Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 27.01.2012, 21:42 
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Einige werden sich an die Neujahrspredigt von Dr. Josef Uram erinnern.
Sie ist auch als Einstimmung auf die Fastenzeit geeignet:


Wir schreiben nicht einfach eine neue Jahreszahl, sondern werden uns unseres Lebens in der Zeit bewußt. Wir möchten dankbar sein können für die gelebte Zeit, und wir möchten vertrauensvoll in die vor uns liegende Zukunft gehen können. Um richtig in die Zukunft zu gehen, müssen wir ab und zu unsere Vergangenheit anschauen. Bei diesem Rückblick möchte uns eine kurze Geschichte helfen, die uns nicht ganz unbekannt ist.

Es war ein Mann, Vater von vielen Söhnen und Töchtern. Eines Tages kam der älteste Sohn zum Vater und bat ihn:
"Vater, gib mir den Teil deiner Güter, der mir zusteht!“ Da teilte der Vater das Vermögen. Nicht lange danach packte der älteste Sohn alles zusammen und wanderte in ein fernes Land aus. Dort verschwendete er sein Vermögen in einem liederlichen Leben. Als er alles verbraucht hatte, kam ein schwerer Hunger über jenes Land, und er geriet in Not. Da schloß er sich einem Bürger des Landes an.
Der schickte ihn auf seine Felder die Schweine zu hüten. Der Mann hätte gerne seinen Bauch mit dem Schweinefutter gefüllt, aber es war den Schweinen vorbehalten. Da ging er in sich und überlegte:
„Wie viele Arbeiter beschäftigt mein Vater, die mehr Brot haben, als sie brauchen, und ich gehe an Hunger zugrunde. Ich will mich auf den Weg machen und zu meinem Vater gehen.“

Der Sohn wollte schon aufstehen und gehen, aber es erschienen die Retter von der linken Seite und gaben ihm den Rat:
„Du brauchst nicht nach Hause zu gehen. Schau nur, du hast eine Schweineherde, die du weidest. Lasset uns die Herde dem Besitzer wegnehmen und verstaatlichen. Und wenn wir hungrig werden, schlachten wir ein Schweinchen, und wir werden gut leben.“
Und sie begannen zu genießen. Aber der Sohn war noch nicht ganz dumm und es wurde ihm schnell bewußt, daß man mit dieser Schuld nicht leben kann. Er stand auf und wollte zum Vater heimkehren.

Doch da kamen die anderen „Retter“, diesmal von der rechten Seite. Sie sagten zu ihm:
„Du sollst nicht heimkehren und deine Fehler bekennen. Du schaffst alles selbst – ohne Vater. Wir werden Schweine füttern und verkaufen, viel Geld verdienen und wieder Schweine kaufen. Und später brauchen wir überhaupt nichts mehr zu tun, nur das Geld richtig investieren.“
Ein Haufen Geld wurde immer größer, aber sein Wert wurde immer kleiner. Jeder begann nur an sich selbst zu denken. Das Gefühl der Verlassenheit wurde immer bedrückender.

Der Sohn war noch nicht ganz dumm und ging in sich.
„Ich will mich auf den Weg machen und zu meinem Vater gehen.“
Aber nun hatte er nicht mehr genug Kraft und Mut den ersten Schritt zu machen.

Haben wir verstanden?

Der Sohn heißt EUROPA. Es sollte uns klar werden, daß wir weit vom Vater entfernt nicht leben können, weder im Atheismus, noch im Konsumismus – ohne Liebe, ohne Perspektive der Ewigkeit.

Machen wir Schritt für Schritt zu unserem Vater zurück!
Beginnen wir mit dem regelmäßigen Morgen- und Abendgebet und mit der Sonntagsmesse.


Soweit die Predigt von Dr. Josef Uram.
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Diesen Aufruf können wir uns für die Fastenzeit zu Herzen nehmen:

Beginnen wir jeden Tag mit einem Gebet!
Danken wir täglich im Tischgebet für Speis und Trank!
Überdenken wir jeden Tag beim Abendgebet im Gespräch mit Gott!
Bekennen wir auch unsere Schuld und unser Versagen!
Gehen wir jeden Sonntag zur Hl. Messe und stärken wir uns mit dem Leib Christi!

Wenn wir so durch die Fastenzeit gehen, werden wir gut vorbereitet das Osterfest, das Fest der Auferstehung feiern.

Und wir wissen:
Jesus Christus, der Auferstandene, kann und wird uns helfen, unser Leben besser zu bewältigen, wenn wir ihn nur wirken lassen!


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