Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 26.11.2009, 07:22 
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Sendung vom 02.08.1999, 20.15 Uhr

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Theodor Hellbrügge
Gründer des 'Kinderzentrums München'
im Gespräch mit Wolfgang Küpper


Küpper:
Bei Alpha-Forum sprechen wir heute mit einem Wissenschaftler, der sein
gesamtes Arbeitsleben dem Wohle der Kinder gewidmet hat. Er ist
gelernter Kinderarzt, Professor für Sozialpädiatrie und hat das
"Kinderzentrum" in München gegründet, eine Einrichtung, die Sie mit
Sicherheit kennen. Auch die "Aktion Sonnenschein" wird mit ihm in
Verbindung gebracht, sie ist ebenfalls eine Gründung von Professor
Theodor Hellbrügge, den ich ganz herzlich bei uns begrüße.
Herr Professor Hellbrügge, wenn Ihr Name fällt, dann sagen viele:
"Ah, das ist der Professor, der den behinderten Kindern hilft." Eine Einschätzung, die
sicherlich stimmt, aber mit behinderten Kindern hat es nicht angefangen,
denn Sie waren zunächst Kinderarzt. Wie war Ihr Werdegang in Bezug auf
das, was Ihr Lebenswerk umfasst?

Hellbrügge:
Ich hatte nach dem Krieg als junger Assistenzarzt in der Thalkirchner
Mütterberatung ein Erlebnis, das mein Leben beeinflusste, ohne dass ich
das damals schon richtig erkannte. Ich musste zweijährige Kinder aus der
"Organisation Lebensborn" - die von der SS erfunden wurde, damit diese
Kinder, gezüchtet aus ausgesuchten, gesundheitlichen und erblichen
Anlagen, später einmal die europäische Führerelite darstellen sollten -
untersuchen. Sie waren groß, blond, blauäugig und auf den ersten Blick
sehr ansprechend, aber bei näherem Hinsehen waren sie in einem
Zustand, der mich erschreckte: Sie sprachen mit zwei Jahren noch kein
Wort, ihre Selbständigkeit reichte nicht zum eigenständigen Essen, aber
was mich am meisten entsetzte, war ihre Angst. Wenn man sich ihnen
näherte, schrien sie vor Angst. Untereinander nahmen sie entweder
überhaupt keinen Kontakt auf oder nur in Form von Aggressionen. Das
konnte nicht mit den Erbanlagen zusammenhängen, sondern musste von
außen her beeinflusst worden sein. Wie sich herausstellte, hatten sie in
staatlich besonders geförderten Heimen gelebt. Der Hintergrund war, dass
sie frei von familiärer Bindung einmal ihre ganze Lebenskraft dem Hitler-
Regime widmen sollten. Diese "Wracks" erlebte ich nun. Ich untersuchte
lange, wie man das, was man sieht und erlebt, messbar machen kann,
denn in der Wissenschaft gilt nur das messbar Gemachte. Ich stieß auf
Untersuchungen des amerikanischen Kinderarztes und –psychologen Arno
Luzius Gesell, der in New Haven in den dreißiger Jahren nicht Anatomie
und Physiologie - die klassischen Grundlagen der Medizin -, sondern die
Ethologie, das Verhalten der Kinder, seiner Behandlung zu Grunde legte.
Daraus entstanden eigene Säuglingstests, die alle den Fehler aufwiesen,
dass man die Intelligenz oder den Entwicklungsquotienten der Kinder
messen wollte, aber nicht ihre einzelnen Funktionsbereiche. Ich sah mich
international um, und wir stellten eine Diagnostik zusammen, um zu sehen,
was mit anderen Kindern geschah, die in Heimen oder anderen
Tagesstätten aufwuchsen. Diese Diagnostik heißt heute "Münchner
Funktionelle Entwicklungsdiagnostik", und sie wurde bereits in über 30
Sprachen übersetzt. Das Ganze entstand in einer Studie gemeinsam mit
dem "Bayerischen Fernsehen" unter dem Titel: "Die ersten 365 Tage im
Leben eines Kindes". In dieser Studie verfolgten wir die wichtigsten
Verhaltensbereiche wie Krabbeln, Sitzen, Laufen, Greifen, Sprechen,
Sprachverständnis und Sozialentwicklung an 1500 normal geborenen
Kindern weiter.

Küpper:
Das ist eine Sache, die sich über lange Zeit entwickelte. Kommen wir aber
noch einmal auf die Heimkinder zu sprechen. Würden Sie sagen, dass
durch diese kollektive Heimerziehung eine Art Verwahrlosung
hervorgerufen wurde?

Hellbrügge:
Wir haben diese "Lebensborn"-Kinder im Alter von 20 Jahren untersuchen
können. Es waren nur 75 Kinder, die aber nicht ausgelesen waren. Keines
der Kinder hatte trotz hoher Intelligenz eine abgeschlossene Schulbildung
oder eine abgeschlossene Berufsausbildung. Die meisten waren bereits im
Sozialnetz und im Strafvollzug gelandet, weil sie die Lebensgrundlagen
nicht erlernt hatten, die man optimal nur in der Familie und durch eine
konstante mütterliche Hauptbezugsperson erlernen kann, nämlich zu helfen
und sich helfen zu lassen. Ich habe damals den Satz geprägt: "Nur wer hilft,
wird selbständig und glücklich." Ich denke, dass wir darüber mehr
nachdenken müssen, denn wer hilft, kann nicht aggressiv sein. Diese
Kinder jedoch trainierten bereits im Alter von zwei Jahren um ihrer Existenz
willen Aggressionen, denn ohne dass sie schrien oder dem anderen auf
den Kopf hauten, achtete keiner auf sie. Nur so konnten sie die
Aufmerksamkeit und die Zuwendung - sei es auch nur als Strafe - in diesen
Einrichtungen von der Erzieherin bekommen.

Küpper:
Das heißt, Sie haben damals schon ein klares Plädoyer abgelegt für die
gutbürgerliche Familie.

Hellbrügge:
Nein, nicht für die gutbürgerliche Familie. Ich habe damals schon gesagt,
dass unsere Gesellschaft im Strafvollzug und in der Sozialhilfe nachzahlen
muss, was sie an der Mütterarbeit zu verdienen glaubte. Diese
Untersuchungen haben sehr deutlich gezeigt, dass Muttersprache nicht
irgendetwas Lächerliches ist, sondern die Grundlage einer jeden Kultur.
Jahrhundertelang war es den Balkanvölkern - ob es unter ungarischer oder
türkischer Herrschaft war - verboten, ihre Muttersprache auch an
Universitäten und Schulen zu sprechen. Die Mütter sprachen die Sprache
weiter, und als der Zwang entfiel, konnte man in der Slowakei Universitäten
gründen, in denen auf Slowakisch gelehrt wurde. Das hätte man ohne die
kulturellen Leistungen der Mütter nicht vollbringen können. Das sind aber
Nebenprodukte, die sich von selbst ergeben. In der Medizin erkennen wir
von dem, was nicht entsteht - wenn etwas nicht vorhanden ist - die
Notwendigkeit, dass etwas vorhanden sein muss. Deshalb haben wir oft
eine stärkere Aussage, wenn wir das Schicksal behinderter Kinder
ansehen, als wenn wir normale Kinder studieren.

Küpper:
Wie definieren Sie den Mutterbegriff? Kann diese Bezugsperson auch der
Vater sein, oder ist das streng auf die leibliche Mutter eines Kindes
bezogen?

Hellbrügge:
Für die Sozialentwicklung ist das Stillen eine optimale Situation. In dieser
Zeit empfindet der Säugling die stärksten Eindrücke. Wir wissen aus
amerikanischen Untersuchungen, dass bereits vier Wochen alte Säuglinge
die mimischen Veränderungen im Gesicht ihres Vaters oder ihrer Mutter
nachahmen. Nun stellen Sie sich vor, dass der Säugling fünf Mal am Tag
eine halbe Stunde an der Brust der Mutter gestillt wird. Während dieser Zeit
kann er nirgendwo anders hinsehen als in das Gesicht seiner Mutter, so
erlebt er jede mimische Veränderung als Lernprozess mit, und zwar in einer
Situation, die dadurch belohnt wird, dass er satt wird. Wenn der Vater stillen
kann, dann kann er diese Stelle einnehmen, das ist kein Problem - aber er
kann es nicht. Hier liegen schon die ersten Probleme. Es gibt Ideologen, die
sagen, dass es ausreicht, ein halbes Jahr zu stillen. Das Stillen ist ein so
wichtiger Lernvorgang, dass ich uneingeschränkt sagen kann, dass man
auch ein ganzes Jahr stillen kann, denn das Kind stillt sich selbst ab, da es
zusätzliche Bedürfnisse bekommt. Das Stillen wird zu wenig gesehen unter
dem Gesichtspunkt des Lernens, der Eindrücke, die das Kind hier empfängt
- und zwar alle Eindrücke gleichzeitig: weich, warm, satt zu werden, in das
Gesicht seiner Mutter zu schauen usw. Danach kamen die
Untersuchungsergebnisse meiner späteren Mitarbeiter, Professor
Papousek und Frau, die inzwischen Weltgeltung erreicht haben. Die beiden
haben nichts weiter getan, als je eine Videokamera in das Gesicht der
Mutter und des Kindes zu halten und beides auf einen Monitor zu schließen,
um die Interaktionen zu messen. Eines ihrer wichtigsten Ergebnisse gibt
uns vielleicht die Antwort, ob Muttersprache wichtig oder sinnlos ist. Sie
haben nämlich herausgefunden, dass optimale Sprachentwicklung nur
dann entsteht, wenn auf das Säuglingsbrabbeln in 0,2 Sekunden
geantwortet wird. Das heißt, jede Verlängerung dieser Sprache stört die
normale Sprachentwicklung. Heute wissen wir, weshalb Zwillinge in ihrer
Sprachentwicklung nie so gut sind wie Einlinge, und daraus folgt
selbstverständlich, dass Gruppen mit sechs Kindern diese
Grundbedingungen nie erreichen können.

Küpper:
Wie wichtig ist die Höhe der weiblichen Stimme?

Hellbrügge:
Sie ist ganz wichtig. Wir wissen durch Beobachtungen, dass die Mutter ihre
Stimme um eine Oktave anhebt. Dadurch erreicht sie Frequenzen, die das
Säuglingsohr optimal hört. Der Vater kann das auch, aber er kann nicht so
hoch sprechen. Das sind biologische Gegebenheiten, die sich nicht aus der
Welt schaffen lassen. Wir müssen uns mit biologischen Grundtatsachen
beschäftigen, auch wenn sie vielleicht nicht mehr in unser Weltbild
hineinpassen. Man sperrte damals völlig gesunde Kinder in
Sondereinrichtungen - ob ich die nun Fördereinrichtungen oder wie auch
immer nenne – und hemmte sie in der Grundsubstanz, in ihrer Entwicklung,
nämlich in der Sprache und der Sozialentwicklung, der Entwicklung zur
Selbständigkeit, zur Kontaktfähigkeit, zur Mobilisierung, zur Hilfe. Welche
Chancen hätten wir, wenn wir die frühe Kindheit mit der unglaublichen
Anpassungsfähigkeit der Kinder nutzen würden, um die Eltern dazu zu
bringen, für diese Kinder Therapeuten zu werden! Das war die Revolution,
die ich mir vorstellte im gesamten Behindertenwesen, nämlich die Eltern
kompetent zu machen, um Helfer ihrer Kinder zu werden. Dieses System
hatte seine Basis in der Beobachtung der Eltern, die ich durch dieses Buch
"Die ersten 365 Tage im Leben eines Kindes" mit Hilfe des "Bayerischen
Fernsehens" damals umsetzte. In jeder einzelnen Szene wurde von uns
genau vorgegeben, was im jeweiligen Alter dargestellt werden musste.
Dieser Film lief in sämtlichen Fernsehanstalten der Welt. Ich wandte einen
Trick an, denn alle sagten, dass ich ein Säuglingsguru sei. Nun gut, ich mag
Säuglinge sehr gerne, und sie sind zauberhafte Menschenkinder. Ich
behaupte, dass der Mensch nie mehr so sympathisch ist wie als Säugling.
Wir haben nicht den Fehler gemacht und gesagt, was im Mittel- und was im
Normbereich liegt. Ich habe nur gesagt, was 90 Prozent der gesunden
Kinder in einem bestimmten Lebensmonat können, das ist normal. Damit
habe ich jene 10 Prozent, die nach internationaler Erfahrung in irgendeiner
Form therapiebedürftig sind, plötzlich durch die Beobachtung der Eltern
aussondiert, und ich konnte nun sehen, was wirklich fehlt und hatte somit
die Möglichkeit, hier auch therapeutisch zu intervenieren.

Küpper:
Die Therapie war damals nicht selbstverständlich. Sie legten die
Grundlagen, dass man sich überhaupt mit behinderten Kindern, die nach
der Geburt auffällig waren, beschäftigte. Man hat sie früher ausgesondert,
verwahrt, aber nicht gefördert.

Hellbrügge:
Es war interessant. Ich erinnere mich an eine katastrophale Situation, in der
sämtliche Behindertenverbände in der Matthäuskirche in München eine
Anti-Hellbrügge-Versammlung beschlossen hatten. Ich saß mit einer
reizenden Stadträtin auf der Bühne, und das Volk schrie uns nieder. Ich
dachte: "Lass die Heiden toben, denn sie haben keinen Gott." Warum
tobten sie? Sie glaubten, dass ich in Großhadern ein Behindertenghetto
schaffen würde. Die Betroffenen konnten sich überhaupt nicht vorstellen,
dass ich kein Ghetto wollte, sondern die Kinder in die Familie integrieren.
Daraus entstand der erste Kindergarten in München als Montessori-
Kindergarten. Als Mitglied des deutschen Bildungsrates erlebte ich, dass
hier eine Pädagogik existierte, bei der nicht der Lehrer und der Erzieher,
sondern das Kind im Mittelpunkt steht, und dass Lehrer und Erzieher nur
Hilfestellungen geben. Dadurch wurde es möglich, dass ein
hochintelligentes Kind schneller lernte, als es die amtlichen bayerischen
Lehrpläne vorsahen. Später gründete ich die erste Schule, in der behinderte
und nicht behinderte Schüler zusammen zur Förderung der sozialen
Lernprozesse erzogen wurden.

Küpper:
Das heißt, sowohl der Behinderte als auch der Nichtbehinderte profitiert
davon.

Hellbrügge:
Ja, das wird zu wenig gesehen. Erst später, als ich die höchste
pädagogische Auszeichnung dafür bekam - die Pestalozzi-Medaille -, die
die Schule dann rettete, beschäftigte ich mich mit Pestalozzi und stellte fest,
dass er damals schon festgestellt hatte, dass Kinder von Kindern lieber und
intensiver lernen als von Erwachsenen. Das bedeutete: wenn ich intelligente
Kinder dazu brachte, Mathematik dem weniger intelligenten Kind
beizubringen, dann wurde es selbst besser. Da kam dann die alte römische
Erkenntnis mit hinein: "Wer etwas erklärt, lernt besser." Wenn man das
zusammenfasst, ist es ganz selbstverständlich, dass Jahrgangsklassen
eigentlich ein Unfug sind, denn nie können hier die so wichtigen
Interaktions- und Lernprozesse zwischen den Kindern entstehen. Deshalb
bin ich ganz unglücklich, dass sich unsere Schulen immer mehr in Richtung
Jahrgangsklassen entwickelt haben, weil die Lehrer zu theoretisch
ausgebildet werden und zu wenig von Kindern wissen.

Küpper:
Liegt es nicht auch an den Eltern? Eltern mit Schulkindern empfinden immer
einen gewissen Leistungsdruck, denn als verantwortliche Eltern sieht man
sich Maßstäben gegenüber, die erfüllt werden müssen. Man hat den Fall,
dass ein nicht behindertes Kind mit einem behinderten Kind in einer Klasse
ist, und die Eltern der nicht behinderten Kinder befürchten, dass
automatisch das Leistungsniveau sinkt.

Hellbrügge:
Was sollen denn unsere Kinder wirklich lernen? Es ist wichtiger, dem
Nachbarn zu helfen, mit ihm zu reden, als irgendeinen Stoff auswendig zu
lernen, den ich aus einem Lexikon gleich nachlesen kann, wenn ich weiß,
wo er steht. Im Zeitalter des Computers denken viele, dass man überhaupt
nicht mehr nachdenken, sondern nur noch auf die Tasten drücken muss,
und der Computer sagt einem, wie es heißt. Etwas muss aber erst in den
Computer hineingesteckt werden. Ich denke, dass diese Schule - die alleine
durch ihre Existenz unser deutsches Schulwesen stärker beeinflusst hat als
jede andere Schule in Europa - zeigt, dass Lernprozesse abhängig sind von
Interaktionen von Kindern und dass Lehrer eine weniger wichtige Rolle
spielen. Stellen Sie sich einmal vor, dass Sie Ihren Arbeitsplatz und Ihre
Arbeitsleistung alle 45 Minuten ändern müssen: Physik im Physikraum,
Chemie im Chemieraum, Turnen im Turnsaal, Singen im Gesangsraum,
Biologie im Biologieraum - und das im 45-Minuten-Takt. Nur im Vertiefen
und Wiederholen liegt eigentlich der Wissenserwerb, den man dann auch
weitergeben kann. Ich denke, ich habe ein bisschen mehr gemacht, als
mich nur um behinderte Kinder zu kümmern, obwohl mir das Spaß macht.

Küpper:
Inwieweit sehen Sie, dass Ihre Entwicklung - die Entwicklungsdiagnostik,
die Entwicklungsrehabilitation, das gesamte System, der wissenschaftliche
Ansatz, den Sie hervorgebracht haben - Auswirkungen auf die normalen
Regeleinrichtungen - wie normale Kindergärten, normale Schulen - hatten?

Hellbrügge:
Heute gibt es fast keinen Kindergarten mehr im Bundesgebiet, in dem nicht
auch behinderte Kinder aufgenommen werden dürfen. Ob das immer
optimal ist, wäre Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen durch die
Pädagogen. Vom Grundsatz her ist das vernünftig und sinnvoll, denn wie
soll ich meinem schwachen Nachbarn helfen, wenn ich das nicht von klein
auf gelernt habe? Soziale Lernprozesse sind im Sinne des Gebens und
Nehmens eigentlich auch für die wissenschaftlichen Erkenntnisse
außerordentlich wichtig. Von der Frühdiagnostik und der Frühtherapie her
kann ich sagen, dass die von mir gegründete Akademie für Entwicklungs-
Rehabilitation sehr wichtig war. Sie war nicht geplant, aber jeder kam und
wollte wissen, was wir mit diesen Säuglingen machen und wie wir sie
untersuchen. Daraus ergab sich zwangsläufig, dass wir ein System
gründen mussten, eine Akademie, die sich nicht mit einem Beruf
beschäftigte, sondern in der verschiedene Berufsgruppen isoliert und
miteinander lernten, nur an das Kind zu denken. Wir dürfen eines nicht
vergessen: Eine der Grausamkeiten der modernen Medizin und Pädagogik
liegt in der Spezialisierung. Der Patient ist ein Leidender, und manchmal
denke ich, dass wir in der Medizin Lehrstühle für Patienten benötigen. Wenn
ich an Großkliniken denke, dann ist da immer nur ein Stück Organ oder ein
Stück Apparat, das zu irgendetwas zusammengerechnet werden muss.
Der Patient spielt keine große Rolle mehr, aber er ist es, der Angst und
Schmerzen hat und ihm muss geholfen werden. Das Gleiche gilt beim Kind
noch viel mehr. Der Fachunterricht ist zumindest bis zum 12. Lebensjahr
grober Unfug, denn so viel Handarbeit setze ich bei jedem voraus, dass er
auch Häkeln als Grundübung mit den Kindern übt. Das ist nichts weiter, als
dass das Großhirn lernt, die verschiedenen Bewegungsmuster so
einzuüben, um das später auch im Kleinen zu schaffen. Hier werden wir
nachdenken müssen, ob wir nicht das Spezialistentum zu Gunsten einer
ganzheitlichen Betrachtung dem Kind gegenüber aufgeben müssen. Für
mich war die Katastrophe des deutschen Bildungswesens die
"Gymnasialisierung der Grundschule". Sechsjährige Kinder brauchen auch
in der Schule eine mütterliche Klassenlehrerin, die sie streichelt, die ihre
Tränen trocknet, deshalb sind die besten Lehrer diejenigen, die selbst
Kinder haben. Wir müssen darüber nachdenken, wie wir das etwas stärker
intensivieren können. Das Verfassungsgericht hat jetzt der Öffentlichkeit klar
gemacht - was ich vor 40 Jahren schon gesagt habe und was sich bestätigt
hat -, dass wir in Sozialhilfe und Strafvollzug nachbezahlen, was wir an der
Mütterarbeit zu verdienen glaubten. Das ist Kultur, das sind Fähigkeiten, die
im optimalen Rahmen vom Kind erlebt werden und von der Person, die es
liebt und die das Kind liebt.

Küpper:
Leider haben wir jetzt Lebensumstände, die dazu führen, dass immer mehr
Frauen nicht nur arbeiten wollen, sondern auch müssen. Was machen wir
hier, denn hier stehen wir vor einem Dilemma, das sich nicht per
Knopfdruck lösen lässt? Das Heiratsalter steigt auf 30 Jahre, d. h., da sind
meistens noch keine Kinder da.

Hellbrügge:
Ich erlebe das jetzt auch bei meinen Schwiegertöchtern: Sie müssen erst
studieren, dann machen sie ihren Facharzt und müssen noch ein paar
Jahre im Beruf tätig sein, da sie sonst keine Altersrente anerkannt
bekommen.

Küpper:
Wie kann man das ändern?

Hellbrügge:
Es bleibt gar kein anderer Weg, als dass wir die Biologie zur Grundlage aller
unserer Erziehungs- und Lernprozesse nehmen. Die Natur hat den Frauen
eine Zeit zwischen dem 19. und 29. Lebensjahr als optimale Zeit für das
erste Kind gegeben und nicht mehr. Die Missbildungsquote steigt im Alter
der Mutter ab 31 Jahren bereits signifikant an. Deshalb ist es besser, dass
die Mütter erst die Kinder bekommen und dann nebenberuflich - es gibt
hervorragende Beispiele, dass das geht - eine zusätzliche Ausbildung
machen. Wir müssen weg von dem Semesterbetrieb an den Universitäten,
müssen mehr nebenberufliches Studium organisieren, denn die besseren
Ärztinnen und Lehrerinnen sind diejenigen, die eigene Kinder haben.
Darüber denkt aber keiner nach. Ich denke, dass das wichtiger ist, als das
Auswendiglernen von Wissen. Die These, dass man überflüssig wird in
einem Beruf, wenn man nicht immer am Ball bleibt, ist schlicht falsch. In der
Medizin ändert sich alle sieben Jahre das gesamte Grundwissen so sehr,
dass man wieder von vorne anfangen müsste. Das heißt, wenn man einmal
einen solchen Bereich überspringt, macht das nichts.

Küpper:
Ein Faktor kommt noch hinzu, nämlich dass die Familie in Deutschland an
Stellenwert verliert. Die Zahl der Alleinerziehenden nimmt zu, und dadurch
entstehen sicherlich neue Probleme, die zu Lasten der Kinder gehen.

Hellbrügge:
Ein Kind lernt den Wert der Liebe in den entscheidenden jungen Jahren
kennen und nicht über das Fernsehen mit 25 Jahren. Liebe muss man
erleben, man kann sie nicht erlesen. Wir bilden uns ein, dass wir unsere
Bildung erlesen können, wir müssen sie jedoch mit anderen Menschen
erleben. Hier sind die Schwachen und Behinderten eigentlich ein Erlebnis,
das keinem entgehen sollte. Es ist schlimm, dass wir solche Menschen
ausgrenzen, dass wir nicht sehen, dass sie ein Wert für uns sind, an dem
wir Zuwendung und Liebe täglich erleben können.

Küpper:
Wenn Sie zurückblicken und sehen, was Sie im Laufe von fünf Jahrzehnten
geschaffen haben, und dann vergleichen, wie die Entwicklung parallel dazu
verlaufen ist, die Sie nicht beeinflussen konnten mit Ihrem System, neigen
Sie dann zur Resignation?

Hellbrügge:
Nein, im Gegenteil. Ich möchte fast sagen, dass Deutschland immer
unwichtiger wird in diesem System, in dem es voranschreitet. Hightech mag
wichtig sein, aber die Not in der Welt ist nicht in den Hightech-Ländern. Ich
habe das in Nairobi erlebt: Die Kliniken, die ganz nach amerikanischem
Fortschritt mit amerikanischen Geräten ausgestattet waren, ließen die
Kinder vor der Klinik verhungern, ohne dass das einer sah. Ich denke, dass
wir da zuerst Hilfe geben, wo die Not am größten ist. In der Zwischenzeit
gibt es in der Bundesrepublik 80 sozialpädiatrische Zentren. Meine Idee hat
sich in der ärztlichen Gebührenordnung niedergeschlagen, man spricht
sogar unter den Kinderärzten von "Hellbrügge-Ziffern". Meine Ideen sind in
einem eigenen Paragraphen im Gesundheitsreformgesetz niedergelegt,
und wenn man heute diejenigen belohnt, die Arbeitsplätze geschaffen
haben, dann kann ich mich ganz gut in diese Kategorie einordnen, denn in
jedem Zentrum, in dem 6000 Kinder betreut werden, gibt es eine
Mannschaft von bis zu 100 Fachkräften. Das Schöne ist natürlich, dass
diese Ideen auch in das Ausland transportiert wurden und dass immer mehr
Kinderärzte einsehen, dass die moderne Kinderheilkunde vom Kind weg
geht. Letzte Woche erst war aus Klausenburg in Rumänien die leitende
Kinderärztin der Universität bei mir, und wir haben zwei Tage lang überlegt,
wie wir nach und nach die Fachkräfte in Klausenburg ausbilden können,
weil sie auch dort feststellen, dass sich die Kinderheilkunde auf die
Laboratorien und die Geräten konzentriert - ob das Kernspintomographie
oder Ähnliches ist – und den Bezug zum Kind verliert.

Küpper:
Die Ganzheitlichkeit muss wieder her.

Hellbrügge:
Ja. Man spürt, dass mit der Einbeziehung des Verhaltens des Kindes in
Diagnostik und Therapie ein neuer Weg beschritten wurde, der international
der Kinderheilkunde plötzlich Möglichkeiten aufzeigt, die sich vielleicht
wissenschaftlich nicht in Kurven ausdrücken lassen wie ein
Elektrokardiogramm, die jedoch die Grundlagen der Kinderheilkunde -
nämlich das Kind und seine Eltern - selbst betreffen. Mein größter Triumph
ist, dass das russische Gesundheitsministerium beschlossen hat, das
Hellbrügge-Konzept auf ganz Russland zu übertragen.

Küpper:
Sie sind gebürtiger Dortmunder, leben aber schon lange in Süddeutschland.

Hellbrügge:
Nach Beendigung des Studiums kam ich 1943 als Feldunterarzt nach
München und habe meine westfälische Aussprache nicht verloren. Der
damalige Präsident des Bayerischen Bezirkstages hat einmal gesagt, dass
ich ein bayerisches Herz habe, und das ist ein wunderbares Kompliment für
mich.

Küpper:
Die Beharrlichkeit, die Sie im Laufe der Jahrzehnte immer wieder gezeigt
haben, ist sehr westfälisch.

Hellbrügge:
Ja. Wenn ich einmal etwas als richtig erkannt habe, dann habe ich unter
allen Umständen versucht, das auch durchzusetzen. Sie dürfen nicht
vergessen, dass das "Kinderzentrum München", das ich als Ausdruck
dieses neuen Weges konzipiert habe, gegen den Willen der Fakultät und
des Kultusministeriums auf die grüne Wiese gesetzt wurde. Als ich damals
Frau Strauß bat, die Schirmherrschaft zu übernehmen, hat sie mir
geschrieben, dass ich total verrückt sei, denn was ich plante, wäre über 100
Million Mark teuer, und der bayerische Staat besäße nicht einmal das Geld,
die Straße nach Garmisch zu asphaltieren. Ich wusste, dass es nicht im
Gesamten gehen würde, und so baute ich jedes einzelne Teil für sich. Ich
ließ alles auch einzeln planen und sagte niemandem, dass das alles später
ineinander greifen würde und man nur die Wände durchbrechen müsste.
Ich hätte nie eine Klinik genehmigt bekommen, die direkt in eine Schule
hineingeht. Aber gerade die Verbindung verschiedener Disziplinen, die sich
mit dem Kind beschäftigen - wie Pädiatrie und Pädagogik, Pädopsychologie
-, diese Zusammenarbeit ist es, die den Eltern wirklich hilft.

Küpper:
Sie haben selbst sechs Kinder und 16 Enkel, und Sie stammen aus dem
katholischen Westfalen. Inwieweit spielt Religion eine Rolle bei dem, was
Sie geschaffen haben? Inwieweit hat Religion und Kirche Ihr Leben mit
beeinflusst?

Hellbrügge:
Ich denke, die Lebenssicherheit kann man nur auf einer religiösen
Lebensgrundlage bekommen. Das Wort des Christentums, ausgesprochen
vom Heiligen Paulus: "Einer trage des anderen Last", ist keine Last,
sondern ein Glück. Ich sage meiner Frau immer, wenn alles geklappt hat:
"Es geht alles mit dem Heiligen Geist." Sie antwortet darauf stets: "Du
strapazierst ihn manchmal zu viel." Ich glaube, dass das eine gesunde
Lebensauffassung ist. Ich habe nie etwas geplant, sondern immer nur das
Nächstliegende zuerst gemacht. Mehr nicht.

Küpper:
Was können Sie Ihren Nachfolgern sagen, wenn Sie an zukünftige
Probleme denken? Sollen sie das so weitermachen, wie Sie es angefangen
haben? Gibt es Perspektiven, die Sie gerne auf den Weg bringen möchten?

Hellbrügge:
Jede Generation hat neue Ideen und soll sie auch durchsetzen. Im Moment
habe ich den Wunsch, dass die Programme, die wir in München entwickelt
haben, weitergeführt werden. Eine der glücklichsten Entdeckungen war,
dass die Montessori-Pädagogik nicht aus der Pädagogik, sondern aus der
Psychiatrie stammt. Ich wusste nicht, dass in dieser Pädagogik
heilpädagogische Elemente liegen, und ich hatte das Glück, eine direkte
Schülerin von Maria Montessori zu treffen, mit der ich die Montessori-
Heilpädagogik aufgebaut habe. Das war deswegen eine unglückliche
Sache, weil die Krankenkassen kein Geld hergaben, sobald etwas mit
Pädagogik zu tun hatte. Von Maria Montessori war es gar nicht so gewollt,
und international ist die Montessori-Pädagogik überhaupt nicht für
behinderte Kinder gedacht - nur in München meint man das. Diese
Heilpädagogik habe ich inzwischen auf viele Schultern verteilt. Ursprünglich
gab es nur einen Lehrgang in München, jetzt haben wir einen an den
Universitäten in Vilnius, Riga, Krakau, Zagreb und an der Pädagogischen
Akademie in Liebau. Ein Traum von mir ist, diese Lehrgänge miteinander zu
vernetzen, so dass sie sich gegenseitig stützen. Ich denke, dass große
internationale Erfahrungen im Sinne des behinderten Kindes im Bereich der
Frühdiagnostik, Frühtherapie und auch der sozialen Integration eine
Fortentwicklung darstellen, die über den Münchner Raum hinausgeht, in der
aber München als Zentrale leuchtet. Inzwischen habe ich eine Reihe von
jungen Mitarbeitern, die mit ihren Ideen hier vieles weitertreiben.

Küpper:
In einer Ihrer Publikationen haben Sie über die Gefährdungen geschrieben,
die Kinder heute empfinden und denen sie ausgesetzt sind. Hier spielt die
Sorge mit über die Entwicklung, die wir heutzutage erleben. Was brennt
Ihnen da am meisten auf den Nägeln?

Hellbrügge:
Die größte Gefährdung geht von den Gewaltszenen aus, die tagtäglich über
das Fernsehen auf die Kinder herabprasseln. Vor 40 Jahren war ich in St.
Petersburg am Pawlow-Institut eingeladen - an dem Pawlow seine
Tierversuche machte -, um optimale Lernprozesse an Kindern festzustellen.
Es fand im Schweigeturm statt, im Halbdunkeln und immer in die gleiche
Richtung hinein: Katze oder Hund saßen da und warteten auf die
verschiedenen Signale, um dann zu wissen, dass es auf der Bühne etwas
zu fressen gab. Wie ich das beobachtete, fiel mir auf, dass das die
Fernsehsituation war: Der Fernseher steht immer an der gleichen Stelle, der
Raum ist abgedunkelt, und es herrscht möglichst absolute Stille, damit man
sich darauf konzentrieren kann. Wenn z. B. der Vater das Fußballspiel
sehen will und die Kinder sich mit ihm unterhalten wollen, dann möchte der
Vater nicht gestört werden. Das heißt, die Fernsehsituation ist eine optimale
Lernsituation, experimentell optimal, so dass dagegen keine
Erziehungssituation - ob in Schule oder Universität - ankommen kann. Wir
werden darüber nachdenken müssen, wie wir unsere Fernseh-
Lernprozesse im Sinne des Menschlichen optimieren können. Der tägliche
Krimi ist kein optimaler Lernprozess. Wir wissen aus großen
amerikanischen Untersuchungen, dass letztlich jede aggressive Szene
auch ihre Folge im kindlichen Verhalten zeigt.

Küpper:
Wenn Eltern also die besten Therapeuten und die besten Helfer ihrer Kinder
sind, dann tragen sie an dieser Stelle besondere Verantwortung und
müssen ihr Verhalten massiv überprüfen.

Hellbrügge:
Wir sollten nicht alles den Eltern aufbürden, wir sollten sie eher entlasten
und ihnen zeigen, was man besser machen kann. Hier kommen wieder die
Spezialisten zu Wort, denn jeder hat seine spezielle Aufgabe, und es bedarf
eines Regisseurs, um sie miteinander zu vernetzen. Das mutet man den
Eltern jeden Tag zu, denn sie müssen die Schule vernetzen. Es gibt keine
Studie darüber, aber es wäre ganz interessant nachzuprüfen, wie viel
Prozent der Eltern auch als Nachhilfelehrer tätig sind, damit sie das
nachvollziehen, was in der Schule nicht geleistet werden kann, da kein Kind
- auch kein Erwachsener - in der Lage ist, von 8 bis 14 Uhr unentwegt
konzentriert zuzuhören, das zu verarbeiten und daraus einen positiven
Prozess zu machen. Es wird Zeit, dass wir über unsere Schulsituation neu
nachdenken und etwas weniger Verwaltung und dafür etwas mehr
Menschsein hineinnehmen. Für mich war es eines der großen Erlebnisse,
als ich als Mitglied des Deutschen Bildungsrates in Frankfurt zum ersten
Mal einen Montessori-Kindergarten sah, in dem jedes Kind intensiv
arbeitete. Ich sah keine Lehrerin. Während ich staunend vor diesem
Phänomen stand, kam eine ältere Dame unter dem Tisch hervorgekrochen
und sagte: "Wenn Sie mich suchen, der kleine Fritz wollte absolut
Mathematik unter dem Tisch machen, und so musste ich mich dahin
begeben." Ich dachte mir nur: Was für ein Unterschied! Kein Pult, der Lehrer
ist da, wo das Kind ist, und hilft ihm, noch besser zu lernen.

Küpper:
Und das Ganze ohne Autoritätsverlust.

Hellbrügge:
Er hat ja dann die Autorität, weil das Kind sieht, dass ihm geholfen wird. Die
größte Autorität besteht nicht im Befehlston, sondern darin, jemandem zu
helfen.

Küpper:
Sie sind ein "fanatischer Kinderfreund" hat jemand geschrieben, eine
Bezeichnung, an der es nichts zu rütteln gibt. Wahrscheinlich war das die
Grundlage, dass Sie alles so schaffen konnten.

Hellbrügge:
Ja. Ich bin das älteste von sieben Kindern und bin es gewohnt, mit jüngeren
Geschwistern umzugehen. Auch heute noch - soweit sie nicht gestorben
sind - treffen wir Geschwister uns ständig. Das habe ich auf die eigene
Familie übertragen. Inzwischen geht es von Japan bis Südamerika, auch in
den USA kommen jetzt die ersten Kinderzentren, und so ist ein weltweites
Netz der Hilfe durch meine Ideen entstanden, obwohl ich das weder
vorhatte noch geplant habe. Ich wusste nur, dass ich dort helfen musste, wo
Not herrschte.

Küpper:
Ein fanatischer Kinderfreund, ein Idealist, ein beharrlicher Mensch.
Professor Theodor Hellbrügge, geboren in Dortmund, lange Zeit in
München tätig, der Erfinder des "Kinderzentrums", ein Mann, der gute Ideen
geschaffen hat, mit denen man sich auseinandersetzen sollte. Ich hoffe, wir
haben dazu einen kleinen Anstoß gegeben. Ich wünsche Ihnen, Herr
Professor Hellbrügge, alles Gute und danke Ihnen, verehrte
Zuschauerinnen und Zuschauer, für Ihr Interesse an unserer Sendung.
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