Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 16.05.2008, 17:07 
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Bezirksblatt Nr. 18 v. 30.4.08

Landesrätin Doraja Eberle (Salzburg, Österreich) fordert "Familienmanagerinnengehalt"

Zum Thema "Familien stärken - Sicherheit geben"
luden die ÖVP-Frauen Tennengau zum Infoabend mit Podiumsdisussion an der Fachschule Winklhof.
Am Podium saßen LR Doraja Eberle, AHS-Lehrer Wolfgang Grüll (KIS/Jugend und Suchtberatung) und Oberstleutnant Paul Pirchner.

Oberalm
"kinder brauchen für eine gute Entwicklung vor allem ihre Eltern, Beständigkeit und Liebe",
war der einstimmige Tenor an diesem Abend.
Und der zentrale Ort für diese Sicherheit und Geborgenheit sei die Familie.

Eberle:
Schon seit Jahren ist beim Thema Familie kein Stein auf dem anderen geblieben.
Eltern finden immer weniger zeit für ihre Famiie, besonders für die Kinder.
Es steht schlecht um die Familie.
So kann es nicht weitergehen!

Ohne Halt droht die Sucht
Zwei Dinge sind notwendig:
Wurzeln und Flügel.
Wenn die Wurzeln stimmen, dann werden den Kindern die Flügel von selber wachsen.
Um ein selbständiges Leben führen zu können, aber auch, um zurückzukehren.
Ohne Halt in der Familie, aber auch klare Regeln, drohen Kinder in Gewalt und Sucht abzurutschen.
Ich fordere daher eine familienfreundlichere Gesellschaft, was aber nicht heißt, daß wir noch mehr Kinderbetreuungseinrichtungen brauchen.
Wenn es so weitergeht wie bisher, dann wird es bald eine Betreuung ab dem Kreißsaal geben.
Rund um die Uhr!
Das ist aber nicht familienfreundlich!
Die Gesellschaft muß umdenken.

Familienmanagerinnengehalt einführen:
Ich denke, daß jede Mutter, die zuhause bleibt, um die 1.500,-- Euro im Monat "verdienen" sollte.
Damit hätten Frauen die Wahlfreiheit:
:arrow: "Bleibe ich zuhause, weil ich es mir leisten kann,
:arrow: oder gehe ich wieder arbeiten."

Viele gehen nur deswegen wieder arbeiten, weil fast kein Paar in der heutigen Zeit mit nur einem Einkommen auskommen kann.
Leistbar ist ein Gehalt deswegen, weil das Land pro Jahr rund 60 Mio Euro für die Kinderbetreuung ausgibt.
Wenn mehr Mütter ihre Kinder zuhause selbst betreuten, würde sich der Staat einiges an Geld sparen.

Siehe auch hier:

Familie = Beruf

Österreichische Hausfrauenunion ÖHU - Familienoffensive

Dr. Herta Herglotz meint "Mutter = Beruf"

Weihbischof Laun zu Kinderkrippen: nur nicht schweigen!

Verstaatlichung der Kinder

21. Mai 2007 - Vollzeitmutter leistet 100.000 Euro/Jahr

Familie und/oder Beruf_echte Wahlfreiheit für Mütter

Kleinkind bei Mama & Papa - Tagesmutter o. Krabbelstube

Kinder als Geschenk - und neues Selbstbewußtsein der Mütter

VFA Verein Verantwortung für die Familie e.V.

Die Christen fordern Müttergehalt


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PostPosted: 20.09.2008, 04:40 
Frau NR Gertrude Brinek antwortete sehr scharf auf den Vorschlag der Salzburger Landesrätin Doraja Eberle,
den Müttern eine Gehalt von 1.500,-- Euro als Familienmanagerinnen zu zahlen:

Sie meinte, Mütter seien schließlich keine Superpädagoginnen, deswegen könne der Staat ihnen kein Gehalt zahlen.
(Das klingt so, als seien Mütter zu dumm oder unfähig, ihre Kinder gut zu erziehen.)
Außerdem sei es ohnehin nur "männlicher Popanz" (was soll das heißen?), Frauen die Kinder betreuen zu lassen.



Auf diese unerhörte Entgleisung kamen einige Antworten aus dem Volk:

Herr A.W. an die ÖVP

Bitte deponieren Sie unseren Wunsch in den entsprechenden Gremien:

Frau Dr. Brinek sollte in der ÖVP zurückgestuft werden.
Ihre mangelnde Wertschätzung der Leistung jener Frauen (und Männer),
die sich ganz der Kindererbetreuung zuhause widmen, paßt nicht zur ÖVP
und ist sicher nicht die Meinung der Mehrheit der ÖVP-Wähler.
____________________________________________________________________________________________________________________
Frau M.T. aus Wien

Sehr geehrte Frau Brinek!

Das Modell der finanziellen Abgeltung von Mütterarbeit hatte deshalb nie eine Chance,
weil es politischen Parteien aller Couleurs nie in den Kram passte:
durch die staatliche Betreuung in Einrichtungen wie Kinderkrippen, Schulen und Horte hat man jeweils auch Einfluss auf subtile, ideologiebezogene Formen der Erziehung.
Nur in privaten Betreuungseinrichtungen kann man sich aussuchen, welche Richtung die bevorzugte ist.

Eine Mutter organisiert nicht Partys für den 'erfolgreichen Mann'
(mein Mann ist erfolgreich und ich habe in den letzten 23 Jahren keinerlei Parties für ihn organisiert!)
sondern bemüht sich, ihren Kindern ein Heim zu gestalten, in dem sie sich geborgen fühlen,
ihnen vorzuleben welche Werte im späteren, eigenständigen Leben Schwerpunkte sein sollten.
Sie bemüht sich, ihren Kindern eine individuelle Erziehung zu geben,
auf ihre ganz persönlichen Schwerpunkte Rücksicht zu nehmen
und dort zu korrigieren und zu helfen, wo es gerade dieses Kind braucht.
Mütter brauchen keine pädagogische Sonderausbildung: Learning by doing!

Lehrer und sonstige in öffentlichen oder privaten Einrichtungen agierende Pädagogen sind bekanntlich auch keine unfehlbaren Übermenschen!

Vorschlag:
erst nach erfolgter erfolgreicher pädagogischer Ausbildung der Erlaubnispass von den jeweiligen Parteien zur Mutterschaft:
am besten noch mit Sondersteuer pro Schwangerschaft, da diese die Umsetzung zur Erreichung der 70% EU Quote erfolgreicher Volkswirtschaft beeinträchtigt! -

Die Behauptung, dass Mütter nur deshalb bei ihren Kindern bleiben möchten um dem 'Popanz' ihrer Männer zu entsprechen, ist eine Entmündigung und Beleidigung der heutigen Frau (und ihrer Partner!)
Damit wird ihre - oder die partnerschaftlich getroffene, freiwillige Entscheidung zum Wunsch,
ihr Leben nach eigenen Vorgaben - ohne staatliche Bevormundung: willst Du Geld, geh arbeiten und erfüll die Quote! - zu gestalten, in Abrede gestellt.
Aus Ihrer Biographie im Netz ist die pädagogische Ausbildung ersichtlich,
daher sollten Ihnen die Schwierigkeiten im öffentlichen Bereich - Überforderung der Lehrer, Aggressivität der Schüler etc. - wohl umso bekannter sein?

Angefangen von Frau Prammer bis hinauf in die obersten SPÖ und -
wie man mit Bitterkeit zur Kenntnis zu nehmen hat,
auch von der ÖVP durch ihre Vertreter der christlich -sozialen Arbeitnehmer - Etagen
wird 'Frau' seit Jahren eingebleut, Verwirklichung bestehe im ganztägigen Hackln,
die Statistik zur erfolgreichen volkswirtschaftlichen Quote für wahlwerbende Politiker aufzupeppen
und dann fröhlich lächelnd abends den Haushalt zu schupfen, sowie freundliche Konversation mit der Familie zu pflegen.
Hauptsache, man kurbelt die Wirtschaft an.
Nur wenige sind in der Lage, den leidigen Haushalt an eine 'Perle', -
angemeldet versteht sich, und sie kann ja auch derweil ihre Kinder in die staatlichen Erziehungsanstalten stecken, -
abzuschieben, um den Nachwuchs,
der den Tag allein vor dem pädagogisch hochtrainierten TV und den Computerspielen oder im Internet verbracht hat,
abends, pädagogisch qualifiziert selbstredend!, in ein weltbildprägendes Gespräch zu verwickeln.

Keine Studien werden präsentiert, in denen klar und deutlich ausgearbeitet ist, wieviel Geld dem Staat -
und der sind noch immer wir, auch wir wahlberechtigten Mütter! -
Drogenabhängigkeit, Kinderbetreuungsplätze, Kinderlosigkeit, Fettleibigkeit, Unfähigkeit zu sozialer Integration etc.
gegenüber bezahlter Individualbetreuung unseres Nachwuchses bis zum Schulalter zu Hause und dem Wunsch nach eigenen Kindern,
wenn man selber eine geborgene Kindheit hatte, kosten!

Damit kann man keine publikumswirksamen Wahlen schmeissen, damit könnte man ehrliche Politik machen:
aber diese politischen Wunderwuzzis gibt's nicht.

Mütter sind nach Ihrer Aussage keine Superpädagogen.
Vielleicht ist das ganze doch nur, bewusst oder unbewusst, ein Versuch der Aufwertung der Berufspädagogen.
Aus Ihrer Biographie wäre es erklärbar,
den unbezahlten, unbedankten und mit ‚veralteten Werten’ behafteten Müttern unserer Gesellschaft hilft’s einen Tinnef.
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Herr T.F., Wien

Irgendwie habe ich diese Konfrontation zwischen den beiden ÖVP-Damen verpasst.
Dass Frau Brinek sich in diese Richtung wieder einmal geäußert hat, habe ich vor ein paar Wochen bei einer Schulveranstaltung von einem dreifachen Familienvater gehört.
Er hat mir auch von seiner geharnischten Antwort an Frau Brinek berichtet.

Ich stelle fest, dass Frau Brinek offenbar in einem 10-Jahres-Rhythmus (ungefähr) das große Bedürnis verspürt,
in großen Tönen ihre "Expertise" abzugeben.
Irgendwann in den neunziger Jahren habe ich nämlich gegenüber Dr. Schüssel auf ihre Worte scharf reagiert.
Damals habe ich Dr. Schüssel (evtl. auch Dr.Mock?) u.a. zu verstehen gegeben,
dass Frau Brinek ihr Status als "Expertin" (von wem hat sie den?) in diesen Fragen absolut nicht zusteht.

Als zehnfacher Vater halte ich mich nicht für einen "Superpädagogen", sondern für einen Menschen, der gemeinsam mit seiner Frau in aller menschlichen Schwäche, aber mit Liebe, versucht, für die Kinder das beste zu tun.
Und das ist der Punkt:
werden meine Kinder im Kindergarten, in der Schule oder sonstwo geliebt???
Sie werden geschätzt, geachtet, umsorgt - aber geliebt?
Gerade dann, wenn sie schwierig sind, wenn sie aufmucken, etc.?

Ein wichtiger Punkt ist nämlich auch, dass die letzte Verantwortung immer bei den Eltern bleibt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemandem etwas daran liegt, das zu ändern.
Wenn ein Jugendlicher etwas ausgefressen hat, fragt man ja zu allererst nach seinem Elternhaus, und nicht, welche Schule, welchen Kindergarten er besucht hat.

Ich schätze Kindergarten und Schule nicht gering, ich halte sie sehr hoch, aber nicht als Ersatz, sondern als wichtige Ergänzung zum Elternhaus.

Frau Brinek entlarvt sich selbst, wenn sie als Rechtfertigung für ihren Standpunkt die Ökonomie ins Treffen führt.
Kinder sollen dem Geld untergeordnet werden! Na bravo!
Dass ihre Rechnung auch ökonomisch nicht aufgeht, wissen wir Familien sehr wohl, sie aber nicht.
Auch darauf habe ich die Spitze der ÖVP schon vor 10 Jahren hingewiesen.
Es ist ein Jammer, wen man da so "mitwählt", wenn man der ÖVP seine Stimme gibt.....

Meine konkrete Sorge ist, dass wir durchs Hintertürl die Ganztagsschule aufgezwungen bekommen.
Meine Kinder im Gymnasium bekommen das schon tageweise zu spüren,
weil sich durch Fünftagewoche und verschiedene Schulexperimente ein Stundenplan ergibt,
der auch bei 10 Minuten Fußweg nach Hause eine einzelne Freistunde zum Verbleib in der Schule beinahe zwingt.
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Herr R.K.

Haben Sie vielen Dank für diese Zusendung.
Frau Brinek vertritt
bekannterweise nicht immer die besten Standpunkte.
Allerdings müssen wir bei der ganzen sinnvollen Forderung nach einem Müttergehalt aufpassen,
nicht in die staatsozialistische Falle zu tappen.
Denn es stellt sich die Frage: wer zahlt es?

Wenn es der Staat zahlt (über welche Leistung auch immer), dann muß
uns klar sein, daß der Staat auch gezielten Einfluß auf die Ausübung
dieser Tätigkeit nehmen wird (beispielsweise für wieviele Kinder,
welche Inhalte, etc.).
Das ist ganz sicher nicht im Sinne der Freiheit der Familie,
die ja vor dem Staat Grundlage der Gemeinschaft ist.

Also muß die Forderung lauten, daß das Müttergehalt in der Familie
selbst verdient werden kann, also beispielsweise ein Alleinverdiener
ein entsprechendes Müttergehalt auch von der Steuer absetzen kann!
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Herr G.K., ÖVP

Danke für die Information zum Thema Wertschätzung der Leistungen der Frauen und Männer,
die im Rahmen der Kinderbetreuung erbracht werden.
Ich bin selbst Vater von vier inzwischen erwachsenen Kindern und kenne dieses Thema von allen Seiten.

Ich persönlich bin ein Vertreter des Prinzips der Wahlfreiheit und der Selbstgestaltung des Lebens.
Wenn sich eine Frau für die Kindererziehung - ganztags - entscheidet,
gebührt ich nicht nur materielle Anerkennung sondern auch die Wertschätzung der Gesellschaft im selben Ausmaß,
wie dies Frauen im Beruf erfahren.
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Herr W.K., OÖ

Wenn man der Ideologie von dieser Frau folgt, könnte Österreich zu einem „Superstaat“ werden.
Die Frauen werden den Arbeitsmarkt überfluten und wir holen uns zur Kinderbetreuung billige Arbeitskräfte aus dem Osten.
Diese Frauen werden dann die Stelle der Mütter übernehmen.
Als Höhepunkte des Heranwachsens seinen erwähnt: Geburtstag, Weihnachten und Ostern.
An diesen Tagen nehmen sich die Mütter ein paar Stunden Zeit,
um den Kindern aus ihrem Berufsleben zu erzählen und ihnen erklären,
warum die Nestwärme fehlt,
warum die Kinder keine Ideologie vermittelt bekommen
und die Eltern eigentlich gar kein Geld haben, obwohl sie von Früh bis Spät in der Arbeitsmaschinerie hängen.

Es ist durch Studien belegt, dass eine Frau, die einer Arbeit nachgeht und damit 1.000,- Euro verdient,
eigentlich nur 280,- Euro zum Familieneinkommen beiträgt.
Das andere Geld braucht sie für Ausgaben, die sie nicht hätte, wäre sie nicht im Berufsleben
(Fertigprodukte für die Küche, Essen gehen, Ausgaben für die Kinder wegen des schlechten Gewissens .....).

Auf der anderen Seite werden unsere Kinder alle Top-Manager,
weil sie kalt und herzlos sind, nicht menschenbezogene Entscheidungen treffen, also genau solche Menschen,
die wir für die Chef-Etagen suchen.

Die Fa. Koflach (Schi- und Wanderschuhproduzent in Kärnten) ist vor Jahren in Konkurs gegangen.
Die amerikanische Fa. Scott hat den Betrieb ersteigert und innerhalb von 2 Jahren hat die Firma schwarze Zahlen geschrieben.
Und das ging so: Es wurde an den Wirtschafts-Unis in Amerika ein Job ausgeschrieben,
dass für Österreich ein Studienabgängen für ein Jahr gesucht werde.
Dieser „Manager“ ist dann auch für nur ein Jahr eingesetzt worden und hat in diesem Jahr genau das umgesetzt,
was er in den Jahren des Studiums gelernt hatte (Lehrbuchsystematik).
Nach einem Jahr wurde er in die USA zurückgeholt,
weil die Firma Gefahr gelaufen wäre, dass der Manager „menschliche“ Entscheidungen trifft.
Im ersten Jahr sieht ein Studienabgänger nur Zahlen und später erst den Menschen, der dahinter steht.
Liegt also eine Person im Produktionserfolg einmal hinter den anderen, wird er vom jungen Manager ausgewechselt.
Ist der Manager älter, versucht er zu ergründen, warum das so ist und ist bestrebt, einen erfahrenen Mitarbeiter zu halten,
auch wenn er einmal über kürzere oder längere Zeit seinen Zahlen hinterherläuft.
Für den Betrieb ist auf jeden Fall die Erfahrung wichtig, die der Mensch besitzt,
weil er in anderen Sparten diese einbringen kann, die sonst teuer zugekauft werden müssen.
Warum haben die Betriebsberaterfirmen vor 10 bis 15 Jahren derart geboomt und sind heute kaum noch der Rede wert?
Weil das, was die gewusst haben, jeder kleine Mitarbeiter in einem Betrieb gewusst hat
und diese Erfahrung nicht teuer zugekauft werden muss.

Wir gehen "schönen" Zeiten entgegen!
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