Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 17.01.2017, 23:34 
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Kinder ab einem Jahr sollen von
2025 an einen Rechtsanspruch
auf beitragsfreie Betreuung
in einer Ganztags-Kita haben,
fordert die SPD in ihrer Jahresauftaktklausur
2017.

Obwohl Kinder in Krippen von
ihren Betreuern nur einen
Bruchteil der Zeit und Energie
bekommen, die sie idealerweise
brauchen (Prof. Biddulph), werden
Eltern mit dem Masterplan
Kindertagesbetreuung 2025 der
SPD angeblich beste Start- und
Bildungschancen für alle Kinder
vorgegaukelt und über den finanziellen
Anreiz verlockt, ihre Kinder
fremdbetreuen zu lassen. Wissenschaftliche
Befunde werden ignoriert.
Krippen sind aber belastend für
Babys und Kleinkinder, das wurde
durch Kortisoltests nachgewiesen
(Prof. Biddulph).
Die Kortisolwerte zeigten, dass
Kinder innerlich verängstigt waren
und sich nicht wohlfühlten.
Kinder, die unter psychischen
Stresssituationen aufwachsen,
sind in der Regel weniger erfolgreich
im späteren Leben, sondern
leiden vermehrt auch unter chronischen
Krankheiten.

„Wenn Kinder in Krippen leben,
also in ‚emotionale Entbindungssituationen‘ kommen,
führt das zu einem hohen Risiko,
dass die psychische Entwicklung
einen ungünstigen Verlauf
nimmt“ (Prof. Dawirs).
Mit jedem zusätzlichen Monat,
den Kinder in der Kita verbrachten,
reduzierte sich der bei ihnen
später gemessene IQWert
um durchschnittlich 0,5%! (Prof. Fort).

Ist das ein „Masterplan für Bildungschancen“?

„Analysen zeigen“, so die Bundesregierung
im 8. Familienbericht,
„dass die Berufstätigkeit der Mütter
mit negativen Entwicklungsergebnissen
des Kindes zusammenhängt“.
Psychische Erkrankungen machen
in Industrienationen rund
die Hälfte aller Krankheitsfälle
bei unter 45-Jährigen aus.
Die Kosten für die öffentliche Hand
in Form von Sozialleistungen und
entgangenen Steuereinnahmen
gehen in die Milliarden.
20% der Untersuchten mit den
höchsten Entwicklungsrisiken verursachten
als Erwachsene 80% sozialer
und Gesundheitskosten.
Arbeitnehmer, die unter Depressionen
oder Angstzuständen leiden,
sind im Durchschnitt weniger produktiv,
fallen häufiger krankheitsbedingt
aus und haben ein deutlich
höheres Arbeitslosigkeitsrisiko.
Würden sie in gleichem Maße arbeiten
wie die übrige Erwerbsbevölkerung,
stiege die Gesamtbeschäftigung
um mehr als 4%. Entsprechend positiv
wären die Auswirkungen auf Wirtschaftsleistung
und Steuereinnahmen
(Prof. Layard).

Menschen mit psychischen Problemen
nehmen etwa 60% mehr ärztliche
Leistungen zur Behandlung körperlicher
Leiden in Anspruch als psychisch
gesunde Patienten bei gleichem physischen
Krankheitsbild. Dadurch entstehen
zusätzliche Gesundheitskosten in
Milliardenhöhe.

300 Millionen € pro Jahr soll allein
in Niedersachsen die Kita-Beitragsfreiheit
kosten. Die dargestellten Folgekosten
psychischer Erkrankungen darf
dann die nachfolgende Generation bezahlen:
ein Arbeitsbeschaffungsprogramm
für Psychotherapeuten dank
dieser „modernen Familienpolitik“. Die
heutigen Entscheider sind dann nicht
mehr im Amt.
Weitere Informationen finden Sie
hier und im bestellbaren Faltblatt.

Quellen:
BIDDULPH, S.: Das Geheimnis glücklicher
Babys. Heyne Verlag.
CASPI, A. et al.: Childhood forecasting
of a small segment of the population
with large economic burden. Nature
Human Behaviour 1, 0005 (2016).
DAWIRS, R.: https://www.welt.de/
wissenschaft/article1323499/Warum-Kinder-am-besten-mit-Gefuehllernen.
html
DEUTSCHER BUNDESTAG:
Achter Familienbericht 2012, S.102.
FORT, M.; ICHINO, A.; ZANELLA, G.:
Cognitive and Non-Cognitive Costs of
Daycare 0–2 for Girls. IZA DP No.
9756, February 2016.
LAYARD, R.: The economics of mental
health. IZA World of Labor 2016: 321.

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Bitte lesen Sie auch zum Thema "Verstaatlichung der Kinder" auf
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