Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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Kinder benötigen die Zuwendung ihrer Mütter und Väter in ausreichendem Maße - Den Krippenausbau in Deutschland verhindern - Ein Kommentar von Eva Herman

Entnommen aus kath.net

Hamburg (kath.net/idea)
Lea-Sophie (5), verhungert … Kevin (2), totgeschlagen … Jessica (7), verhungert … Max-Luca (1), totgeschlagen … Justin (1 1/2), zu Tode verbrüht … Das dritte Jahrtausend hat begonnen und die Menschheit ist stolz auf ihre hoch entwickelten, technischen Errungenschaften. Wir sind vernetzt mit der ganzen Welt, Entfernungen zu anderen Kontinenten werden mühelos bewältigt. Alle diese Eroberungen interessieren die toten Kinder nicht mehr. Sie starben durch die Hände ihrer Mütter, Väter oder Stiefväter, getrennt durch einige Zentimeter Mauerwerk von der Außenwelt – von uns, der übrigen multimedial vernetzten, modernen Gesellschaft. Sie starben, während nebenan im Fernseher darüber berichtet wurde, dass zwar die Diätenerhöhung der Politiker beschlossene Sache, die Erhöhung des Kindergeldes jedoch verschoben worden sei.

Warum sie starben

Sie starben, weil ihre Eltern überfordert waren: mit dem täglichen Überlebenskampf, mit ihren Kindern, vor allem aber mit sich selbst. Wer sich die Mühe macht, genauer hinzusehen, stellt fest, dass die Eltern der toten Kinder fast ausnahmslos unter eigenen schwersten, zum Teil traumatischen Bindungsstörungen leiden. Ihr Leben begann meist in gefühlsarmen sozialen Sicherungssystemen, in Heimen oder überfüllten KiTas. Liebe und Zuwendung erfuhren sie selten. Der Heidelberger Wissenschaftler Ronald Grossarth fand in langjährigen Studien heraus, dass eine stabile, liebevolle Mutterbeziehung das ideale Fundament für ein glückliches, gesundes Leben und den christlichen Glauben darstellt. Wer Liebe erfährt, erkennt Gott leichter und findet zu ihm. Wer sie nicht kennenlernen darf, versinkt oft in den Verstrickungen seines anstrengenden Lebens und geht manchmal auch mit dem Teufel unter. In unserem heutigen Gesellschaftssystem, in welchem Kinder viel zu früh von ihren erwerbstätigen Müttern getrennt werden, kommt es nicht selten zu dramatischen Auswirkungen der Beziehungslosigkeit. Aus Kindern ohne Liebe werden häufig Erwachsene voller Hass! Wenn sie selbst Eltern werden, stehen sie mit ihren Ängsten, Sorgen und Unfähigkeiten alleine da, ihre Kinder sind nicht selten an Leib und Seele gefährdet. Zwar registriert das Jugendamt diese „Fälle“, doch geholfen wird Kindern und Eltern eher selten. Die Finanzen für die Jugendämter wurden stark gekürzt, die Folgen sind dramatisch: Es wird heute meist nach Kassenlage der Institutionen und nicht nach Hilfsbedürftigkeit der Familien entschieden! Mitarbeiter sind hoffnungslos überfordert.

Den Krippenausbau verhindern!

Auch Menschen mit massiven Bindungsstörungen können ihre Kinder erziehen, wir müssen ihnen nur dabei helfen. Sie brauchen unser Verständnis und unsere Liebe. Nur wer darüber informiert ist, dass Kinder die Zuwendung ihrer Mütter und Väter in ausreichendem Maße benötigen, um stabil und gesund durchs Leben zu kommen, wird alles unternehmen, um den Krippenausbau in Deutschland auf 750.000 Plätze zu verhindern. Er wird nicht die Erwerbstätigkeit der Frau als höchstes Ziel verfolgen, sondern das Wohl der Kinder und Familien als vorrangiges Ziel betrachten. Er wird nicht das Jugendamt anweisen, die Kinder von den „Horroreltern“ wegzuholen, und die Lufthoheit über den Kinderbetten der Staatskontrolle übertragen, vielmehr wird er alleine die Stärkung der Familie von der Wurzel an vorantreiben. Hier sind die Kirchen gefragt, hier liegt die Verantwortung der Christen. In einer Welt, die immer moderner, schriller und materialistischer wird, ist es oberstes Gebot, unseren Kindern die notwendige Geborgenheit zu geben. (idea)

(Die Autorin, Eva Herman (Hamburg), ist ehemalige Tagesschau-Sprecherin und Bestsellerautorin)

Siehe auch die folgenden Beiträge im Forum:

Verstaatlichung der Kinder

Was brauchen die Kinder - was tut ihnen gut?

Saarländische Linkspartei fordert Erziehungsgehalt

Die Christen


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