Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 26.04.2007, 22:16 
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Diese Publikation erscheint im Rahmen der ARGE und dient der Vorbereitung
einer person- und arbeitsorientierten, verteilungsgerechten, freien, natürlichen Wirtschafts- und Eigentumsordnung. Abdruck und Vervielfältigung erlaubt.

2 Belegexemplare an die Redaktion erbeten. Diese Publikation ist auch in
englischer Sprache erschienen.
Siehe Hifa HP-Startseite
www.hifa.at
www.fraternität.at
www.inwo.at.


Alle Rechte vorbehalten. Redaktion: Adolf Paster ARGE: frat-hifa-inwo Ramsteinstr. 5,
A 3203 Rabenstein an der Pielach Fernruf 02723-2876, Fernbild DW 19.
e-Post frat-hifa-inwo@utanet.at

__________________________________________________________________

Adolf Paster

3-5-4
Die Grund-Formel für eine
lebenswertere Zukunft für alle oder:


„Person- und arbeitsorientierte,
freie, verteilungsgerechte, natürliche
Wirtschafts- und Eigentumsordnung
für das 21. Jahrhundert!“

Ein Modellvorschlag für alle!

Liebe Interessentin, lieber Interessent einer neuen gesellschaftlichen Lebensweise,

die neue Form einer gerechten Wirtschaftsweise bedarf keiner akademischen Bildung. Aber sie bedarf einer extrem ausgebildeten Herzensbildung, damit jeder einzelne die notwendigen Konsequen-zen der neuen Zeit erkennen und ziehen kann. Und diese sind:

1. Einziger Wirtschaftsfaktor ist qualitative Arbeit. Kapital, Wissen und Ressourcen sind wichti-ge Begleitfaktoren, die aber aus sich allein nichts vermögen und daher und daher auch über keinen ethisch legalen Einkommenstitel .verfügen.

2. Über die wichtigsten Ressourcen verfügt der ausgebildete Mensch.
Daher ist allen Menschen dieser Erde die Möglichkeit einer gediegenen Ausbildung zu geben. Die Kosten für diese Ausbildung hat die Gesellschaft zu tragen, sie ist auch Nutznießer dieser Investition.

3. Der Souverän gibt die gesellschaftspolitische Richtung an. Politiker, Ökonomen und andere gesellschaftliche Führungspersönlichkeiten haben diesen Volkswillen umzusetzen. Es ist nicht Aufgabe des Souveräns, die technischen Einzelheiten selbst zu entwickeln.

4. Der Souverän muss aber ein gewisses Selbstbewusstsein entwickeln und auch den gesunden Hausverstand pflegen, damit er nicht von jenen Glücksrittern überfahren werden kann, die stets glauben, den Souverän nach Strich und Faden manipulieren zu können oder zu dürfen.

5. Um dieses Selbstbewusstsein auch entwickeln zu können, wäre es sehr hilfreich, sich in sogenannten kleinen „Spiegelgemeinschaften“ zusammenzuschließen, um für sich selbst, aber auch für die Gesellschaft wirksam und ohne Reibungsverluste arbeiten zu können.
Ich wünsche Ihnen eine starke und tiefe Einsicht in die Gesetze des Leben, damit Sie sich nie mehr nach Menschen richten müssen, die zwar gut und schön reden, aber die Wahrheit fürs Leben nicht haben.

Adolf Paster
________________________________________
Diese Arbeitsmappe ist meiner Familie und allen Freunden gewidmet, die mich in meiner Arbeit um eine verteilungsge-rechte Wirtschaftsreform unterstützen. Aber auch jenen, die in der Vergangenheit all die Vorarbeiten geleistet haben, ohne die diese vorliegende Arbeit nicht möglich wäre. Sie sollen niemals vergessen sein! Die „minibro8“ vervollständigt die Reihe der „minibro’s“, die bereits seit Jahren im Eigenverlag der Hifa-Austria erschienen sind.

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Alle Rechte vorbehalten. Redaktion: Adolf Paster ARGE: frat-hifa-inwo Ramsteinstr. 5,
A 3203 Rabenstein an der Pielach Fernruf 02723-2876, Fernbild DW 19.
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Die Publikation erscheint im Rahmen der ARGE und dient der Vorbereitung
einer person- und arbeitsorientierten, verteilungsgerechten, freien, natürlichen
Wirtschafts- und Eigentumsordnung. Abdruck und Vervielfältigung erlaubt.
2 Belegexemplare an die Redaktion erbeten. Diese Publikation ist auch in
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Allgemeine Erklärung
der Menschenrechte
vom 10. Dezember 1948.

Artikel 1:

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

Aaron Ekwu beim Abflug aus Wien-Schwechat in Anwesenheit all seiner Freunde. Schon zu seinen Lebzeiten wurde er in seiner Heimat zum „Vater der Armen“. Seit 4 Jahren läuft im Vatikan ein Prozess zur Seligsprechung. Er war ein großartiger, heilig-mäßig Priester, der auch heute seine Hilfe den Menschen nicht versagt, die ihn darum bitten. Gebetserhörungen melden Sie bitte der Erzdiözese Wien, Herrn Mag. Lodz.

3 - 5 - 4
Die Grund-Formel für eine lebenswertere Zukunft für alle!


3
1) Markt- und eigentumstaugliche Produkte für alle
2) Ressourcenpartizipation für alle
3) Gerechte Arbeitseinkommen für alle
|
5
1) Soziale Wahrheit
2) Soziale Gerechtigkeit
3) Solidarität (Nächstenliebe)
4) Geschwisterlichkeit
5) Demokratie
|
4
1) Währungsreform
2) Bodenreform (Partizipation aller)
3) Freier Wettbewerb (Verteilungsgerechtigkeit für alle)
4) Soziale Schutzpflicht der Gesellschaft für nichtwettbe-
werbsfähige Personengruppen.


Du darfst von Deinem Bruder keine ZINSEN nehmen:
weder Zinsen für Geld
noch Zinsen für Getreide
noch Zinsen für sonst etwas, wofür man Zinsen nimmt.
Dtn 23,20

Einige einführende Bemerkungen

Es ist kein Geheimnis, dass die meisten Menschen ein großes Problem damit haben, ihr Leben so zu organisieren, dass es für sie selbst und gleichzeitig für ihre Umwelt von Nutzen ist. Meistens ist es eher so, dass sie nur selbst Nutzen aus ihrem Tun ziehen, zum Schaden ihrer Mit- und Umwelt. Fazit: Es entstehen Spannungen, die sehr oft in kriegerische Konflikte ausarten, wie wir das seit 1945 erle-ben können, obwohl meine Generation immer wieder bei allen Gelegenheiten beteuerte: NIE WIEDER KRIEG! Trotz dieses Schwures haben wir seit 1945 über 160 mehr oder weniger große Kriege geführt. Eine gewinn- und zinsorientierte, profitmaximierende Wirtschaft, zu der sich der Großteil der Verant-wortlichen vorbehaltlos bekennt, ist Ausbeutung. Und Ausbeutung hat nichts mit WAHRHEIT, GERECHTIGKEIT und LIEBE (Solidarität) zu tun. Was sind dann die gesellschaftlichen Ursachen, die zu den enormen Spannungen führen?
Es ist das Nichtwissen, die Unerfahrenheit, was soziale WAHRHEIT, soziale GERECHTIGKEIT und NÄCHSTENLIEBE (Solidarität) für unser gesellschaftliches Zusammenleben wirklich bedeuten. Diese drei existenziellen Grundwahrheiten sind schon im täglichen Leben ein Problem, geschweige denn, wenn es um gesellschaftliche Komponenten schwieriger Voraussetzungen gelungenen Lebens geht. Und weil fast keiner weiß, was diese drei Grund- Voraussetzungen gelungenen Lebens in sei-nem persönlichen und gesellschaftlichen Leben bedeuten, beginnt man den Kampf „aller gegen al-le“ aus dem eigenen Interessenpool heraus zu provozieren und versucht so auf emotionalem Weg seine Erfahrungen zu machen. Diese Arbeitsmappe soll die Essenz der Thematik "Wirtschaftsord-nung" für jeden in verständlicher Weise mit einfachen Beispielen darstellen und Ihnen eine kurze Ein-führung geben, damit Sie sich bewusst für eine friedliche Zukunft im 21. Jahrhunderts entscheiden können.
Diese persönlichen und gesellschaftlichen Erfahrungen wollen wir auf den wenigen Seiten, die die-se „minibro8“ hat, anschauen und auch versuchen, miteinander die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Ich möchte dabei der „Grund-Formel 3-5-4“ folgen, die auf Seite 2 dargestellt ist. Ich bin fast sicher, dass Sie am Ende der Lektüre vor keiner schweren Entscheidung stehen. Es wird Ihnen ganz klar werden, dass mit den Wölfen zu heulen und der Nekrophilie durch Mitläuferei den Rücken zu stärken keine Alternative darstellt. Die einzige Chance die wir haben besteht darin, die derzeit noch relativ schwachen Kräfte der Biophilie zu stärken, um die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder, aber auch jene dieses wunderschönen blauen Planeten zu sichern. Jede positive personelle Ent-scheidung stärkt die Position der lebensbejahenden Kräfte auf dieser Erde. Und wir wollen uns doch nicht nachsagen lassen, dass gerade wir aus dem 20. und 21. Jahrhundert es waren, die es nicht ge-schafft haben, aus einer klaren Erkenntnis die entsprechende Schlüsse zu ziehen.
Um diesen wunderschönen blauen Planeten mit seiner wunderbaren Natur und einer hoffnungsrei-chen Menschheit vor einer irreversiblen Schädigung zu bewahren, muss mit dem Ausbeutungswahn-sinn Schluss gemacht werden. Statt dessen benötigen wir eine „Person- und arbeitsorientierte, freie, verteilungsgerechte und natürliche Wirtschafts- und Eigentumsordnung“ wie wir sie in dieser „minibro8“ grob vorstellen wollen. Ihre biophile Entscheidung wird dringend erwartet. (Bitte le-sen Sie die „minibro8“ bewusst langsam durch).

Drei lebenswichtige (thomistische) Grundsätze

1. Markt- und eigentumstaugliche Produkte entstehen nur durch Arbeit

2. Ressourcen stehen der gesamten Menschheit gratis zur Verfügung

3. Kann es daher Einkommen ethisch legal nur aus dem Titel Arbeit geben.

Diese Grundsätze sind die Grundlage unseres sozioökonomischen Seins und wir dürfen sie nie-mals aus den Augen verlieren. Weder im persönlichen noch im gesellschaftlichen Leben. Sie sind die Richtschnur für den Aufbau unserer persönlichen und gesellschaftlichen Existenz. Sie sind die Grund-lage für den ach so dringend benötigten Frieden. Diese Grundsätze sind nicht etwa eine Erfindung moderner Menschen, sondern war schon die Überzeugung des großen Kirchenlehrers Thomas von Aquin aus dem 13. Jahrhundert und er schrieb diese in seiner „Summa Theologica“ nieder. Doch wir „hörten“ nicht, was er damit sagen wollte. Wir ersparten uns sehr viel Leid, hätten wir auf ihn gehört.

Was sind markt- und eigentumstaugliche Produkte?
Wunderschöne Äpfel auf einem Baum in einer Wiese sind nicht markttauglich. Sie müssen einzeln gepflückt, sortiert, in Kartons gepackt und auf den Markt gebracht werden. Erst wenn sie vor dem Konsumenten stehen, sind sie auch tatsächlich markttauglich. Die Markttauglichkeit kostet Arbeit. Und nur diese Arbeit kann wiederum gegen eine andere Arbeit, durch die Markttauglichkeit entstand, eingetauscht werden. Die Ressourcen stehen jedoch der Menschheit gratis zur Verfügung, wenn auch nicht unbegrenzt. Weder der liebe Gott, noch die Natur schicken am Jahresende eine Rechnung. Al-lein aus diesen wenigen Sätzen ergeben sich bereits eine Menge an Schlussfolgerungen für den per-sönlichen, aber noch viel mehr für den gesellschaftlichen Bereich. Versuchen Sie bitte das Apfelbei-spiel auf andere Beispiele zu übertragen. Oder stellen Sie folgende Vergleiche über Einkommen an:

Vergleich 1:
Pro Tag beträgt das Einkommen

eines normalen Beschäftigten 76,oo €
eines Spitzenverdieners 760,oo €
 eines 120-fachen Millionärs 7.600,oo €
 eines 1,8-fachen Milliardärs 76.000,oo €

Das heißt: der 1,8-fache Milliardär „verdient“ genau soviel als 1000 normal Beschäftigte. Sein Einkommen wird aber am Investitions- Konsumgütermarkt nicht Nachfragewirksam, weil seine Bedürfnisse längst mehr als gedeckt sind. Er hat nur mehr ein einziges Interes-se: Immer mehr Geld zu machen! Der Zinseszinseffekt wird also dafür sorgen, dass die „normal Beschäftigten“ nicht nur um vieles weniger bekommen, und am Markt daher zu wenig Nachfrage erzeugen, sondern sie werden zusätzlich über das äußerst bewegliche Großkapital nach Bedarf manipuliert.
Vergleich 2:

Mehrarbeit .....

Um ein Kapital von 10 Millionen mit 6.5% zu verzinsen, müssen jeden Tag 40 Beschäf-tigte 3 Stunden zusätzlich arbeiten!
Um ein Kapital von einer Milliarde mit 6.5% zu verzinsen, müssen jeden Tag rund 4.000 Beschäftigte 3 Stunden zusätzlich arbeiten!

Um das gesamte in der Bundesrepublik Deutschland eingesetzte Kapital von ca. .500 Milliarden mit 6.5% zu verzinsen, müssen jeden Tag 25 Millionen Beschäftigte mehr ar-beiten, um der „ERPRESSUNG“ gerecht zu werden!
Es gibt derzeit sozialpolitische Bestrebungen GRUNDEINKOMMEN OHNE ARBEIT zu propagieren. Dazu: Der Mensch braucht honorierte, das heißt gesellschaftlich über den Markt anerkannte Arbeit, um sich selbst verwirklichen zu können. Ausgrenzungen lassen den Men-schen zuerst psychisch und später auch physisch erkranken. Zudem entsteht politische Labi-lität und eine Zweiklassengesellschaft die zu gefährlichen Entwicklungen führt
Daher: muss die Pflicht zur Arbeit für den einen gerechterweise die Pflicht für den ande-ren zum entsprechenden Entgelt bedeuten. Dieses Entgelten muss ja nicht immer zwangs-läufig in Geld erfolgen, und auch nicht gleich Zug um Zug. Hier fällt der große Sozialbereich sowie auch der Generationenvertrag herein.

Die Fundamente einer modernen
ökosozialen Marktwirtschaft
1) Soziale Wahrheit, 2) Soziale Gerechtigkeit, 3) Nächstenliebe
(Solidarität), 4) Geschwisterlichkeit, 5) Demokratie.

Damit wir nicht im Parteien- und Gesellschaftszank untergehen und am Ende gar nichts mehr bewerkstelligen können, müssen wir uns an glaubwürdigen Wegweisern orientieren. Unsere Zivilisation hat sich bereits sehr oft fürchterlich verirrt und die Folgen waren schreck-lich. Daher müssen wir versuchen, gemeinsam die SOZIALE WAHRHEIT und die daraus resultierende SOZIALE GERECHTIGKEIT zu finden. Die SOZIALE WAHRHEIT haben wir im soziökonomischen Bereich durch die drei thomistischen Grundsätze bereits gefunden. Die daraus resultierende SOZIALE GERECHTIGKEIT besteht nun darin, dass die staatlichen Rahmengesetze einfach auf den drei Grundsätzen aufgebaut werden, und dass wir diese Grundsätze nicht nur internalisieren (verinnerlichen), sondern täglich zur Leitschnur unseres Handelns machen.
SOZIALE WAHRHEIT und SOZIALE GERECHTIGKEIT allein reichen aber nicht aus. Wir brauchen die NÄCHSTENLIEBE als Atmosphäre des Wohlwollens und der Zuneigung, wir könnten auch sagen der SOLIDARITÄT . Wir können also keine negative Atmosphäre brau-chen, wo die Philosophie des „Fressen- und Gefressenwerdens“ herrscht. Die Situation, wo der Mensch dem Menschen ein Wolf ist, die kennen wir in West und Ost zur Genüge. Es ist pure Nekrophilie die hier herrscht, weil wir mit sozialer WAHRHEIT, sozialer GERECHTIGKEIT und Solidarität (NÄCHSTENLIEBE) nicht umgehen gelernt haben. Selbst die meisten Christen haben diese Begriffe im Grunde nur institutionalisiert, ritualisiert und verbalisiert, es aber nicht vermocht und wirklich verstanden, sie im eigenen Bereich zu reali-sieren. Und gesellschaftlich gab es kaum Ansätze dazu. Man betete kapitali-stische Litaneien nach, ohne sie zu falsifizieren , obwohl die Folgen dieser Vorgangsweise mehr als deutlich zu Tage traten und Europa in den letzten hundert Jahren etwa 200 Millionen Menschen die-sen Irrtümern opferte. Vorreiter einer innovativen, hochmodernen Weltwirtschaftsordnung, wie Carl Freiherr von Vogelsang, Wilhelm Hohoff, DDDDr. Johannes Ude, DDr. Johannes Kleinhappl S.J., oder auch Dr. Ernst van Loen, der deutsche Völkerrechtler, Staatswis-senschafter und Bonner Kanzlerlektor, der in Wien als wissenschaftliches U-Boot arbeitete und eine gemeinsame Eingabe deutschösterreichischer Katholiken verfasste, und damit die Zinsfrage beim 2. Vaticanum erneut auf die Tagesordnung bringen wollte, wurde praktisch im Schoß der Kirche abgewürgt. Es ist nicht der Ort und auch nicht der Platz dieses Thema in dieser „minibro8“ weiter auszuführen. Das werden sicher später Historiker tun.
Wer mit den ersten drei Begriffen, sozialer WAHRHEIT, soziale GERECH-TIGKEIT und NÄCHSTENLIEBE kein Problem hat, dem wird es auch nicht schwer fallen, diese drei Begrif-fe auf die gesamte menschliche Gemeinschaft zu erweitern: so wächst sich NÄCHSTENLIEBE automatisch zur GESCHWISTERLICHKEIT aus, kulminiert im dialogi-schen Austausch der Ideen zum DEMOKRATISCHEN AUSBAU der Gesellschaft. Geschwis-terlich gelebte Demokratie bedeutet in erster Linie im Dialog gut zuzuhören, selbst dann, wenn man für den Gesprächspartner keine besondere Sympathie aufbringen kann. Miteinan-der in NÄCHSTENLIEBE (Solidarität) zu reden und auf Probleme nicht nur zum Schein ein-zugehen, ist das mindeste, was wir in dieser Beziehung (auch für uns selbst) tun können. Dann kommt allmählich Solidarität (Gemeinschaftsgefühl) auf, die wir so dringend brauchen. Diese Entwicklung braucht Zeit, das Wachstum ist sicher von vielen geschichtlichen Abhän-gigkeiten beeinflusst und kann nicht von oben verordnet werden. Das Überstülpen durch eine supranationale Gesetzesflut macht eher unsicher und schafft Ablehnung. Es müssen nur ganz wenige staatliche Rahmenbedingungen weltweite Gültigkeit haben. So wie die 10 Gebote auch weltweit anerkannt werden.

Die staatlichen Grundvoraussetzungen für Reformen
1) Die Währungsreform
2) Die Bodenfrage
3) Die Verteilungsfrage
4) Die soziale Schutzpflicht der Gesellschaft

Die Währungsfrage

Nachdem am Geldsektor derzeit die größten Missbräuche stattfinden, muss eine Wäh-rungsreform so organisiert sein, dass es für niemanden mehr eine Möglichkeit gibt, Geld- und Kapitalvermögen akkumulativ und ohne Gegenleistung zu vermehren. Geld ist zwar Eigentum des Staates (derzeit der Europäischen Zentralbank) aber dennoch wird es ungestraft zu aus-beuterischen Zwecken von wenigen Privaten (Einzelpersonen oder Gruppen) missbraucht. Damit das verhindert wird, sind die Notenausgabegesetze entsprechend abzuändern. Zudem soll das künftige Währungsamt durch einen „en gros Warenkorb“ in die Lage versetzt werden, den Preis des Gesamtwarenkorbes täglich mittels Computer zu erheben, um so dem Markt die richtige Geldmenge zuzuführen.
Die richtige Geldmenge ist dann gegeben, wenn alle Produkte und Dienstleistungen am Markt ohne inflationäre oder deflationäre Entwicklungen umgesetzt werden. Dies bringt kla-rerweise Vollbeschäftigung, weil dadurch alle Produkte und Dienstleistungen voll umge-setzt werden können, vorausgesetzt man produziert nicht an den Bedürfnissen des Marktes vorbei. Damit das Geld aber zinsfrei bleibt (und damit die Akkumulation unterbindet) ist um-laufendes Barkapital, Giralgeld und kurzfristige Sichteinlagen mit einer Nutzungsgebühr zu belegen. Langfristig angelegte Gelder bleiben von dieser Maßnahme unbehelligt. Die Höhe der Nutzungsgebühr hat weitgehend eine psychologische Komponente. Aber ich denke, dass sie zumindest so hoch sein müsste, dass es sich nicht mehr lohnt, Kapitalseen zu Spekulati-onszwecken zu bilden. Inkludiert in der Nutzungsgebühr sind auch die Servicekosten der Banken, da die Leistungen, die Banken erbringen, nach dem Leistungsprinzip zu honorieren sind

Die Bodenfrage

Um nach der Währungsreform dem Spekulantentum den Zugang zu den Ressourcen zu verwehren, ist der Boden gegen marktgerechte Ablösen zu vergesellschaften. Als Grundla-ge kann hiezu die Broschüre BODEN NUTZEN STATT BESITZEN vom Altpräsidenten der INWO-International, Werner Rosenberger herangezogen werden. Da Boden nicht durch menschliche Arbeit geschaffen wurde und zudem nicht vermehrbar ist, ist der Boden weder markttauglich noch eigentumsfähig, die private und gemeinwirtschaftliche Bodennutzung ist jedoch beides, da diese auf Arbeit beruht. Ausbeutung nach allen Seiten kann auf diese Weise unterbunden werden. Auch die Selbstausbeutung, die heute mehr und mehr unter dem Druck eines selbstmörderischen Verdrängungs-Konkurrenz-Kampfes zunimmt. Nekrohile Praktiken entwickeln sich ja nur dort, wo fette Gewinne zu erwarten sind. In einer wirklich funktionierenden Marktwirtschaft wird es eben weder Zinsen noch Gewinne geben, sondern nur Arbeitseinkommen. Das ist auch eine WAHRHEIT, die wir erst langsam internalisieren (verinnerlichen) müssen, weil wir durch Jahrhunderte auf eine Fressphilosophie festgelegt und konditioniert wurden und noch immer werden.
Bei dir lässt man sich bestechen und vergießt dadurch Blut. Du nimmst Zins und
treibst Wucher und erpresst deinen Nächsten. Mich aber hast du vergessen -
Spruch Gottes, des Herrn. Ez 22,12

Die Verteilungsfrage

Ich muss dies ganz deutlich an den Anfang dieses Kapitels stellen: Wir hatten noch nie-mals auf dieser Welt einen wirklichen freien Wettbewerb. Denn Voraussetzung zu freiem Wettbewerb sind wettbewerbsneutrales Geld und spekulationsunfähige Ressourcen. Erst wenn diese beiden Voraussetzungen gegeben sind, erst dann kann der verteilungsge-rechte Wettbewerb seine Aufgabe auch tatsächlich erfüllen. Da das Zusammenspiel dieser drei Faktoren (Geld, Ressourcen und Wettbewerb) ein sehr dynamischer Prozess ist, können sich viele Menschen – auch akademisch gebildete - davon keine rechte Vorstellung machen. Das ganze Reformmodell kann natürlich auf den paar Seiten nur angerissen, aber nicht um-fassend dargestellt werden. Um es wirklich gut zu verstehen, sind Seminare und Symposien am besten zur Vermittlung dieser wirklich einmaligen Reform geeignet. Abschließend möchte ich noch hinweisen, dass der freie Wettbewerb gratis leistet, wozu eine staatliche und zu-dem sündteure Hyperbürokratie nie und nimmer imstande ist und die der Arbeit praktisch ihre Erträge enorm schmälert.

Die soziale Schutzpflicht der Gesellschaft

Auch in einer reformierten Marktwirtschaft wird es Menschen geben, die sich am freien Wettbewerb nicht beteiligen können. Das sind Kinder und Jugendliche, behinderte und lang-zeitkranke Menschen, sowie die ältere nicht mehr arbeitsfähige Generation. Aber auch jene Elternteile, die aus erzieherischen Gründen bei ihrem Nachwuchs zu Hause bleiben. Sie alle sind angemessen zu versorgen und im letzteren Falle ist die Erziehungszeit für die Pensions-zeiten anzurechnen. Es ist nicht nur eine ethische Frage, sondern auch eine Frage der Selbsterhaltung. Ein zufriedenes in WAHRHEIT, GERECHTIGKEIT und echter NÄCHSTENLIEBE (Solidarität) lebendes Volk wird dadurch in absoluter Loyalität zu seiner Regierung stehen. Für die Regierung selbst wird das Regieren wesentlich erleichtert. Es be-darf nur mehr eines Bruchteiles der Gesetze von heute. Soziale Kämpfe werden ein Fremd-wort sein und auch Regierung und Parlament können sich wirklich auf gesetzliche Qualitäts-arbeit konzentrieren im Gegensatz zu heute, wo wir eine Gesetzesinflation sondergleichen haben, die kein Mensch mehr überblicken kann und mafiosen Methoden Tür und Tor öffnet und Vorschub leistet. Die Frage die sich hier stellt ist die: Ist eine „person- und arbeitsorien-tierte, freie, verteilungsgerechte, natürliche Wirtschafts- und Eigentumsordnung“ reali-sierbar und kann sie ohne Revolution durchgesetzt werden? Werden sich die Privilegierten unserer Zeit nicht mit aller Macht aufbäumen und sich mit allen Mitteln gegen eine solche Re-form wehren. Das ist eine berechtigte Frage und wir wollen ihr kurz auf den Grund gehen.

Ist diese neue Weltwirtschaftsordnung
ohne Revolution realisierbar?


In afrikanischen Staaten habe ich bereits gesehen was uns erwartet, wenn die Verarmung der Massen so weiter fortschreitet wie jetzt. Die Reichen umgeben ihre Anwesen auch in den Städten mit hohen Mauern. Obenauf Glasbruch und darüber oft noch ein Stacheldrahtverhau. Bei jedem zu öffnenden Tor gibt es bewaffnete Wächter. In der Nacht werden ganze Stra-ßenzüge abgesperrt und mit Maschinenpistolen bewaffneten Söldnern besetzt. Ab 20.00 Uhr kann niemand mehr durch die Sperren. Ich habe dies selbst in Lagos erlebt. Jeder hat Angst, dass Diebe, Einbrecher und Räuber ihm sein ganzes Gut wegnehmen. Je größer die Diskre-panz zwischen Reichen und Armen wird, umso dramatischer wird die Sicherheitsfrage wer-den.
Er hält seine Hand vom Unrecht fern. Er nimmt keinen ZINS und treibt keinen WUCHER. Er be-folgt meine Rechtsvorschriften und lebt nach meinen Gesetzen. Dieser Sohn wird nicht we-gen der Schuld seines Vaters sterben; er wird bestimmt am Leben bleiben. Ez 18,17

Das kann nicht die Absicht der Verantwortlichen, aber auch nicht der Reichen in unserer Gesellschaft sein. Schon aus diesem Grunde, sollten wir sehr bald Druck von unten her machen, damit die Politiker spüren, sie können und müssen sich in dieser Frage engagieren, weil sie von der Basis her, vom Wähler Rückenwind haben. Wir dürfen unseren Kindern nicht eine Welt hinterlassen, die schlimmer als ein Konzentrationslager aussieht. Und das wollen im Prinzip auch die Reichen nicht. Wir müssen deutlich machen, dass man den Reichen nichts wegzunehmen braucht, sie sollen nur daran gehindert werden, die Armen dieser Welt mit ihrem angesammelten Reichtum weiter auszubeuten. Auch sie sind schließlich an einer ruhigen, positiven Gesamtentwicklung dieser Erde interessiert. Entprivilegisierung und Ent-monopolisierung sind daher angesagt und diese wird kommen, so oder so. Die Mehrheit der Bevölkerung hat von den wahren sozioökonomischen Vorgängen nur wenig Ahnung. Sie ist in Form von einfachen und klaren Botschaften kundig zu machen. 80% der Bevölkerung wird vom derzeitigen System schwerst geschädigt und das sogar körperlich (Stress und Raubbau an der Gesundheit). Wenn wir wenigstens 10% der aktiv politisch interessierten Bevölkerung dazu bringen, Reformvorstellungen in die breite Masse zu tragen, werden uns Politiker aus al-len Parteien bei diesem Prozess unterstützen. Der Schlüssel zu diesem Problem heißt: Wollen wir eine politische Änderung wirklich herbeiführen oder nicht?

Bisher sind die meisten Aktivitäten deswegen gescheitert, weil die angeblich gefundenen Schlüssel einfach nicht zum Schloss passten. Aus diesem Grunde hat es bisher keine wirkli-che Reform gegeben, weil sie auf Fundamente wie soziale WAHRHEIT, soziale GERECHTIGKEIT, NÄCHSTENLIEBE (Solidarität) GESCHWISTERLICHKEIT und DEMOKRATIE verzichteten.

Eigentlich bräuchte über GESCHWISTERLICHKEIT und DEMOKRATIE gar nichts mehr erklärt werden. Aber vielleicht eines: Jede Art von „Hierarchie“ widerspricht der Menschenwürde. Die schlimmste ist jene in der Berufswelt. Sie diskriminiert die Würde der betroffenen Menschen und entehrt jene, die eine hierarchische Berufswelt erwarten und einfordern. Christus selbst ging mit gutem Beispiel voran und sagte: „Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer von euch etwas Besonderes sein will, der sollte den anderen dienen, und wer von euch an der Spitze stehen will, soll sich allen unterordnen (Mt. 20/26). Die von Gott geschenkten Gaben, Fähigkeiten und Talente lassen eine hierarchische Ordnung auf Grund leidvoller Er-fahrungen nicht sinnvoll erscheinen. Das demokratische Prinzip lässt mehr Freiheit für per-sönliche Verantwortung und berücksichtigt den Gedanken der Geschwisterlichkeit besser, auch was die Neu-Orientierung hinsichtlich der vom Papst so sehr gewünschten Re-Evangelisierung Europas betrifft. Den kirchlichen Verantwortlichen könnte es jedoch bei der vom Papst erwarteten Re-Evangelisierung Europas viel besser gehen, wenn sie diesen Sachverhalt einmal in Ruhe und ohne Einfluss von inkompetenten „Fachleuten“ in ihrem Herzen überdenken möchten. Hinweise im Alten wie im Neuen Testament gibt es an sich mehr als genug.

Die Alternative zu den gemachten Vorschlägen

Es ist wahr, die hier gemachten Vorschläge bringen uns eine Menge Unannehmlichkeiten. Wir müssen uns informieren, darüber nachdenken, unsere Anschauungen und Gewohnheiten ändern, Verbündete suchen und sich mit anderen auseinandersetzen etc. Das kostet uns ei-ne Menge Zeit, Energie und auch Geld. Das alles sind Fakten, die uns eher abhalten als uns beflügeln etwas zu tun. Aber die Zukunft, die wir uns und unseren Kindern durch entspre-chende „Investitionen“ gewinnen, ist mit dem von uns gemachten Aufwänden kein Vergleich. Wir werden in eine Welt eintreten, die es vorher noch nie gegeben hat. Wir werden auch die Möglichkeit haben, unsere Fähigkeiten und Talente zu entdecken und auszubauen, zur eigenen Freude und zum Nutzen unserer ganzen Umwelt. Wir ehren zudem jenen, der uns und unsere wunderbare Um- und Mitwelt erschaffen hat und der uns alle Möglichkeiten in die Hände legte, unsere Erde neu und schön zu gestalten. Es ist sein Auftrag, die Gestaltung der Erde in Angriff zu nehmen. Aber was geschieht, wenn wir die Dinge einfach laufen lassen, können wir uns bei größter Anstrengung unserer Fantasie nicht wirklich vorstellen. Wir brau-chen die Hölle nicht erfinden, wir werden realiter in ihr vegetieren. Einen kleinen Vorge-schmack als Minimodell, kann uns die kriegerische Auseinandersetzung in Jugoslawien und Kosovo, sowie der Nahe Osten geben. Die oben genannten Anstrengungen stehen in kei-nem Verhältnis zu den zu erreichenden Ergebnissen. Wer ein bisschen Verantwortungsgefühl hat und ein wenig Zeit und Mühe investiert, für den kann es eigentlich keine Überlegung ge-ben, was zu tun ist.

Aber was ist wirklich im Detail zu tun?

Das was hier als alternative „Weltwirtschaftsordnung“ vorgestellt wurde, ist natürlich nur ein grober Rahmen. Es gibt dazu sehr gute Literatur, die alles viel ausführlicher darstellt. Aber selbst die Rahmenangaben die in dieser „minibro8“ zu lesen sind, reichen schon hin, um an-zufangen und durch eigene Überlegungen weiterzugehen und selbst wertvolle Erfahrungen zu machen. Wichtig dabei ist, dass wir gemeinsam geschwisterlich und demokratisch vorgehen. Wem das zu mühsam ist, sollte daran denken, was die Alternativen dazu sind. Zudem: es ist doch schön, gemeinsam an einer Zukunft zu arbeiten, die licht, schön und wunderbar wird? Da nimmt man doch alle Mühen spielerisch auf sich. Daran sollten Sie immer denken, wenn Ihnen Ihre Aufgabe schwer zu werden droht. Außerdem: in einer guten Freundesgruppe wird man an schwachen und schweren Tagen von den anderen mitgetragen. Bleiben Sie auch mit uns in Verbindung. Wir sind gerne bereit immer wieder weiterzuhelfen, wenn sich irgendwo ein Flaschenhals bildet oder sonst ein Hindernis im Wege steht, von dem Sie glauben, es nicht bewältigen zu können. Bauen Sie mit an einer besseren Welt! Oh-ne uns wird sie nicht entstehen!

Die (ARGE: frat-hifa-inwo) im Zeitraffer

1961 Martha Paster bringt die Fraternität der kranken und behinderten Personen aus Frankreich nach Österreich
1969 lernte Adolf Paster Fr. Dr. Aaron Ekwu kennen. Der Gedanke einer Musterfarm wird entwickelt. Doch dafür gibt es im Augenblick lediglich öS 12.800,--. Die Farm wird aber etwa öS 5 Millionen kosten. Dr. Ekwu meint, wenn die Farm nötig ist, wird auch das Geld dafür kommen.
1971 Gründung der Hifa (hilfe für alle) in Österreich und der Hifa Nigeria Ltd in Nigeria. Erstausgabe des Hifakuriers sowie des Hifapressedienstes. Die erste große Mus-terschulfarm wird in Owerre-Ezukala gebaut.
1974 Der Jahresbudgetbedarf der Fraternität wird zum Dauerprojekt der Hifa erklärt.
1975 Das Patenschaftsprogramm für Schulkinder wird entwickelt. Das Revolving-fondsprogramm für Betriebsgründungsdarlehen wird entworfen.
1976 Ein Berufsausbildungsprogramm wird beschlossen und entsprechende Strukturen entwickelt.
1978 Erste Schritte zur wissenschaftlichen Untersuchung der Ursachen des Weltelends, des Hungers, der Arbeitslosigkeit und des allgemeinen Bildungsmangels werden unternommen. Entwicklung eines neuen Farmtypus (Familien-Kleinfarmen) in Zu-sammenarbeit mit den Hifaboards in Südost-Nigeria.
1980 Das erste Hifa-Herbstsymposium im Pallottinerhaus in Wien.
1986 Die Wiener Herbstgespräche: Alternativer Ansatz für die Entwicklung neuer gesell-schaftlicher Strukturen. Entwicklung der Hifa-Wirtschafts-gruppe.
1988 Die Grundlagen für ein medizinisches Hilfsprogramm, für Schulprojekte und Schulpartnerschaften werden entworfen. Die Strukturen für die Umwandlung der Hifa Nigeria Ltd in eine Foundation werden entwickelt. Ein Programm für Klein-handwerk mit angepasster Technik wird beschlossen.
1992 Gründung der INWO-Österreich. Die Wirtschaftsgruppe der Hifa wird integrierter Bestandteil INWO-Österreich.
1994 Gründung der Hifa-Hungaria mit je einer Sektion der Fraternität und. INWO.
1996 Erstes Hifa-Seminar in Ménföcsanak Ungarn.
1997 Das erste ungarische Wirtschafts-Symposion in Gödöllö bei Budapest.
1999 5. Kongress der INWO-International in Wien.
2000 Das erste ungarische Inwo-Seminar in Budapest, aus dem eine sich regelmäßig treffende Dialoggruppe entstand und bis heute intensiv arbeitet. Gründung der Hi-fa-Romania mit je einer Sektion der Fraternität und INWO.
2001 Das erste Hifa-Seminar in Tirgu-Mures – Siebenbürgen - Rumänien
2005 Das erste ARGE-Grund-Seminar im Haus Teresa in Röhrenbach/Rabenstein an der Pielach.
Die Grundlinie der Hifa: Punktuelle persönliche Projekthilfe für Menschen, die sonst keine andere Chance haben, sowie gesellschaftliche Bewusstseinsveränderung um verteilungsge-rechte, ausbeutungsfreie Rahmenbedingungen im Sinne einer „Christlichen Wirtschaftsethik“ und freiwirtschaftlichen Reformmechanismen in allen Staaten der Welt zu etablieren. Wenn die Industriestaaten auf ihre Ausbeutungspraktiken verzichten, kann den Ländern der „Dritten Welt“ schnell geholfen werden! Wenn jeder von uns Druck macht, wird auch die Politik in un-seren Ländern sehr bald entsprechende Schritte unternehmen, um dem Ausbeutungsspuk ein Ende zu setzen. Überlegen Sie selbst, wie Sie in Ihrem Umfeld die Entwicklung forcieren können, halten Sie auch Kontakt zu anderen Gruppierungen und tauschen Sie Ihre Gedan-ken mit ihnen aus. Die derzeitige politische Entwicklung schaut zwar einigermaßen friedlich aus, ist es aber keineswegs.

Voraussetzung: Versöhnung auf allen Ebenen!

Die persönliche und kollektive Schuld der Völker durch die Jahrhunderte schreit zum Himmel und verhindert eine gedeihliche Zusammenarbeit, weil der Schlamm der Vergangenheit bei jeder Gelegenheit an die Oberfläche kommt. Wenn wir also erfolgreich zusammenarbeiten wollen, ist es notwendig im wahrsten Sinne des Wortes überall Versöhnung anzuregen und selbst Anstoß für eine große Völkerversöhnung bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu ge-ben. Wenn die Völker sich nicht versöhnen, ihre Schuld in der Vergangenheit nicht gemein-sam aufarbeiten, so werden Konflikte und kriegerische Auseinandersetzungen auch in Hin-kunft nicht unterbleiben. Es ist ganz sicherlich kein leichtes Unterfangen, aber die Früchte die sich daraus für alle Völker ergeben sind so großartig und so fantastisch, dass es sich wirklich lohnt, sich diesem Versöhnungsprozess zu unterziehen. Ganz abgesehen davon, dass sich alle Beteiligten ganz leicht fühlen und deutlich spüren werden, wie sehr die Lasten der Vergangenheit ins Nichts verschwinden. Gerade allen Reformkräften möchte ich das be-sonders ans Herz legen.
Wie können wir sinnvoll starten?
Wer die Lage nüchtern betrachtet, sieht eines ganz klar: Auf „normalem Wege“ sind die Verhältnisse nicht zu verändern. Das ist auch der allgemeine Tenor der Menschen, die keine Chance mehr sehen und oft in ihrem Denken und Handeln total gelähmt erscheinen. Das drückt sich auch darin aus, dass in europäischen Staaten ausgesprochene Nachwuchssorgen bestehen, die man gerne mit der Einwanderung ausländischer Arbeitskräfte beheben möchte.
Der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg brachte eine Reihe von schweren Nachteilen, die grundlegende Reformen a priori verhinderten. Eine zunehmende, ethisch religiöse, moralische Liberalisierung förderte die Pornoindustrie und zersetzte die mo-ralischen Normen in den Medien. Den Frauen wurde eingeredet, dass sie endlich den ihnen zustehenden Platz in der Gesellschaft einnehmen sollten, tatsächlich handelten sie sich nicht mehr Freiheiten ein, sondern Mehrfachbelastungen, die sie früher unter Zwang garan-tiert nicht auf sich genommen hätten. Dass religiöse Normen total verkommen und auch den kirchlichen Nachwuchs ruinierten, liegt auf der Hand. Das heißt, jene unausgegorenen Kräfte die dem Schoß der französischen Revolution entschlüpften, sind heute äußerst wirksam und lähmen nicht nur die Massen. Und genau das ist der archimedische Punkt der Negation des Lebens, den nekrophile Macher auch wirtschaftlich höchst erfolgreich nutzen. Und hier muss angesetzt werden.
Warum scheinen die Kirchen so wehrlos?
Wie so oft in der Geschichte sind auch in den christlichen Kirchen alle möglichen Strö-mungen eingedrungen und das mit nahezu militärischer Logistik, Hartnäckigkeit und einer unglaublichen Ausdauer und Beharrlichkeit. Viele Gruppierungen, die glaubten, einen göttli-chen Auftrag hiezu zu haben, haben vor allem das Kirchenvolk desorientiert. Das wäre aber nicht möglich gewesen, wenn sich die Kirchenführungen nicht durch Scheinmanöver von ih-rem klaren Ziel hätten ablenken lassen. Z.B. hat sich das Zweite Vatikanum weitgehend mit „Nebenfragen“ beschäftigt. Die Hauptfrage, die auch jeden Christen unter den Fingernägeln brennen muss und von der das Wohl und Wehe der Völker abhängt, hat man wohlweislich „ausgeklammert“. Zu viele „christliche Persönlichkeiten und Institute“ waren und sind dem Mammonismus verfallen und waren daher an der gerechten Lösung der Verteilungsfrage nicht wirklich interessiert, obwohl die Päpste mit ihren Sozialenzykliken in den letzten 120 Jahren die große Sorge zum Ausdruck brachten, dass die ungelöste Kardinalfrage „Soziales“ die menschliche Gemeinschaft und Entwicklung empfindlich und irreversible schädigen könn-te.
Sind wir demütig genug, um zu erkennen,
dass wir dringend Hilfe benötigen?
Eines sollte jedem, der sich in diesen Fragen engagieren möchte, völlig klar sein: Die auf uns zukommenden Reformen werden kein Osterspaziergang, es wird ein Kampf werden, der jedem alles abverlangen wird. Denn, eines ist sicher, die Verteilungs-UN-gerechtigkeit ist eine Sucht, die mittlerweile jeden von uns angefallen hat. Und Süchte, das wissen wir mittler-weile auch, sind schwere seelische Krankheiten, die man nicht mit der Einnahme von Aspirin heilen kann.
Wir Christen müssen also uns selbst vorher testen, wie weit wir von dieser schrecklichen Krankheit bereits befallen sind. Dieser Test ist ebenso einfach wie radikal, wie dies schon vie-le Christen vor uns mit Erfolg versucht haben. Und dieser Test wird uns die Erfahrung brin-gen, dass wir nicht den geringsten Grund zur Kritik an anderen haben, sondern alle nur eines brauchen: Barmherzigkeit und göttliche Hilfe!
Der Regelkreis für Christen
1. Wer Gott blind vertrauen kann,

2. Wem Gott mehr bedeutet als sein Geld und sein Vermögen,

3. Wer bereit ist, seine Freizeit zur Gänze für seinen Nächsten (und das sind im-mer jene, die auf diese Nächstenliebe angewiesen sind) einzusetzen,

4. Wer dabei im Einsatz echte tiefe Freude empfindet,

5. Wer bei der Berufswahl imstande ist, Gott nach seinem Willen zu fragen und auch danach handelt,

6. Wer sich aus einer Gesellschaft heraushält, die noch immer nicht bereit ist, auf Gott zu hören, und eher die Einsamkeit sucht,

7. Wem klar ist, dass er ohne intensivem Gespräch (Gebet) mit Gott nichts errei-chen kann und wird, und
8. Wer sich in einer Freundesgruppe (Spiegelgemeinschaft) entsprechend ler-nend integrieren kann, ohne andere zu dominieren,
9. Wer nicht bereit ist, faule Kompromisse einzugehen, sondern auf die Hilfe Gottes vertraut und
10. Wer sich bewusst wird und bleibt, dass er als sündiger Mensch ohne der Hilfe Gottes im Grunde nichts vernünftiges zustande bringen wird und kann,
wer also bereit ist, sich einem solchen Test zu unterziehen, sollte vorher beten, um die Hil-fe Gottes (ohne MICH könnt ihr nichts tun) zu erflehen, ansonsten wird ihm die gesellschaft-liche, lebenslange Indoktrination schon beim ersten Punkt den Garaus machen. Wer aber diesen Test (der u.U. lange Zeit dauern kann) Gott anvertraut und auf ihn alleine vertraut, der wird diesen Test bestehen. Gleichzeitig wird er einen Begriff davon bekommen, wie sehr er selbst den mammonistischen Süchten der Zeit unterworfen ist. Erst nach diesem Versuch weiß der Testkandidat, dass er die Barmherzigkeit Gottes braucht und dass er auch anderen Barmherzigkeit schuldet. Nach diesem Test wird auch klar, dass wir unsere Hilflosigkeit nur mit der Hilfe Gottes, aber dafür um so sicherer überwinden können. Unter diesen Vorausset-zungen erst sind wir in der Lage, unsere „Mission“ zu beginnen und zu starten.
Was uns ganz deutlich bewusst werden muss, ist das Faktum, dass der unwissende Mensch (ich natürlich eingeschlossen) sich gerne dem Weg des geringsten Widerstandes hingibt und damit meist unwissentlich mithilft, die menschliche Katastrophe überhaupt erst zu ermöglichen. In der kleinen Freundesgruppe (Spiegelgemeinschaft) soll daher als erstes die eigene Lebenssituation analysiert werden:

1. Wo liegen meine Stärken, meine Fähigkeiten und Talente,
2. Wo habe ich meine Schwächen, meine Süchte,
3. bin ich bereit in der Freundesgruppe durch offene Rede diese Mankos selbst aufzudecken und dadurch bewusst zu machen?
4. Habe ich den Mut, mir wenigstens kleine selbstgewählte Aufgaben zuzumuten und in der Freundesgruppe offen zu deklarieren
5. Habe ich den Mut erfolgte Misserfolge zu analysieren und die entsprechenden Schlüsse zu ziehen?
Die Beurteilungskriterien lauten:

SEHEN – URTEILEN – HANDELN!

Mit jedem Erfolg wächst die innere Stärke, wächst das Gute in mir, mit jedem Misserfolg dem ich mich stelle und geduldig aufarbeite, wächst meine Erfahrung und meine Liebe zu mir selbst wie auch zu allen anderen. Und nur die positive Bewältigung meines Lebens bringt dauernde tiefe Lebensfreude und man kann dann auch unter Tränen glücklich sein.
Je mehr Gruppen solche Erfahrungen machen und sich vernetzen und sich austauschen, umso mehr wird sich auch die Gesellschaft langsam ändern und der Heilige Geist übernimmt selbst die Führung und Leitung dieses großen wunderbaren Prozesses der Menschwerdung. Aber wie sagt schon ein bekanntes Sprichwort: der Weg nach Jerusalem beginnt mit dem ersten Schritt. Haben Sie Mut diesen ersten Schritt zu setzen. Die interessantesten und lehr-reichsten Erfahrungen machen wir in der Begegnung mit Menschen. Und diese Begegnungen sind das große Abenteuer und die große Chance unseres Lebens überhaupt. Die Frucht dieses großen Kampfes wird ewige tiefe Freude und Dankbarkeit sein. Und sie ist mit allen Billionen Dollars dieser Welt nicht zu erkaufen. Im Gegenteil, die Reichen werden in diesem ersten und sehr ernsten Spiel leider leer ausgehen, sagt die Hl. Schrift.
Zu diesem Programm gibt es derzeit keine einzige vernünf-tige Alternative. Wenn wir von unserem verkehrten Tun nicht ablassen, werden wir dafür schwer büßen. Die Natur selbst wird sich gegen den Menschen erheben. Gott macht tolle An-gebote, aber er zwingt niemanden sein Glück auf! Die Men-schen haben sich in der Geschichte laufend falsch entschie-den, es ist diesmal nicht anders. Daher geh in dich und frage deinen Gott was du für dich und die Geschwister tun kannst und sollst.

Die „Spiegelgemeinschaft“

ist ein wichtiges Instrument der Selbstfindung und Selbstkorrektur. Wie dieses hervorragende Lerninstrument funktioniert und wie man es anwenden kann, ist in einem 8-Seitenfalter niedergeschrieben und kann der Besteller die-ser Schrift k o s t e n l o s anfordern.
Dieser Falter hat 8 Seiten Umfang und ist aus der Praxis für die Praxis geschrieben. In diesem Selbstfindungsprozess lassen wir natür-lich niemand allein, aber Sie werden nach den ersten Treffen bereits sehen, dass es eine Methode ist, die sich aus sich selbst heraus ‚er-klärt’. Diese Spiegelgemeinschaft wurde in vielen Freundes- und Ba-sisgruppen der Fraternität erprobt und stellt heute eine unverzicht-bare, persönliche und gemeinschaftliche Entwicklungsstrategie dar. Wer trotzdem damit nicht ganz klar kommt, weil bislang jedwede ver-gleichbare Beispielspraxis fehlt, dem helfen wir gerne übers Inter-netz auf die Sprünge und begleiten die Person und ihre Gruppe so lan-ge, bis der Ablauf auch tatsächlich funktioniert.
Wir würden uns sehr freuen, wenn möglichst viele Menschen nach die-ser großartigen Möglichkeit greifen würden und wünschen Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser Erfolg und viel Freude.


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