Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 25.05.2011, 22:18 
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Jugend denkt in traditionellen Rollenbildern

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WIEN. Bei Österreichs Jugendlichen finden sich traditionelle Rollenbilder, ergab der Jugendmonitor. Der berufliche Erfolg wird etwa bei Männern stärker im Mittelpunkt gesehen, bei den Frauen ist es die Familie.

Der Jugendmonitor wurde im Auftrag des Familienministeriums durchgeführt und am Montag präsentiert. Jugendminister Reinhold Mitterlehner will nun u.a. Teilzeitarbeit aufwerten und den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze vorantreiben.

Fast drei Viertel der Befragten wollen der Studie zufolge selbst einmal eine eigene Familie. Starke Geschlechterunterschiede gibt es laut Motivforscherin Sophie Karmasin beim Thema Ehe: Einmal zu heiraten erachten 60 Prozent der jungen Frauen, aber nur 34 Prozent der jungen Männer für sehr oder eher wichtig.

"Sehr stark ausgeprägt" sei der Kinderwunsch, so der Politikwissenschafter Peter Filzmaier: 55 Prozent der befragten Frauen und 36 Prozent der befragten Männer wollen auf jeden Fall einmal Kinder haben. Insgesamt 40 Prozent meinten, sie wüssten es noch nicht, sechs Prozent schlossen Kinder aus.

Die Mehrheit, nämlich 62 Prozent, will zwei Kinder. Mitterlehner verwies darauf, dass es mit einer Fertilitätsrate von 1,41 eine Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit gebe, ebenso beim Alter des ersten Kindes.

Klare Vorstellungen haben die Jugendlichen, was Kinderbetreuung betrifft: 77 Prozent sind der Meinung, Kinder bis drei Jahre sollten hauptsächlich von den Eltern zu Hause betreut werden. Die Betreuung 3- bis 6-Jähriger sieht die Mehrheit von 57 Prozent in einem Kindergarten. Sehr traditionelle Vorstellungen ortet Karmasin beim Thema Teilzeit: 85 Prozent der Frauen können sich vorstellen, für eine gewisse Zeit Teilzeit zu arbeiten, um sich um die Kinder zu kümmern, bei den Männern sind es nur 31 Prozent.

Als Konsequenz aus den Ergebnissen muss man laut Mitterlehner Teilzeit aufzuwerten. Weiters will er das einkommensabhängige Kindergeld besser bewerben und ausbauen. Den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze für die Kleinsten wegen der Vorstellungen der Jugendlichen nicht weiterzuführen, hielte Mitterlehner für "unrichtig".


Original auf OÖ Nachrichten.at......

Siehe auch auf Schreibfreiheit....
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Hinweise

Jede zweite junge Frau wäre gerne Hausfrau, Kleine Zeitung

Jede zweite junge Frau wäre gerne Hausfrau, wenn der Mann genug verdient, Standard.at

Die Natur ist stärker – und – der Glaube der einfachen Menschen wird uns retten!

Kinder als Geschenk - und neues Selbstbewußtsein der Mütter

Mütterrevolution in Frankreich_Frauen wollen ins Haus zurück

Umfrage zur Betreuung von Kleinkindern

Mütter und Kinder: Das Volk denkt anders als die Regierung!

Politik treibt Frauen in Burnout und Depression

Das Geheimnis glücklicher Babys

CPÖ: Häusliche Kinderbetreuung bevorzugt – Erziehungsgeld als Lösung

Verstaatlichung der Kinder


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PostPosted: 28.05.2011, 12:24 
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OÖN Leitartikel vom 28.5.11: Das neue Familien-Ideal

Politiker, Meinungsbildner, Journalisten und andere einflussreiche Gruppen vergessen gerne darauf, dass sie in einem Wolkenkuckucksheim sitzen. Und sie sind sich ihrer Distanz von den Realitäten und der großen Masse der Leute meist gar nicht bewusst. Ginge es nach dem intellektuellen Österreich, also den Vorstellungen derer, die das gesellschaftliche Wunschbild zu vertreten glauben, sähe die Lebensplanung der Österreicher vor allem Selbstverwirklichung vor und als deren zentrales Element die Karriere.....

könnten sie frei wählen, würden die Jugendlichen dieser Theorie und dem angeblichen Familienideal eine klare Absage erteilen. Laut einer diese Woche veröffentlichten Studie möchten 85 Prozent der jungen Frauen nämlich am liebsten nur Teilzeit arbeiten. 55 Prozent würden überhaupt gerne zuhause bleiben und sich ausschließlich um Haus und Kinder kümmern, ein Drittel der Männer ebenso. Heim und Herd und Rückzug ins Private gelten nicht länger als unzeitgemäß. Das ist wider die veröffentlichte Meinung, die von der Generation der Älteren vorgegeben wird.

Das Volk denkt eben anders als Regierung und Meinungsmacher!
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Irene Klambauer, OÖN vom 28. Mai 2011:

n einem Artikel vom 26. Mai gingen drei Experten der Frage nach, warum es laut einer Studie für junge Frauen heutzutage erstrebenswert ist, Kinder zu bekommen, diese zumindest bis zum dritten Lebensjahr zu Hause zu erziehen und sich 55 Prozent der Mädchen „sogar“ ein Leben als Hausfrau vorstellen können. Krampfhaft wurden alle möglichen Erklärungen von zu wenigen Kinderbetreuungsplätzen über abschreckende Doppel- und Dreifachbelastung der Mütter dieser Mädchen bis zu einem fest verankerten konservativen Familienbild gesucht.

Ist es wirklich so unvorstellbar, dass das Leben als Mutter und Hausfrau einfach erfüllend ist? Ich genieße meine Karenz, habe auch vor so lange wie möglich bei meinem Kind zu bleiben, und zwar einzig deshalb, weil mir meine Familie wichtig ist. Wir möchten unserem Kind Werte vermitteln, die uns wichtig sind und es nicht in einer anonymen Betreuungsstätte von Fremden erziehen lassen. Wann kommen endlich Experten und Politiker, die sich trauen zu sagen, dass die Eltern unterstützt werden sollen, die Familie leben wollen.

Irene Klambauer,
Alberndorf
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Hilde Golker, OÖN am 28. Mai 2011

Eins würde mich interessieren: Ist es denn so ausgeschlossen, dass sich junge Mädchen Kinder wünschen, ohne sie gleich in „Kinderbetreuungseinrichtungen“ stecken zu wollen, sondern sogar Freude daran finden, sie die ersten Jahre bei sich zu haben und in dieser Zeit ein gemütliches Nest für die Familie zu schaffen?

Und der Märchenprinz, glauben sie wirklich, dass es nur Geld ist, von dem Mädchen träumen?

Bei dieser, meiner Meinung nach tollen Einstellung, von Schuld zu sprechen, ist eigenartig. Ich bin kein Jugendforscher, aber ich finde, sie unterschätzen die Ideale der Jugend!

Hilde Golker,

Aschach


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