Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 24.07.2008, 22:36 
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Dr. Herta Herglotz, Graz
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Kleine Zeitung, Sonntag, 20. Juli 2008


Die Honorierung von Kindererziehungszeiten wäre ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung der Pensionen!

Wir werden in Zukunft mehr beitragszahlende Erwerbstätige haben müssen,
um den Anstieg der Pensionen abdecken zu können.
Wir brauchen jetzt schon mehr Erwerbstätige,
um die derzeit fehlenden Beträge für die Pensionen aufzubringen,
und wir brauchen Nachwuches, mehr Kinder und spätere Beitragszahler für die künftigen Pensionen.
Doch woher nehmen?

Die Einkommensschere zeigt es uns.
Sie klafft weit auseinander, weil bei der Berechnung der Einkommen aller Männer und dem aller Frauen
die Gehälter der Frauen fehlen,
die der Kinder wegen nur Teilzeit arbeiten oder überhaupt zuhause bei den Kindern bleiben.

Die Arbeit dieser Mütter bzw. Väter, die zuhause für Kind, Haushalt und Familienbetrieb sorgen
als Beruf anerkannt,
bringt die neuen Erwerbstätigen und Steurzahler, die wir für die jetzigen Pensionisten schon brauchen.

Die durch diesen Beruf besser abgesicherten Eltern können auch für mehr Nachwuchs sorgen.

mfg
Dr. Herta Herglotz, Graz


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PostPosted: 26.07.2008, 07:09 
Erwn Buchinger, BM für Soziales und Konsumentenschutz, antwortet:

Sehr geehrte Frau Dr. Herglotz!

Sie haben vorgeschlagen, die Tätigkeit der Kindererziehung zuhause insofern zu honorieren,
als Beiträge für diese Zeti ins Pensionssystem fließen sollten.
Mit dem am 1.1.2005 in Kraft getretenen Pensionsharmonisierungsgesetz
wurde zumindest für den Bereich des Pensionsrechtes insofern Rechnung getragen,
indem eine monatliche Beitragsgrundlage mit einem fixen Betrag von damals 1.350 € für vier Jahre eingeführt wurde.
22,8% dieser Beitragsgrundlage werden durch Bund und FLAF an die Pensionsversicherung bezahlt.

Dadurch wird einerseits der von IHnn gewünschten Finanzierung von Kindererziehungszeiten in der Pensionsversicherung entsprochen,
anderseits entsteht ein Pensionsanspruch für Mütter.

In meiner Amtszeit habe ich außerdem erreicht, dass die Beitragsgrundlage für die Kindererziehungszeiten - jetzt sogar rückwirkend - jährlich valorisiert wird. Im Jahr 2008 beträgt die Beitragsgrundlage bereits 1456,62 €.
Im gleichen Maß wie de Erwerbseinkommen steigen, wird auch die Beitragsgrundlage aufgewertet.

Ihr Erwin Buchinger


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