Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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Frühkindliche emotionale Erfahrungen
beeinflussen die Entwicklung des Gehirns
Können positive und negative Gefühlserfahrungen während der ersten Lebensphase auch beim
Menschen die Entwicklung der Verschaltungsmuster im Gehirn beeinflussen?


Klinische Studien weisen immer mehr in diese Richtung.
Belastende Ereignisse wie der Verlust oder die Trennung der Eltern oder Misshandlungen
könnten auch beim menschlichen Säugling und Kleinkind die Entwicklung und die
Umbauprozesse in den limbischen Emotionsschaltkreisen verändern.
Die Folge solcher Fehlverschaltungen im Gehirn: Ein falsch geknüpftes neuronales
Netzwerk, das Verhaltens- oder Lernstörungen bis hin zu psychischen Erkrankungen bewirken
kann.
Gerade diese frühe Phase muss daher dazu genutzt werden, die hirnbiologische Basis für
spätere Lernleistungen und sozio-emotionale Kompetenz zu bilden.
Frühkindliche emotional gesteuerte Lernprozesse, wie die Entstehung der Kind-Eltern-
Beziehung, sind von grundlegender Bedeutung für die Ausbildung normaler sozialer,
emotionaler und intellektueller Fähigkeiten.
Störungen dieser emotionalen Bindung führten in tierexperimentellen Untersuchungen zu
Veränderungen der Gehirnorganisation und zu Defiziten nicht nur im emotionalen, sondern
auch im kognitiven Bereich. In Untersuchungen zur Elterndeprivation konnte gezeigt werden,
dass die Unterbrechung des Kind-Eltern Kontaktes zu langfristigen spezifischen synaptischen
Veränderungen in den limbischen cortikalen Regionen führt, die bei emotionalem Verhalten,
Lernen und Gedächtnisbildung eine grundlegende Rolle spielen. Zudem stellte sich heraus,
dass es im Verlauf von frühkindlichen Erfahrungen zu erheblichen Veränderungen des
Gehirnstoffwechsels kommt, die möglicherweise einen Ausgangspunkt für die später
auftretenden synaptischen Veränderungen bilden.


Quelle:
Bock, J.; Helmeke, C.; Ovtscharoff, W.; Gruß, M.; Braun, K.:
Frühkindliche emotionale Erfahrungen beeinflussen die funktionelle Entwicklung des Gehirns.
Leibniz Institut für Neurobiologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
15 Neuroforum 2/03
Weiterführende Literatur:
Christa Meves, Ch.: Geheimnis Gehirn. 2. erweiterte Auflage. Resch Verlag. ISBN 3935197381


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