Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 28.02.2008, 07:35 
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Dr. Peter Pitzinger, Landesfamilienreferent

Betrifft: Anrechnung der Kindererziehung
in der Pensionsversicherung


Bei vor dem 1. Jänner 1955 geborenen Personen werden Zeiten der Kindererziehung als Ersatzzeiten angerechnet.
Für ab dem 1. Jänner 1955 geborene Personen gibt es künftig nur mehr Versicherungszeiten (keine Unterscheidung in Beitragszeiten und Ersatzzeiten).

Als Zeiten der Kindererziehung im Inland (auch in EU- und EWR-Staaten) werden maximal die ersten 48 Monate nach der Geburt eines Kindes berücksichtigt.
Erfolgt die Geburt eines weiteren Kindes innerhalb von vier Jahren ab Geburt des vorherigen Kindes, endet die Kindererziehungszeit des ersten Kindes mit Beginn der Kindererziehungszeit des folgenden Kindes. Bei einer Mehrlingsgeburt werden bis zu 60 Monate nach der Geburt angerechnet.

Kindererziehungszeiten können pro Kind grundsätzlich nur einer Person angerechnet werden und zwar der Person, die das Kind tatsächlich und überwiegend erzogen hat.
Mit dem Pensionsharmonisierungsgesetz 2005 wurde die Möglichkeit eines freiwilligen Pensionssplittings eingeführt. Damit kann derjenige Elternteil, der sich nicht der Kindererziehung widmet und erwerbstätig ist, für die ersten vier Jahre bis zu 50 Prozent seiner Teilgutschrift auf das Pensionskonto jenes Elternteils übertragen lassen, der sich der Kindererziehung widmet. Diese Regelung gilt für Jahre der Kindererziehung ab 2005. Eine solche Übertragung kann nur bis zur Vollendung des siebenten Lebensjahres des Kindes beim zuständigen Pensionsversicherungsträger beantragt werden.

Bewertung der Kindererziehungszeiten

für vor dem 1. Jänner 1955 geborene Personen: Bewertung mit monatlich EUR 784,08 bei Pensionsstichtag im Jahr 2007
für ab dem 1. Jänner 1955 geborene Personen und Geburten ab 1. Jänner 2005: Bewertung mit monatlich EUR 1.350,--
Dies bedeutet ca. eine Verdoppelung der Bewertung gegenüber dem Jahr 2004.

Für jene Mütter bzw. Väter, die vor dem 1.1.2005 erstmalig in das Arbeitsleben eingetreten sind und das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, gelten Übergangsbestimmungen. Die Pension wird sowohl nach der alten Methode als auch nach der neuen berechnet ("Parallelrechnung"), entsprechend der verbrachten Zeit wird ein Mischsatz errechnet.

Die Anspruchsvoraussetzungen für eine Alterspension werden in erster Linie für weibliche Versicherte, die am 1.1.2005 unter 50 Jahre alt waren, entscheidend erleichtert: Mit der neuen Wartezeitvariante genügt bei einer Versicherungszeit von 15 Versicherungsjahren eine Erwerbstätigkeit in der Dauer von 7 Jahren; diese muss ab 1.1.2005 vorliegen (dieser Erwerbstätigkeit gleichgestellt sind Zeiten der Selbstversicherung für die Pflege eines behinderten Kindes, Zeiten einer Weiterversicherung für die Pflege eines nahen Angehörigen ab Pflegestufe 3 und Zeiten der Familienhospizkarenz vor und nach dem 1.1.2005). Die restlichen 8 Jahre können durch die Anrechnung von Kindererziehungszeiten erworben werden. (Diese Kindererziehungszeiten könnten auch vor dem 1.1.2005 liegen.)


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