Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 30.07.2008, 20:42 
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Familiennetzwerk erstellt "Fairen Familiengeldrechner"

469 Euro monatlich mehr für 4-köpfige Familie


Stade, im Juli 2008 – Die Familienarmut in Deutschland nimmt kontinuierlich zu.
Der «Kinderreport Deutschland 2007» des Deutschen Kinderhilfswerks berichtet,
dass sich seit Einführung des Arbeitslosengeldes II im Jahre 2005
die Zahl der auf Sozialhilfe angewiesenen Jungen und Mädchen auf mehr als 2,5 Millionen verdoppelt hat.

War 1965 nur jedes 75. Kind unter sieben Jahren auf Sozialhilfe angewiesen,
ist es im Jahr 2008 jedes sechste Kind – und das bei einer Halbierung der Kinderzahl seit 1965.
Doch der Staat reagiert auf diese dramatische Entwicklung mit ungeeigneten Maßnahmen
statt den Familien das Geld zu gewähren, das ihnen zusteht.

Das Familiennetzwerk Deutschland hat berechnet, wieviel Nettoeinkünfte mehr eine Familie monatlich zur Verfügung hätte,
wenn der Staat die besondere Situation der Familien im Steuer- und Abgabenrecht berücksichtigen würde.
Danach käme eine 4-köpfige Familie bei einem Brutto-Familieneinkommen von 3.500 Euro auf Nettoeinkünfte in Höhe von 3.141 Euro.
Zurzeit lässt ihr der Staat inklusive Kindergeld lediglich 2.672 Euro, also 469 Euro weniger.
Auch Alleinerziehende profitieren:
Bei einem durchschnittlichen Einkommen von 2.500 Euro bleibt dem Elternteil mit zwei Kindern 440 Euro mehr vom Lohn.
Netto könnte diese Familie statt 1.867 Euro über 2.306 Euro verfügen.

Generativen Beitrag von Familien nutzen!

„Ein kostenloses Mittagessen in der Kindertagesstätte, Geschenkpakete zum Schulstart oder Gutscheine für die Bildung
können die Familienarrmut nicht lindern.
„All das ist Kurieren am Symptom ohne die Ursache zu bekämpfen“,
stellt Maria Steuer, Vorsitzende des Familiennetzwerks Deutschland fest.

Sie fordert, dass der Staat endlich das Steuer- und Abgabenrecht familiengerecht macht.
„Bereits seit 1990 fordert das Bundesverfassungsgericht vom Gesetzgeber in einer Reihe von Entscheidungen,
zum Beispiel zum steuerfreien Existenzminimum, diese Schieflage zu beseitigen“, so Steuer.

Doch statt die Dinge ins Lot zu bringen und die Einkommenskluft zwischen Personen mit und ohne Kinder zu verringern,
mache die Politik das genaue Gegenteil und streiche beispielsweise die Familienzulagen im öffentlichen Tarifrecht
oder weigere sich, das Kindergeld zu erhöhen.

Der faire Familienrechner des Familiennetzwerks berücksichtigt u. a. den generativen Beitrag von Familien
zur Funktionsfähigkeit eines umlagefinanzierten Sozialversicherungssystems.

Wer wissen möchte, wie viel Geld seines monatlichen Verdienstes ihm bei gerechterer Familienpolitik verbleiben würde,
kann dies mit dem "Fairen Familiengeldrechner" erfahren, den das Familiennetzwerk auf seiner Webseite unter
http://www.familie-ist-zukunft.de/seite/
eingestellt hat.



Weitere Informationen und Kontakt
Familien e.V.
Arbeitsbereich Kinderrechte
Liudger Berresheim
Borngasse 4, 54518 Altrich


Tel: 06571 / 14 59 91
E-Mail: netzwerk-altrich@edocor.de


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