Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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Familiennetzwerk wirft SPIEGEL offene Manipulation vor

Die Titelstory „Glaubenskrieg ums Kind“ setzt (9/2008) einschlägige Techniken der Propaganda ein


Die jüngste Titelgeschichte des Spiegel beginnt mit dem Anspruch der Wissenschaftlichkeit und gibt vor, einen ideologiefreien, kompetenten Beitrag zur Diskussion liefern zu wollen. Dieser Anfangseindruck verflüchtigt sich rasch. 14 Seiten lang wird die Leserschaft mit dem Instrumentarium der Manipulation bearbeitet. Hier einige Beispiele:

1) Symptomatisch für die mangelnde Differenzierung ist das Artikel-Eingangsfoto. Es zeigt Kinder im Kindergartenalter - nicht die Kinder, um die es hier geht.

2) Fachlich fundierte aber „unpassende“ Informationen werden unterschlagen:

Das Memorandum der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung vom 12.12.2007 wird nicht erwähnt. (1)
Die Vorsitzende der Vereinigung, Gertraud Schlesinger-Kipp, sagte vor zwei Monaten: „Trennungserfahrungen in sehr frühem Alter werden im Körper gespeichert. Sie tauchen in späteren Situationen als Ängste wieder auf.“

REPORT München zeigt, daß es möglich ist über Langzeitschäden der Krippenerziehung zu berichten (2). Die Redaktion zitiert u.a. Betroffene in der jüngsten Sendung vom 25.02.08, z.B.: Philipp:“ Für mich gibt es so ein Grundgefühl, dass mich wieder bedroht, ich bin relativ sicher, dass das aus dieser Zeit kommt."
Der Zusammenhang zwischen erhöhten Cortisolspiegeln bei Krippenkindern und Hemmung neuronaler Wachstumsprozesse bleibt unerwähnt. (3)

3) Die Gegenseite wird diffamiert oder totgeschwiegen:

„Die Krippengegner jubelten…“
Das Familiennetzwerk, das sich in dieser Frage mehrfach öffentlich geäußert hatte, wird verschwiegen.

4) Desinformation wird betrieben:

„Gleich vier Längsschnittstudien…“ - unbelegt. (4) Klingt nach viel Wissenschaft, ist aber ohne jeden Hinweis auf die Autoren wertlos.
Es wird behauptet: „…nehmen vor allem die ärmeren Familien diese Leistung in Anspruch“. (5) Der Spiegel verifiziert nicht. Der Sozialminister Dr. Zeh sagt dem Familiennetzwerk auf Anfrage: „Es gibt keine Untersuchung, die belegt, daß vor allem die ärmeren Familien die Leistung in Anspruch nähmen.“

5) Nachteile und Risiken werden bagatellisiert:

Umdeuten von aggressivem Problemverhalten in „Dominanz gegenüber Gleichaltrigen und Erziehern“. (6)

6) Umfragen werden manipulierend formuliert:

„Halten Sie es für schädlich für die Entwicklung eines Kindes, wenn es in den ersten drei Lebensjahren stundenweise in einer Kinderkrippe oder von einer Tagesmutter betreut wird?“ (7) Unterschlagen wird hier, dass es bei der Kita-Betreuungsdiskussion nicht nur um einzelne Stunden sondern halbe und ganze Tage geht.

7) Schlussfolgerungen werden gezielt umgedeutet:

„Wie kann eine Überzeugung so hartnäckig … der wissenschaftlichen Erkenntnis trotzen?“ (8 ) Die größte laufende Krippenstudie (NICHD = National Institute of Child Health and Human Development) stuft die Steigerung des aggressiven Verhaltens unter 11jährigen Schülern, die als Baby und Kleinkind in Krippenbetreuung waren, als signifikant und gesellschaftlich relevant ein. (9)

Quellen:

(1) Memorandum der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung vom 12.12.2007 http://www.dpv-psa.de/html/Pressespiege ... Psyche.htm

(2) http://www.br-online.de/daserste/report ... 008/00453/

(3) „Früher Stress bremst das Gehirnwachstum“ Psychologie heute; Heft 11/2004. http://www.familie-ist-zukunft.de/alte_ ... chstum.htm

(4) „Glaubenskampf ums Kind“ S.45, Spalte 1.

(5) ebenda, S. 48, rechte Spalte

(6) ebenda, S.50, mittlere Spalte

(7) ebenda, S. 44, Ende mittlerer Spalte

(8 ) ebenda, S.50, rechte Spalte

(9) "Are There Long-Term Effects of Early Child Care?"
Child Development, March/April 2007, Volume 78, Number 2, Pages 681-701

Das Familiennetzwerk ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Vereinen, Institutionen, Familien und Wissenschaftlern. Es setzt sich u.a. dafür ein, dass die Bedürfnisse der Kinder in der Vereinbarkeitsdebatte berücksichtigt werden und finanzielle Gerechtigkeit für Familien hergestellt wird.

Familiennetzwerk Deutschland
Hollernstr. 109
21723 Hollern

Maria Steuer
Tel.: 0173 / 8692741
info@familie-ist-zukunft.de


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Dr. Johannes Schwarte

Erweiterte Gesichtspunkte zur Kritik des SPIEGEL-Artikels
Zur Entlarvung seiner Desinformationsmechanismen



• Hans-Joachim Maaz wird völlig totgeschwiegen: nicht nur sein Buch "Der Gefühlsstau" über die "charakterdeformierenden" Auswirkungen der Kinderkrippen in der DDR, sondern auch sein neues Buch "Der Lilith Komplex" mit wichtigen Feststellungen zur Bedeutung der Mütterlichkeit und Aspekten ihrer Störung. "Mutterverarmung" und "Muttermangel" sind Leitbegriffe in diesem Buch. Eine zentrale Feststellung von ihm: "In den ersten drei Lebensjahren des Kindes ist die Mutter die wichtigste Bezugsperson in jeder Hinsicht – durch nichts und niemanden wirklich zu ersetzen und ohne Schädigung des Kindes auch nicht zu kompensieren. Die Zeit der 'sozialen Frühgeburt' ist erst nach etwa drei Jahren beendet. In dieser Zeit der wesentlichen Strukturbildung der Persönlichkeit bilden sich ganz grundlegende Fähigkeiten von Welterfahrung heraus: Urvertrauen oder Urmißtrauen, Gewißheit oder Zweifel, Selbstsicherheit oder Selbstunsicherheit, Selbstbewußtsein oder Minderwertigkeitsgefühle. Auch die Wurzeln für Sinnerfahrung, Beziehungsfähigkeit und Realitätsbezug gegen Sinnlosigkeit, Kontaktangst und Irrationalität entfalten sich in dieser Zeit. So entscheidet die Mutter auf das nachhaltigste über die Zukunft ihres Kindes. Sie sollte also in dieser Prägungsphase am besten immer präsent sein und nur das Kind entscheiden lassen, wenn dieses sich mal von seiner Mutter zurückziehen oder entfernen möchte" (S. 81).

• Auch die wichtigen Arbeiten des Verhaltensbiologen Bernhard Hassenstein bleiben unerwähnt. Auch von ihm eine zentrale Feststellung: "Heute kann kein Zweifel mehr bestehen: Persönlichkeitsschäden, wie sie durch bindungsloses Aufwachsen eines kleinen Kindes oder durch mehrmalige Bindungsabbrüche entstehen, beeinträchtigen die Chancen im späteren Leben so stark oder stärker als die schlimmsten sozialen und psychischen Benachteiligungen des späteren Lebens. Aus dieser Tatsache leitet sich der Anspruch eines jeden Kindes auf eine bleibende betreuende Person her, ein Recht auf Familie" (Bernhard und Helma Hassenstein: Was Kindern zusteht, 3. Aufl. München 1990, S.107.)

• Völlig totgeschwiegene wird hierzulande (nicht zur in diesem SPIEGEL-Artikel) die Veröffentlichung des Schweden Jan-Olaf Gustafsson "Wie Kindertagesstätten eine Nation zerstören können" (http://www.der-fels.de/2002/02-2002.pdf). Jan-Olaf Gustafs-son ist Mitglied der Family Campaign Foundation of Sweden. Aus dieser Veröffentlichung ein paar Sätze zum Kinderkrippen-System in Schweden: "Ich habe dieses System unter allen möglichen Gesichtspunkten untersucht und kann keinen Gewinner dabei ausmachen als diesen: Ein moderner säkularer Staat, der seine Bürger allmählich umformt, damit sie ein totalitäres System akzeptieren. Dieser neue Bürgertyp, ohne Stolz und Selbstvertrauen und von Sozialmitteln abhängig, wagt es nicht und weiß auch nicht, wie die Situation zu ändern ist. Wenn nichts in den Ländern getan wird, in denen dieser Prozeß begonnen hat, kann man sich darauf vorbereiten, die Demokratie als blühende Zukunft für freie Individuen, die nach Gottes Geboten und seinen Absichten für die Menschen leben wollen, zu verabschieden. Sind nicht bereits genug Probleme in der Welt zu lösen? Wer wird aus der Schwächung der Nationen einen Gewinn ziehen, anstatt sie zu stärken? Die wertvollste Kraft einer Nation sind gesunde und glückliche Menschen, die aus starken und zufriedenen Familien kommen. Jede Gesellschaft oder Nation steht oder fällt mit dem Zustand der Familie, denn die Familie reflektiert die Lage einer Nation. Wird die Familie zerstört oder geschwächt, so wird es nicht lange dauern, bis auch das Land zerstört ist. Man muß den zerstörenden Prozeß stoppen, solange es noch möglich ist."

• Völlig verschwiegen wird auch der inzwischen erfolgte familienpolitische Kurswechsel in Schweden.

• Zur Frage der Relevanz der Bindung für das weitere Leben (die von Frau Ahnert bestritten wird): Bowlby hat die These vertreten, daß die Analyse der Bindungsqualität einer werdenden Mutter eine Prognose der künftigen Bindungsqualität des Kindes, das sie gebären wird, erlaube. Eine unsicher gebundene Mutter werde wiederum unsicher gebundene Kinder haben...

• Die Verharmlosung der NICHD-Ergebnisse bezüglich der signifikant höheren Aggressivität der "Krippenkinder" durch Jens Asendorpf ist unverantwortlich: Es ist absurd, dass er es als "gefährlich" bezeichnet, von den "Vertrautheitseffekten", wie er Aggressivität und Aufsässigkeit verniedlichend nennt, "auf chronische Aggressivität zu schließen". Es seien doch nur "situationsspezifische Effekte". So kann man natürlich jede nur denkbare aggressive Handlung "umschreiben", um den in diesem Zusammenhang unangenehmen Begriff Aggressivität nicht mehr verwenden zu müssen.

• Kritiker, die man mit Sachargumenten nicht widerlegen kann, versucht man anderweitig zu diskreditieren: Christa Meves versucht man durch Hinweis auf ihr Alter sowie als "bibelfromm" zu diskreditieren.

• Gewährsleute („Kronzeugen“) versucht man dagegen aufzuwerten: Lieselotte Ahnert hat ihre Karriere in den "berüchtigten Kinderkrippen der DDR begonnen" und weiß daher, "wo Wissenschaft aufhört und Ideologie beginnt". - Konsequenz: Die "bibelfromme" Frau Meves verdient es nicht ernstgenommen zu werden; das Urteil der "lebenserfahrenen" Frau Ahnert dagegen hat großes Gewicht!

• Andererseits beruft man sich auf Gewährsleute, deren Urteilsvermögen äußerst fragwürdig ist: Die Ausführungen zu Dänemark stützen sich einzig auf die Erfahrung und das Urteilsvermögen des Ehepaars Abel. Wir haben es hier mit nichts anderem zu tun als mit der Rechtfertigung der eigenen Lebensentscheidung. Kann man da etwas andere erwarten? Wer zu der Frage, ob die Kinder durch frühen Krippenaufenthalt womöglich Schaden nehmen, nichts anderes mitzuteilen hat als Freude darüber, den ganzen aus Deutschland mitgeschleppten "ideologischen Ballast" in Dänemark "ganz schnell losgeworden" zu sein, mit dessen Urteil sollte sich die öffentliche Debatte nicht lange aufhalten.


Münster, den 24.2.2008
Dr. Johannes Schwarte


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PostPosted: 09.03.2008, 23:54 
Von: "Verantwortung für die Familie e.V." [mailto:vfa-newsletter@eccm.de]
Gesendet: Sonntag, 9. März 2008 13:38
An: Verborgene_Empfaenger:
Betreff: Nutzen Krippen der Volkswirtschaft ?

Verantwortung für die Familie informiert




Jedes Kind ein Renditeobjekt?

Man wird sich daran gewöhnen müssen,
dass die eigenen Kinder familienpolitisch als volkswirtschaftliche Renditeobjekte betrachtet werden:

"Investiert der Staat in Kinderkrippen,
so wird eine Rendite in Höhe von rund 13 Prozent für die Volkswirtschaft insgesamt
und von rund 8 Prozent für den Staat als Investor erzeugt.
Der Staat partizipiert dann am Wachstum des Bruttoinlandproduktes,
welches durch die Humankapitalinvestitionen angeregt wird.

Die notwendigen Finanzmittel können aus der demographischen Rendite des Bildungssystems gegenfinanziert werden.
Aufgrund sinkender Schülerzahlen werden jährlich Finanzierungsmittel frei.

Die Verwendung der demographischen Rendite zur Reinvestition in den frühkindlichen Bildungsbereich ist sinnvoll,
da die reale fiskalische Rendite des Staates größer als die reale Rendite von Staatsanleihen ist.
Eine Verwendung der demographischen Rendite im Haushalt oder zur Schuldentilgung wäre daher aus fiskalischer Sicht nicht optimal.

Es ist festzustellen, dass eingebettet in eine Gesamtstrategie der frühkindlichen Förderung,
die auch eine Qualitätsverbesserung umfasst,
die frühkindliche Bildung auch für den Staat die notwendige Renditekraft erzeugt"
(zit.n. Anger et al.: Renditen der Bildung. Köln 2007).

Vor diesem Hintergrund wird die Studie der Bertelsmann Stiftung zur
"Ökonomischen Bewertung von Bildungseffekten bei Krippenkindern"
in der Anlage kritisch gewürdigt.

Weitere Hinweise zum Thema s.a. unter http://www.vfa-ev.de/downloads

Bitte leiten Sie diesen Newsletter an interessierte Eltern weiter.
Anmeldung zum Direktbezug unter: www.vfa-ev.de/newsl.htm

Verantwortung für die Familie e.V.
Albertstr. 14
D-29525 Uelzen
Antwortmail: vfa-newsletter@eccm.de

www.christa-meves.de
www.vfa-ev.de
www.eccm.de

Gern nehmen wir Ihre Hinweise und Anregungen entgegen.

Spendenkonto von Verantwortung für die Familie e.V.:
Nr. 555-33 Sparkasse Uelzen (BLZ 25850110)
IBAN: DE98 25850110 0000055533
BIC: NOLADE 21 UEL


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PostPosted: 09.03.2008, 23:58 
Nützen Krippen der Volkswirtschaft?

Anmerkungen zu suggerierten Bildungschancen


Die Studie wurde im Auftrag der Bertelsmann Stiftung von Sozialwissenschaftlern und
Ökonomen des privaten Forschungsinstitutes BASS in Bern erstellt. Es wurden keine eigenen
Daten erhoben, sondern anonymisierte Datensätze des SOEP (Sozio-oekonomische Panel)
übernommen. Es handelt sich um eine seit 1984 laufende jährliche Befragung privater
Haushalte in Deutschland. Der Datensatz wird Wissenschaftlern gegen eine Nutzungsgebühr
vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zur Verfügung gestellt. Die
Stichprobe umfasste 2006 fast 11.000 Haushalte, in den Jahren 1990-1995 weniger.

Eine Untersuchung der Kinder erfolgte nicht. Es handelt sich lediglich um eine statistische
Hochrechnung weicher, abgefragter Daten, die zudem wenig spezifiziert aufbereitet wurden.

Die einseitige Fragestellung, „welchen zusätzlichen Nutzen der Besuch der Krippe in Bezug
auf die Einstufung auf der Sekundarstufe I bringt gegenüber dem alleinigen Besuch eines
Kindergartens“ lässt außer Frage, ob nicht auch negative Effekte auftreten könnten.

Die Datenerfassung ist unklar. Es bleibt offen, wie viele Kinder in welchem Alter wie lange
eine Krippe besuchen: In den „Krippenbesuchen vor 1995 sind bis zu maximal 20%
Tagespflege-Verhältnisse enthalten“, … es „sind keine Rückschlüsse über die Dauer des
Besuchs möglich“, … „die meisten (wie viele?) der Kinder gehen erst im Alter von 2 Jahren in
die Krippe“.
In die Kategorie „Keine Betreuung“ werden diejenigen Kinder eingestuft, deren Eltern sich
selbst um die Betreuung kümmern und ihre Kleinkinder nicht in Institutionen abgeben.

Behauptungen statt Belege dominieren die Interpretation der Ergebnisse. Es finden sich keine
Darstellungen, wie sich z.B. die Betreuungseffekte pro Jahrgang auswirken, welche
Auswirkungen es hat, ob Eltern getrennt oder zusammen leben oder wie sich die emotionale
Entwicklung der Kinder gestaltet hat. Über ganze Jahrgänge hinweg werden stets nur
Durchschnittswerte gebildet.

Es wird niemand bezweifeln, dass intelligente Kinder – auch nach einem Krippenbesuch –
Gymnasialempfehlungen und Gymnasialabschlüsse erreichen können. Das war jedoch nicht
Zielsetzung dieser Veröffentlichung. Vielmehr werden aufgrund einer ungenügenden
Parallelisierung bzw. Nichterfassung von Daten Scheinkorrelationen dargelegt, die einer
Überprüfung nicht standhalten.

Ob sich diese Humankapitalinvestitionen in Krippen rechnen, ist daher ungewiss.
Möglicherweise bekommen Eltern aber ein schlechtes Gewissen, wenn sie der Volkswirtschaft
ein steigendes Bruttoinlandsprodukt vorenthalten, weil sie selbst ihre Kinder fördern, ganz
abgesehen von den zusätzlichen Einkommenseffekten bei den Eltern, die fiskalisch in Form
von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen genutzt werden könnten.

siehe:
Fritschi,T.; Oesch,T.: Volkswirtschaftlicher Nutzen von frühkindlicher Bildung in Deutschland. BASS AG, Bern 2008


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 Post subject: Fragen zur Seriosität
PostPosted: 19.04.2008, 08:47 
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Weitere Fragen zur Seriosität der Studie:


:?: Aus welcher Schicht kommen die Eltern der Krippenkinder?
:?: Gehören diese Eltern eher zum Mittelstand oder gar zur Oberschicht?
:?: Sind darunter mehr Akademiker als bei jenen Eltern, die ihre Kinder zuhause erziehen?


Wenn - was ich vermute - vor allem Mütter in gehobenen beruflichen Positionen dazu neigen,
ihre Kinder bereits im Säuglingsalter in Krippen betreuen zu lassen,
dann brauchen wir uns über den höheren Anteil an Krippenkindern,
die später das Gymnasium besuchen (zumindest anfangen zu besuchen), nicht wundern.


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