Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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Resolution zur Förderung der Familie

Verein Verantwortung für die Familie e. V.
Albertstr. 14
29525 Uelzen

An das Bundesministerium für Familie, Senioren, Jugend und Sport, Berlin

Bei ihrer Verbandstagung auf der Burg Rothenfels haben die Vereinsmitglieder ein Konzept zur Eindämmung des Verfalls der Familie in Deutschland entwickelt. Das Familienministerium wird gebeten, den folgenden Vorschlag zur psychischen Sanierung der Familie wohlwollend zu prüfen, zu differenzieren und in die Tat umzusetzen.

Resolution zur Förderung der Familie

Die wirtschaftlichen Probleme der Industrienationen haben ihre Ursache partiell in der seelischen Schwächung der jungen Generation. Die Zunahme der negativen Sozialindikatoren: Kriminalität, Suchterkrankungen, Geburtenschwund und Ehescheidung sowie die unzureichende Leistungsfähigkeit vieler Jugendlicher, die bereits bei Kindern in den ersten Grundschuljahren sichtbar wird, ist mitbedingt durch die wachsende Instabilität der Familien. Hier ist in den vergangenen dreißig Jahren eine Einbuße an seelischer Gesundheit entstanden, die zu einem millionenfachen Potential von depressiven Charakterstrukuren geführt hat. Das hat Ursachen, die sich mit kinderpsychologischer Fachkompetenz voraussagen ließen. (S. Christa Meves, Manipulierte Maßlosigkeit, Mut zum Erziehen).Die „Frühgeburt Mensch“ (Adolf Portmann) ist auf intensive, personale „natürliche“ Betreuung – besonders in den ersten Lebensjahren angewiesen, wenn er sich zu stabiler seelischer, intellektuell leistungsfähiger Gesundheit entfalten soll. Die Hirnforschung in den USA hat diese Erkenntnis der Kinderpsychologie nachhaltig untermauert. Die Familie mit einer Anzahl naher Angehöriger, die sich ihrer Verantwortung für das Kind stellen, hat sich dadurch als unaufgebbar erwiesen. Väter und Mütter sind nicht durch Institutionen, Organisationen, wie z. B. durch Kinderkrippen und Kindertagesstätten zu ersetzen.

„Sucht ist der Ersatz für die veruntreute Mutter.“ (Szondi).
Dem so entstandenen Familienschwund muss mit gewichtigen Maßnahmen entgegengewirkt werden, wenn der wirtschaftlichen Katastrophe und dem Niedergang des geistigen Niveaus Einhalt geboten werden soll. Mutterschaft als Hauptberuf für ein bis zwei Jahrzehnte der besten Lebensjahre (das heißt Kinder in der eignen Obhut großzuziehen), ist heute in der Bundesrepublik wesentlich strapaziöser, unbequemer und damit unattraktiver als die Alternative: der Aufbau der selbstständigen, materiellen Existenz und die Inanspruchnahme von Freiräumen (Feierabend, Urlaub) bei manngleicher Berufsausübung.

Die vielfältigen Bemühungen um eine Vereinbarkeit und Erwerbstätigkeit von Müttern haben ihr Ziel: eine Vermehrung von stabilen Familien und einer zu durchhaltender Leistung fähigen jungen Generation nicht erreicht. 10% der Hauptschulabgänger sind für einen Arbeitsplatz nicht vermittelbar! Dies muss also angesichts unserer Lage deutlich werden: Nehmen wir die weltweite Erfahrung über das bessere Gedeihen der Kinder in der Familie als Unausweichlichkeit an – oder machen wir uns - unbelehrbar blind und ohne Hoffnung auf Zukunft - zu Anwälten einer verstärkten Kollektiverziehung? Schaffen wir es, den falschen Ansatz zu erkennen und uns danach auszurichten oder beharren wir kurzsichtig auf den zwar berechtigten aber bedenklichen Ansprüchen der vorrangig zum Beruf erzogenen modernen Frauen? Eins ist gewiss:
Eine Rückkehr der Mütter zum Familiendienst lässt sich so ohne weiteres – ohne Veränderung der Einstellung und der Ausbildungssysteme nicht erwarten und einfach fordern. Schließlich ist es ebenso berechtigt wie sinnvoll, dass Mütter auch jenseits der Kindererziehungsphase ihre Fähigkeiten und Kräfte einsetzen. Aber das muss einander nicht ausschließen, wie es heute leider häufig der Fall ist. Die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit geht auf Kosten der seelischen Gesundheit der Heranwachsenden und der Überlastung der Mütter in der zweifachen Aufgabenstellung, besonders wenn die unzureichend betreuten Kinder durch diesen Umstand schwer erziehbar werden. Es bedarf deshalb vielmehr einer gekonnten Lösung. Zwei Gegebenheiten können dabei hilfreich sein:
Erstens: Junge Menschen haben mehrheitlich Sehnsucht nach der Gründung einer Familie und
zweitens ebenso mehrheitlich sehnen sich sowohl die Mütter wie die Kleinkinder beieinander bleiben zu dürfen, wenn das nur ginge!
Die Befragungen zweier Meinungsinstitute, Allensbach und Emnid im Frühjahr 2002 haben bewiesen, dass die Mehrheit junger Eltern ihre Kinder selbst erziehen möchte. Wie eine weitere Studie des Meinungsforschungsinstituts Allensbach bereits im Jahre 2001 belegt, wünschen sich junge Menschen mehrheitlich eine Familie. Das sind gewichtige Erhebungen für die Politik. In der Bevölkerung ist offensichtlich der gesunde Menschenverstand noch nicht völlig verlorengegangen. Andererseits fürchten die Frauen mit Recht als „Heimchen am Herd“ ins gesellschaftliche Abseits zu geraten. Zudem will die junge moderne Frau berechtigterweise gesellschaftlich anerkannt sein, und sie braucht einen Status finanzieller Unabhängigkeit. Deshalb brauchen wir ein Konzept, das den unaufgebbaren Wert der Familie wieder zur Geltung bringt, ohne dass das für die Frau eine Sackgasse ist. Die Wahlfreiheit zur Ausbildung in den verschiedensten Berufen und zur Wiederaufnahme ihrer ursprünglichen Berufstätigkeit nach einer Familienphase, sowie spätere berufliche Weiterentwicklung müssen erhalten bleiben.
Diese wesentlichen und berechtigten Bedürfnisse der modernen Frau lassen sich durch folgendes Konzept erfüllen:

:!: • Jede Frau kann – nach ärztlicher Feststellung und Bescheinigung der Schwangerschaft in eine halbjährige Ausbildung zum Beruf der „Kommunikatorin“ treten. Sie schließt mit einem Zertifikat ab.
:!: • Nach der Geburt des Kindes erhält sie diese Berufsbezeichnung und einen Anspruch auf ein monatliches Gehalt sowie einen Rentenanspruch.
:!: • Diese Berufsausbildung zur „Kommunikatorin“ wird von Pädagogen mit Familienerfahrung durchgeführt.
:!: • Die Zahlungen und die Rentenansprüche werden mit der Zahl der Kinder und der Jahre ihrer
:!: • Tätigkeit als „Kommunikatorin “ aufgestockt.
:!: • Bei den Wahlen erhält die „Kommunikatorin“ so viele Stimmen mehr, wie sie Kinder hat.
:!: • Fortbildungsveranstaltungen im vierwöchigen Turnus begleiten die jungen Mütter bei ihrer Erziehungsarbeit.
:!: • Von der Vierzehnjährigkeit des jüngsten Kindes ab kann Fortbildung zu Ausbildungsleiterinnen für die jungen Mütter und andere aus dem Mutterberuf ableitbaren sozialen Tätigkeiten erfolgen.
:!: • Natürlich kann man aus dem Beruf der „Kommunikatorin“ auch wieder ausscheiden und eine andere Berufstätigkeit aufnehmen.
:!: • Es kann aber auch ein direkter Übergang von der Mutter zur ebenfalls honorierten Großmutterschaft als Mithilfe für die jungen Frauen erfolgen. Gestandene Familienmütter ohne Enkelnachwuchs können sich als „Adoptivgroßmütter“ in den jungen Familien betätigen.
:!: • Um dieses Programm durchführen zu können und die jungen Mütter mit mehreren kleinen Kindern vor Überlastung zu bewahren, wäre es anzustreben, dass ihnen junge Hilfskräfte zur Seite gestellt werden würden. Das könnte durch eine Erweiterung des freiwilligen sozialen Jahres schulentlassener Mädchen geschehen. Der Nachweis des sozialen Jahres in einer jungen Familie würde bei der Ausbildung zur Kommunikatorin angerechnet werden.
:!: • Die Kommunikatorin erhält bei den Wahlen so viele Stimmen mehr als sie Kinder unter 18 Jahren hat.
Durch die Verwirklichung dieses Modells würde den Industrienationen aus lebensgefährlichen Sackgassen herausgeholfen werden. Diese Regelung würde es möglich machen, die Bevölkerungsimplosion aufzuhalten und zwar aus folgendem Grund:

:arrow: 1. Die Mütter brauchten sich nicht länger als disqualifiziert und diskriminiert zu fühlen. Sie wären mit anderweitig berufstätigen Frauen gleichberechtigt.

:arrow: 2. Ihre finanzielle Unabhängigkeit bliebe erhalten. Die Furcht vor dem Tod oder der Untreue des Partners fiele aus. Auch Alleinerziehende könnten sich besser beschützt fühlen. Es würden dann auch nicht mehr unerwünschte Schwangerschaften so oft zu Abtreibungen führen; denn die Kinder könnten ohne Not ausgetragen werden, da der Lebensunterhalt durch die eigenständige Erwerbstätigkeit der jungen Mutter gesichert wäre, ohne dass sie ihr Kind bzw. ihre Kinder verlassen müsste.

:arrow: 3. Ihre wertvollen Erfahrungen könnten genutzt und von ihnen jenseits der zweiten Lebenshälfte voll eingesetzt werden.

:arrow: 4. Durch die Fortbildungskurse, durch Beratung und Betreuung der jungen Mütter wird die Erziehung der Kinder begleitet und so die erhebliche Zahl schwerer Fehlentwicklungen, wie sie heute existieren, eingeschränkt. Zudem wird eine Isolation der sogenannten „Grünen Witwen“ dadurch vermieden, dass mehr Kontakte zu jungen Frauen in gleichen Lebenslagen entstehen.

:arrow: 5. Es würden sich mehr Frauen im jungen Alter zur Mutterschaft entschließen, statt den Abschluss langjähriger Berufsausbildungen anzustreben und schließlich – wie heute häufig – den Plan einer Familiengründung gänzlich aufzugeben, gewissermaßen zu verpassen, oder – bei der Entscheidung für die Familie – keine Möglichkeit zum späteren Wiedereinstieg in den Beruf zu finden, so dass Kraft und Geld sich als vergeudet erweisen.

:arrow: 6. Die jungen Mütter mit kleinen Kindern entgehen durch die Hilfe junger Mädchen (evtl. auch durch Großmütter und Adoptivgroßmütter, die in jungen Jahren dem Mutterberuf nachgekommen sind) der so gefährlichen, zur Kinderfeindlichkeit führenden Überforderung.

:arrow: 7. Die jungen Frauen würden so viel finanzielle Sicherheit erwerben, wie sie sie in Zukunft, zumindest in Deutschland, nie mehr bekommen würden, weil sich der Generationenvertrag aufgrund des Geburtenschwunds bereits für ihre Generation wird nicht mehr realisieren lässt.

:arrow: 8. Die Arbeitslosigkeit würde um die vielen Frauen dezimiert werden, die eigentlich gar keinen Arbeitsplatz suchen, weil sie zu Hause dringend gebraucht werden. Viele dieser Frauen sehen sich genötigt, sich das Arbeitslosengeld des Staates zu erschleichen.

:arrow: 9. Die Krankenkosten und die Zahl der Sozialhilfeempfänger würden auf ein noch bezahlbares Maß absinken, weil so viel mehr Kinder durch gekonnte individuelle Erziehung zu seelisch gesunden Erwachsenen werden würden.

:arrow: 10. Das schulische Niveau der Kinder in Deutschland würde sich anheben, weil die jungen Mütter sich mit den Kindern im Vorschulalter planvoll angeleitet beschäftigen würden und ihnen z.B. durch Vorlesen Freude am Buch und am schulischen Lernen wecken würden.

:arrow: 11. Die Anerkennung der Unaufgebbarkeit von Familie und des hohen Wertes der Mutteraufgabe würde Glück für den Einzelnen und Gedeihlichkeit der Gesellschaft zur Folge haben.

:arrow: 12. Die finanzielle Belastung der öffentlichen Hand wird die Beträge die bei der flächendeckenden Einrichtung von Krippen, Tagesstätten und Horten benötigt werden (22 Milliarden DM pro Jahr), gewiss nicht übersteigen. Langfristig ist das Modell das weniger teure Programm, weil Arbeits-, Liebes- und Bindungsfähigkeit bei den jungen Menschen gesteigert werden.

Wir brauchen nur den Mut, der Sackgasse unseres einseitigen Ausbildungssystems für Frauen endlich Valet zu sagen. Eine Gesellschaft, die trotzig die Vorgaben vernachlässigt, die in der Spezies Mensch nun einmal existieren, handelt sich grundsätzlich ihren Untergang ein. Sein oder Nicht-sein ist hier also die Frage.


Verantwortung für die Familie e.V.
Albertstr. 14
D-29525 Uelzen
Antwortmail: vfa-newsletter@eccm.de

www.christa-meves.de
www.vfa-ev.de
www.eccm.de

Gern nehmen wir Ihre Hinweise und Anregungen entgegen.


Entnommen aus der Seite "Verantwortung für die Familie e.V."

Dort können weitere wertvolle Aufsätze heruntergeladen werden:

Deutliche Ost-West-Unterschiede der Häufigkeit Hyperkinetischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen
Die Lebenskraft der Liebe
Erwerbstätigkeit kann Mütter krank machen
Fremdbetreuung im frühen Kindesalter
25 Prozent der Kleinkinder mit psychischen Schäden
Gehirnjogging - was Kinder schon vor der Geburt lernen
In Kinderkrippen werden Kinder krank
Individualität und Kollektivismus
Kinder sind kein Armutsrisiko!
Kinder lernen mit Gefühl
Krippen zerstören die Eltern-Kind-Beziehung
Krippenkinder sind aggressiver
Mütterdienst oder Krippenbetreuung
Säuglingskrippe - Erfahrungen einer jungen Mutter
Seelisch kranke Schulanfänger
Sichere Mutter-Kind-Beziehung schützt vor Stress
Stillen schützt Mütter vor Rheuma
Pubertät - Hormon erklärt Stimmungsschwankungen
Stellungnahme der Psychoanalytiker zum Krippenausbau
Die Qualität der Lehrer bestimmt den Schulerfolg

_________________
Kinder - unsere Freude.
Glücklich wird, wer andere glücklich macht.


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PostPosted: 04.11.2007, 00:41 
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Kinder haben das Recht auf die
freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit


Nach einem Interview von Brigitta vom Lehm mit dem Kinderpsychiater Prof. Dr. Gunter Moll und dem Neurobiologen Prof. Dr. Ralph Dawirs der Universitätsklinik Erlangen:

Kinder kommen nicht fertig auf die Welt. Sie brauchen zunächst Unterstützung, Schutz und Geborgenheit. Es muss jemand da sein und sie an die Hand nehmen.
Die Persönlichkeit fällt ja nicht vom Himmel, sie entfaltet sich. ... Die frühe Zeit entscheidet maßgeblich über die spätere soziale Kompetenz und die Stellung des Einzelnen in der Gesellschaft.
Für das Gefühlsleben ist es überhaupt nicht unwichtig, wer (für das Kind) da ist. Da wir ja quasi zu früh auf die Welt kommen, bildet sich etwas spezifisch Menschliches heraus: die Bindung. Wir tragen die Kinder idealerweise ein oder zwei Jahre mit uns, im Arm oder im Tragetuch. Das führt zu einer emotionalen Bindung, einer Sicherheit. Emotionale Sicherheit muss sich ausbilden, ...sie wird durch Erfahrung erworben.

Die emotionalen Empfindungen bilden sich in den nächsten sechs Jahren im sog. Mandelkern aus. Besonders wichtig sind hier die ersten drei Jahre. Damit die entsprechenden Hirnstrukturen sich aufbauen können, müssen die Bezugspersonen in dieser Zeit verbindlich sein. Es müssen nicht die leiblichen Eltern sein. Aber es kann nicht heute der und morgen jener sein. Herrschen in diesem Zeitfenster suboptimale Bedingungen, sind die Folgen beim Sechsjährigen irreversibel. Es ist nicht gut, wenn ein Kind bindungsfrei aufwächst. Das ist dann der Fall, wenn dem Kind wechselnde Bezugspersonen zur Verfügung gestellt werden. ...

Erfolgt die Hirnentwicklung in diesem Stadium nicht optimal, dann ist die später auch nicht mehr wegzupädagogisieren.
Wir müssen nicht alle die weltbesten Fernsehzuschauer oder Computerspieler werden. Wenn wir das wollen, müssen wir das mit den Kindern trainieren. Dann müssen wir sie den ganzen Tag vor den Fernseher setzen. Und dann müssen sie auch immer dicker werden, damit sie besser sitzen können. Es ist immer das Signal, das wir geben, und das Gehirn antwortet darauf.
Es ist unsere gesellschaftspolitische Verantwortung, die richtigen Signale für die Gehirnentwicklung unserer Kinder zu geben.
An der Uni kann man später gern abstrakt lernen, aber nicht im Kindesalter.

Es herrscht in der Öffentlichkeit das große Missverständnis, als könne man gewisse Lernvorgänge vorziehen. Das ist falsch, denn das Langzeitgedächtnis beginnt erst mit fünf, sechs Jahren zu arbeiten. So lange ist die Hauptaufgabe des kindlichen Gehirns, das emotionale
Gedächtnis zu entwickeln. Das ist wichtig für die Ausbildung einer Sozialkompetenz und das Überleben in der Gruppe.

Quelle:
Kinder lernen mit Gefühl. Die Welt, 03.11.07, S.W3

Weiterführende Literatur:
MOLL,G.; DAWIRS,R.; NIESCKEN,S.: Hallo, hier spricht mein Gehirn. Beltz Verlag
Meves, Christa: Deutschland Geheimnis Gehirn. Resch Verlag


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PostPosted: 15.12.2007, 00:26 
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Infobrief vom 13.12.07

Krippen zerstören die Eltern-Kind-Beziehung


Eine heute vierfache Mutter besuchte als Kind in der DDR eine Kinderkrippe - eine traumatische Erfahrung

Auszüge:

Normalerweise wurden die Kinder in der DDR-Zeit früh um sechs abgegeben und abends um fünf geholt.
Die nächste Stufe war die Wochenkrippe für Schichtarbeiter und Künstler. Da waren die Kinder nur am Wochenende zuhause. Ich sprach mit Erzieherinnen, die da gearbeitet haben und den Job aufgeben mußten, weil sie es nicht ertrugen.
Die Kinder schrieen die ersten drei Tage und lagen dann nur noch apathisch da.
Als Mutter würde mir das Herz brechen.

Wenn eine Mutter sich nun fragt, ob es vielleicht doch nicht so gut ist, was sie tut (nämlich das Kind in die Kinderkrippe geben), wird sie nie de Bestätigung kriegen, daß ihr mütterliches Empfinden richtig ist. Es ist uns abgewöhnt worden. Über Jahre wurde gesagt, Mütter seien nicht nötig für das Kind. Frauen seien wichtig in der Produktion.

Es wird behauptet:
Die Eltern sind unfähig, wir brauchen mehr Krippen. Doch je mehr Krippen wir haben, desto mehr verlieren wir in der nächsten Generation die Fähigkeit und den Willen, unsere eigenen Kinder zu versorgen.

Es könnte den Leuten doch egal sein, wenn eine Familie die Kinder nicht in eine Krippe bringen möchte.
Aber jedes totalitäre Regime muß versuchen, die Bindung zwischen Eltern und Kindern zu kappen, damit es die Kinder besser in die Hand bekommt.
Die Bindung läßt sich am besten an der Wurzel zerstören, sodaß sich die Kinder nicht mehr an den Eltern orientieren.

Ich habe Angst vor der Lieblosigkeit, die hier grassiert. Wie man mit verlogenen Argumenten jetzt in ganz Deutschland, auch im Westen, den Bau neuer Krippen vorantreiben will.
Wenn wir in unserer Gesellschaft noch genug Liebe hätten, dann würden wir das von vornherein nicht ins Auge fassen:
Ein kleines Kind aus seiner Familie rauszuziehen, es von seiner Mutter zu trennen.
Wenn wir noch genug Liebe hätten, wüßten wir in unseren Herzen, daß das nicht gut ist.


Quelle:
Die Weltwoche, Ausgabe 50/07, Zürich

Weiterführende Literatur:
MEVES, Ch.: Geheimnis Gehirn. 2. erweiterte Auflage 2007, Resch Verlag


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PostPosted: 06.02.2008, 07:31 
V e r a n t w o r t u n g f ü r d i e F a m i l i e e . V.
Web: www.vfa-ev.de | Kontakt: info@vfa-ev.de | Newsletter: www.vfa-ev.de/newsl.htm
Spendenkonto: Verantwortung für die Familie e.V. ● Nr. 555-33 Sparkasse Uelzen ● (BLZ 25850110)
IBAN: DE98 25850110 0000055533 ● BIC: NOLADE 21 UEL

Stillen kann Babys vor Asthma schützen

Asthmatische Erkrankungen in Industrieländern sind im gleichen Maße gestiegen, wie das Stillen von Säuglingen zurückgegangen ist.
In Tierexperimenten konnte nun gezeigt werden, dass die Weitergabe von Allergenen mit der Muttermilch Säuglinge jedoch im späteren Leben vor allergischen Erkrankungen schützen kann. Diese Allergene führten bei den Säuglingen zu einer Immuntoleranz.

Sollten sich die Ergebnisse auch beim Menschen bestätigen lassen, wäre das derzeitige Bestreben einer möglichst allergenarmen Ernährung von Kindern mit einem erhöhten Allergierisiko zu hinterfragen.
Kinderärzte und Ernährungsexperten raten Müttern daher seit langem, ihre Säuglinge möglichst sechs Monate lang zu stillen und sich selbst dabei möglichst ausgewogen zu ernähren.

Quelle:
Verhasselt,V.; Milcent,V.; Cazareth,J.; Kanda,A.; Fleury,S.; Dombrowicz,D.; Glaichenhaus,N.
und Julia,V.: Breast milk–mediated transfer of an antigen induces tolerance and protection
from allergic asthma. Nature Medicine. January 2008 | doi:10.1038/nm1718

Weiterführende Literatur:
MEVES,Ch., Erziehen lernen. ReschVerlag. 26. Auflage.
La Leche Liga (www.lalecheliga.de)


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