Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
It is currently 23.11.2017, 15:14

All times are UTC + 1 hour [ DST ]




Post new topic Reply to topic  [ 2 posts ] 
Author Message
PostPosted: 05.09.2006, 12:43 
Offline

Joined: 04.09.2006, 10:51
Posts: 5
Österreich sei kein Hochsteuerland, verkündete uns unlängst eine Studie des Institut für Höhere Studien. Würde man zur Staatsquote von zirka 43 Prozent die Transferleistungen des Staates abziehen, dann wäre die Staatsquote nur mehr knapp über 20 Prozent.
Sollten die Studienautoren tatsächlich davon geredet haben, daß Österreich kein Hochsteuerland ist, dann ist ihnen entschieden zu widersprechen. Und es muß ergänzt werden: Österreich ist ein durch und durch sozialistisches Land. Wenn man nämlich mit der Gegenrechnung der Transferleistungen die Staatsquote rechnerisch halbieren kann, dann ist das ein schlagender Beweis für einen Staat, der erst viel Geld seinen Bürgern aus der Tasche zieht, um dann einen Teil dieses Geldes nach jeweiligen politischen Machtverhältnissen wieder zu verteilen. Es heißt weiter, daß sich der Staat in eine ganze Reihe von Bereichen direkt in das Leben seiner Bürger einmischt.
Diesem sozialistischen Modell entgegen steht das Modell der Freiheit, der Deregulierung, der Verantwortung, der Souveränität des Bürger. Es heißt mit anderen Worten: das Steuersystem wird so gestaltet, daß dem Steuerzahler ausreichend Geld bleibt, um sich und seiner Familie einen erträglichen Lebensstandard zu sichern. Nicht der Staat entscheidet nach welchen Kriterien (und aufgrund welcher machtpolitischer Konstellationen) wer wofür eine Subvention bekommt, sondern dem Bürger (egal ob verheiratet, ledig, mit oder ohne Kinder) bleibt die Entscheidungshoheit über sein Einkommen.
Eines der erfolgreichsten Konzepte zu diesem Modell der Freiheit im Steuersystem ist die sogenannte Flat-tax. Dabei gibt es nur einen einheitlichen Steuersatz, der noch dazu niedrig angesetzt ist. In der Slowakei beträgt er 19 Prozent, in Rumänien 16 Prozent, in Estland soll er in Schritten ebenfalls nun auf 16 Prozent gesenkt werden. So wie beim derzeitigen Progressionssystem gibt es selbstverständlich einen Betrag für den keine Steuer bezahlt wird. Das oft vorgebrachte Argument, jemand der mehr verdient, würde dann auch nur die gleiche Steuer zahlen, läßt sich leicht entkräften. Selbstverständlich zahl er nur den gleichen Prozentsatz, aber doch deutlich mehr an Steuer.
Nehmen wir ein einfaches Beispiel. Die Steuer beträgt 20 Prozent, bis zu 1.000 Euro (im Montat) zahlt man keine Steuer. Dann bezahlt jemand der 2.000 Euro verdient, 20 Prozent von 1.000 Euro (die ersten 1.000 Euro sind ja steuerfrei), also 200 Euro Steuer. Jemand der 3.000 Euro verdient zahlt 20 Prozent von 2.000 Euro, also 400 Euro Steuer. Für das doppelte versteuerbare Einkommen zahlt er auch doppelt soviel Steuer. Das System ist wesentlich gerechter als das jetzige Progressionssystem, weil Leistung nicht zusätzlich besteuert wird. Und eine Gesellschaft kann niemals von Subventionen leben, sondern nur von Leistungsträgern.
Die Flat-tax hängt übrigens nicht direkt mit dem sonstigen Sozialsystem zusammen. Denn für Gesundheitssystem und Pensionssystem, etc. zahlt man ja weiter seine eigenen Beiträge. Natürlich würden auf der anderen Seite Subventionen des Staates gestrichen werden müssen.
Aber die entscheidende Frage ist: will ich als selbständiger Bürger selber entscheiden, wie ich mein Geld ausgebe, oder will ich es dem Staat überlassen, damit der dann entscheidet, wer von meiner Steuerleistung profitiert. Wer für den zweiten Weg ist, der ebnet damit dem Sozialismus seinen Weg zum Erfolg (egal wer gerade in der Regierung sitzt).


Top
 Profile  
 
PostPosted: 07.09.2006, 20:53 
Offline
Site Admin

Joined: 28.08.2006, 08:49
Posts: 1246
Location: Österreich/Austria
- wie sieht es - was mein Hauptanliegen ist - mit den Unterstützungen für Familien, insbesondere für kinderreiche - aus?
Oder können sich dann nur reiche Leute mehrere Kinder leisten?
Es sollte in Österreich wohl klar sein, dass jedem Bürger, also auch den kleinsten, ein steuerfreies Existenzminimum zusteht. Wenn nun Eltern mit niedrigem Einkommen in die Lage kommen, dass sie weniger verdienen, als sie für alle Familienmitglieder als Existenzminimum brauchen - was dann?


Top
 Profile  
 
Display posts from previous:  Sort by  
Post new topic Reply to topic  [ 2 posts ] 

All times are UTC + 1 hour [ DST ]


Who is online

Users browsing this forum: No registered users and 1 guest


You cannot post new topics in this forum
You cannot reply to topics in this forum
You cannot edit your posts in this forum
You cannot delete your posts in this forum
You cannot post attachments in this forum

Search for:
Jump to:  
cron
Powered by phpBB® Forum. Software © phpBB Group