Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 03.09.2006, 22:18 
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Ich bin als Familienvater bestürzt über die in verschiedensten Medien in Erscheinung tretende Tendenz:

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:!: Kinder sollten möglichst früh (man spricht inzwischen schon von einjährigen Kindern)
aus der Geborgenheit des Elternhauses herausgerissen
und in Kollektivbetreuung gegeben werden.
:!: Frauen sollten möglichst schnell nach der Entbindung ins Berufsleben zurückkehren.
Sie werden damit zu Gebärmaschinen degradiert.

Ich würde das unseren Kindern nie antun wollen.
Sie dürfen Tag für Tag ausschlafen, wie es ihnen gefällt.
Während des Tages dürfen sie unbelastet vom Gruppendruck spielen und die Welt um sich entdecken, wie es ihnen selber gefällt.
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Termindruck, Hektik und Zwang kommen noch früh genug.


:?: Warum nur werden alle möglichen Staatsbetriebe privatisiert,
aber die Verstaatlichung der Kinderbetreuung halten unsere Politiker und Meinungsmacher für etwas Gutes?

:?: Haben die Betreiber der Kinderverstaatlichung noch nichts von Entwicklungspsychologie gehört,
von der Empfindsamkeit der Kinderseele in den ersten Lebensjahren,
von der für das ganze Leben prägend wirkenden Bindung an Mutter und Vater?
Die kurzen Abende genügen dafür nicht.

:?: Ist es nicht zudem ein wirtschaftlicher Wahnsinn,
wenn die staatliche Betreuung von Kleinstkindern mehr kostet,
als die damit freigesetzten Mütter in ihrem Beruf außer Haus verdienen können?

Freilich, nicht nur die linken Ideologen haben ihre Freude an Frauen, die außer Haus arbeiten,
auch die Industriellenvereinigung freut sich an einem Überangebot von jobsuchenden Frauen.
Dann lassen sich Lohnkosten umso besser drücken!

Wie es den Frauen dabei geht mit ihrer Sorge um die kleinen Kinder in Krabbelstube und Kindergarten, während sie im Beruf unter Druck stehen, das kümmert sie nicht.
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3sat Mediathek
Was brauchen Kinder wirklich?:
Immer mehr Kinder werden schon ab einem Jahr in die Krippe gebracht.
Welche Folgen hat das für das Kind - und welche für die Gesellschaft?

Dieter Mack 2014, Kinderbetreuung, Wahlfreiheit und Menschenwürde
Förderungen und Beihilfen des Staates werden grundsätzlich als Geld- und nicht als Sachleistung zur Verfügung gestellt.
Das muss auch für die Kinderbetreuung gelten.

Gestresste Kinder in der Krippe
„Wenn die Grunderfahrung der Geborgenheit nicht gegeben ist, lernt ein Kind auch nicht. Viel effektiver wäre es für die Bildung, die Kinder wären zu Hause und die Eltern würden auf sie eingehen, mit ihnen ein Bilderbuch ansehen, spazierengehen, sie einfach ruhig vor sich hin spielen lassen.“
Es bleibt nur die Frage, warum unsere Gesellschaft vorwiegend in eine teure, risikoreiche Ersatzbetreuung investiert, und nicht in das Original – die Betreuung in der Familie.

Kinderkrippen: Zu große Gruppen schaden Kindern
Der Ausbau der Kinderbetreuung ist das Ziel der Regierung. Über die Finanzierung streiten Bund und Länder. Viel wichtiger wäre eine öffentliche Diskussion über die Qualität der Betreuung findet die Klinische Psychologin Theresia Herbst. Sie macht sich im Interview Gedanken über Betreuungskonzepte, frühkindliche Entwicklung und Erwartungen der Gesellschaft.

Rainer Stadler, Vater-Mutter-Staat
Irgendwas läuft hier falsch. Wie sonst ist das wachsende Unbehagen von Eltern zu erklären, die ihre Kinder kaum noch sehen, weil sie im Büro sitzen, vorgeblich um sich selbst zu verwirklichen? Wie die Untersuchungen zu Stresshormonen bei Krippenkindern, die hier locker mit Topmanagern mithalten? Warum überlassen immer mehr Eltern die Verantwortung für ihre Kinder ganz selbstverständlich fremden Menschen?
Aus kühl kalkulierten ökonomischen Gründen propagiert eine Koalition aus Politik und Wirtschaft seit Jahren den massiven Ausbau der Kinderbetreuung.....

Dr. Albert Wunsch meinte 2014: Krippenbetreuung sorgt bei Kindern für Störungen
Kinder unter drei Jahren gehören nicht in die Krippe, denn dort ist ihre Stressbelastung so hoch wie bei Managern. Am besten geht es ihnen zuhause.

Intensive Krippen-Betreuung als latent destabilisierender Einfluss
Familienministerin Sophie Karmasin meinte unlängst, intensive Krippenbetreuung wirke sich positiv auf Kinder aus....
Am beunruhigendsten war der Befund, dass Krippenbetreuung sich unabhängig von sämtlichen anderen Messfaktoren negativ auf die sozio-emotionalen Kompetenzen der Kinder auswirkt. Je mehr Zeit die Kinder kumulativ in einer Einrichtung verbrachten, desto stärker zeigten sie später dissoziales Verhalten wie Streiten, Kämpfen, Sachbeschädigungen, Prahlen, Lügen, Schikanieren, Gemeinheiten begehen, Grausamkeit, Ungehorsam oder häufiges Schreien.
Gefunden bei Andreas Unterberger

CITIZEN-GO, PETITION AN: FAMILIENMINISTERIN MMAG. DR. SOPHIE KARMASIN
Familienministerin Sophie Karmasin meinte kürzlich, dass sich die frühkindliche Fremdbetreuung positiv auf die Entwicklung insgesamt und auch auf die weitere "Bildungskarriere" auswirkt.
Dem widersprechend gibt es eine Reihe aussagekräftiger Untersuchungen zu Fragen der sozio-emotionalen und kognitiven Entwicklung von Kindern in Tagesbetreuung, z.B. NICHD-Studie.
Beunruhigend war der Befund, dass Krippenbetreuung sich unabhängig von sämtlichen anderen Messfaktoren negativ auf die sozio-emotionalen Kompetenzen der Kinder auswirkt.

_________________
Kinder - unsere Freude.
Glücklich wird, wer andere glücklich macht.


Last edited by alwis on 22.06.2008, 20:55, edited 9 times in total.

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PostPosted: 07.09.2006, 21:14 
Ganz recht!

Kinder brauchen in den ersten Lebensjahren nicht Superpädagoginnen sondern vor allem die Liebe von Mama und Papa.
Und auch als Schüler fragen sie nach dem Heimkommen vor allem: „Wo ist Mama?“.
Dagegen haben wir aus den Medien den Eindruck, es gehe nur um die Frauen, die angeblich alle nur den Beruf außer Haus wünschen.

Ich bin fest überzeugt:

:!: „Die Frauen“ gibt es nicht, sondern viele verschiedene Frauen.
:!: Die meisten Mütter wünschen sich in den ersten Lebensjahren ihrer Kinder vor allem, ausreichend Zeit für ihre Kinder zu haben ohne am Hungertuch nagen zu müssen.
:!: Und nicht alle Frauen streben eine Karriere außer Haus an. Einige finden Erfüllung bei ihren Kindern. Und auch sie sollen Platz haben und Anerkennung für Ihre Leistungen erfahren.


Last edited by Gast on 17.11.2006, 13:57, edited 1 time in total.

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PostPosted: 11.11.2006, 14:34 
von U. H-L

ich glaube man sollte alle Möglichkeiten offen halten.
- Es ist allerdings erwiesen, daß mangelnde Kinderbetreuungsmöglichkeiten die Frauen daran hindern, qualifizierte Jobs zu erhalten und anzunehmen.
- Es ist mir unverständlich warum der Hochschulzugang kostenlos sein
sollte, dafür aber für den Kindergartenbesuch und Krabbelstube bezahlt
werden muß, wo doch gerade im frühesten Alter die entscheidensten
Phasen für die Ausbildung des Gehirns und damit der Bildungsmöglichkeit gelegt werden.
- Frauen, die sich für einen Beruf trotz Kinder entscheiden, dürfen
nicht als Rabenmütter betrachtet werden.

Und übrigens, weniger Kinder sind weniger Konsumenten, was unsere
Volkswirtschaft schwer treffen wird.


Last edited by Gast on 11.11.2006, 20:17, edited 1 time in total.

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PostPosted: 11.11.2006, 14:37 
Von Dr. A.K.

Die von Ihnen kritisierte „Degradierung von Frauen zu Gebärmaschinen“ kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.
Die meisten Frauen der jüngeren Generation wünschen sich die Berufstätigkeit. Zudem ist die traditionelle Familie schon lange nicht mehr die einzige Möglichkeit der persönlichen Lebensgestaltung. Alleinerziehende Mütter gibt es genug, und wie sollten diese durchs Leben kommen, ohne ein eigenes Einkommen zu verdienen? Wie aber sollten sie einen Beruf ausüben können, wenn sie nicht seitens des Staates unterstützt werden? Diesbezüglich möchte ich darauf hinweisen, dass ich den von Ihnen verwendeten Begriff der „Kinderverstaatlichung“ vehement ablehne.

Zudem möchte ich Ihnen zu bedenken geben, dass in unserer Gesellschaft jeder das Recht hat, innerhalb der gesetzlichen Grenzen sein Lebensmodell selbst zu wählen. Ihre Tendenz, sämtliche Umwälzungen, welche unsere Gesellschaft derzeit durchmacht nur auf die „Freude linker Ideologen an Frauen, die außer Haus arbeiten“ sowie auf die Möglichkeit der Industriellenvereinigung „die Lohnkosten zu drücken“ zu reduzieren, empfinde ich als eine zu starke Vereinfachung, welche mit der Realität herzlich wenig zu tun hat.


Last edited by Gast on 11.11.2006, 20:18, edited 1 time in total.

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 Post subject: Antwort Büro Gusenbauer
PostPosted: 11.11.2006, 14:39 
Ich kann Ihre Sorge betreffend Kinderbetreuung und Familie gut verstehen.

Die SPÖ setzt sich dafür ein, dass Beruf und Familie auf jeden Fall vereinbar sind und dass vor allem niemand dabei draufzahlen muss.
Um das zu erreichen, müssen entsprechende Rahmenbedingungen auf gesetzlicher, aber auch auf partnerschaftlicher Ebene getroffen werden. Das Anklopfen bei der Wirtschaft allein ist zu wenig. Gesetzliche Maßnahmen, das heißt, verbindliche Frauenförderpläne sind zu erstellen. Denn: Frauen wollen nicht entweder/oder. Frauen wollen sowohl/als auch.

Aber auch die Männer sind gefordert. Noch immer sind es in allererster Linie die Mütter, die zuhause bleiben. Das Grundproblem ist, dass sich wegen des niedrigen Karenzgeldes nur wenige Familien eine Karenzierung des Hauptverdieners leisten können. Und das sind zumeist die Männer. Diese verdienen nach den jüngsten Zahlen des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger um gut ein Drittel mehr als Frauen. Und zwar bereits bei den Einstiegsgehältern. Was vor allem damit zu erklären ist, dass Frauen schwanger werden und aufgrund der traditionellen Rollenteilung durch ihre Verorgungspflichten gehandicapt sein könnten. Frauen stellen also ein unternehmerisches Risiko dar, das gleich zu Beginn der Berufskarriere mit geringerem Entgeld geahndet wird.

Dieser Teufelskreis lässt sich nur mit einem Modell der Elternzeit durchbrechen, das es Männern einerseits ermöglicht in Karenz zu gehen, ohne dass das Familieneinkommen zu stark sinkt. Und das Frauen andererseits nicht zu lange aus den Arbeitsmarkt drängt. Denn jede längere Berufsunterbrechung bedeutet einen massiven Einkommenseinbruch.


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PostPosted: 11.11.2006, 14:42 
von H.V., Obmann:

Ich stimme voll mit Ihnen überein und unser Verband kämpft seit vielen Jahren gegen diese von linker Seite propagierte Verstaatlichung der Kinder.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie bei uns mitarbeiten würden.


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PostPosted: 11.11.2006, 14:49 
von M.K.:

ich stimme Ihnen in allem zu. Natürlich!

Vor einiger Zeit sprach ich mit Hilde Schmölzer über ihr 2005 erschienenes Buch
"Die abgeschaffte Mutter"
"Mit dem Muttermord begann das Patriarchat"

Unsere patriarchale("kranke") Gesellschaftsform schadet Männern und Frauen. Dies erkannte auch Erich Fromm (siehe Haben oder Sein, oder Wege aus einer kranken Gesellschaft).
Es gibt patriarchale (habensorientierte) Frauen und Männer.

Anerkennung für Familienarbeit bewirkt dieses:
"Dann bricht dieses patriarchale System zusammen."

Die Philosophin Dr. Göttner-Abendroth bemüht sich seit über 30 Jahren -seriös- mit ihrer Matriarchatsforschung um eine Alternative zur "verrückten" Gesellschaft.

Matriarchat hat mit Frauenherrschaft nichts zu tun .
Übersetzt heißt es "Am Anfang die Mütter".
Jesus war ein matriarchaler (friedfertiger) Mann. Gewöhnungsbedürftig!

Ich selbst bemühe mich, wo immer es möglich ist, das Unrecht, welches Familienmenschen angetan wurde und wird, sichtbar zu machen.


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PostPosted: 11.11.2006, 14:54 
von T.F.

Die Verantwortlichen wissen über alles Bescheid. Dennoch oder gerade deshalb wird aus systematischen Gründen die Zerstörung der Familie weiter angestrebt. So kann man viel leichter "Nützliche Idioten" (schlag nach bei Marx & Co.) züchten.
Ansonsten mag man über Arnold Schwarzenegger denken wie man will, in einem Punkt hatte er mit einer Bemerkung vor etwa 2 Jahren recht: Österreich ist ein sozialistisches Land. Bei uns konnte oder wollte man diese Feststellung nicht richtig verstehen und bezog sie nur auf die jeweils
regierende Partei. Deshalb widersprach man ihm, dabei ist auch die ÖVP von Sozialisten unterwandert.

Wenn man die immer öfter postulierte Forderung "Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz" genauer bzw. von der anderen Seite etrachtet, heißt das, dass Vater und Mutter das Recht haben, ihre Kinder abzuschieben und der Staat verpflichtet wird, sich um diese "gefälligst" zu
kümmern....

So werden die Kinder ganz direkt und unverblümt zu Financiers des Pensionssystems degradiert: Wenn du Staat, nicht anders in der Lage bist, die Pensionen zu sichern, als ständig eine höhere Geburtenrate zu fordern, dann schau gefälligst darauf, dass die Kinder meine Sphäre möglichst wenig stören.

Hitler forderte Kinder als Soldaten und Kanonenfutter zur Aufrechterhaltung der Kriegsmaschinerie, die Ökonomie des 21. Jahrhunderts fordert Kinder als Parameter zur Aufrechterhaltung unproduktiven Wohlstands.

Ich persönlich habe es immer abgelehnt, Kinder bzw. die Größe einer
Familie (erst recht meiner Familie!) unter dem Aspekt des Pensionssystems zu betrachten. Wenn man die Gedankenkette fortsetzt, endet die Existenzberechtigung von Kindern, zumal von Neugeborenen, dann, wenn die Pensionskassen voll sind oder das Umlageverfahren durch ein anderes ersetzt wird, das nicht auf dem Generationenvertrag beruht.

Letztlich ist es so, dass unter der Perspektive des Ewigen Lebens immer
Kinder zur Welt kommen werden, egal, welche sozialpolitischen Rahmenbedingungen herrschen.


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PostPosted: 11.11.2006, 14:59 
von R.K., Paneuropa-Union:

Friedrich August von Hayek, der große Vertreter der Österreichischen
Schule der Nationalökonomie, hat den Begriff von den "Sozialisten in
allen Parteien" geprägt. Joseph A. Schumpeter, ebenso wie Hayek
Nobelpreisträger und Vertreter der Österreichischen Schule,
skizzierte in seinem in den fünfziger Jahren erschienenen Werk
"Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie" den Weg von der Demokratie
in den Sozialismus.
Begründung: Weil die Bürgerlichen zu blöd und zu faul sind, fangen auch sie an den Staat immer mehr in den Vordergund zu rücken (das ist jetzt die saloppe Zusammenfassung von mir).

Nach dem Fall des Sowjetsystems haben selbst Sozialdemokraten erkannt, daß die Vergesellschaftung (Verstaatlichung) der
Produktionsmittel in eine wirtschaftliche Krise führt, aus der es kein Entkommen gibt, es sei denn man privatisiert wieder.
Privatisieren tun heute auch Sozi-Regierungen, oft sogar besser als
die sogenannten Bürgerlichen.

Aber: Wir brauchen ja die Verstaatlichung der Produktionsmittel
nicht, wenn das Humankapital verstaatlicht wird.
Und genau das passiert eben. Siehe oben Hayek und Schumpeter. Und die Bürgerlichen (wohl in den Parteien als auch als Einzelpersonen) sind selber schuld an dieser Entwicklung.
Wer nämlich danach ruft, der Staat müsse die Familie fördern, ruft damit auch nach staatlichem Einfluß in die Familie, nach "Verstaatlichung" der Familie.
Genau das passiert. Es
ist die logische Folge bürgerlicher Dummheit.

Die einzige Alternative ist eine Gesellschaft der Freiheit, in der
die Familie aber auch der einzelne (der aus welchem Grunde auch immer
keine Familie hat) ökonomisch überleben kann, ohne staatliche
Förderungen zu benötigen. Das heißt Abschaffung der
Steuerprogression, das heißt Abschaffung aller Subventionen, das
bedeutet eine Verabschiedung des Wohlfahrtsstaates (an den wir uns
alle so gewöhnt haben), das heißt Solidarität der Bürger und der
Gemeinschaft untereinander aber eben ohne staatliche
Umverteilungsmechanismen), etc.

Das aber würde selbstverständlich zur Auflösung der Partitokratie,
der Parteienherrschaft führen. Deshalb werden sich alle derzeitigen
gewählten Politiker mit aller Gewalt dagegen wehren, und sie haben
leider zu viele Mitläufer.


Last edited by Gast on 11.11.2006, 20:17, edited 1 time in total.

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PostPosted: 11.11.2006, 20:09 
D.M. aus Kärnten

Wenn man über die Doppelbelastung der Frauen mit Kindern jammert,
darf man die Frauen mit Kindern nicht zur Doppelbelastung (Job neben Kindern) zwingen
dann erübrigen sich Kinderbetreuungsstätten.


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PostPosted: 11.11.2006, 20:14 
C.M. aus Norddeutschland schreibt:

Wie recht Sie haben!
Und mal wieder schlafen die Deutschen! Es handelt sich nämlich um nichts anderes als um die Installierung eines sozialistischen Europas nach neomarxistischer Manier! Und das, obgleich doch alle sozialistischen Systeme erst in die Armut und dann in den Zusammenbruch geführt haben.
Aber diese Leute sind eben blind - allesamt, besonders die in Brüssel. Alle Bastionen sind geschleift - selbst die der CSU! Es ist zum Heulen!

Sich wehren, Leserbriefe über die Schäden für Babys in Krippen schreiben - LEBENSLÄNGLICH!,

Auch an Frau Merkel schreiben und fragen, ob sie alle CDU Wähler mit einem gesunden Menschenverstand los sein will? Sie muss wenigsten die von der Leyen wieder abschaffen!

Auch wir protestieren uns hier die Finger wund. Wir dürfen nicht schweigen - schon , weil wir uns vor unseren Kindern schuldig machen würden!


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PostPosted: 11.11.2006, 20:16 
T.L. aus NÖ:

Wiederum danke für Ihr Engagement!

Tatsächlich ist das um und auf für viele Kinder - abgesehen von stabilen familiären und das heißt ehelichen Verhältnissen - die Berufstätigkeit der Frau außer Haus. Bei dieser gibt es eben nur die 0, 1 oder 2 Kinder, die damit kompatibel sind.

Genau diese Berufstätigkeit der Frau ist aber eine Art Dogma des Zeitgeistes in unserer Gesellschaft.


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PostPosted: 11.11.2006, 20:20 
von R.M., Österreich

Bei allem Respekt halte ich Ihren Beitrag über die "Verstaatlichung der Kinder" für maßlos übertrieben. Von einer Verstaatlichung der Kinderbetreuung ist nirgends die Rede. Wir leben in einem demokratischen Rechtsstaat, wo prinzipiell Wahlfreiheit besteht. Will jemand, dass er bei seinen Kindern bleibt, dann hilft der Staat mit entsprechend verlängertem Karenzgeld, will jemand dies nicht oder nach einer Übergangszeit in den ersten Jahren, dann sind diesen Frauen sicherlich gute Kinderbetreuungseinrichtungen hilfreich.

Wie Sie es halten, ist Ihre Angelegenheit und ich respektiere dies, lehne aber auf der anderen Seite jede Zwangsbeglückung über die einzig richtige Familienpolitik ab.


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PostPosted: 11.11.2006, 20:22 
Dr. R.L., ÖVP

Wir wollen den Eltern – Mutter und Vater – die Möglichkeit geben, frei zu entscheiden, ob und wie lange sie bei ihren Kindern bleiben möchten. Das impliziert aber auch die Notwendigkeit, entsprechende Kinderbetreuungseinrichtungen für jene Kinder zu schaffen, deren Eltern sich aus derselben Freiheit heraus entscheiden, bald wieder arbeiten zu gehen.

Ich bitte Sie um Ihre Unterstützung für die Fortsetzung unseres (familien)politischen Wegs in den nächste Wochen und Monaten!


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PostPosted: 26.12.2006, 13:13 
Frau U.P., Leserbrief in der Kronenzeitung:

Die Arbeiterkammer stellt es als schlecht hin, wenn Mütter länger bei ihren Kindern zuhause bleiben und anschließend Teilzeit arbeiten gehen, um sich auch weiterhin um den Nachwuchs kümmern zu können.

Ich finde das nicht in Ordnung, ganz im Gegenteil: Eigentlich sollten wir uns freuen, daß die Mütter die Möglichkeit in Anspruch nehmen (können), 2,5 Jahre nicht arbeiten gehen zu müssen.

Das Kinderbetreuungsgeld dürfte also ein voller Erfolg sein, weil ja laut den veröffentlichten Zahlen offensichtlich der Wunsch besteht, länger zuhause zu bleiben und nicht wie früher schon wieder nach einem Jahr voll im Berufsleben zu stehen.

Ich jedenfalls genieße die Zeit mit meinem Sohn und habe kein Problem, nach den zwei Jahren Teilzeitarbeit anzunehmen, so es möglich ist, und mich in der verbleibenden Zeit auch weiterhin intensiv um mein Kind zu kümmern.


Last edited by Gast on 10.02.2007, 20:56, edited 1 time in total.

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