Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 24.01.2009, 00:25 
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Joined: 28.08.2006, 08:49
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Location: Österreich/Austria
Sehr geehrter Herr Landeshauptmann!


Die ÖVP Oberösterreich hat beschlossen,
den Kindergarten halbtags ab dem 3. Lebensjahr des Kindes demnächst kostenlos zu machen.
Das klingt aufs erste familienfreundlich und wird von vielen Familien geschätzt.
Die SPÖ hat aber gleich nachgesetzt und will Kindergärten ganztags kostenlos machen,
das Mittagessen dazu und dann wohl auch die Krabbelstuben.


Wir Freunde kinderreicher Familien müssen aber einwenden:

Gratis bedeutet nicht wirklich kostenlos.
Wir Steuerzahler (auch wir kinderreiche Eigenbetreuer) müssen das zahlen - und zwar nicht wenig.
Sie wissen, daß ein Kindergartenplatz monatlich je Kind kaum unter 500,-- Euro zu haben ist.
Ein Platz in einer Krabbelstube kostet uns Steuerzahler von 1.500,-- Euro monatlich aufwärts.

Wir betreuen unsere Kinder auf jeden Fall in den ersten Lebensjahren selber, weil wir überzeugt sind:
Die beste Kinderbetreuung für ein Kleinkind unter drei Jahren ist bei MAMA und PAPA!
Das ist auch allgemeine Überzeugung wie eine Umfrage zur Betreuung von Kleinkindern eindeutig ergeben hat.

:!: Bitte geben Sie dem Trend zur Verstaatlichung der Kinder nicht nach!

:?: Zuerst sollten wir fragen:
Was brauchen die Kinder - was tut ihnen gut?
Wir empfinden die extreme finanzielle Bevorzugung der Fremdbetreuung unserer Kleinkinder gegenüber der Eigenbetreuung
als Einschränkung der Wahlfreiheit und Entmündigung der Eltern!
Wenn schon die SP-VP-Regierung im Bund in Richtung Verstaatlichung der Kinder geht,
muß das doch nicht die ÖVP in Oberösterreich machen.

Wir erwarten uns von der ÖVP Oberösterreich - trotz aller gegenteiligen Anzeichen -
die Anerkennung der Leistungen jener Mütter und Väter, die bereit und fähig sind,
ihre Kinder in den entscheidenden ersten Lebensjahren selber zu betreuen.
Und wir wissen, daß wir damit eine unschätzbare Leistung für die Gesellschaft erbringen.
Sie ist mit Geld eigentlich nicht aufzuwiegen, aber nicht einmal das gönnt uns derzeit die hohe Politik in angemessenem Maß.

Politiker reden gerne von Arbeitsplätzen, die mit den vielen Kinderbetreuungsmilliarden geschaffen werden.
Viel einfacher, billiger und effektiver wäre es, wenn unsere Politiker die Arbeit der Mütter und/oder Väter zuhause als Beruf werteten,
wie das die verdienstvolle Frau Dr. Herta Herglotz seit Jahren unermüdlich fordert.
Und tatsächlich ist die Betreuung eines Kleinkindes ja ein Vollzeitberuf
und die gewissenhafte Betreuung eines Schulkindes zumindest ein Teilzeitberuf -
durchaus vergleichbar mit dem Aufwand für die Pflege alter Menschen,
wofür ja auch etwas gezahlt wird, nämlich Pflegegeld.

Wenn wir ein Elterngehalt von z.B. 800,-- Euro für unsere wertvolle Arbeit fordern, hören wir als Einwand immer: "unfinanzierbar".
Ein Platz in der Krabbelstube kostet aber mindestens das Doppelte.
Und Sozialhilfeempfänger sollen demnächst, ohne dafür eine Leistung zu erbringen, gut 800,-- Euro monatlich erhalten.

Wir finden es äußerst beschämend und für die Zukunft unserer Gesellschaft schädlich,
wenn die Leistung der Eltern, die ihre Kinder selber betreuen wollen und auch können,
von der hohen Politik so wenig wertgeschätzt wird.

Wir sehen zwar Kinder als Geschenk, das nicht in Geld aufgewogen werden kann,
aber ohne Geld können wir unseren wertvollen Dienst an der Gesellschaft nicht leisten.
Und gerade kinderreiche Familien braucht das Land so dringend!

Wir Freunde kinderreicher Familien wissen es, und Sie wissen es auch:
Zwei Kinder je Elternpaar sind nicht genug, um den Generationenvertrag aufrecht zu erhalten.
Es sollte viele kinderreiche Familien geben, die den Mangel der Kinderlosen ausgleichen.
Und dazu braucht es vor allem eine bessere Anerkennung unserer Leistungen.

Spätestens ab vier Kindern sollte daher Familie als Beruf gelten -
für einen Elternteil ganz oder für beide in Teilzeit,
jedenfalls eindeutig öffentlich anerkannt (nicht nur in Sonntagsreden, sondern echt!).


In der Hoffnung auf ein Umdenken
verbleiben wir

mit Freundlichen Grüßen
_________________________________________________________________________________________________________________
1. Februar 2009 - weiteres - ergänzendes - Schreiben

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann!


Ergänzend zu unserem Schreiben vom 24. Jänner schicken wir Leserbriefe, die unsere Meinung bestätigen.
Viele Bürger von Oberösterreich wollen gar nicht, daß Kinderbetreuung ganz gratis ist.
Schon gar nicht wollen sie, daß Kinder unter drei Jahren in Krabbelstuben verfrachtet werden.
Bitte verhindern Sie wenigstens das, wenn Sie schon meinen, die Kindergärten gratis machen zu müssen -
aus Liebe zu und mit Rücksicht auf die seelische Gesundheit unserer Kinder!

Bereits 2001 schrieb ja Ulrich Schilling-Strack in den OÖN:
Berufstätige Mütter sind ein politischer Fehler, OÖN 7.2.01
Weiters schicken wir auch den Hinweis aufden Artikel
"Day care is bad for babies."
über Steven Biddulph:
Schon 2006 warnte der „parenting guru and psychologist“ vor dem gigantischen soziologischen Experiment,
das wir in den Industriestaaten mit unseren Kindern machen.



Freundliche Grüße
Alois Wolfmayr, Grünburg, Oberösterreich
für die Freunde kinderreicher Familien
______________________________________________________________________________________________________________
LH von Oberösterreich
LH.Puehringer@ooe.gv.at;
29.1.09:


Sehr geehrter Herr Wolfmayr!



Herzl. Dank für Ihre E-Mail vom 26.1.09 betr. Einführung des Gratiskindergartens in Oberösterreich.

Ich darf Ihnen meine Beweggründe zur Einführung des Gratiskindergartens kurz darlegen.

Mit diesem Angebot möchte ich den Familien meine Wertschätzung für ihre tägliche Arbeit entgegenbringen.
Ich möchte ihnen aber auch die Möglichkeit bieten, ihre Kinder in die Obhut eines Kindergartens zu geben,
und nicht dafür bezahlen zu müssen.
Ich will den Familien die Wahlfreiheit überlassen,
Familie und Beruf nach ihren Wünschen zu vereinbaren.


Ich verstehe Ihre Sorgen, die Sie mir mit Ihrer Nachricht schildern, sehr gut.
Ein wirtschaftlich erfolgreiches Land wie Oberösterreich muß aber unseren Familien auch ein Angebot machen können, das sie unterstützt.
Ich habe höchsten Respekt vor kinderreichen Familien
und wünsche mir möglichst viele für unser Land.


Die Zahlen und die Realität in Oberösterreich zeigen aber,
daß sich junge Menschen oft nur dann für ein Ja zu Kindern aussprechen,
wenn sie auch auf ein verläßliches Netz an Kinderbetreuungseinrichtungen zurückgreifen können.

Das soll in keinster Weise eine Abwertung all jener Eltern sein, die ihre Kinder ausschließlich selbst erziehen wollen.
Natürlich bleibt das Erziehungsrecht in erster Linie Elternrecht.

Der Gratiskindergarten ist ein Angebot des Landes an die Eltern,
insbesondere an jene,
die aufgrund des geringen Einkommens anstelle des Kinderwunsches einer Erwerbsarbeit nachgehen müssen.

Es geht mir wirklich nicht darum, Eltern zu entmündigen,
sondern ganz im Gegenteil Hilfe anzubieten, um Oberösterreich noch familien- und kinderfreundlicher zu machen.


Mit den besten Grüßen bin ich

Ihr

Pühringer (Unterschrift)

_________________________________________________________________________________________________________________

Unsere Antwort auf das Schreiben des Landeshauptmanns von Oberösterreich vom 14. Februar 2009


Sehr geehrter Herr Landeshauptmann!

Danke für Ihr Schreiben vom 29.1.09, mit dem Sie unser Schreiben vom 23.1.09 beantwortet haben.
Sie sagten zu uns Freunden kinderreicher Familien, die wir unsere Kinder selber betreuen wollen, - auf den Punkt gebracht:

Ich schätze Ihre Leistungen sehr und habe höchsten Respekt vor kinderreichen Familien.
Aber Geld bekommt Ihr dafür nicht.
Meine Wertschätzung gilt den Eltern für Eigenbetreuung nur in Worten.
Die finanzielle Wertschätzung dagegen gibt es ausschließlich für Fremdbetreuung in Krabbelstuben und Kindergärten.


Wenn wir auf gleiche Art antworten, müssen wir sagen:

"Wir schätzen Ihre Arbeit als Landeshauptmann sehr.
Wir haben höchsten Respekt vor Ihren Leistungen.
Aber unsere Stimme bei der nächsten Wahl bekommen Sie nicht."

________________________________________________________________________________________________________
Sie wissen, daß die ÖVP auf Bundesebene inzwischen die Verstaatlichung der Kinder zusammen mit der SPÖ einen kräftigen Schritt weitertreiben will
(Stichwort einkommensabhängiges Karenzgeld für jene Mütter,
die bereits nach einem Jahr ihr Kind in Fremdbetreuung geben und in den Beruf außer Haus zurückkehren).
Hier geht es nicht mehr um den Gratiskindergarten für Fünfjährige, sondern um die Fremdbetreuung von Einjährigen.
Und da ist ein großer Unterschied!
Jüngst wandten sich in Deutschland wieder einmal
Fachleute gegen die "Krippenhysterie".
Kleinkinder erleiden seelischen Schaden durch ganztägige Fremdbetreuung!


(Wahlfreiheit gibt es für Sie also nur für jene, die Familie und Beruf vereinbaren wollen.
Wir wollen aber Wahlfreiheit "Familie oder Beruf"!.
Die öffentliche Hand nimmt das Geld von allen Steuerzahlern, gibt es aber nur für Fremdbetreuung aus,
für die Eigenbetreuung gibt es nichts.
Da von Wahlfreiheit zu sprechen, ist genau genommen ein Hohn!)

Warum machen Sie den kinderreichen Familien dann nicht ein Angebot, das sie wirklich unterstützt,
das ihre persölnliche Entscheidung in der Kinderbetreuung echt freistellt?
Z.B. wenigstens ein Teil des Geldes, das für Krabbelstuben und Kindergärten aufgewendet wird, würde uns schon viel helfen.

Junge Leute wollen sicher nicht nur Familie und Beruf, sondern:
Junge Mütter wollen in den ersten (entscheidenden und prägenden) Lebensjahren des Kindes ganz für ihr Kind da sein.
Und das ist gut so.
Siehe dazu auch unsere eine Umfrage zur Betreuung von Kleinkindern!
Und wenn sie nur einen Teil des Geldes, das die öffentliche Hand für Fremdbetreuung aufwendet, direkt in die Hand bekommen,
sind sie auch finanziell in der Lage, echt frei zu wählen.

Gerade Eltern mit geringem Einkommen brauchen eine solide finanzielle Basis,
damit sie sich Kinder leisten können, die sie - zumindest in den ersten entscheidenden Lebensjahren - selber betreuen wollen.

Noch dazu wird das Geld in der Hand der Eltern selber wesentlich effektiver und sparsamer für die Kinder verwendet,
als auf dem Umweg über Institutionen mit vielen Extrakosten und zusätzlichen Belastungen für die Umwelt
(z.B. Fahrten mit Kindergartenbussen, Fahrten der Mütter zu ihren Arbeitsplätzen, Fast-food anstatt selber hergestellter Nahrung etc.)

Kinderfreundlichkeit könnten Sie zeigen, wenn Sie die Arbeit der Eltern nicht nur in schönen Reden wertschätzen,
sondern mit echter finanzieller Anerkennung!
Ein Elterngehalt würde viele Arbeitsplätze in den Familien schaffen!

Viele Lehrer beklagen die zunehmende Unaufmerksamkeit und geringer werdende Belastbarkeit der Schulkinder.
Sie führen dies hauptsächlich auf die unsicher gewordenen Kinderstuben zurück.



Wir appellieren daher an Sie als unseren Landeshauptmann und wichtigen Mann der ÖVP auch für ganz Österreich:

:!: Bitte setzen Sie sich für Gerechtigkeit und echte Wahlfreiheit ein!
:!: Geben Sie den Eltern, die ihre Kinder selber betreuen wollen, Anerkennung nicht nur in Sonntagsreden und schönen Worten,
sondern in Taten, d.h. in echtem Geld!
:!: Stärken Sie die Wahlfreiheit der Mütter und Väter!
:arrow: Mit dem Geld, das sie für ihre Leistungen in der Kinderbetreuung erhalten,
können sie wirklich frei entscheiden,
ob sie ihre Kinder selber betreuen wollen,
oder von der Tagesmutter oder in einer Krabbelstube oder.....

Das verstehen wir unter echter Wahlfreiheit!



Freundliche Grüße
Alois Wolfmayr, Grünburg, Oberösterreich
für die Freunde kinderreicher Familien
_______________________________________________________________________________________________________________________
Dienstag, 17. Februar 2009 07:29
An: 'LH.Puehringer@ooe.gv.at'; 'buergerservice@ooe.gv.at'

Wahlfreiheit könnten wir durch ein einheitliches Betreuungsgeld herstellen


Sehr geehrter Herr Landeshauptmann!


:?: Wird die Wahlfreiheit durch subventionierte Kleinkindbetreuung ermöglicht?
Wir glauben nicht – im Gegenteil.
:?: Wo bleibt das Subsidiaritätsprinzip?
:!: Wahlfreiheit könnten wir durch ein einheitliches Betreuungsgeld herstellen.

Bitte lesen Sie diese Untersuchung es Otto-Wolff-Instituts!

http://www.otto-wolff-institut.de/Publi ... 1_2007.pdf



Freundliche Grüße
Alois Wolfmayr, Grünburg, Österreich
alois@wolfmayr.org; http://www.wolfmayr.org

Kleine Zeitung 9.8.2012:
Ein Krippenplatz kostet pro Kind und Monat rund 2000 Euro. Ist es nicht eine Illusion zu glauben, ein Ausbau bis zu einem Versorgungsgrad von 33 Prozent sei finanzierbar? ....


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PostPosted: 30.01.2009, 07:09 
Muttergehalt - Leserbrief in den OÖN vom 23.1.09
http://www.nachrichten.at/nachrichten/m ... 1086,99061



Gratiskindergarten, vielleicht auch noch die Krabbelstube gratis, das Essen auch. Wer unterstützt Mütter, die ihre Kinder zu Hause verpflegen, betreuen und für sie da sind? Es wäre sicher eine der besten Betreuungsformen für unsere Kinder. Ein Muttergehalt wäre allemal angebracht – Mütter hätten so Entscheidungsfreiheit zwischen Beruf oder Familie.

Für den Beruf Mutter wäre dies eine große Wertschätzung, wo er doch sicher einer der anspruchvollsten und schönsten Berufe auf der Welt ist. Wir Mütter sind bereit, Verantwortung zu übernehmen und unsere Kleinkinder selbst zu Hause zu erziehen und zu betreuen, aber wir bitten euch, unterstützt auch uns.

Maria Gahleitner,

Herzogsdorf
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Krabbelstuben - Leserbrief in den OÖN vom 23.1.09
http://www.nachrichten.at/nachrichten/m ... 1086,99090


Schon lange mache ich mir Gedanken zum Thema „Kindergärten und Krabbelstuben“. Besonders was Letztere betrifft, möchte ich meine Bedenken mitteilen: Krabbelstuben sind gedacht für Kinder unter drei Jahren. Also für Kinder, die, so glaube ich, am Besten bei ihrer Mutter aufgehoben wären. Das wird zwar in manchen Fällen nicht möglich sein, aber dass dem Volk nahezu eingeredet wird, seine Kleinstkinder in Krabbelstuben abzugeben, das ist ungeheuerlich. Es geht immer um die Selbstverwirklichung der Frauen – wer aber macht sich Gedanken um das Wohl und die Zukunft der abgegebenen Kinder? Ich glaube, die beste Betreuungskraft kann die Mutterliebe nicht ersetzen, die ein Kind besonders in den ersten drei Lebensjahren braucht.

Wäre es nicht zielführend, die Mütter finanziell zu unterstützen, damit diese selbst ihre kleinen Kinder großziehen können. Vielleicht würden dann in Österreich wieder mehr Kinder geboren. Natürlich soll jede Frau entscheiden können, wie sie ihr Leben gestalten will. Es ist aber meines Erachtens nicht einzusehen, dass eine Mutter, die persönlich für ihre Kinder sorgt, heutzutage gesellschaftlich abgewertet ist, und vom Staat Österreich keinerlei Unterstützung erhält.

Ich habe selber drei Kinder großgezogen und weiß wovon ich spreche – keines meiner Kinder ist drogensüchtig oder alkoholabhängig geworden. Alle drei sind Pensionsbeitragszahler für die jetzigen Pensionsbezieher. Vielleicht ist die stark gestiegene Kinder- und Jugendkriminalität auch eine Folge davon, dass die Mütter und auch die Väter in zahlreichen Fällen nicht mehr wirklich für ihre Kinder da sind.

Rosemarie Daxner,
Wels
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Krabbelstuben - Leserbrief in den OÖN vom 28.1.09
http://www.nachrichten.at/nachrichten/m ... 1086,99897


Gratis-Kindergarten, Gratis-Mittagessen in den Kindergärten, Zuschüsse vom Land für Krabbelstuben.
Alles wird gefördert.
Aber warum werden die Eltern, die gerne bei ihren Kleinkindern zu Hause bleiben, sie selbst betreuen und erziehen wollen, nicht unterstützt?
Wir wissen alle, wie wichtig die ersten Lebensjahre für die Kinder sind.
Es ist sicher eine der besten Betreuungsformen, wenn Kleinkinder von ihren Müttern bzw. Vätern betreut werden.
Warum werden diese Eltern nicht mit Geld unterstützt?
Sie leisten sehr viel, auch für die Gesellschaft.
Vergessen wir nicht, wie wichtig Geborgenheit, Zeit und Liebe, besonders in den ersten drei Lebensjahren für unsere Kinder sind.

Elfriede Hattinger, Puchkirchen
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Krabbelstuben - Leserbrief in den OÖN vom 14.1.09
http://www.nachrichten.at/nachrichten/m ... 1086,94239


Betreff: Französische Ministerin nach Geburt zu früh in der Arbeit? (OÖN vom 13. 1.)

Einerseits kann ich ganz gut nachvollziehen,
dass die französische Justizministerin als Frau in einer solchen Position eine große Verantwortung hat und einen gewissen Ehrgeiz entwickelt.
Andererseits hat sie in einer solchen Position aber auch eine gewisse Vorbildfunktion und in diesem Fall ist es fraglich,
ob sich das langfristig positiv auswirkt.

Wir Frauen kämpfen ja schon jahrzehntelang gegen Ausbeutung und für Emanzipation und Gleichberechtigung.
Doch solche Aktionen wie die der Frau Justizministerin sind eher kontraproduktiv!
Damit machen wir uns Frauen nur selber das Leben schwer und setzen uns die Anforderungen noch höher.

Es ist wahrlich ein Geschenk, die Möglichkeit erhalten zu haben, Leben zu schenken.
Solange die Schwangerschaft dauert, solange dauert es nach der Geburt,
bis sich der Körper der Gebärenden wieder auf „Normalzustand“ umgestellt hat, lautet eine Faustregel.
Warum glauben wir Menschen eigentlich immer, klüger zu sein als die Natur?
Es ist auch für eine „normale Frau“ eine große Aufgabe, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen.
Doch ist es meiner Ansicht nach klüger, die Frauen und Familien dabei zu unterstützen,
als Millionen in Krabbelstuben und Kinderbetreuungseinrichtungen zu investieren.

Ein Kind in sich wachsen zu spüren, ihm auf die Welt zu helfen und ihm beizustehen, ist eine wunderbare Erfahrung.
Die Kindheit ist so kurz und kehrt nie wieder!
Warum wundern wir uns dann über die Rücksichtslosigkeit unserer Jugend und die zunehmende Gewaltbereitschaft?!?

Gabriela Hirtl, Naarn
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Krabbelstuben - Leserbrief in den OÖN vom 29.1.09
http://www.nachrichten.at/nachrichten/m ... 1086,95480


Ich gratuliere Frau Hirtl zu ihrem Leserbrief.
Sie spricht mir aus der Seele.
Auch ich bin der Meinung, dass nur mehr Kinderbetreuungseinrichtungen den Geburtenrückgang nicht stoppen werden.
Die Gründe für die zunehmende Kinderlosigkeit sind viel komplexer.
Hingegen wäre mehr Unterstützung für Familien, die ihre Kinder gerne selber betreuen möchten, wirklich wünschenswert.
Eine von vielen sinnvollen Vorschlägen wäre, die Kindererziehungszeiten in allen Berufsgruppen ohne Abzüge für die Pension anzurechnen. Damit würden Politik und Gesellschaft ihre Anerkennung für Familien zeigen.

Warum fragen Politiker nicht mal uns junge Familien nach unserer Meinung statt einfach Millionen zu investieren?
Dieses Wahljahr wäre eine gute Gelegenheit dazu!

Isabel Kreuzhuber, Dorf an der Pram
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PostPosted: 04.02.2009, 22:48 
Verschiedene Antworten:
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Frau M.T.

bewundere nach wie vor Dein Engagement, sowie die vorangegangene pointierte Recherche, in Deinen Briefen an die diversen Politiker! Da aber deren Betonung auf ‚Wirtschaft‘ und nicht auf ‚Kindeswohl‘ liegt, erstaunt mich gar nicht mehr, dass die Ignoranz weiterhin dominiert.
Trotzdem - bleib bitte weiter so dran und DANKE!
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Herr P.R.

Eure Briefe an die OÖ LR finde ich echt super. Ich denke sogar darüber nach, eine Resolution an die LR in diesem Sinne bei unserem Gemeinderat einzubringen. Ob ich dabei in meinen eigenen Reihen auf Gehör stoße, weiß ich noch nicht. Aber wenn mehr Gemeinden eine solche Resolution verfassen würden, könnte man vielleicht auf Landesebene etwas in eurem Sinne bewegen.

Frau G.K.

Gratulation! Super geschrieben! Hoffentlich findet es Gehör!
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Herr J.P.

ich finde deine aktivitäten gegen die gesellschaftlichen entwicklungen zur „industrialisierung“ der kindererziehung sehr, sehr wichtig;
ich bin zur zeit leider kaum in der lage mich auch unterstützend einzubringen.
Als arbeitsmarktpolitischer akteur weiß ich aber ,
dass auch viele arbeitsmarktpolitische probleme der menschen effektiver gelöst werden könnten,
wenn mütter und väter die betreuung der kinder selbst in die hand nehmen würden.
Du leistest eine wichtigen gesellschaftspolitischen beitrag!
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Frau R.R.

damit hast Du wirklich recht,
ich war auch entsetzt,
dass plötzlich der Ganztagskindergarten samt Mittagessen für die Eltern
gratis werden soll.

Du weißt ja, wir sind auch für die Wahlfreiheit ob Kindergarten oder nicht,
bzw. ein "Gehalt für Mütter"!
Meiner Meinung nach würde es auf jeden Fall reichen,
den Kinderartenbesuch ab 4 Jahren (also maximal 2 Jahre für jedes Kind)
und nur halbtags aus öffentlichen Mitteln zu finanzieren.

Ich bewundere Deinen unermüdlichen Einsatz für die Familien
und wünsche Dir und unserer Gesellschaft "kleine Erfolge" auf deinem Weg.
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Herr C.E.

ich finde es gut, dass u.a. darauf hinweisen,
dass staatliche Gratisleistungen für die Steuerzahler jedenfalls nicht gratis sind!
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Frau S.P.

vielen Dank für die Information - wirklich eine großartige Darstellung unseres Anliegens!
Leider waren wir voriges Jahr, als in der Steiermark dieselbe Maßnahme eingeführt wurde,
mit unseren Argumenten nicht erfolgreich,
da der rote LH und seine Landesrätin ideologisch bedingt den Familienverstaatlichungskurs fahren
und die ÖVP auf Landesebene nur verhindern konnte,
daß auch die Krippen gratis sind.
Unser Ziel muß die existenzsichernde Abgeltung und Wertschätzung der Elternleistung sein -
wohl noch ein langer Weg, aber gemeinsam werden wir es erreichen!
Ich bin schon gespannt auf die Antwort Ihres LH - immerhin hat er einmal röm.kath. Religion unterrichtet!
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Herr W.S.

mir ist schleierhaft, warum OÖ bei diesem Unsinn noch dazu aus eigenem
Antrieb mitmacht.
Es ist wichtig, daß jemand protestiert.
Vielleicht bringt das Familiennetzwerk o. a. einmal eine Demonstration zusammen?


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PostPosted: 27.02.2009, 00:31 
BRAUNAU, RIED, SCHÄRDING.
Während der Kindergarten kostenlos wird, muss der Verein Tagesmütter Innviertel um finanzielle Unterstützung kämpfen.
aus den OÖN vom 26. Feb. 2009


90 Tagesmütter betreuten im vergangenen Jahr in den Bezirken Ried, Braunau und Schärding 497 Kinder im Alter von sechs Monaten bis zum 14. Lebensjahr.
Seit bekannt ist, dass der Kindergarten ab Herbst kostenlos wird, plagen Maria Schulz-Berger, Leiterin des Vereins Tagesmütter Innviertel, Sorgen.
„Unser Verein begrüßt, dass die Kinderbetreuung für Familien besser leistbar wird.
Wir bitten die politischen Verantwortlichen aber um Unterstützung, dass diese Maßnahme auch Gültigkeit für Tagesmütter findet.“

Sie fordert zudem mehr Anerkennung für die Tagesmütter,
die vor 20 Jahren im Innviertel ein familiäres, flexibles und individuelles Kinderbetreuungsnetz im Innviertel aufgebaut haben.
„Unsere Tagesmütter haben eine fundierte Ausbildung und leben ihren Beruf mit Herz und Verstand.
Sie haben die Möglichkeit, mehr auf die Bedürfnisse ihrer Schützlinge und der Eltern einzugehen, als es in großen Gruppen der Fall ist.
Durch die Flexibilität der Tagesmütter wird auch die Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf leichter“,
hebt Schulz-Berger die Vorteile dieser Betreuungform hervor.

Auch die Eltern scheinen sehr zufrieden zu sein.
So gaben bei der letzten durchgeführten Elternbefragung 98 Prozent an, die hohe Qualität der Kinderbetreuung zu schätzen.

Arbeitsplätze geschaffen

Maria Schulz-Berger weist darauf hin, dass sich der Verein bisher als Partner der Gemeinden gesehen hat.
„Wir haben Frauenarbeitsplätze geschaffen und das Land, die Gemeinden und auch das Arbeitsmarktservice haben das System bis jetzt gut unterstützt.
Wir wünschen uns, dass das auch weiterhin der Fall ist!“

Vor kurzem wurde ein Brief an die Bürgermeister und Gemeinderäte des Innviertels geschickt,
in dem der Verein um Gleichberechtigung in Sachen Finanzierungshilfe bittet.


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PostPosted: 27.02.2009, 00:42 
Monika Ebner, Molln,
Leserbrief in den OÖN vom 26. Feb. 2009


Ab Herbst können Kinder ab dem 3. Lebensjahr kostenlos in den Kindergarten gegeben werden. Kostenlos für die Eltern. Dem Land Oberösterreich werden dadurch aber hohe Kosten entstehen. Die Betreuung der Kinder ist eben etwas wert!

Aber ist dem Land Oberösterreich die Betreuung der Kinder auch dann etwas wert, wenn diese durch die eigene Mutter oder den Vater oder durch eine Tagesmutter erfolgt?

Mütter und Väter, die sich entscheiden, zu Hause ihre Kinder zu betreuen und zu erziehen, sollen genauso ein Gehalt dafür bekommen!
Warum ist nur eine Betreuung im Kindergarten etwas wert, wo wir doch wissen, dass Kinder bei Mutter oder Vater am besten aufgehoben sind! Hier wird das Urvertrauen gebildet, hier lernen die Kinder beziehungsfähig zu sein, hier wird der Grundstein für stabile Persönlichkeiten fürs spätere Leben gelegt!

Das ist eine große finanzielle Benachteiligung von Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen und erziehen!
Wer aber – aus welchen Gründen auch immer – sein Kind zu einer Tagesmutter geben will, muss nach wie vor dafür bezahlen!
Bei einer Tagesmutter bekommen die Kinder eine ganz spezielle, familiäre und individuelle Betreuung.
Da fühlt sich ein 2½-jähriges Kind sicher wohl.
Außerdem ist das eine Chance für viele Mütter,
die ihre eigenen Kinder zu Hause betreuen,
dass sie einen Arbeitsplatz zu Hause haben!
Es geht nicht an, dass den Verantwortlichen nur die Betreuung der Kinder in einem Kindergarten etwas wert ist!

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann Dr. Pühringer und sehr geehrter Herr Landesrat Ackerl,
ich ersuche Sie daher, den Müttern oder Vätern, die ihre Kinder zu Hause betreuen ein Kinderbetreuungsgeld zu bezahlen
und ich ersuche Sie um eine kostenlose Betreuung der Kinder bei einer Tagesmutter – unserer oberösterreichischen Familien zuliebe!


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PostPosted: 27.02.2009, 21:05 
Antrag:

Der Gemeinderat der Gemeinde Weyer möge folgende Resolution an die O.Ö. Landesregie-rung beschließen:

Resolution:

Der OÖ Landtag wird demnächst beschließen, den Kindergartenbesuch ab September 2009 kostenlos zu machen.
Möglicherweise soll auch der Besuch der Krabbelstuben gratis werden.

Es ist erfreulich, dass sich die Parteien Oberösterreichs dafür einsetzen,
den Kindergartenbe-such vollständig finanzieren zu wollen.
Bei Familien, die außerfamiliäre Kinderbetreuung in Anspruch nehmen,
wird das zu einer spürbaren finanziellen Entlastung führen.
Familien mit mehreren Kindern, in denen die Mütter ihre Kinder selbst betreuen, werden leider nicht gefördert,
obwohl sie der Gesellschaft den größten Dienst erweisen.
Sie schenken ihr nämlich die meisten zukünftigen Arbeitskräfte, Konsumenten, Steuer- und Pensionszahler.

Wir empfinden die extreme finanzielle Bevorzugung der Fremdbetreuung unserer Kleinkinder gegenüber der Eigenbetreuung
als Einschränkung der Wahlfreiheit und Entmündigung der Eltern!
Wir erwarten uns daher auch die finanzielle Anerkennung der Leistungen jener Mütter und Väter,
die bereit und fähig sind, ihre Kinder in den entscheidenden ersten Lebensjahren selber zu betreuen.
Auch alleinerziehenden Müttern wäre mit einer solchen finanziellen Abgeltung ihrer Erziehungs-(Betreuungs-)leistung sehr geholfen.
Wir sind der Meinung, dass diese Mütter und Väter eine unschätzbare Leistung für die Gesellschaft erbringen.
Der Gesellschaft würden dadurch keine Mehrkosten entstehen,
weil sich im entsprechenden Ausmaß die Kosten für Kindergärten und Krabbelstuben reduzieren würden.

Ob die finanzielle Anerkennung eigenbetreuender Eltern in Form eines „Gehalts“ erfolgen soll,
oder ob das Geld für die Kosten der Kindergärten bzw. Krabbelstuben den Familien selbst gegeben werden soll
und diese dann wählen können, ob sie das Geld für außerhäusliche oder eigene Erziehung Ihrer Kinder verwenden wollen,
wäre Gegenstand einer sachlichen Diskussion.


…………………………………………………………………………………………………...
Gemeinderäte der Gemeinde Weyer


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PostPosted: 09.03.2009, 18:32 
Offline
Site Admin

Joined: 28.08.2006, 08:49
Posts: 1246
Location: Österreich/Austria
Von: Gabriele.Knollmayr@ooe.gv.at [mailto:Gabriele.Knollmayr@ooe.gv.at]
Im Auftrag von LH.Puehringer@ooe.gv.at
Gesendet: Montag, 09. März 2009 07:15
Betreff: Kinderbetreuung gratis

Antwort, gesendet: Montag, 09. März 2009 17:53
An: 'LH.Puehringer@ooe.gv.at'
Betreff: AW: Kinderbetreuung gratis - Ostblockwahnsinn jetzt im Westen!


Sehr geehrte Frau Knollmayr!


Ich habe diese Antwort schon einmal erhalten.
Leider ist sie nur allgemein – im Stil von politischen Sonntagsreden – gehalten.
Der LH bzw. sein Büro geht auch nicht auf unser Anliegen ein.

Es ist ja eigentlich ein Wahnsinn:
Da hat die Verstaatlichung der frühen Kindheit im Ostblock unter kommunistischer Herrschaft zu einem gesellschaftlichen Desaster geführt.
Und jetzt macht das die SVP-Regierung in Wien!
Und die ÖVP unter einem LH,
der einmal ein katholischer Religionslehrer war,
macht bei diesem Wahnsinn mit.


Und noch dazu ist das auch ein wirtschaftlicher Wahnsinn,
wie wir eindeutig nachweisen können, z.B. hier:
Kinderbetreuung privat/öffentlich_ein Kostenvergleich

Krabbelstuben sind irrsinnig teuer, Kindergärten natürlich nicht mehr in diesem Ausmaß, aber auch da gilt:
_______Privat ist besser als Verstaatlichung der Kinder !

Der LH bzw. seine Mitarbeiter haben offensichtlich auch unsere Bitte nicht beachtet:

Bitte lesen Sie diese Untersuchung des Otto-Wolff-Institut_Wahlfreiheit durch subventionierte Krippenplätze?!

Viele kritische Stimmen zum geplanten Gratiskindergarten sind im Internet nachzulesen:
viewtopic.php?f=1&t=792


Freundliche Grüße
A.W. für die Freunde kinderreicher Familien


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 Profile  
 
PostPosted: 13.03.2009, 18:43 
Von: M. Zethofer [mailto:mzet@aon.at] Im Auftrag von DieChristenOÖ
Gesendet: Freitag, 13. März 2009 11:19
An: M. Zethofer
Betreff: Gratis-Kinderbetreuung

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte um Veröffentlichung meiner Stellungnahme zur Gratis-Kinderbetreuung:

Wer ist für das Kleinkind am besten?

- natürlich die Mutter!
Darüber sind sich die meisten Eltern, Pädagogen und Psychologen einig.
Das Geld, welches für Kinderkrippen und Kindergärten ausgegeben werden soll, müsste man den Müttern geben.
Die Partei „Die Christen“ fordert:
Die Mütter sollen selbst entscheiden, ob sie mit diesem Geld ihr Kind zu Hause betreuen, oder eine öffentliche Einrichtung in Anspruch nehmen wollen.


Martha Zethofer
Landesobfrau
ooe@diechristen.at


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PostPosted: 14.03.2009, 09:06 
Gerlinde Karadjov
Hochbuchedt 1
4040 Linz



Dr. Reinhold Mitterlehner
Bundesmin.f.Wirtschaft, Familie und Jugend
Stubenring 1
1010 Wien

Kindergartenverpflichtung




Linz, am 12.März 2009


Sehr geehrter Herr Familienminister!

Ich bin vierfache Mutter (jeden Tag könnte es fünffache sein) und sehe der Zukunft meiner Kinder mit Besorgnis entgegen.
Warum werden wir Mütter immer mehr entmündigt und übernimmt der Staat die Erziehung?
Mein Mann kommt aus einem ehemaligen kommunistischen Land,
und noch heute leidet er an den Folgen einer totalitären Bevormundung.

Meine drei- und fünfjährigen Töchter gehen in keinen Kindergarten, und ich bin glückliche Mutter und Hausfrau.
Bei der Schuleinschreibung bewunderte die Direktorin den weiten Wortschatz und die gute Ausdrucksfähigkeit meines Kindes.
Meine Mädels sind lebensfroh und aufgeweckt, und niemand kann behaupten, dass ihnen etwas fehlt.
Im Haus meiner Freundin ist ein Kindergarten untergebracht.
Da hört man manchmal, wie den ganzen Tag ein Kind nach seiner Mutter schreit.
Auch möchte ich nicht, dass im Kindergarten mein Kind Halloween und der modernen freien Sexualerziehung (Gender Mainstreaming!!) ausgesetzt wird.

In Frankreich kommen die Kinder mit drei Jahren in eine Kinderkrippe.
Aber die Gewaltausschreitungen und Drogendelikte der Jugendlichen sprechen Bände von den Auswirkungen dieser Vorgangsweise.
Der Preis vom Gratiskindergarten ist mir zu hoch.

Als ich ein Jahr lang eine meiner Töchter zu Hause unterrichtete,
ersparte ich außerdem dem Staat 7000.- Euro (!!!).
Das ist angesichts der hohen Verschuldung Österreichs kein geringer Betrag.

Abschließend möchte ich feststellen,
dass die Mutter und nicht die Kindergärtnerin einmal vor Gott über die Erziehung ihrer Kinder Rechenschaft ablegen muss.

Ich bitte Sie inständig, keine Zwangsbevormundung unserer Kinder vorzunehmen.
Leider können Ihnen die Kinder selbst nicht immer sagen, was sie am liebsten wollen.
Aber es ist doch bezeichnend, dass das häufigste Wort am Anfang der Entwicklung „Mama“ und nicht „Vater Staat“ ist!

Hochachtungsvoll

Gerlinde Karadjov
4040 Linz


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PostPosted: 21.03.2009, 11:03 
Am 19. März 2009 22:59 schrieb der Dachverband der Wiener Privatkindergärten u. -horte
dachverband@kindergarten.at

Der Kindergartenbesuch in Wien wird für Kinder in Privatkindergärten,
dazu zählen auch kirchliche Einrichtungen, nicht kostenlos sein.
Nach dem, unserer Meinung nach, unüberlegten Sager des Bürgermeisters
können alle zuständigen Stellen keine verbindlichen Auskünfte über die Situation ab September geben.
Tatsache ist, dass es einen Förderbeitrag von 226,- (ist derzeit der Höchstbeitrag im Gemeindekindergarten)
pro Monat für ein Kind in einer privaten gemeinnützigen Institution geben wird.
Diese 226,-- können aber niemals die Kosten abdecken.
Auch ein Parrkindergarten kann das nicht.
Gerade in der Elementarpädagogik sind weitere Qualitätsstandards notwendig
wie z.B. weniger Kinder pro Gruppe und mehr Betreuungspersonen.
Für einen Platz in einem Gemeindekindergarten werden derzeit monatlich pro Kind ca. 1000.- verwendet.
Ein Kind in einem Privatkindergarten wird derzeit mit ca. 95,-- (Kindergarten) oder ca. 160,-- (Krippe) von seiten der Gemeinde gefördert.
Sie können sich damit ausrechnen wieviel an Geld Sie der Gemeinde Wien erspart haben,
indem Sie Ihre Kinder einer privaten Institution zur Betreuung anvertraut haben.

Der Dachverband der Wiener Privatkindergärten kämpft seit vielen Jahren um Gleichstellung ALLER Kinder dieser Stadt.
Aber leider wird an Kinder und deren Eltern nur dann gedacht, wenn Wahlen vor der Türe stehen und der "Hut brennt".
So wird es kommen, dass es zwar eine begrüßenswerte finanzielle Erleichterung für Familien mit Kindergartenkindern geben wird. Vom Gleichen Wert jedes Kindes in Wien sind wir aber noch weit entfernt.

Auch wir denken, dass Herr Dr. Häupl hier ein vorschnelle Aussage gemacht hat
und aus parteipolitischen Gründen ein Versprechen gegeben hat, das nun nicht gehalten wird.
Vielleicht lassen sich die Familien so eine Vorgangsweise nicht gefallen und protestieren gegen diese falsche Ankündigung.
Wir von Dachverband der Wiener Privatkindergärten werden die Politiker dieser Stadt immer wieder an das Versprechen erinnern.

Mit freundlichen Grüßen
Renate Gschlad (Vorstand)
Dachverband d. Wr. Privatkindergärten & -horte
________________________________________________________
Sehr geehrte Frau Gschlad!

Danke für Ihre rasche Antwort.
Ich habe mir nicht viel anderes erwartet, denn ich weiß, wieviel ein Kindergartenplatz tatsächlich kostet.
Auf die immer wiederkehrende "Einladung" gewisser politischer Kreise, die Kinder von klein auf quasi zu "verstaatlichen",
habe ich schon vor Jahren u.a. damit geantwortet, dass sich die öffentliche Hand jene Leistung,
die Eltern zu Hause an ihren Kindern erbringen, finanziell gar nicht leisten kann.
Und so ist es auch mit den tatsächlichen Betreuungskosten außer Haus.

Dass der Bürgermeister so plump vorgegangen ist, wundert mich aber.
Was wäre jetzt für Feuer am Dach, wenn sein politischer Gegner so vorgegangen wäre!

mfg
T.F.


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PostPosted: 22.05.2010, 17:28 
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Siehe dazu auch den Beitrag in diesem Forum
"Gratiskindergarten/Migranten/Integration/Halbe-Halbe" -
Schriftverkehr mit dem zuständigen Landesrat in OÖ.


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PostPosted: 25.03.2012, 22:07 
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OÖN v. 25. 3. 2012: Oberösterreichs „Gratis-Kindergarten“ – alles andere als gratis


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