Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 29.04.2008, 23:21 
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Solidarität ist klar/Subsidiarität scheidet die Geister
oder
Kinder im Zangenangriff von Linken und Industrie


Die Antworten auf meine Aussendung von Anfang April
Linke wollen persönliche Kinderbetreuung nicht fördern
haben zwei Dinge klar gemacht:


:arrow: Alle politischen Gruppen im Land wollen Solidarität in unserer Gesellschaft erhalten.
- Solidarität der Leistungsfähigen mit den noch nicht oder nicht mehr Leistungsfähigen;
- Solidarität der Jungen mit den Alten
- Solidarität der Kinderlosen mit den Kinderreichen

:arrow: Die Mittel, wie das Ziel einer solidarischen Gesellschaft erreicht werden soll, scheiden dagegen die Geister:

SPÖ und Grüne wollen möglichst möglichst viel staatlich regeln.
Zwar hat diese Methode im wirtschaftlichen Bereich gründlich Schiffbruch erlitten.
Dafür toben sich die linken Kräfte zunehmend im persönlichen Bereich aus.
Radikale Linke wollen - wie damals in der DDR oder in anderen marxistischen Staaten - tatsächlich unsere Kinder verstaatlichen.
Sie tun dies bei uns unter dem Deckmantel der "Gleichberechtigung" oder der "Emanzipation der Frauen".
Negative Folgen dieser Verstaatlichung der Kinder werden geleugnet bzw. einfach behauptet,
Kinder seien bei Berufspädagogen am besten aufgehoben.
Mütter seien schließlich keine "Superpädagoginnen" (Zitat Frau Gertrude Brinek, ÖVP; damit begründet sie, daß Mütter kein Gehalt für ihre Leistung erhalten dürfen).

Bürgerliche Kräfte dagegen setzen auf weitestgehende Eigenverantwortung.
Staatliche Kinderbetreuung soll die Betreuung durch die Eltern nicht ersetzen, sondern sie nur unterstützen.
Dahinter steht das Prinzip der Subsidiarität,d.h.
"Selbstverantwortung (der kleineren gesellschaftlichen Einheit) kommt vor dem staatlichen Handeln (bzw. der größeren gesellschaftlichen Einheit)."

Bei Bürgerlichen werden die Kinder normalerweise in der Familie betreut.
Natürlich gibt es Fälle, in denen Kinder besser von fremden Personen betreut werden sollten (Alleinerzieherinnen oder erziehungsunfähige Eltern).
Aber der Staat sollte nur ersatzweise bei der Kinderbetreuung einspringen.
Keinesfalls dürfen Eltern gezwungen oder genötigt werden, ihre Kinder von fremden Menschen betreuen zu lassen.

:!: Besonders bemerkenswert ist eine seltsame Allianz gegen Kinder: SPÖ-Grüne-Industrie,wobei wir bisher gewohnt waren, die Industrie eher in der Nähe der Bürgerlichen zu sehen.
Die Industrie kann aber mit der Unterstützung der linken Idee der Verstaatlichung der Kinder indirekte staatliche Förderung erhalten:
Die Fremdbetreuung der Kinder übernimmt der Staat, bezahlt somit der Steuerzahler;
die Mütter dagegen "müssen" dann arbeiten gehen bzw. werden mittels finanzieller Druckmittel und massiver propagandistischer Beeinflussung dazu genötigt.
Sie stehen damit der Industrie als meist billige Arbeitskräfte zur Verfügung.

:!: Sie erreichen damit oft weniger Einkommen, als die Fremdbetreuung der Kinder kostet - das kümmert aber weder Industrie noch die Linke.
Die Kinder leiden unter zu früher Fremdbetreuung. - das kümmert aber weder Industrie noch die Linke.
Wenn man Mütter von Kleinkindern fragt, was sie für sich und ihre Kinder möchten, erfährt man, daß sie ihre Kinder in den ersten Lebensjahren ganz bzw. weitestgehend selber betreuen möchten - das kümmert aber weder Industrie noch die Linke.
Und wissenschaftliche Studien unterstützen das natürliche Empfinden der Mütter und Väter und weisen nach, daß z.B. die Gehirnentwicklung nur dann optimal verlaufen kann, wenn Kinder mit viel Zuwendung und Liebe aufwachsen - das kümmert aber weder Industrie noch die Linke.
Und wenn wir z.B. aus Schweden erfahren, daß Kindertagesstätten eine Nation zerstören können - was kümmert das Industrie oder die Linke?

Die Linken geben sogar Umfragen in Auftrag, die belegen sollen:
Krippenkinder sind klüger.
Solche Umfragen halten zwar einer wissenschaftlichen Bewertung nicht stand, aber viele Medien bringen sie groß heraus, wie z.B. der Spiegel.

Die Linken sind allerdings nicht mehr auf SPÖ, KPÖ und Grüne begrenzt,
wir finden sie inzwischen auch in den bürgerlichen Parteien ÖVP in Österreich bzw. CDU in Deutschland.
So mußten wir aus dem Mund der ÖVP-Bildungssprecherin Brinek zum Thema Müttergehalt erfahren, man könne doch Mütter für ihre Leistungen nicht bezahlen, sie seien schließlich keine Superpädagoginnen.
So hat ÖVP Wissenschaftminister Hahn in einem OÖN-Interview vom 21.12.2007 gemeint, am Ende des Tages werde eine Kindergartenpflicht für alle stehen müssen :!:

Und das schlimmste hören wir aus Deutschland:
Ausgerechnet die bürgerliche CDU-Ministerin van der Leyen treibt die Entmündigung der Eltern und die Verstaatlichung der Kinder am schärfsten voran.
Wir brauchen nur einmal beim Deutschen Familiennetzwerk nachschauen!


Mütter und Väter, wehrt Euch dagegen!

:!: Kämpft um Eure Kinder, die Euch von den Linken und dem nimmersatten Kapitalismus/Neoliberalismus weggenommen werden!
:!: Euch steht auch eine anständige Entlohnung zu für die Leistung der Kinderbetreuung!
:!: Ihr gebt den Kindern in den ersten Lebensjahren (nicht nur aber vor allem)
die unverzichtbaren Grundlagen für ein erfolgreiches und glückliches Leben mit.
:!: Emotionale und soziale Intelligenz könnt nur Ihr liebevolle Mütter und Väter Euren Kinder vermitteln.
Schnell am Abend oder nur am Wochenende geht das nicht.
:!: Diese Eure Leistung garantiert den Fortbestand unserer solidarischen Gesellschaft!
:!: Keine noch so gut ausgebildete Krabbelstubentante kann das ersetzen,
kein noch so guter Lehrer kann nachholen, was Ihr versäumt habt.


Das sieht übrigens auch der Vatican so, der eine mutige Politik zur Entlohnung der Hausarbeit von Frauen fordert.
Die volkswirtschaftliche Leistung der kinderreichen Eltern hat auch Dr. Fred Brande aus Wien gründlich analysiert. Sehr lesenswert!

Was unser Gefühl uns sagt:
:arrow: Kinder brauchen Zeit, Zuwendung und Zärtlichkeit!
:arrow: Kinder brauchen ein warmes Nest!
:arrow: Kinder brauchen vor allem liebende Mütter und Väter um zu liebesfähigen, belastbaren und auch leistungsfähigen Erwachsenen zu werden.

Das wird inzwischen wissenschaftlich unterstützt. Bitte schaut einmal bei Christa Meves nach bzw. im Elternkolleg von Christa Meves.
Oder beim Familiennetzwerk Deutschland "Familie ist Zukunft"!
Oder im FAMILIENFORUM ÖSTERREICH - "Gesunde Familien als Keimzelle für eine friedvolle Welt"
Oder auch englisch kann man sich schlaumachen:
Mother figure is vital for a child!
Full Time Mothers, a child's need - a mother's right



Und die Mütter stehen inzwischen auf, weil sie gemerkt haben:
Emanzipation im Sinne von "werden wie die Männer" (Eva Hermann!)
- das kann es nicht gewesen sein.

Sie sehen Kinder als Geschenk und entwickeln ein neues Selbstbewußtsein als Mütter!

Und das ist gut so und wichtig!

Dazu passend ein flammender Aufruf von Christa Meves:
SOS – Familie retten heißt Europa bewahren!


_________________________________________________________

Hinweise

AK und IV für Totalreform der Familienbeihilfe

ÖVP kritisiert „unheilige Allianz von IV und AK“ (Reform der Familienbeihilfen).

Politik-Lüge: Frühförderung für Kinder und Entlastung der Familien
Mit dieser Begründung verkaufen uns Politiker die Vorhaben, die letztlich die Familie restlos zerstören und vor allem Frauen in die Lohnsklaverei treiben.

ÖVP/Marek/Staat kauft Kinder_Industrie + Linke Hand in Hand:
- Kinderbetreuung außer Haus für Kinder unter drei Jahren müsse ausgebaut werden;
- die Frauenerwerbsquote müsse erhöht werden;
- es sollten mehr Väter in Karenz gehen;
Wir fragen uns:
Ist das sozial gerecht? Ist das gut für die Kinder? Entspricht das den Wünschen der Frauen?

Eva Herman spricht über das Eva-Prinzip: Unsere Gesellschaft zerfällt wenn wir nicht etwas dagegen tun....

Wir Hausfrauen sind keine Opfer
Die Realität zeigt, dass sich viele Frauen die „bürgerlichen Ideale“ wünschen, doch von unserer Politik dazu gedrängt werden, sich in das System einzufügen welches nicht dem Weg des Herzens entspricht.... eine 26-jährige Ingenieurin schreibt zu Muttersein, Abhängigkeit, eigene Entscheidungen etc.

FAZ 1.3.2014, Vereinbarkeit ist eine Lüge
Kinder und Karriere zusammen gibt es nicht. Trotzdem glauben wir an die Illusion.

Rainer Stadler, Vater-Mutter-Staat
Irgendwas läuft hier falsch. Wie sonst ist das wachsende Unbehagen von Eltern zu erklären, die ihre Kinder kaum noch sehen, weil sie im Büro sitzen, vorgeblich um sich selbst zu verwirklichen? Wie die Untersuchungen zu Stresshormonen bei Krippenkindern, die hier locker mit Topmanagern mithalten? Warum überlassen immer mehr Eltern die Verantwortung für ihre Kinder ganz selbstverständlich fremden Menschen?
Aus kühl kalkulierten ökonomischen Gründen propagiert eine Koalition aus Politik und Wirtschaft seit Jahren den massiven Ausbau der Kinderbetreuung.....

_________________
Kinder - unsere Freude.
Glücklich wird, wer andere glücklich macht.


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PostPosted: 11.05.2008, 23:17 
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15. April 2007 – Kath.net :

„Das wichtigste ist jetzt: Nur nicht schweigen, um Gottes willen, nicht schweigen!“ Ein Kommentar von Weihbischof Andreas Laun zur Kinderkrippen-Idee im Magazin „Kirche heute“.


Die Ministerinnen in Deutschland und Österreich sind sich derzeit einig, ja sie sind wie besessen von der Idee:
Kinderkrippen müssen her, viele, viele, damit die Frauen arbeiten gehen können. Ihre Kinder, so wollen sie die Eltern beruhigen, werden von professionellen Kräften betreut.

Dagegen steht der Hausverstand der breiten Mehrheit: Die besten „Profis“ für Babys sind, von tragischen Ausnahmen abgesehen, ihre Mütter. Und die Fachleute bestätigen das, unter anderem angesichts der modernen Gehirnforschung.
Nur manche Politikerinnen wiederholen unermüdlich:
Vereinbarkeit von Kinderkriegen und Beruf muss sein, damit die wertvolle Arbeitskraft der Frau der Industrie nicht verloren geht.

Aber worum geht es, um das Kindeswohl und das der Mütter, oder um das wohl der nimmersatten Wirtschaft?
Warum nicht die Alternative:
„Vereinbarkeit von Kinderkriegen und Leben“, von „glücklichen Kindern“ mit „glücklichen Müttern“ in gesunden Familien?

Wäre es nicht die wahre Freiheit, den Müttern das Geld zu geben, damit sie die so wichtige Aufgabe beim Kind erfüllen können –
und im Ausnahmefall das Geld haben, um die Fremdbetreuung zu bezahlen?


Weiter hier:
Weihbischof Laun zu Kinderkrippen: nur nicht schweigen!


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