Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 05.03.2008, 23:13 
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"Geringe Kinderzahl ist eines der größten Probleme Europas"

Aus:
Erzdiözese Wien

"Familienbischof" Klaus Küng erklärte bei der Präsentation des Sammelbandes "Brücken bauen" in Wien, dass "Familien- und Kinderfreundlichkeit das Merkmal jeder zukunftsorientierten Politik sein soll". Die Familienpolitik muss das Ja zu Kindern erleichtern, fordert auch Günter Danhel.

Als "eines der größten Probleme Österreichs, ja ganz Europas" bezeichnete der St. Pöltener Diözesanbischof Klaus Küng das Problem des Geburtenrückgangs und der geringen Kinderzahl. Wie der Familienbischof im Rahmen eines Podiumsgesprächs bei der Präsentation des Buches "Brücken bauen" am Donnerstag, 28. Februar 2008, in Wien betonte, werde die geringe Zahl an Kindern in naher Zukunft "zu tief greifenden soziokulturellen Veränderungen und großen gesellschaftlichen Verschiebungen" führen.

"Familienfreundliche Politik ist gefordert"
"Die Politik benachteiligt kinderreiche Familien", so Bischof Küng.


Um diesem Trend entgegenzuwirken brauche es eine streng familienorientierte Politik, so der Bischof: "Familien- und Kinderfreundlichkeit sollten Merkmale jeder zukunftsorientierten Politik sein." Eine Nation entwickle sich nämlich "nur dann gesund, wenn sie im Stande ist, sich aus eigenen Kräften zu regenerieren", so Küng weiter. Derzeit benachteilige die Politik jedoch gerade die kinderreichen Familien, die oftmals nahe an der Armutsgrenze leben müssten, wenn nur ein Elternteil arbeitet.

Neue Wertschätzung der Familie

Die Familie müsse auch von Seiten der Politik eine größere Wertschätzung erfahren, forderte der Bischof weiter. So leisten Familien "Außerordentliches für die Gesellschaft, wenn sie die Entwicklung der Persönlichkeit fördern und Kinder lehren, verantwortungsvoll und teamfähig zu handeln. Wo sollen Kinder diese Kompetenzen erlernen, wenn nicht in der Familie", fragt der Familienbischof.

Bevölkerungspyramide wird Kopf stehen
"Es muss auch die steigende Lebenserwartung berücksichtigt werden", so Danhel.


Der Direktor des Instituts für Ehe und Familie, Günter Danhel, unterstrich die Analyse Küngs, fügte jedoch hinzu, dass der Geburtenrückgang allein "nicht das Ausmaß der derzeitigen Situation beschreibt". So werde die Dramatik der Entwicklung erst sichtbar, wenn man neben dem Geburtenrückgang auch die weiter steigende Lebenserwartung hinzuziehe, was zur Folge habe, dass sich das Verhältnis der Generationen zueinander verändere. Einem steigenden Anteil an nicht mehr Erwerbstätigen stehe heute ein rückläufiger Anteil noch nicht Erwerbstätiger gegenüber. Dies führe dazu, dass "die Bevölkerungspyramide in Kürze auf dem Kopf stehen wird", so Danhel.

Eckpunkte einer christlichen Familienpolitik

Über die Frage der Eckpunkte einer "christlichen Familienpolitik" diskutierten neben Bischof Küng und Danhel unter anderem der Historiker Gregor Gatscher-Riedl, die Dominikanerin Schwester Katharina Deifel und Alice Pitzinger-Ryba, Generalsekretärin des Familienbundes.

Der von der Christlichsozialen Initiative herausgegebene Sammelband "Brücken bauen. Christliche Inspiration in der Politik - das 'Hohe C' in Österreich" versammelt Beiträge von Persönlichkeiten aus Religion, Medien, Politik, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, darunter Beiträge von Michael Landau, Rudolf Mitlöhner, Günter Danhel, Prälat Josef Eichinger und Regina Polak. Ziel des Buches ist es, Impulse zu einem neuen Dialog über die politische Inspirationskraft christlicher Grundwerte und Ideen zu initiieren.

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Kinder - unsere Freude.
Glücklich wird, wer andere glücklich macht.


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