Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
It is currently 20.09.2018, 20:52

All times are UTC + 1 hour [ DST ]




Post new topic Reply to topic  [ 1 post ] 
Author Message
PostPosted: 25.11.2008, 22:39 
Offline
Site Admin

Joined: 28.08.2006, 08:49
Posts: 1276
Location: Österreich/Austria
Aus kreuz.net – Katholische Nachrichten
vom Freitag, 21. November 2008



Am 23. November 2007 rief der ukrainische Staatspräsident Viktor Juschenko ein Gedenkjahr für den sogenannten Holodomor aus.
Zu dessen Abschluß findet in München zu Ehren der Opfer morgen ein Gedenkmarsch statt.

Der Holodomor war eine vom kommunistischen Regime in den Jahren 1932 bis 1933 in der Ukraine produzierte Hungersnot.
Dabei starben etwa zehn Millionen Menschen einen langsamen Tod.


Das Wort Holodomor setzt sich aus den beiden ukrainischen Worten Holod – Hungersnot – und Moryty – Vernichtung – zusammen.

Der Gedenkmarsch beginnt um 16.00 Uhr mit einer Kundgebung am Münchner Wettersteinplatz.

Der Marsch verläuft über die Candidstraße zur Schönstraße bis zum Ukrainischen griechisch-katholischen Gemeindezentrum Maria Schutz und Sankt Andreas.
Dort findet ein Gedenkgottesdienst statt, der vom Apostolischen Exarch für katholische Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland und Skandinavien, Bischof Petro Kryk (63), zelebriert wird.
Anfang der 1930er Jahre verübte das kommunistische Regime in der Ukraine, die damalige Kornkammer der Sowjetunion, den größten Völkermord Europas, indem eine gezielte Brotverknappung herbeigeführt wurde.

Durch die daraus resultierende Hungersnot sollten die Ukrainer, ein Volk von Getreidebauern, unterworfen und ausgerottet werden.

Zu diesem Zweck beschlagnahmte die kommunistische Staatsmacht ausnahmslos alle Nahrungsmittel – bis zum letzten Saatkorn.
In der Folge starben im Zentrum, Süden, Norden und Osten der heutigen Ukraine und im Gebiet von Kuban in Südrußland – das zu zwei Dritteln von Ukrainern bewohnt war – Millionen von Menschen den langsamen Hungertod.

Eine besondere Demütigung der Opfer erreichten die kommunistischen Völkermörder dadurch, daß sie die Hungersnot als Folge schlechter Ernten hinstellten.
Darum wurde der Völkermord jahrzehntelang geleugnet.
Doch Dokumente aus dem ukrainischen Archiv belegen, worauf viele Historiker und Überlebende seit Jahren vergeblich hingewiesen haben.
Die Hungersnot wurde von den Moskauer Kommunisten organisiert und von lokalen Aktivisten, gekauften armen Ukrainern, ausgeführt, um den Widerstand der ukrainischen Bauern gegen die Zwangskollektivierung zu brechen.
Denn unter dem Diktator Josef Stalin († 1953) galten die Ukrainer als „Feind der Sowjetunion“, die das sowjetische „Gemeingut“ verschwendeten.

Die Zahl der verhungerten Ukrainer wird auf sieben Millionen Opfer geschätzt.
Davon waren drei Millionen Kinder.

Die Parlamente der USA, Australiens, Kanadas, Spaniens, Estlands, Polens, Ungarns, Argentiniens, Litauens, Georgiens, Belgiens, Brasiliens, Ecuadors, Italiens, Kolumbiens, Lettlands, Mexikos, Moldawiens, Paraguays, Perus sowie der Vatikan, die Parlamentarische Versammlung der OSZE und das EU-Parlament haben den Holodomor als Verbrechen gegen die Menschlichkeit anerkannt.

63 Länder der Welt unterstützten im Jahr 2003 eine UNO Resolution bezüglich des Holodomor.


Top
 Profile  
 
Display posts from previous:  Sort by  
Post new topic Reply to topic  [ 1 post ] 

All times are UTC + 1 hour [ DST ]


Who is online

Users browsing this forum: No registered users and 1 guest


You cannot post new topics in this forum
You cannot reply to topics in this forum
You cannot edit your posts in this forum
You cannot delete your posts in this forum
You cannot post attachments in this forum

Search for:
Jump to:  
cron
Powered by phpBB® Forum. Software © phpBB Group