Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 16.03.2014, 00:40 
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Regionaljournal | Dienstag, 11.03.2014

Studien aller Art bestätigen immer wieder, dass die so wichtige Fähigkeit, später überhaupt Bindungen eingehen zu können und sich sozial zu verhalten, der Vorbereitung durch die ungestörte Bindung zunächst vornehmlich an eine Person bedarf. Von der Natur ist dazu die Mutter vorgesehen. Wer aber sagt den jungen Müttern, dass sie nach Möglichkeit erst dann eine außerhäusliche Tätigkeit annehmen sollen, wenn diese Trennung von ihrem Kind und die Eingliederung in eine kollektivistische Betreuungsform von diesem Kind auch akzeptiert und ohne seelisches Leiden ertragen werden kann? Mit dem sogenannten „Anspruch" auf einen Betreuungsplatz für Kleinstkinder werden Mütter und Kinder von unserer Politik dazu gedrängt, sich in ein System einzufügen, welches nicht dem Weg unseres Herzens entspricht!

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So hoch das Verdienst des Feminismus und der Frauenpolitik um die Gleichberechtigung der einst rechtlich und wirtschaftlich dem Mann unterstellten Frau zu werten ist: Die Zeit ist reif für ein neues Frauenbild:
Ein Frauenbild, das neben Ausbildung und Berufstätigkeit den Fokus auch auf die Wertschätzung der Mutterrolle richtet und Kinder nicht länger weitestgehend aus der Familie auslagert, sondern integriert.
In einer Zeit, in der Kinder, aber auch Mütter, Familien und die ganze Gesellschaft an europaweit steigender Mutter- und Elternlosigkeit leiden und psychische Probleme, Orientierungslosigkeit, Verhaltens- bis hin zu schwersten Persönlichkeitsstörungen zunehmen, kann es nur eine gemeinsame Anstrengung hin zu mehr Familie geben.

Derzeit ist die - zu Recht als Armutsfalle und Karrierehindernis angeprangerte - Teilzeit die einzige Möglichkeit, Beruf und Familie wirklich vereinbaren zu können. Frauen wählen deshalb zu einem so großen Prozentsatz Teilzeit, weil sie auch für ihre Familie da sein wollen, andererseits, weil in Zeiten überhöhter Lebensführungskosten die Familie das Geld des meist besser verdienenden Partners dringend braucht.
Die Lösung liegt in der Wertschätzung der Familienarbeit als Arbeit durch ein auf die Pension angerechnetes Erziehungsgehalt, das anteilsmäßig den – durch die Teilzeit entstehenden – Verdienst- und Pensionsentgang ausgleicht (gilt auch für Väter!). Zb. bei 50% Erwerbslohn: plus 50% Erziehungsgehalt = 100% Gehalt. (Je älter das Kind, desto größer könnte auch wieder der Anteil der Erwerbsarbeit werden.
Da Erziehen generell (gerade heute) keine einfache Sache ist und das Wissen um und die Motivation für die richtige Pflege und Erziehung eines Kindes zum Teil verloren gegangen sind, sollten Eltern schon ab der Schwangerschaft Elternbildungskurse besuchen. Ebenso wichtig wäre bei Bedarf auch fachkundige Elternbegleitung.
Die für den Staat teuerste und für viele Kinder schlechteste Lösung ist die - womöglich ganztägige - Abgabe schon von Babys und Kleinstkindern in eine Kindertagesstätte, denn so ein kleines Windelpaket braucht die individuelle Zuwendung seiner Mutter/Eltern oder einer Ersatzperson und gehört in der wichtigsten und empfindlichsten Phase seiner Entwicklung in die Familie, oder ersatzweise in die Familie einer liebevollen, gut ausgebildeten Tagesmutter, deren verantwortungsvoller Beruf finanziell aufgewertet werden sollte. Krippenbetreuung erst, wenn Eltern ihr Kind für reif dafür halten, und niemals ganztägig!
Gut verwurzelt muss sein, was aufrecht wachsen soll! Gut verwurzelt in der Familie, denn Kinder brauchen für eine gesunde Entwicklung – je kleiner, je mehr – die berühmten 3 „Z“: Zeit, Zärtlichkeit und Zuwendung (Pestalozzi), und das 4. „Z“: ein Zuhause! In der UNO-Kinderrechtskonvention steht, dass jedes Kind der Welt das Recht auf Betreuung durch seine Eltern hat!
Der Staat hat für das Wohl seiner Bürger zu sorgen. So steht es in der Verfassung. Das Geld – unser aller Geld – ist da, und es ist gut investiert, denn Kinder sind das größte Potential jeder Gesellschaft und es unverzichtbar, optimal für ihr Wohl und ihre bestmögliche Entwicklung zu sorgen.
Für ein l(i)ebenswertes Leben und eine gute rot-weiß-rote Zukunft!

Ein Beitrag unserer Leserin Dipl.Päd. Brigitte Pfandl, 8842 Katsch/Mur

Original auf Regionaljournal vom Dienstag, 11.03.2014
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HINWEISE

Verstaatlichung der Kinder - wehrt Euch!

Kinder als Geschenk - und neues Selbstbewußtsein der Mütter

Berufstätige Mütter sind ein politischer Fehler, OÖN 7.2.01

Frauentag – Muttertag; auch Mütter sind Frauen!


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