Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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(Ein Erfahrungsbericht aus Schweden über die Auswirkungen von Kindertagesstätten. Er ist angesichts des gegenwärtigen familienpolitischen Trends in Deutschland von hoher Aktualität. Er wurde veröffentlicht in der Zeitschrift HLI (Human Life International) Nr. 4/2001 und wurde nachgedruckt in „Der Fels“ 2/2002:


Wie Kindertagesstätten eine Nation zerstören können
Von Jan-Olaf Gustafsson

Bevor ich meine Erfahrungen mit Kindertagesstätten in Schweden erzähle, möchte ich mich selbst vorstellen: Ich bin schwedischer Bürger, 47 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Töchtern im Alter von jetzt 20 und 17 Jahren. Meine Frau ist diplomierte Kinderpflegerin für Kindertagesstätten und war bis zur Geburt unseres ersten Kindes in ihrem Beruf tätig.

Als wir unser erstes Kind erwarteten, erklärte mir meine Frau, daß sie unser Baby nicht einer Kindertagesstätte anvertrauen wolle. Dabei ist zu bemerken, daß sie zu dieser Zeit selbst in einer solchen Tagesstätte tätig war. Als ich sie nach dem Grund fragte, antwortete sie mir, daß sie aus ihrer eigenen Erfahrung sagen könne, daß keine fremde Person in der Lage sei, einem Kind die Liebe und Aufmerksamkeit entgegenzubringen, die der liebenden Verbindung zwischen einem Elternteil und dem Kind entspricht.

An manchen Abenden kehrte sie heim und weinte um ihre kleinen Klienten, die wie lebende Pakete morgens abgeliefert und abends von ihren Eltern abgeholt wurden.
Ich versprach ihr, daß ich alles tun würde, um das notwendige Einkommen für uns zu sichern, damit sie sich selbst um unser Kind sorgen könne. Unsere älteste Tochter wurde 1969 geboren. Am Anfang war alles gut. 1971 jedoch erließ die schwedische Regierung ein Gesetz, wodurch es der durchschnittlichen schwedischen Familie praktisch unmöglich gemacht wurde, mit einem Gehalt auszukommen. Diese Steuerreform war einer der Meilensteine auf dem Wege zur Zerstörung der traditionellen Familie in unserem Land.

Unsere zweite Tochter wurde 1972 geboren. Seitdem haben wir gegen ein übles Steuersystem ums Überleben gekämpft, das Tausende und Abertausende von Eltern in unserem Land diskriminiert, nur weil sie ihre eigenen Kinder in ihren eigenen vier Wänden selbst aufziehen wollen. Wir schafften es, uns so durchzuschlagen. Vor einigen Jahren nahm meine Frau wieder eine außerhäusliche Tätigkeit auf. Sie kehrte in ihren alten Beruf zurück, um den Kindern etwas Liebe zu geben, die in mancher Literatur über Soziologie als „Objekte“ beschrieben werden.

Außer dem Ostblock hat Schweden die längste Tradition von Tagesstätten für Kleinkinder, die durch die Regierung eingerichtet wurden. Bevor ich jedoch die heutige Situation beschreibe, möchte ich eine Zusammenfassung unserer Geschichte geben. Dies ist wichtig, weil eine große Zahl der Länder rund um die Welt dabei sind, unsere Kindertagesstätten zu kopieren, die jetzt nach 25jähriger Erfahrung in Schweden sich als das größte soziale und wirtschaftliche Desaster des Jahrhunderts entpuppen.

Das Konzept der Kindertagesstätte wurde - ohne Rücksicht, ob die Eltern es nötig hatten oder ob sie sich dafür interessierten – in den 30er Jahren von Alva Myrdal entworfen. Diese Ideen hat sie zusammen mit ihrem Ehemann Gunnar in einer Anzahl von Büchern beschrieben. (Beide waren später Nobelpreisträger für andere Leistungen.) Wie so viele in ihrer Generation sprachen sie oft davon, „eine neue Generation von Menschen zu schaffen, die besser in eine neue Weltordnung passen“. Anfang der 30er Jahre wechselten sie die Partei und wurden Mitglieder der herrschenden Partei in Schweden. Kurz danach wurde ihnen der Auftrag erteilt, Pläne für „die moderne Familie“ und für die Gesellschaft von morgen auszuarbeiten.

Die Myrdals hatten eine bestürzende Ansicht sowohl von der Familie als auch von der Mutter, die keiner außerhäuslichen Tätigkeit nachging und sich ganz der Erziehung ihrer Kinder widmete. In ihrem Buch „Krisen in der Bevölkerungsfrage“ schrieb sie: „Für schwache, dumme, faule, nicht ehrgeizige oder andere weniger intelligente Individuen (hiermit sind die nicht berufstätigen Mütter gemeint, die sich zuhause um ihre Kinder kümmern, Anm. d. Red.) ist es noch möglich, weiter in der häuslichen Atmosphäre zu bleiben und ihren Weg sowohl als Hausfrauen und Dienerinnen zu gehen. Und am Ende die Prostitution, für die sie als Dienerinnen immer zur Verfügung stehen.“

Der vergangene Premierminister Palmes verkündete den Tod der Hausfrau. Sein Minister Equality sagte, daß die Hausfrau ins Museum gehöre, und eine große Tageszeitung erklärte, daß Hausfrauen „Verräter“ seien. Nachdem man den Ruf der Nur-Hausfrauen derart in den Schmutz gezogen hatte, war es leichter, ihnen ihre Rechte zu entziehen. Unzählige Frauen jeden Alters verloren ihren Stolz und ihr Selbstvertrauen und wurden von dem System eingefangen.

Frauen werden gezwungen zu arbeiten. Das ist die Wirklichkeit des schwedischen „Paradieses“ heute. Innerhalb von vierzig Jahren wurde diese Situation erreicht, weil keiner am Anfang wußte, wo es enden würde. Es begann mit der Gesetzgebung. Heute haben wir den Punkt erreicht, daß das Wort „Familie“ in den Gesetzbüchern nicht mehr existiert und durch das Wort „Haushalte“ ersetzt ist. Aber was heißt Haushalte. Ein Haushalt kann aus zwei zusammenlebenden Frauen oder zwei Homosexuellen, die Kinder adoptieren können, bestehen. Selbst das Grundgesetz macht keine Aussagen über Elternrechte.

Ebenfalls wurde die Einkommensteuer schrittweise so geändert, daß der durchschnittlichen Familie mit nur einem Einkommen die Existenzmöglichkeit genommen wurde. Wir sind in Schweden an dem Punkt angekommen, wo sich Ehepaare scheiden lassen, um weiter zusammen leben zu können. Das mag befremdlich klingen, doch das soziale System kümmert sich mehr um geschiedene Leute als um verheiratete Paare. Dadurch sind viele Paare bereit, sich auf dem Papier scheiden zu lassen, um ihre Situation zu verbessern. Dies ist auch ein Grund, warum viele Paare zunächst nicht heiraten. Wenn ein Paar nicht verheiratet ist, erhalten sie zwei Unterstützungen und von allem das Doppelte.

Die regierende Partei in Schweden veröffentlichte ein Buch, in dem das Programm für die Zukunft der Gesellschaft dargestellt ist. Das Buch trägt den Titel „Die Familie der Zukunft: eine sozialistische Politik für die Familie“. Dieses Buch bezeichnet Kinder als „Hindernisse für die Emanzipation der modernen Frau“. In einem Kapitel wird gefordert, die emotionale, intellektuelle und materielle Entwicklung der Kinder in die Verantwortung des Staates zu stellen. Heute finden es junge Leute in Schweden ganz normal, die Richtlinien zu akzeptieren und so gemäß den Überzeugungen zu handeln, die ihnen durch die massive Propaganda eingetrichtert wurden und durch das Steuersystem erzwungen werden. Es stimmt traurig, mit eigenen Augen gebildete und clevere junge Eltern zu sehen, die hervorragende Fähigkeiten auf verschiedenen Gebieten haben, gleichzeitig aber einen totalen Mangel an Selbstvertrauen und Zutrauen zu ihren eigenen Fähigkeiten als Eltern.

Sie mögen sich fragen: Wie konnte dies in einem sogenannten freien Land passieren? Die Schöpfer des Systems haben eine clevere Verbindung eines einerseits laxen und andererseits eingrenzenden Prinzips herausgearbeitet. Die meisten Menschen haben ihr Denken auf Geld und materiellen Wettbewerb bezüglich des Kaufens von Sachen konzentriert, was sie mit „Lebensstandard“ bezeichnen. Schweden ist ein Experimentierfeld des internationalen Bankwesens und der sogenannten Megasysteme für Bevölkerungsregistrierung und Kontrolle. Das Land ist groß, hat aber nur eine Bevölkerung von acht Millionen, was nicht ausreicht, um New York City zu füllen. Der normale Schwede ist durch eine 500 Jahre alte Tradition geformt, die von der Regierung herausgegebenen Regeln und Ordnungen, ohne viel zu fragen, zu akzeptieren. Ich habe sehr oft festgestellt, daß Leute, die Schweden besuchen oder nach Schweden immigrieren, schnell und klar die Ketten der Ereignisse sehen, die der durchschnittliche Schwede nicht erkennt, weil er seiner eigenen Meinung oder seinen Rückschlüssen nicht traut.

Vor einigen Jahren hat das schwedische Parlament eine Verordnung erlassen, die jedem Kind zwischen ein und fünf Jahren einen Platz in einer öffentlichen Kindertagesstätte garantiert. Entsprechend dem oben erwähnten politischen Programm garantiert dieses „gesetzlich verankerte Recht für das Kind“ jedem Kind ab dem Alter von sechs Monaten einen Platz in einer Tagesstätte. Das schwedische System ist totalitär. Zwangsläufig bleibt jedem unter diesem Steuersystem nur eine Alternative. Enorme Beträge werden in das System der Kindertagesstätten investiert: doch diejenigen, die ihre eigenen Kinder selbst aufziehen wollen, erhalten nichts. Im Gegenteil, sie haben eine größere Steuerlast zu tragen als diejenigen, die sich dem System anpassen.

Die allgemeine soziale Situation im heutigen Schweden ist in Aufruhr. In den Schulen herrscht Gewalt, Eltern und Lehrer werden bedroht und niedergeschlagen. Die Untergrundbahn in Schweden, die nur ein Zehntel der U-Bahn in New York ausmacht, wird beständig von Heranwachsenden verwüstet. Sie bemalen die Züge mit Farbspray und schneiden die Sitze mit Messern auf. Jedes Jahr werden Reparatur- und Reinigungskosten in Höhe von fünf Millionen Dollar zur Beseitigung der Schäden ausgegeben.
Wie sieht die Zukunft eines Landes aus, in dem alte Leute es nicht einmal wagen, am Tage auf die Straße zu gehen?

Das Problem ist auch bei sehr jungen Kindern anzutreffen. Eine Studie des Instituts Ihr Streßforschung in Schweden gibt bekannt, daß jedes dritte Kind, das die für 4-jährige Kinder vorgeschriebene medizinische Untersuchung durchläuft, an psychologischen Störungen leidet. Wir sprechen hier nicht von Teenagern, sondern von kleinen Kindern im Alter von vier Jahren!
Wir wissen, daß in Schweden jedes Jahr 100 Kinder Selbstmord begehen. Das ist die gleiche Selbstmordrate wie in Deutschland mit dem Unterschied, daß Deutschland eine Bevölkerung von 80 Millionen hat. Viele dieser Kinder sind nicht älter als vier, fünf oder sechs Jahre.

Die Schulbildung ist ein anderes Problem. Eine steigende Zahl der Kinder verläßt die Schule nach neun Jahren ohne Lese- oder Schreibkenntnisse. Die Lehrer beklagen, daß sie viel Zeit aufwenden müssen, den Kleineren Betragen beizubringen und gewöhnliche Dinge, wie zum Beispiel: ein Hemd zuzuknöpfen, die Schuhe zuzubinden oder wie Messer und Gabel zu handhaben sind.

Die Situation ist verrückt. Ein anderes Beispiel über Schwedens Bereitschaft als Experimentierfeld zu dienen, ist die kürzlich ergangene Gesetzesvorlage, die den Tieren auf dem Bauernhof ein „Grundrecht“ zubilligt. Viele von Ihnen haben sicherlich schon von der schwedischen Autorin Astrid Lindgren gehört, deren Bücher in Dutzende von Sprachen übersetzt worden sind. Auf ihre Initiative hin startete eine Kampagne für „mehr menschliche Bedingungen“ für Tiere auf dem Bauernhof (Schweine, Hühner und Kühe), die schließlich zu einem Gesetz führten, das das Ende für viele Tausende von schwedischen Farmern bedeutet, die es sich einfach nicht leisten können, ihren Tieren Stallungen entsprechend den neuen Bestimmungen zu bauen.

Sogar die New York Times schrieb 1988 darüber. Was ist von einer Nation zu halten, die ihren Tieren bessere und mehr Rechte einräumt als ihren Menschenkindern? Sollten nicht andere Länder ernsthaft ein Land mit einer sogenannten Demokratie untersuchen, das Eltern und Kindern das Recht des Zusammenlebens in den ersten wichtigen Lebensjahren verneint, gleichzeitig aber Schweinen und Hühnern das Recht auf „ausreichenden Platz und artgerechte Behandlung“ zuspricht?

Wie wird die Zukunft aussehen? Was wird zum Beispiel passieren, wenn Kinder, die vom Standpunkt der Eltern betrachtet als „Hindernisse“ aufwachsen, später die Regierungsgeschäfte der Nation übernehmen? Werden sie, die niemals mit Liebe und Gefühlen in Kontakt kamen, auf die alternde Elterngeneration herabsehen und sie als Hindernisse für die neue aktive Generation ansehen? Bereits jetzt können wir eine Neigung zu erhöhtem Egoismus und Selbstsucht feststellen bei gleichzeitig sinkendem Interesse an Liebe, Hilfsbereitschaft und der Fähigkeit, die Last anderer Leute zu teilen.

Wenn Sie an einer öffentlichen Debatte über die Zukunft der Familie teilnehmen, dann fragen Sie sich bitte einmal selbst: Wer wird von einem System profitieren, das sich nach 25-jähriger Praxis in Schweden als ein soziales und wirtschaftliches Desaster herausgestellt hat? Ich habe in diesem System viele Jahre verbracht. Meine Familie und ich, wir haben wirtschaftlich darunter gelitten und natürlich oft mental unter den Kampagnen, die der Staat gegen die führte, die es als ihr menschliches Grundrecht und auch ihre Pflicht betrachteten, für ihre eigenen Kinder selbst zu sorgen. Ich habe dieses System unter allen möglichen Gesichtspunkten untersucht und kann keinen Gewinner dabei ausmachen als diesen: Ein moderner säkularer Staat, der seine Bürger allmählich umformt, damit sie ein totalitäres System akzeptieren. Dieser neue Bürgertyp, ohne Stolz und Selbstvertrauen und von Sozialmitteln abhängig, wagt es nicht und weiß auch nicht, wie die Situation zu ändern ist.

Wenn nichts in den Ländern getan wird, in denen dieser Prozeß begonnen hat, kann man sich darauf vorbereiten, die Demokratie als blühende Zukunft für freie Individuen, die nach Gottes Geboten und seinen Absichten für die Menschen leben wollen, zu verabschieden. Sind nicht bereits genug Probleme in der Welt zu lösen? Wer wird aus der Schwächung der Nationen einen Gewinn ziehen, anstatt sie zu stärken? Die wertvollste Kraft einer Nation sind gesunde und glückliche Menschen, die aus starken und zufriedenen Familien kommen. Jede Gesellschaft oder Nation steht oder fällt mit dem Zustand der Familie, denn die Familie reflektiert die Lage einer Nation. Wird die Familie zerstört oder geschwächt, so wird es nicht lange dauern, bis auch das Land zerstört ist. Man muß den zerstörenden Prozeß stoppen, solange es noch möglich ist.

Jan-Olaf Gustafsson ist Komiteemitglied der Family Campaign Foundation of Sweden.
Übersetzt aus dem Englischen von Lucie Zander


Last edited by alwis on 06.09.2007, 17:10, edited 4 times in total.

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PostPosted: 19.01.2007, 17:27 
In der empfehlenswerten Zeitschrift Vision 2000, Ausgabe 1/2007,
http://www.vision2000.at
Pressestimmen, habe ich folgenden bemerkenswerten Artikel gefunden:

In Schweden bekommt eine Frau im Durchschnitt 1,7 Kinder, in Deutschland 1,3. Ist Schweden ein kinderfreundliches Land?

Anna Wahlgren:
Nein. In Schweden ist es nur leichter, sein Kind loszuwerden. Doch mittlerweile gibt es Kinderkrippen, in denen zwei Erzieherinnen für 20 Einjährige zuständig sind. Das muß man sich mal vorstellen! Manche Kinder können noch nicht selber essen, fast alle tragen Windeln. Das geht allein schon praktisch nicht, von der emotionalen Seite ganz zu schweigen.
Sie sehen: Der schwedische Wohlfahrtsstaat taugt nicht als Modell, denn Kinder und Alte werden beiseite geschoben - und es geht ihnen schlecht dabei. Das ist meiner Meinung nach einer der wichtigsten Gründe, warum wir uns für eine neue Regierung entschieden haben.

Berufstätige Mütter sagen, nicht die Quantität der mit den Kindern verbrachten Zeit sei entscheidend, sondern deren Qualität. Teilen Sie diese Ansicht?
Wahlgren:
Nein, absolut nicht. Stellen Sie sich vor, sie hätten sich in einen verheirateten Mann verliebt. Der hat immer wenig Zeit, weil er noch Zeit für die Arbeit und für seine Familie braucht. Ihr Wunsch, auch den Alltag mit ihm zu teilen, wird immer größer. Der Mann sagt “Schatz, es kommt doch auf die Qualität an, nicht auf die Quantität. Ich habe jetzt dreißig Minuten Zeit und möchte mit dir schlafen." Wären Sie damit zufrieden? Kinder fühlen in dieser Hinsicht genauso wie Erwachsene: Sie wollen den Alltag mit uns teilen, nicht nur besondere Augenblicke.

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Aktueller Hinweis:

25. Mai 2013 - Uni Frankfurt: Tagung über die Auswirkung der Krippenbetreuung
Anmeldung und Info bei Familie-ist-Zukunft.de!


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PostPosted: 03.03.2007, 11:49 
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Schweden: Künftig drei Jahre lang Geld für elterliche Erziehung!
Krippen für Kleinkinder: Forscher weisen schädliche Folgen nach.


Original hier:
http://kath.net/detail.php?id=16071

Familiennetzwerk: Eine außerhäusliche Unterbringung von Kleinkindern hat schädliche Folgen.

Die Pläne von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU), die Zahl der Betreuungsplätze für Kleinkinder zu verdreifachen, beruhen auf einer einseitigen Auswahl von Forschungsberichten. Dieser Ansicht ist das „Familiennetzwerk Deutschland“ in Hollern bei Hamburg.

Die Koordinatorin des Familiennetzwerks, die Kinderärztin und Familientherapeutin Maria Steuer, erklärt, dass Untersuchungen von „Krippenforschern“ zeigten, dass eine außerhäusliche Unterbringung von Kleinkindern schädliche Folgen habe.

So hätten Experten nachgewiesen, dass Kleinkinder mit erhöhter Herzfrequenz oder starken Stresssymptomen auf die Trennung von der Mutter reagierten. Kinder, welche bei Beginn des Krippenaufenthaltes als kontaktschwach und schwierig galten, hätten sich zunehmend zurückgezogen und sich nur auf ihr Spielzeug konzentriert. Weitere Studien bestätigten, dass sich die psychische Situation von Kindern aus Elternhäusern mit instabilen Beziehungen eher verschlechtere.

Schweden: Künftig drei Jahre lang Geld für elterliche Erziehung

Auch die in der Öffentlichkeit kursierenden Hinweise auf angeblich positive Erfahrungen in anderen Ländern stimmten nicht, so Frau Steuer. In Schweden, wo man vor 25 Jahren Krippen für „Kinder unter 3“ eingeführt habe, bevorzugten 79 Prozent der Bevölkerung die häusliche Erziehung.

Die Regierung habe reagiert, indem sie ab 2008 drei Jahre lang auch die elterliche Erziehungsarbeit bezahlt. Ähnlich praktizierten es die Tschechische Republik und Russland. Finnland und Norwegen gäben Müttern bis zum dritten Geburtstag ihres Kindes den gleichen Betrag, den ein Krippenplatz den Staat koste.


Weitere Informationen auf der Hauptseite des Familiennetzwerkes:
http://www.familie-ist-zukunft.de/index.html

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Kinder - unsere Freude.
Glücklich wird, wer andere glücklich macht.


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PostPosted: 04.05.2013, 23:53 
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Liebe Barbara,

du (und auch andere) haben Bezug zu Schweden genommen und gesagt, dass die schwedischen Frauen so glücklich sind, weil sie als Mütter arbeiten gehen können und am Abend, wenn sie heim kommen, mit den Kindern schon alles (in der Schule, Hort, Kindergarten) erledigt ist(Aufgabe, etc.).

Ich weiß nicht, woher solche "G´schichtln" kommen. Wahrscheinlich hat sie irgendjemand mal erzählt und jeder hat sie (ungeprüft) nacherzählt. Sie sind auf keinem Fall mehr aktuell. Ich bin mit einer Schwedin verheiratet und kenne daher einige Schwedinnen (die wieder viele kennen) und die erzählen mir ganz etwas anderes. Nämlich, dass es Schweden nicht mehr wirklich die Wahlfreiheit (Job+Familie oder nur Familie) für die Mütter gibt. Durch die Gehaltsangleichung von Männern und Frauen geht sich ein Männergehalt zur Versorgung der Familie nicht mehr aus.

Wenn schwedische Frauen hören, dass es in Österreich noch möglich ist, dass Mütter bei ihren Kindern bleiben können, so lange sie es wollen, dann reagieren sie mit Erstaunen und Wehmut. Bei meinem letzten Aufenthalt (zu Ostern) in Schweden habe ich einen Zeitungsartikel gelesen, in dem festgestellt wird, dass schwedische Frauen kränker sind als die Männer. Als wahrscheinliche Ursache wird die Überlastung der Frauen durch Beruf und Familie angegeben (trotz beispielhafter Unterstützung durch die "emanzipiertesten Männer der Welt"). Es hilft nichts, machen wir uns nicht vor! Es sind die Frauen, die die Kinder auf die Welt bringen und stillen. Und in den ersten Lebensjahren der Kinder sind Mütter nicht durch die besten Väter zu ersetzen. Der Vater genügt nicht für ein Kleinkind, eine Mutter (im Notfall) schon. Durch diese Tatsache werden die Frauen naturgemäß mehr als die Männer belastet. Bei zusätzlicher beruflicher Belastung ist das für die meisten Frauen zu viel und sie werden krank. Von wegen glückliche schwedische Frauen/Mütter!?

Liebe Barbara, ich bitte dich solche G´schichtln" nicht weiter zu verbreiten, sondern das bereits Gesagte bei nächster Gelegenheit auf die aktuellen Stand der Dinge zu bringen. Ich würde mich auf deine Reaktion freuen, von dir als liebende Mutter, die noch ein Herz für Kinder in der Brust hat.
Danke.


Ein Kinder liebender Vater und Opa.

Einen ganz lieben Gruß von Gerhard aus dem schönen Linz


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PostPosted: 07.05.2013, 21:59 
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DIE FREIE WELT
Bärbel Fischer, Prognose für Deutschlands Elite 2030


Seit Jahrzehnten werden in Schweden Kinder von kleinauf ganztags in Krippen “g e b i l d e t “! Hierzulande spricht man vom skandinavischen Krippenparadies und eifert den Schweden nach Kräften nach. Und jetzt das:

Schwedische Professoren klagen über ihre dummen Studenten.

Der Westen 04.05.2013 | 00:19 Uhr

Stockholm. Unter Schwedens Hochschullehrern macht sich Frust breit: Sie finden, dass schwedische Studenten einfach nicht klug genug sind.....

Original auf DIE FREIE WELT

Beitrag erschien zuerst auf: familiengerechtigkeit-rv.info


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