Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 02.07.2016, 08:45 
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Datum: 2016-07-01 22:07
Von: "Johannes Resch" <Johannes.Resch@t-online.de>



Sehr geehrte Damen und Herren,

in der aktuellen„Die Zeit“ vom 30.06.2016 finden sich zwei sehr
kritische Berichte zum Zustand vieler Kinderkrippen in Deutschland (S.
60, 61), darunter ein Interview mit der Direktorin des Staatsinstituts
für Frühpädagogik in München, Fabienne Becker-Stoll. - Gleichzeitig
wurde ein ähnlich kritischer Bericht auf Zeit online veröffentlicht,
der bereits an einem Tag zu mehreren hundert Kommentaren geführt hat.

Die unbefriedigenden Zustände in vielen Kitas sind für „Insider“
nichts Neues. Neu ist aber, dass eine große deutsche Zeitung nicht mehr
nur die regierungsamtliche Schönfärberei von den Kitas als
„Bildungsstätten“ verbreitet, die wir üblicherweise gewohnt sind,
sondern den Mut aufbringt, sich einfach mit der Wirklichkeit zu
beschäftigen.

Unser Verband betreibt grundsätzlich kein „Kita-Bashing“. Wenn
Eltern eine gute Kita finden und ihr Kind dort gut aufgehoben glauben,
müssen sie die Freiheit haben, dieses Angebot in Anspruch zu nehmen.
Die Berichte machen aber auch klar, dass das weit verbreitete
„Eltern-Bashing“, nach dem viele Eltern ihre Kinder von
„Bildung“ fern halten, wenn sie sie selbst betreuen, völlig
unberechtigt ist. Sicher gibt es auch Eltern, die bei der Erziehung
versagen. Das Versagen in Kitas scheint aber doch weit häufiger zu
sein.

Die Berichte verdeutlichen, dass die Bevormundung der Eltern in Form der
einseitigen massiven finanziellen Förderung der Fremdbetreuung von
Kleinkindern (unter 3 Jahre alt) keinerlei sachliche Rechtfertigung im Interesse des
Kindeswohls hat. Auch die Einschränkung der Wahlfreiheit der Eltern,
ihre Kinder so zu erziehen, wie sie es für richtig halten, durch diese
finanzielle Anreizwirkung ist nicht vertretbar. - Die unabhängig vom
Willen der Eltern erfolgende einseitige Förderung der Betreuung in
öffentlichen Einrichtungen liegt allein im Interesse der Wirtschaft, da
ein größeres Arbeitskräfteangebot ein niedrigeres Lohnniveau
ermöglicht.

Unser Verband sieht hier eine erneute Bestätigung für die Richtigkeit
unserer seit vielen Jahren erhobenen Forderung nach einer
Gleichberechtigung aller Eltern, die nur dann erreicht wird, wenn allen
Eltern von U3-Kindern der gleiche Geldbetrag zur Verfügung gestellt
wird, den sie wahlweise als Lohn für die Eigenbetreuung betrachten oder
zur Finanzierung einer Fremdbetreuung ihrer Wahl (Kita, Tagesmutter,
Kindermädchen, Großeltern u.a.) verwenden können. Das würde im
Übrigen auch den Arbeitsmarkt entlasten, was die Wiederaufnahme einer
Erwerbsarbeit nach der Erziehungsphase für alle erleichtern würde.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Johannes Resch
Stellv. Vorsitzender Verband Familienarbeit e.V.

http://www.familienarbeit-heute.de



Link:
------
http://www.zeit.de/gesellschaft/familie ... en-umfrage
_____________________________________________

Bitte lesen Sie auch zum Thema "Verstaatlichung der Kinder" auf
Familienpolitik.eu


Kommentar:

Einmal mehr ein klares JA für die 1:1 Betreuung der Kinder in der Familie von den eigenen Müttern.


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