begreifen. Schade, dass die SPD noch immer der veralteten marxistischen Ideologie auch in Sachen Erziehung anzuhängen scheint, denn viele andere Anliegen der Partei werden realitätsnäher angegangen und in den Schulen ist man inzwischen wieder auf einem anderen Kurs, nachdem die antiautoritäre Erziehung und der überbordende Liberalismus sich als Irrweg erwiesen hat.

Ohne das Betreuungsgeld wird sich in Deutschland die Zahl der Abtreibungen nicht reduzieren lassen. Diese Zahl ist mit ca. 200.000 bis 300.000 getöteten Menschen im Mutterleib genau die Zahl von Menschen, die uns an Geburten fehlt, um die Geburtenquote dorthin zu bringen. wo sie für den Fortbestand unseres Landes hin gehört, nämlich irgendwo bei 2,1! Tausende werdende Mütter würden sich gegen eine Abtreibung entscheiden, wenn sie pro Kind ein Betreungsgeld bekämen, das nur halb so hoch wäre wie die Kosten für einen einzigen Kindergartenplatz, die bei ca. 1000 Euro pro Monat liegen! Will sich die SPD schuldig machen an dem täglich stattfindenden Babyholocaust (ca. 1000 getötete Kinder im Mutterleib täglich)? Der Rückgang der deutschen Bevölkerung wird zudem dazu führen, dass in wenigen Jahrzehnten die Muslime die Mehrheit der Bevölkerung stellen werden. Die Einführung der Scharia und der Koranschulen wird dann dazu führen, dass Frauen ohne Kopftuch sowie alle Nichtmuslime diskriminiert werden, so wie es heute schon in fast allen islamisch regierten Staaten der Welt der Fall ist.

Ich wünsche Ihnen persönlich alles Gute und viel Erfolg mit Ihrer Bundestagsarbeit, möchte aber darauf hin weisen, dass Sie mitverantwortlich werden für das aufgezeigte Elend (bitte sehen Sie sich die Fotos von abgetriebenen 12 Wochen alten Babies an!), wenn Sie sich dem Betreuungsgeld widersetzen!


Mit freundlichen Grüßen

Helmut Fürst

###################################################
Dazu bemerkt Herr U. Bonse:

Von: Ulrich Bonse [mailto:ubonse@web.de]
Gesendet: Mittwoch, 13. Juni 2007 15:35
An: ubonse@web.de
Betreff: FW: Kinderbetreuungsgeld und Abtreibungen

Liebe Empfänger,

den weitergeleiteten Brief von Herrn Fürst halte ich für gelungen - man könnte obige Betreffzeile auch ersetzen durch
"Weg von der SPD-Kollektiv-, Fremd- und Magerkost-Erziehung - stattdessen persönliche Erziehung durch die Eltern/die Mutter" - die deshalb nicht durch Geldmangel gezwungen sein darf, ihr Kind in Fremdbetreuung zu geben.

Es wird von "Kollektiv-Fetischisten" immer mit falschen Vorbildern operiert - Schweden und Frankreich sind nämlich gar nicht vorbildlich - und mit falschen Zahlen. Fürst stellt das erfreulicherweise richtig.

Die SPD ist leider immer noch der Favorisierung des Kollektivs und der Staatskontrolle verhaftet und misstraut der individuellen, persönlichen Erziehung. Christen favorisieren das Subsidiaritätsprinzips und dem, was die Natur/die Schöpfung nahelegt. So, wie laut Bibel "der gute Hirt sein Leben für seine Schafe gibt, weil ihm die Schafe gehören", so sind die eigenen Eltern viel opferbereiter für ihre Kinder als eine fremdbetreuende Staatsangestellte, die wohl auch Berufsethos hat, sich aber doch zwischen vielen fremden Kindern teilen muss.

Dass diese einfachen Überlegungen der SPD-Führung nicht eingehen, ist sicher auf Ideologie-Scheuklappen zurückzuführen, die noch vom Marxismus/Materialismus herstammen und alles - egal ob die Natur etwas anderes nahelegt - kollektiv für "machbar" hält - Hauptsache, es gibt Geld.

Siehe dazu auch www.ubonse.de - Familie/Sexualität bzw. Bildung/Erziehung.


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