Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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Die Familie, Vermittler menschlicher Tugenden und Werte.
Vierte Katechese zur Vorbereitung auf das VI. Weltfamilientreffen in Mexiko-Stadt


Rom/Mexiko-City (04.01.2009, Zenit.org).
Zur geistlichen Vorbereitung auf das VI. Weltfamilientreffen, das vom 16. bis zum 18. Januar 2009 in Mexiko-Stadt stattfindet,
hat der Päpstliche Rat für die Familie zu diesem Anlass 10 Katechesen ausgearbeitet.
In den Texten kommen zentrale Grundwahrheiten des Glaubens sowie das christliche Verständnis von Ehe und Familie zum Ausdruck.

Die zehn Katechesen stehen unter dem Leitwort: „Die Familie, Erzieherin zu menschlichen und christlichen Werten“. Das erste Thema lautete „Die Familie, erste Schule des Glaubens“; das zweite Die Familie, Schule der Wahrheit des Menschen: Ehe und Familie.

Die dritte Katechese behandelte: Die Familie: Schule der Würde des Menschen und des Respekts vor allem menschlichen Leben

***

Vierte Katechese: Die Familie, Vermittler menschlicher Tugenden und Werte

Bibellektüre: Joh 1, 43-51

1. Die Familie, geboren aus der intimsten Gemeinschaft des Lebens und der ehelichen Liebe in der Ehe von Mann und Frau,
ist gleichwohl der erste Ort für interpersonale Verbindungen, das Fundament des menschlichen Lebens und der Prototyp sozialer Beziehungen.
Diese Wiege des Lebens und der Liebe ist der Ort, in den ein Mensch hineingeboren wird und aufwachsen sollte.
Dort erhält der junge Mensch die erste Vorstellung der Wahrheit und des Guten, dort erfährt er was es heißt, Mensch zu sein...
Die Familie ist die natürliche Gemeinschaft, in der der Mensch die erste menschliche Bildung sozialen Verhaltens erfährt,
weil dort nicht nur die persönliche Beziehung zwischen „Ich“ und „Du“ existiert, sondern der Schritt zum „Wir“ gegangen wird.
Das gegenseitige Geben des Mannes und der Frau verbunden in der Ehe bildet ein Lebensumfeld,
in welchem das Kind das Potential seiner Würde und seiner einzigartigen und unverwechselbaren Bestimmung entwickeln kann.
In diesem Umfeld der natürlichen Liebe sind alle Mitglieder der Familiengemeinschaft verbunden, jedes Mitglied ist anerkannt und trägt Verantwortung.

2. Die Familie formt und bildet den Menschen im Bezug auf all seine Dimensionen und Talente, um seine Würde zu erfüllen.
Es ist das angemessene Umfeld der Lehre und der Weitergabe kultureller, ethnischer, sozialer, spiritueller und religiöser Werte,
was essentiell ist für die Entwicklung und das Wohlbefinden sowohl der Familienmitglieder untereinander als auch der Gesellschaft.
In der Tat, die Familie ist die erste Schule sozialer Tugenden, welcher alle Menschen bedürfen.
Die Familie trägt dazu bei diese fundamentalen Werte zu vermitteln, die unabdingbar für die Bildung eines frohen, ehrlichen und verantwortungsbewussten Bürgers sind.
Zu diesen Tugenden zählen z.B.:. Wahrheit, Gerechtigkeit, Solidarität, Hilfsbereitschaft den Schwachen gegenüber, Nächstenliebe, Toleranz etc.

3. Die Familie ist die beste Schule, um entgegen den heutigen individualistischen Trends Gemeinschaften und brüderliche Beziehungen zu bilden.
In der Tat, Liebe: d.h. Die Seele der Familie in allen Dimensionen soll erfahrbar gemacht werden durch das ehrliche sich den anderen schenken.
Zu lieben meint etwas zu geben und zu erhalten, das weder verkauft noch gekauft werden kann, nur frei und gegenseitig gegeben.
Dank der Liebe ist jedes Familienmitglied anerkannt, akzeptiert und respektiert in seiner Würde.
Durch die Liebe, welche durch freiwilliges sich Schenken gelebt wird, gewinnen Freundschaften an Qualität, und entstehen selbstlose und tief verankerte Beziehungen.
Wie die Erfahrung zeigt, bildet die Familie jeden Tag ein Netzwerk interpersonaler Beziehungen und bereitet auf ein Leben in der Gesellschaft in einem Klima des Respekts, der Gerechtigkeit und des wahren Dialoges vor.

4. Die christliche Familie zeigt ihren Kindern, dass ihre Großeltern und ältere Menschen nicht nutzlos sind,
weil sie nicht mehr produktiv sein können, oder zur Last fallen, weil sie selbstlose und ständige Betreuung der Kinder und Enkellinder benötigen.
Die neue Generation lehrt, dass neben ökonomischen und funktionalen Werte, andere menschliche, kulturelle, moralische und soziale Werte herrschen,
welche eine wesentlich größere Rolle spielen.

5. Die Familie hilft das Gute, das die sozialen Werte enthalten, zu entdecken.
Ein und derselbe Tisch, an dem wir alle das gleiche essen, angemessen der Gesundheit und dem Alter aller Mitglieder.
Das ist ein einfaches aber effizientes Beispiel, um den sozialen Sinn dieses Gutes zu zeigen.
Das Kind verinnerlicht Kriterien und Verhaltensweisen, die von großem Nutzen in der größeren Familie und der Gesellschaft sind.


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