Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 24.10.2008, 06:27 
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Location: Österreich/Austria
Warum wird die Wahlfreiheit der Eltern bei der Kinderbetreuung durch völlig einseitige Mittelzuteilung zugunsten der Fremdbetreuung unserer Kinder so massiv eingeschränkt?
Warum werden wir Eltern z.T. geradezu entmündigt?


Der Druck in Richtung Fremdbetreuung unserer Kleinkinder nimmt zu.
Fremdbetreuung wird von der öffentlichen Hand deutlich besser gefördert (bis zu fünfmal so hoch) als Eigenbetreuung.
Nicht nur die politische Linke, sondern auch Wirtschaftsvertreter treten immer aggressiver für die Fremdbetreuung auch von Babys und Kleinkindern (unter Dreijährige) auf.

So zahlt die öffentliche Hand z.B. für private Betreuung mit Kinderbetreuungsgeld bis 30 Monate innerhalb der ersten fünf Lebensjahre des Kindes derzeit (2008) 17.152 Euro.

Dagegen würde sie für (ÖVP-Wahlkampfvorschlag) einkommensabhängiges Karenzgeld im 1. Lebensjahr und anschließende öffentliche Kinderbetreuung satte 83.232 Euro aufwenden!

Wer neugierig ist, kann die Details :arrow: hier nachlesen.
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:?: Was ist der Grund für diese völlig einseitige Förderungspolitik der öffentlichen Hand?

:?: Können fremde Leute Kleinkinder besser betreuen als Mutter und Vater?

:?: Wollen Kleinkinder lieber bei fremden Leuten sein?
Wir glauben nicht. Wenn sie schon reden könnten, würden sie wohl sagen:
„Ich möchte bei Mama und Papa sein!

:?: Ist es für Babys und Kleinkinder besser und muß man sie vielleicht gegen ihren Willen zwingen,
möglichst früh von Mama und Papa Abstand zu gewinnen?

:?: Ist es für die Wirtschaft notwendig, daß Mütter von Einjährigen ihr Baby ganztags weggeben?

:?: Wenn es für die Wirtschaft gut ist, daß auch Mütter möglichst ununterbrochen im Erwerbsleben stehen, für die Babys und Kleinkinder aber schlecht – dürfen wir diese Minderung an seelischer Gesundheit unserer Kinder zugunsten der Wirtschaft in Kauf nehmen?

:?: Ist es einer freien Gesellschaftsordnung angemessen, daß der Staat derart massiv in die Entscheidungen der Eltern eingreift und mittels einseitiger Mittelzuteilung zugunsten der Fremdbetreuung die Wahlfreiheit in der Kinderbetreuung einschränkt?
Echte Wahlfreiheit gibt es nur bei Kostenwahrheit!
Dazu gibt es übrigens eine Studie des Otto-Wolff-Instituts.
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Warum also nicht einfach Pflegegeld für Kinder - und damit gleiches Recht für alle?

Die Höhe des Pflegegeldes bewegt sich derzeit zwischen 1.562 Euro für die höchste Stufe 7 (für ein Baby sicher angemessen) bis zur Stufe 1 mit 148 Euro.

Private Kinderbetreuung im gemäßigten Pflegegeldmodell würde z.B. bei 4 Kindern für die öffentliche Hand Kosten von
40.500 Euro/je Kind (in den ersten fünf Lebensjahren) bedeuten.

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Weitere Überlegungen und Denkanregungen:

:!: Einzahlungen von arbeitenden Eltern in das Sozialversicherungs- und Steuersystem (würde für Fremdbetreuung sprechen, anderseits sind die Kosten dafür deutlich höher als für Eigenbetreuung).
Natürlich könnte man auch für die Betreuung von Babys den vollen Pflegegeldsatz zahlen, das wären derzeit ca. 1.600 Euro, und damit Kostengleichheit mit Fremdbetreuung schaffen.
Dann gingen sich Einzahlungen in die Sozialversicherung und das Lohnsteuersystem locker aus.
.
:!: Erhöhte Verkehrsbelastung und erhöhte CO2-Belastung durch Eltern, die einerseits ihre Kinder in die Kinderbetreuungseinrichtungen bringen (oder Kindergartenbusse etc.), anderseits selber zum Arbeitsplatz fahren müssen.
:!: In der Auseinandersetzung kommt kaum vor, wie es den Kindern dabei geht.
Die 1. WORLD VISION Kinderstudie hat herausgefunden, daß
35% der Kinder unzufrieden sind mit dem Lieblingsmodell der Linken (Alleinerzieherin mit einem Kind vollzeit berufstätig),
dagegen nur 6% der Kinder unzufrieden, wenn sie in der traditionellen Familie aufwachsen (ein Elternteil in Vollzeit erwerbstätig, der andere Elternteil in Vollzeit zuhause).
:!: Erhöhte Kosten für schulpsychologische Beratung, weil Kinder, die bereits im Kleinkindalter fremdbetreut wurden, seelisch weniger stabil und weniger streßresistent sind!
:!: Zdeněk Matějček, ein tschechischer Kinderpsychologe und Forscher, hat in wichtigen Langzeitstudien die Entwicklungsbedingungen von Kindern untersucht. Daraus kam die Erkenntnis:
"Aus Kindern ohne Liebe werden Erwachsene voller Hass!"
:!: Geringere Chancen für fremdbetreute Kinder in Schule und Beruf.
Es gibt dazu Untersuchungen der Universität Essex, wonach die Chancen pro Jahr Berufstätigkeit der Mutter um 9% sinken.
:!: Zu frühe Fremdbetreuung schadet der Gehirnentwicklung, wie die Hirnforschung in den USA nachweisen konnte. Bill Clinton hat darauf reagiert, während in Europa davon kaum etwas bekannt (gemacht) wurde!
:?: Haben unsere Entscheidungsträger von diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen tatsächlich noch nichts erfahren?
Kleinkinder entwickeln ihr Gehirn nur dann optimal, wenn sie mit viel Zuwendung und Liebe aufgezogen werden. Das braucht Zeit und vor allem Mama und Papa.
:!: Die gute alte Familie mit liebevollen Eltern, verläßlichen Eheleuten und Treue in der Ehe ist eben nicht zu ersetzen.
Schade ist, daß man gute Moral nicht in Geld ausdrücken kann, aber sie ist wirklich Goldes wert!

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Schlußfolgerung - Aufruf

Wir sollten uns zuallererst fragen:
Was brauchen die Kinder - was tut ihnen gut?

An erster Stelle sollte immer das Kind stehen!

Mütter und Väter,wehrt euch um eure Kinder!
Wehrt euch vor allem gegen die Verstaatlichung eurer Kinder!

Wir brauchen starke Mütter, starke Familien und so bekommen wir starke Kinder, die den Belastungen des Lebens gewachsen sind.

Für sehr wichtig halten wir ein stärkeres, ein neues Selbstbewußtsein der Mütter.

Berufstätige Mütter sind ein politischer Fehler!

Vor allem den Müttern sei gesagt:
Sie gewinnen durch Kinder und lernen in der Zeit der Kinderbetreuung viel dazu.
Darum machen Unternehmen - auch nach 10 und mehr Jahren Kinderpause -
beste Erfahrungen mit Wiedereinsteigerinnen im Beruf!

Schließlich sind Kinder ein Gewinn anderer Art, nämlich in der Persönlichkeitsentwicklung von Müttern und Vätern (!) und für die ganze Gesellschaft.
Wir arm wäre eine Gesellschaft ohne Kinder!

Europa braucht wieder Mut zu Kindern!

Wir sollten auch bedenken:
Zwei Kinder sind nicht genug, wenn wir den Generationenvertrag aus eigener Kraft aufrechterhalten wollen! Nein - es sollten durchschnittlich 3 - 4 sein!

Wir sollten und müssen mehr auf die Förderung der kinderreichen Familien setzen.
Denn ca. 25% bekommen keine Kinder und die meisten wollen höchstens zwei Kinder haben.
Den Mangel der Kinderlosen können nur sehr kinderreiche Familien ausgleichen.
Für diese kinderreichen Familien (und die gibt es nicht nur bei Türken) wird Familie zum Beruf! Derzeit noch weitestgehend unbezahlt, das muß sich aber ändern!

In diesem Zusammenhang muß auch mit dem Märchen vom vom Geburtenzuwachs durch Kollektivbetreuung aufgeräumt werden.

Und die Politik kann etwas für mehr Kinder tun, wenn auch das meiste eine Sache der Einstellung ist.
Und das müssen wir den Politkern auch immer wieder sagen und schreiben!
So wie es z.B. Frau Dr. Herta Herglotz mit ihrer Familienoffensive seit Jahren macht.


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PostPosted: 02.11.2008, 23:05 
Von: katrin.thoendl@bmgfj.gv.at [mailto:katrin.thoendl@bmgfj.gv.at]
Gesendet: Mittwoch, 29. Oktober 2008 09:45



Ihre Anfrage ist bei Frau Bundesministerin Dr. Andrea Kdolsky eingegangen und wurde von ihr an die zuständige Fachsektion II übermittelt.

Wir bedanken uns für Ihre Zuschrift, in der Sie sich für Wahlfreiheit der Eltern bei der Kinderbetreuung engagieren.

Sie kritisieren darin gleichzeitig, dass Ihrem Eindruck nach die Fremdbetreuung von Kindern massiv ausgeweitet würde und Sie führen Beispiele an, die dies belegen sollen.

Bitte setzen Sie dabei aber Wahlkampfvorschläge der Parteien oder Vorschläge der Sozialpartner nicht mit der gesetzlich fundierten Familienpolitik des Familienministeriums gleich.

In einem demokratischen Staat wie Österreich bilden Wortmeldungen der politischen Vertreter die Grundlage eines gesellschaftlichen Meinungsaustauschprozesses.

Die Arbeit des Familienministeriums hat hingegen ihre Grundlage in Gesetzen und Verordnungen, die Zuständigkeiten regeln und für eine Ausgewogenheit bei der Verteilung von Fördermitteln stehen.

So unterstützt das Ministerium Eltern, die Ihre Kinder selbst betreuen möchten, mit flexiblen Auszahlungsmodellen beim Kinderbetreuungsgeld, das anders als das frühere Karenzgeld auch von nicht unselbstständig beschäftigten Eltern bezogen werden kann.
Alwis:
Wir begrüßen das Kinderbetreuungsgeld für alle Mütter und kritisieren ja gerade den Rückschritt der vergangenen Jahre und warnen vor der zu befürchtenden stillen Demontage!


Kinderreiche Familien, in denen auf Grund der Kinderbetreuung meist nur ein Elternteil berufstätig ist,
werden vom Familienministerium finanziell besonders gefördert:
durch eine Anhebung der Geschwisterstaffelungsbeträge bei der Familienbeihilfe im Jahre 2008,
durch den Mehrkindzuschlag ab dem 3. Kind und Kinderzuschläge beim Alleinverdienerabsetzbetrag.

Österreich ist bei diesen finanziellen Beihilfen für Familien im internationalen Vergleich führend.

Um aber auch die Wahlfreiheit von Eltern zu ermöglichen, die ihr Kind nicht selbst betreuen wollen oder können,
fördert das Familienministerium selbstverständlich auch außerhäusliche Kinderbetreuung.
Kinderbetreuungsangebote zur Verfügung zu stellen ist verfassungsrechtlich Kompetenz der Länder,
aber der Bund steuert Mittel bei, die die Länder bei dieser Aufgabe finanziell entlasten.

Vergessen Sie auch bitte nicht die Subventionen, die das Familienministerium aufwendet, um Eltern in ihrer Erziehungsrolle zu unterstützen und zu stärken,
wie Angebote zur Elternbildung, zur Familienberatung, zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie gegen Gewalt in der Familie.

Von den 5,6 Milliarden Euro, die jährlich für Familien ausgegeben werden,
werden ca. 20 Millionen für Kinderbetreuungseinrichtungen verwendet.

Wir können Ihnen deshalb nicht zustimmen, dass Gelder der öffentlichen Hand – nämlich des Familienministeriums – völlig einseitig zur Förderung der Fremdbetreuung von Kindern aufgewendet würden.

Wir danken Ihnen daher für Ihr Engagement zur Schaffung einer kinderfreundlichen Gesellschaft –
auch das Familienministerium setzt dafür seine Arbeit und seine Mittel ein.

Mit freundlichen Grüßen,
K. Thöndl

Mag. Katrin THÖNDL
Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend
Abt. II/4 - Familienservice
Franz-Josefs-Kai 51
1010 Wien
Tel.: +43 – 1 – 711 00 - 3229
Fax: +43 - 1 - 711 00 - 3339
Mail: katrin.thoendl@bmgfj.gv.at
http://www.bmgfj.gv.at
_________________________________________________________________________________________

T.L. am 30.10.08:
Was ist der Grund für diese völlig einseitige Förderungspolitik der öffentlichen Hand?

Etwas brutal ausgedrückt:

1. Will die Politik die Ausweitung der staatlichen Erziehung in das frühkindliche Stadium hinein,
um möglichst noch systemtreuere (kritiklose, konsumorientierte, areligiöse etc.) Staatsbürger zu bekommen
und in weiterer Folge die Verderbung der Seelen noch früher voranzutreiben,
z.B. durch frühkindliche "Sexualerziehung", die völlig verfehlt ist und allenfalls sogar eine Pädophilen/Päderasten-Schlagseite hat;

2. Wird damit kinderarme Frau einzementiert:
Frauen, die ihre Kleinkinder an Erziehungseinrichtungen abgeben (müssen/sollen), haben normaler Weise nur wenig Kinder,
weil die außerhäusliche Berufstätigkeit in Wirklichkeit nicht kompatibel ist mit der optimalen häuslichen Kinderbetreuung und -Erziehung.
Es macht dann den Frauen auch nicht Freude, mehr Kinder zu bekommen,
weil sie eigentlich häufig lieber zu Hause bleiben würden
und weil ihnen genau das durch gesellschaftlichen (finanziellen, sozialen) Druck verwehrt bleibt,
sich eben weiteren Kindern verweigern;
dieses Konzept geht nach wie vor von der weltweiten "Überbevölkerung" aus, die bekämpft werden "muß";

3. wird die sexuelle Promiskuität und feministische Selbstverwirklichung - beide sind sozusagen "1968er-Werte" -
durch die einseitige Förderungspolitik indirekt mitgefördert.
Beidem widersprechen Kindern und noch mehr: Viele Kinder.
Beide führen zu wenig Kindern und steht die Berufstätigkeit der Frau im Vordergrund, die wiederum beides erleichtert;

4. die Verfügbarkeit der Frauen auf außerhäuslichen Arbeitsplätzen:
Damit kann gleichzeitig die Lohndrückung gut funktionieren,
weil es auf diese Weise fast immer mehr Arbeitswillige als Arbeitsplätze geben wird;

5. Berufstätige Frauen sind bessere Konsumenten,
weil sie mehr Geld zum Konsumieren zur Verfügung haben und auch weniger sparsam leben (z.B. Newtaburlaube, Lokalbesuche, Kleidung).
Indirekt ist die Krabbelstuben/Kindergartenförderung also auch eine Form der Wirtschaftsförderung;

6. Wird indirekt das von den "hohen Brüdern" (u. a. auf EU-Ebene) gewünschte Multi-Kulti-Konzept unterstützt:
Denn da die Krabbelstuben/Kindergartenförderung und die vice versa gegebene Hausfrauen-Diskriminierung zu geringer einheimischer Fortpflanzung führt,
ist für die "Wirtschaft" (im wesentlichen wohl die Industrie) ebenso wie für "Bevölkerungswissenschaftler" sowie die Feinde einheimischer Kultur
(dabei geht es einerseits gegen die christliche-abendländische, andererseits um die genuin-volkstümliche Kultur) udgl.
laufend ein Argument zur Hand, warum eigentlich Zuwanderung "nötig" ist.
Die Zuwanderer sind nicht nur vielfach nicht christlich (noch weniger katholisch), sondern auch aus anderem kulturellen Umfeld,
sodaß sie von sich aus wenig Neigung oder Interesse an der einheimischen bzw. christlichen Kultur zeigen,
wobei Letzteres auch gezielt nicht gefördert wird.

7. Können sich Kommunal- und Landespolitiker bei Kindergarten/Krabbelstubeneröffnungen wichtig machen.
Außerdem können diese auch Dienstgeber spielen und zusätzliches - hauptsächlich "linientreues" - Personal einstellen.
Bei der - vergleichsweisen - Einrichtung von Kinderzimmern in Privat-Wohnungen und Häusern kommt wohl beides nicht in Frage.
Überdies wird durch diese Investitionen wieder die "Wirtschaft" gefördert,
was zwar bei der Förderung der Familien auch der Fall wäre, aber nicht so gut politisch verkauft werden könnte.

Soweit die - wie mir scheint - wichtigsten Gründe für die genannte einseitige Förderungspolitik der öffentlichen Hand.
_________________________________________________________________________________________
Von: Potzinger [mailto: potzinger.family@aon.at ]
Gesendet: Freitag, 31. Oktober 2008 08:07


Ich bin Ihnen dankbar, daß auch Sie dieses wichtige Thema aufgreifen.
Ich spreche es bei jeder Gelegenheit an.

Die Kosten sind sehr unterschiedlich,
vor allem abhängig von (bundesländerweise nicht einheitlicher) Kinderzahl und Personalschlüssel pro Gruppe,
Dienstrecht und Dienstalter der Pädagoginnen.

Wenn man die Gesamtkosten betrachtet (Liegenschaft, Betriebskosten, Personalkosten incl. Pensionskomponente, Ausstattung)
kostet ein Krippenplatz (für Kinder bis zum 3.Geburtstag) in Graz in einer städtischen EInrichtung bis zu 2.500 Euro pro Kind und Monat.
Auch private Träger mit sehr jungen Mitarbeiterinnen müssen mindestens 1.500 Euro pro Kind und Monat kalkulieren.
Die Eltern zahlen beispielsweise in Graz infolge sozial gestaffelter Tarife durchschnittlich zirka 100 Euro pro Kind und Monat -
den Rest berappt der Steuerzahler (Bund, Land und Gemeinden).
Kindergärten kosten entsprechend weniger
(in der Steiermark sind durchschnittlich 12 Kinder in einer Krippengruppe, im Kindergarten 25 Kinder).

Halbtags den Kindergarten zu besuchen, ist sicher für die Kinder positiv,
die ganztägige Unterbringung dreijähriger Kinder führt aber oft zu Überforderung und Belastung der Kinder.

Ursprünglich sollte ja laut Machbarkeitsstudie das Kinderbetreuungsgeld bis zum 6.-Lebensjahr ausgezahlt werden
(ab dem 4.Lj mit einem Teil als Scheck für den Kindergarten) -
für Unterdreijährige soll die "Fremdbetreuung" aber nur eine Notlösung sein!
Es wird immer Situaltionen geben, wo junge Familien solche Einrichtungen brauchen -
das Ziel muß aber sein, Familien finanziell so zu fördern, daß sie eine echte Wahlfreiheit haben.

Besonders wichtig ist aber das Wissen, wie wertvoll die innerfamiliale Betreuung insbesonders während der ersten drei Lebensjahre ist.
Die Kindererziehung und liebevolle Betreuung muß als besonders wertvoller Bestandteil in der Lebensbiographie anerkannt werden -
nicht als "Karrierekiller"!

Gerne würde ich über diese Thema mit Ihnen ausführlich reden -
habe erst gestern abend ein Gespräch mit einer Kindergartenleiterin geführt -
wer denkt andas Wohl der Kinder, die den ganzen Tag in der "Massenbetreuung" sind?

herzlich grüßt
Sissi Potzinger
______________________________________________________________________________________________________
Von: Haslauer Günther [mailto: guenther.haslauer@vpnoe.at ]
Gesendet: Mittwoch, 5. November 2008 09:00
Betreff: AW: Wahlfreiheit


Sehr geehrter Herr Wolfmayr!

Herzlichen Dank für Ihre Mail an Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. Er hat mich gebeten Ihnen darauf zu antworten.

Wir in NÖ haben immer unterstrichen, dass wir für die Wahlfreiheit der Eltern einstehen und Unterstützungen bieten für Familien, die ihre Kinder zuhause oder in einem Kindergarten betreuen möchten.
In diesem Sinn nehmen wir Ihre Anregungen sehr gerne auf.
Gleichzeitig muss ich Sie aber darauf hinweisen, dass wir Vergleiche und Unterstellungen wie in Ihrer Überschrift klar und deutlich ablehnen.
Wir freuen uns über Lob und Anerkennung genau so, wie über kritische Verbesserungsvorschläge.
Allerdings: NÖ mit der DDR zu vergleichen und Kinderbetreuungseinrichtungen mit der Entmündigung der Eltern, gehen zu weit.
Ich kann Sie diesbezüglich nur bitten, dies zu überdenken.

Mit freundlichen Grüßen

Mag. Günther Haslauer

Volkspartei Niederösterreich
Abteilung Politik
___________________________________________
Unsere Antwort darauf:

Gesendet: Samstag, 8. November 2008
An: 'Haslauer Günther'
Betreff: AW: Wahlfreiheit_Überschrift zu scharf? Begründung und Hinweise


Sehr geehrter Herr Mag. Haslauer!


Danke für die Antwort.

Natürlich wissen wir, daß das Land NÖ viel tut, aber tut es für die Eigenbetreuung auch soviel wie für die Fremdbetreuung?

Wir haben aber NÖ nicht mit der DDR verglichen, sondern auf eine allgemeine Tendenz in Österreich hingewiesen und dies auch durch Fakten untermauert:
Kinderbetreuung privat/öffentlich_ein Kostenvergleich
Kinderbetreuung_Kosten in Graz

Ich sehe es als eine meiner Aufgaben vor Fehlentwicklungen, die ich bemerke, zu warnen.
Die Tendenzen zur Verstaatlichung der Kinder sind unverkennbar - Und das, obwohl die zu frühe Fremdbetreuung
(im Wochentakt wiederholte Forderung der Linken und der Wirtschaftsvertreter – Kinderbetreuungseinrichtungen für Unterdreijährige!)
obwohl also zu frühe Fremdbetreuung z.B. in Schweden schlimme Auswirkungen gezeigt hat.
Lesen Sie einmal den Beitrag Schweden_Kindertagesstätten zerstören eine Nation!
Oder auch diesen: Ganztägige Fremdbetreuung von Babys = seelischer Schaden
Oder den Beitrag über Zdeněk Matějček (Kinder ohne Liebe) hier: viewtopic.php?f=18&t=230&p=512&hilit=matejcek#p512
Sie werden dann die Überschrift „zurück zur DDR“ verstehen.
In Österreich wird sogar zwecks Erreichung des Zieles (Verstaatlichung der Kinder) der Bedarf an Kinderbetreuungseinrichtungen künstlich erzeugt!

Und das geht zu weit!
Und davor wollen wir, ja müssen wir warnen – das sehen wir als staatsbürgerliche Verantwortung!

_________________________________________________________________________________________
Von: Eibl Eva-Maria [mailto:eva.eibl@salzburg.gv.at]
Im Auftrag von Wilfried Haslauer
Gesendet: Montag, 10. November 2008 08:58



Danke für Ihr Schreiben betreffend die Ungleichgewichtung von staatlichen Transferleistungen bei der Betreuung von Kindern außer Haus bzw. im Haus.
Es ist dies eine Problemstellung, die die Salzburger ÖVP bereits erkannt hat.
Unsere Position in dieser Frage ist klar:
Die ÖVP Salzburg steht für echte Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung, sei es im eigenen Elternhaus oder außerhalb des Haushaltes.
Es darf kein ökonomisches Argument für die eine oder die andere Entscheidung geben.
Unsere Forderung nach einem Kindergeld von 1.000 Euro, die wir auch beim letzten Bundesparteitag eingebracht haben, untermauert diese Position.


Mit freundlichen Grüßen
Dr. Wilfried Haslauer
________________________________________
Landeshauptmann-Stellvertreter
PF 527, A-5010 Salzburg
Tel: +43 662 8042 - 2333
Fax: +43 662 8042 - 2162
E-mail: wilfried.haslauer@salzburg.gv.at
http://www.salzburg.gv.at
_______________________________________________________________________________________________________________


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PostPosted: 28.11.2008, 00:49 
Von: "Verantwortung für die Familie e.V." [mailto:vfa-newsletter@eccm.de]
Gesendet: Dienstag, 25. November 2008 14:24
An: Verborgene_Empfaenger:
Betreff: Kripppen verpflichtend machen ?


Krippen verpflichtend machen ?

Stellvertretende Bürgermeisterin Christel Ziesler (SPD) - Ganderkesee -
auf dem Weg zur „Lufthoheit über die Kinderbetten“.

Das Delmenhorster Kreisblatt berichtet am 25.11.2008:

„Wir brauchen Krippenplätze.
Wir haben wirklich immer mehr Alleinerziehende“, erklärte Christel Zießler (SPD), stellvertretende Bürgermeisterin,
beim Tag der offenen Tür im Spatzennest.
Sie schlug vor, den Besuch von 'Kinderkrippe und Kindergarten für alle verpflichtend' zu machen,
damit alle Kinder einen geregelten Tagesablauf kennenlernen würden und Kochen und Backen für sie keine Fremdwörter bleiben.
Auch könne man so die Vernachlässigung von Kindern in Familien eindämmen.
Vorstellbar sei, Kinder schon unter einem Jahr in die Krippe zu schicken.

Das Eltern- und Kindergeld solle man lieber in die Einrichtungen fließen lassen, die sich um die Kinder kümmern, so Zießler".

Wir bitten Sie herzlich, durch Leserbriefe oder direkte Anschreiben an Frau Zießler deutlich zu machen,
was Sie von dieser Form der Kinderbetreuung halten
und sich auch gegen ihre Diskrimierung der Familienarbeit verwahren.


Die Anschriften sind:
Christel Zießler, Burgstr.1, 27777 Falkenburg
Tel.: (04222) 8341, Mail: christel.zieszler@onlinehome.de

Delmenhorster Kreisblatt: kundencenter@dk-online.de
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Ih Team von
Verantwortung für die Familie e.V.

Bitte leiten Sie diesen Newsletter an interessierte Eltern weiter.
Anmeldung zum Direktbezug unter: www.vfa-ev.de/newsl.htm

Verantwortung für die Familie e.V.
Albertstr. 14, D-29525 Uelzen
Antwortmail: vfa-newsletter@eccm.de

Gern nehmen wir Ihre Hinweise und Anregungen entgegen.
Spendenkonto von Verantwortung für die Familie e.V.:
Nr. 555-33 Sparkasse Uelzen (BLZ 25850110)
IBAN: DE98 25850110 0000055533, BIC: NOLADE 21 UEL


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