Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 13.02.2009, 21:09 
Familienpolitik
A.K. aus Deutschland


Sind wir auf den richtigem Weg?
Familien unterstützen, indem wir das Familiengeschehen auslagern und Plätze schaffen , wie Kinderhorte und Kindergärten etc.
Wird die Mutter da nicht zur Gebärmaschine degradiert?
Ist es sinnvoll, dass beide Eltern arbeiten gehen müssen, um ihre Familie ernähren zu können?
Dann kann man ja gleich eine verstaatliches Kinderkriegen veranstalten.
Kinder aus Reagenzgläsern , die dann in Kinderhorten und Ganztagsschulen großgezogen werden.
Warum dann noch Familie und wo ist die überhaupt, arbeiten klar?
Wird die vielleicht überflüssig, die Familie?

Zugegeben, das ist natürlich ein bißchen einseitig gesehen.
Aber ich selber bin Hausfrau und Mutter von 3 Kindern im Alter von 6, 9 und 12 Jahren.
Vom jetzigen Geschehen aus und aus meiner Sicht ist die Familienpolitik ein bißchen fehlgeleitet,
weil wir auf der einen Seite Kinder bekommen sollen, aber auf der anderen Seite auch voll arbeiten gehen.
(Ich bin übriegens alleinerziehend)
Ich denke jeder weiß, dass eineHausfrau und Mutter ein Fulltime Job ist, ohne Urlaubstage und freie Wochenenden.
Wer seinen Job gut machen will als Mutter, der ist damit völlig ausgelastet.
Die Werbung " Ich leite ein kleines Familienunternehmen" sagt aus, was man so leistet.

Wenn man Kinder plant, überdenkt man als erstes natürlich seine finanzielle Situation.
Man lebt von 2 Gehältern, plötzlich fällt ein komplettes Gehalt weg.
Man bekommt Erziehungsgeld und Kindergeld dafür.
Ein Tropfen auf den heißen Stein.
Plötzlich sollen von einem Gehalt 3 Menschen leben.
Zugegeben, bei Heirat bekommt man dann noch den Vorteil einer anderen Lohnsteuerklasse.
Aber letztendlich hat man wesentlich weniger Geld zur Verfügung.
Das Erziehungsgeld fällt auch schon nach 2 Jahren weg.
Es wird meistens eine größere Wohnung benötigt.
Naja, die anderen Ausgaben brauche ich wohl nicht alle erwähnen, ich denke jeder weiß wovon ich spreche.
Das ist gut und schön und man weiß ja auch vorher , worauf man sich einläßt.
Allerdings werden die Ausgaben bei mehreren kindern nicht weniger,
das Gehalt nicht mehr und die finanzielle Unterstützung des Staates reicht dann gerade so aus, um einigermaßen klar zu kommen.
Die Mutter kann dann auch noch nebenbei auf 400,- Euro Basis joben gehen,
das läßt sich meistens vereinbaren mit den Arbeitszeiten des Mannes.
Also so gesehen , ist es einigermaßen machbar.

Worauf ich hinaus möchte ist, dass Deutschland jammert, dass zuwenig Nachwuchs da ist.
Ich denke aber, dass dann die Familienpolitik auf dem falschen Wege ist.

Anstatt Milliarden in die Kinderhorte und Tageskinderstätten zu stecken,
sollten sie anfangen, die Familien mehr zu unterstützen.
Wenn das Gehalt der Mutter wegfällt , sollte sie ein staatliches Gehalt von 600,-- Euro bekommen, pro Kind.
(Also ein Kindergeld von 600,-- Euro)
So ist die Familie abgesichert.

Angenommen , jetzt mal meine Situation betrachtet.
Ich bin alleinerziehend, habe 3 kinder.
Ich würde ein staatliches Gehalt von 1.800,-- Euro bekommen.
So müßte ich nicht zum Amt rennen und Sozialgelder beantragen.
Ich wäre in der Lage, meine Kinder großzuziehen und ihnen trotzdem ein richtiges Zuhause zu bieten.
Also meinen Job als Hausfrau und Mütter würde auch anerkannt werden.

Der Ex müßte nicht jammern, weil er durch die Trennung wieder die schlechtere Lohnsteuerklasse bekommt,
das heißt auch für ihn wieder Einbußen von 200,-- ca Euro ,
der Unterhalt wäre somit gedeckt für die Kinder, sodass man da sich auch nicht streiten müßte,
und der Mann kann auch noch in Frieden weiterleben und hätte nicht das Gefühl , er wird gemolken.
Heute überlegen Paare sich doch 10x ob sie überhaupt noch Kinder in die Welt setzen sollen.
Als Mann hat man bei mehreren Kinder wirklich einen schlechten Stand, wenn es dann tatsächlich zur Trennung kommt.
Und ich finde es aus der jetzigen Situation her gesehen, auch krass.
Man erwartet dann von Alleinerziehenden, dass sie wieder arbeiten gehen,
das heißt aber, es geht zu Lasten der Kinder, die mit der Trennung klar kommen müßen und dann noch abgeschoben werden,
eine Mutter haben, die überlastet ist , weil sie sich plötzlich vierteilen muß.
Ich denke auch dass die Gesamtsituation in den Familien so wesentlich entspannter wäre.
Ich denke die meisten Probleme in Familien sind eben die finanziellen Probleme,
die dann die anderen Probleme mit sich bringen.
Die Frau hätte ihren Status als vollwertiges Mitglied in der Familie die nicht nur Geld kostet,
sondern dann für das Kinderkriegen, auch ne Leistung zugebilligt bekommt.
Der Mann hat nicht das Gefühl nur ausgenommen zu werden.
Die Kaufkraft wäre auch da, weil das Geld dann auch natürlich wieder in Umlauf gebracht wird und auch Geld da ist zum Ausgeben.
Die Arbeitslosigkeit würde extrem sinken, weil nicht jede Mutter mehr auf Jobsuche gehen würde
und Väter, die finanziell durch die Trennung vielleicht noch ihren Job verlieren
oder perspektivlos ihrem Job nachgehen und keinen Bock mehr haben, weil Ende des Monats kaum mehr als 900,-- Euro übrigbleiben. Irgendwann ihren Job zwangsweise verlieren , eben weil sie dann kein Ansporn mehr haben.
(Mal ein bißchen gesponnen, aber auf einige trifft es vielleicht auch zu).

Die Mütter würden ihre Kinder ja trotzdem noch in Kindergärten schicken,
also wir würden keine neue Welle der Arbeitslosigkeit schaffen, dadurch dass Kinderhorte oder Sonstiges überflüssig wird.
Aber sie könnten es sich dann auch eben selber leisten, das zu bezahlen.

Die Pisastudie wäre vielleicht auch dann positiver für uns ,
weil die Mütter sie Zeit haben, sich auch um ihre Kinder zu kümmern und mit ihnen zu lernen.

Die Jugendkriminalität würde vielleicht auch zurück gehen, weil die Eltern dann auch da sind und sich kümmern können,
und die Kinder beschäftigt werden mit Sportvereinen und Sonstigem und nicht verwahrlost auf der Straße rumlungern,
weil die Familie ja arbeiten ist.
Naja , und Kinder in die Welt zu setzen wäre dann kein Thema mehr.

Aus meiner heutigen Sicht , bin ich wirklich dazu geneigt, meinen Töchtern davon abzuraten Kinder zu bekommen.
(Sarkastisch gemeint also nicht wirklich)
Ich würde sie als Oma natürlich unterstützen, wo ich könnte.
Aber selbst das ist heute ja nicht mehr so gegeben.
Und wer keine Großeltern mehr hat, der ist auch arm dran.

Ich glaube auch, dass die Scheidungsraten zurückgehen würden.
Ich denke die Sozialämter würden dann natürlich auch eine extreme Entlastung merken.
Weil mit 3 Kindern hätte ich kein Bedarfsanspruch auf soziale Unterstützung.
Eine Mutter mit einem Kind würde dann ihren Ausgleich noch bekommen.
Aber sie könnte auch einen 400,-- Euro Job nachgehen, wenn sie wollte und hätte dann ihre 1000,-- Euro im Monat.

Dies ist nur mal so ein Gedanke zu unser Familienpolitik. Natürlich nicht voll ausgereift und einfach mal so in den Raum gestellt.
Ich würde mich über eure Meinungen dazu sehr freuen.
Ist aber nur eine Sichtweise des Ganzen.
Also nicht gleich in Boden stampfen, wenn ich viele Aspekte vielleicht nicht berücksichtigt habe.


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