Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 05.10.2007, 21:33 
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Aber diese Ausgangslage ist nun auch erreicht! Das bedeutet, wir können und müssen uns jetzt etwas vornehmen, was uns noch vor wenigen Tagen nicht im Traum eingefallen wäre. Vergleichbare Situationen kommen im Leben eines Menschen nicht oft vor; die Gunst der Stunde will also genutzt sein, möchte ausgekostet werden. Doch niemand zwinge sich dazu. Wer es nötig hat, seine Willenskraft zu bemühen, der lasse lieber die Finger davon; er ist noch nicht so weit. Aber wir, die wir den Faden der Ariadne gefunden haben, sollten nicht zögern, mit seiner Hilfe den rettenden Ausgang des national ökonomischen Labyrinths zu erreichen.

Wir stehen also nicht außerhalb dieser Festung des herrschenden Geldes, sondern mittendrin. Es bedarf somit auch keiner List, sich etwa als trojanisches Pferd in die Reihen der Krisengewinnler zu mogeln. Wie eine Gruppe unerkannter Partisanen marschieren wir zusammen mit den Söldnern des Kapitals im Gleichschritt auf das nächste Kapitalverbrechen zu. Mühsames Heranschleichen an den Gegner entfällt; wir stehen ja bereits an seiner Seite. Es gibt auch kein Rätselraten über das, was die Söldner vorhaben; haben wir doch selbst die Befehle ntgegengenommen. "Feind hört mit", hätte man im zweiten Weltkrieg gesagt; und zweifellos sind wir Feinde der Ausplünderung. Ein entsetzlicher Gedanke übrigens, im Sold der Plünderer zu stehen; viel schlimmer jedoch die Erkenntnis, sich an diesen Plünderungen als Handlanger selbst zu beteiligen. Mit jedem Einkauf und bei jeder Mietzahlung stellen wir dieses ungewollte Handlangertum unter Beweis. Die meisten von uns tun es, ohne es zu wissen; und die es wissen, fahren damit fort, weil sie glauben, diesem ausweglosen Labyrinth ja doch nicht mehr entrinnen zu können. Darum stehen auch ehrenwerte Frauen und Männer lebenslänglich im Sold der Plünderer. Sie plündern andere aus, und sie plündern sich selbst! "Gut", das soll jetzt anders werden, aber wie?

Der Ariadne gleich hat uns Silvio Gesell einen Faden gesponnen und aufgewickelt, den es nur noch "auszulegen" gilt und dies in zweifacher Hinsicht: Teils soll der Leitfaden den Verzweifelten Hoffnung und Kraft und den Herumirrenden die einzig lohnende Richtung geben, teils soll er von Knoten zu Knoten auf die im Labyrinth verborgenen Fallgruben und Schikanen des Minotaurus rechtzeitig hinweisen, auf daß dieses menschenfressende Ungeheuer getäuscht und erledigt werde. Damit verliert das Labyrinth den Nimbus der Unentrinnbarkeit. Nicht mehr das Heldentum ist gefragt, also die Bereitschaft, den Mut mit dem Leben zu bezahlen; "jetzt genügt die Bereitschaft zum Kampf mit den Mitteln der Gedankenschärfe, der Ausdauer und der Sehnsucht nach einem Leben in Würde und Gerechtigkeit" (Juergen Typke). Gesell hat dieses Knäuel mit zahlreichen Knoten versehen, die uns davor bewahren, leichtsinnig und übereilt dem durch die Hand gleitenden Faden zu folgen. Seine Nachfolger haben dem Faden weitere Knoten zum Erkennen der Stolpersteine hinzugefügt, weil sich die Zeiten geändert haben und die Menschen heute vor Problemen stehen, die 1930 noch nicht absehbar waren. Auch in Zukunft wird es nötig sein, die Natürliche Wirtschaftsordnung mit weiteren Knoten zu versehen, um diesem Leitfaden die hohe Gebrauchstüchtigkeit zu erhalten.

Aktionsvorschläge

Bevor es zu einer Boden- und Geldreform kommen kann, muß natürlich die Bevölkerung erst einmal über den Stand der Ausgrabungsarbeiten und über die Bedeutung des Schatzes informiert werden. Diese Arbeit muß auf viele Hände verteilt werden, damit ein warmer Regen die reichlich im Boden schlummernden Samen der Hoffnung bundesweit zum Sprießen bringen kann.
Wer zum Beispiel bissige und schmissige Leserbriefe zu schreiben versteht, knöpfe sich die Leser seiner Morgenzeitung vor.
Auch sei uns kein Stammtisch zu verraucht und keine Geburtstagsfeier zu schade.
Orts- und Vereinszeitschriften, die neben der Werbung und den Vereinsregularien, Fotos und Gedichten auch mal einen gehaltvollen Artikel vertragen können, sind ein gefundenes Fressen für Artikelschreiber, die ihren Gesell draufhaben.
Mit persönlich gehaltenen Briefen lassen sich Pastor, Bürgermeister, Landrat, Minister und Abgeordnete wenigstens dahin bringen, daß sie danach nie wieder behaupten können, von diesem Gesell noch nie etwas gehört zu haben.
Wohlgemerkt, wir erwarten nicht im entferntesten, von diesen Leuten gleich ernstgenommen oder gar abgeküßt zu werden; es sind für den Anfang alles nur Knoten auf dem Knäuel unserer Möglichkeiten, die sorgfältig abgespult und fleißig abgearbeitet werden müssen.
Eine kurze Darstellung der Natürlichen Wirtschaftsordnung und eine Liste über Bücher und Schriften, die den Einstieg in das Vermächtnis Silvio Gesells ermöglichen, lassen sich für ein paar Pfennige pro Stück vervielfältigen und z.B. in Fußgängerzonen oder vor den Arbeitsämtern verteilen.
Man gebe dem Bettler vor der Bank nicht immer nur die übliche Mark, sondern grundsätzlich auch dieses "Begleitschreiben", denn warum sollte wohl ausgerechnet er nicht wissen, daß ihm eine Wohnung und ein Arbeitsplatz geboten werden könnten, wenn die Zeit dafür gekommen ist? Auf Bahnhöfen und an großen Bushaltestellen, vor Gymnasien, Berufsschulen und Hochschulen, überall klagen uns ungenutzte Kontaktmöglichkeiten an.
Da gehe kein Brief mehr hinaus ohne den auffällig gestalteten Rückseitentext, der sofort ins Auge sticht, neugierig macht, den Aha- Effekt auslöst und zur Nachahmung auffordert. Wer bisher meinte, im Sommer ein T-Shirt von Coca-Cola quer durch die Stadt tragen zu müssen, sei an jene Shops erinnert, die uns für wenig Geld ein beliebiges Motiv auf das Hemd knallen.
Die netten Leute an den Info-Tischen der Parteien und Verbände müssen so lange mit der Frage nach Silvio Gesell auf die Probe gestellt werden, bis alle gemerkt haben, daß ihnen eine wichtige Schraube im Getriebe fehlt.
Richtig Spaß machen die Umfragen in Fußgängerzonen und dort speziell vor Banken und Sparkassen. Nein, daß von der Miete jeden Monat im Schnitt 70% auf die Konten der Zinseszinsler fließen, das wird uns beim ersten Interview in der Regel noch nicht abgenommen. Aber dann, beim zweiten Male, beginnt sich die kleine Mühe auszuzahlen: Der oder die Interviewte braucht zwischenzeitlich nur mal im Lexikon nachgeschaut zu haben, ob denn dieser Gesell auch tatsächlich drinsteht.
Beim Kauf eines neuen Lexikons daher grundsätzlich erstmal unter "G" nachschlagen. Fehlt die Eintragung "Gesell", dann nicht erwa nur den Buchhändler für diese Unterschlagung büßen lassen, indem wir auf den Kauf verzichten, sondern dem Lexikonverlag auf einer netten Karte die Quittung geben. Man kauft sich doch auch keine Bibel, in der das Wort Paulus ausgeklammert wurde!
Nicht alle Menschen, die wir mit der Frage nach Silvio Gesell in Verlegenheit bringen, sind uns dankbar für diesen Hinweis. Wer will denn auch schon zugeben, sein Leben lang die schönste Blume im Garten seiner Möglichkeiten übersehen zu haben? Man lernt aber relativ schnell, sich die besonders lohnenden Gesichter aus der Menge herauszupicken und freut sich dann natürlich besonders über jene Kontakte, die unter normalen Bedingungen gar nicht zustandegekommen wären.

Fortgeschrittene setzen sich der Flut von Möglichkeiten aus, die der sonntägliche Kirchgang so bietet. Wie ein Autofahrer, der geduldig anhält, um eine Schafherde lackschonend an seinem hochwertigen Mittelklassewagen beidseitig vorbeifluten zu lassen, teilt er die nach Hause eilenden Kirchgänger breitbeinig wie ein Felsen im Meer. Er wird bald umringt sein von Personen, die ihn bei der ersten Zettelübergabe kaum beachtet haben, jetzt aber bereit sind, sich auf"gute Gespräche" einzulassen.
Man unterschätze dann auch nicht die Bedeutung und Breitenwirkung einer Einladung, beispielsweise vor den Senioren einer Altentagesstätte oder in einer Familie sprechen zu dürfen.
Vor einem Gefängnis lohnt sich das Warten auf sogenannte Freigänger, die in der Regel sehr erstaunt darüber sind, daß sich außerhalb der Mauern jemand für sie interessiert. Hier lassen wir nicht locker, bis uns ein Freigänger den Kontakt mit dem Sozialarbeiter der Strafanstalt hergestellt hat. Unser Ziel ist klar: Vor einem kleinen Kreis innerhalb der Mauern einen kurzen Vortrag mit anschließender Diskussion zu halten. Man lasse diese Personen aber selbst auf den Gedanken kommen, daß viele von ihnen niemals straffällig geworden wären, wenn ihnen die Gesellschaft Arbeit, gerechten Lohn und eine bezahlbare Wohnung geboten hätte. Da sich diese Selbstverständlichkeiten im Vergleich mit der traurigen Wirklichkeit der meisten Strafentlassenen geradezu utopisch ausnehmen, darf es bei dieser einen, aufwühlenden Begegnung natürlich nicht bleiben. Das Wenigste was wir hier hinterlassen, ist ein Dauerabonnement der Zeitschrift DER DRITTE WEG.
Vor dem Sozialamt treffen wir später einen Teil dieser Leute wieder und begegnen dort aber auch Menschen, die eine Straftat erst noch begehen werden, weil die von der Zinswirtschaft deformierte Gesellschaft diesen Menschen kaum noch eine nennenswerte Chance bietet.
Niemand fühle sich gezwungen, gerade an diesen Brennpunkten tätig zu werden; es gibt schließlich noch so viele andere und vor allem auch leichtere Kontaktstellen; doch dem Spezialisten sei gesagt, daß an kaum einer anderen Stelle der sozialen Erosion eine so wertvolle und dankbare Aufklärungsarbeit geleistet werden kann.
Aus den Fußballstadien quellen nicht nur grölende Jugendliche, die natürlich wie Juckepulver zu meiden sind; doch so manches nachdenkliche Gesicht läßt sich mit etwas Übung davon überzeugen, daß wir keine Versicherungen oder Lamadecken verkaufen wollen, sondern die selbsternannte Speerspitze einer sozialmonetären Bewegung sind.

Wer mit der Bahn zur Arbeit fährt, befindet sich in einem Schlaraffenland besonders leicht erreichbarer Ziele, während Busse und Straßenbahnen weniger geeignet sind, weil hier der zur Verfügung stehende Raum zu klein ist und die Gefahr besteht, die kritische Distanz zu unterschreiten, was die Angesprochenen unbewußt zu einem instinktiven Abwehrreflex verleitet, der dann auch nicht überwunden werden darf. Es gilt also jene Fehler zu vermeiden, die uns auch nur dem Anschein nach in die Nähe der Zeugen Jehovas oder gewiefter Hausierer bringen könnten. Ich sage es noch einmal: Mutigsein macht Spaß, will aber gelernt sein; also üben, üben, üben!
In verschiedenen Städten, z.B. in Hamburg, Wuppertal, Essen und Stuttgart haben sich Gesprächskreise gebildet, die zwar in erster Linie dazu dienen, Fachkenntnisse der Natürlichen Wirtschaftsordnung zu vermitteln und die Diskussionstüchtigkeit der Freiwirte zu stärken, doch werden sie in Zukunft auch dem Erfahrungsaustausch der aktiven Multiplikatoren und der Entwicklung neuer Strategien dienen müssen, damit wir gemeinsam zu einem neuen Quantensprung ansetzen können. Die Gegenseite, das große Kapital, wird das zunächst ignorieren, dann aber sorgfältig beobachten. Es ist davon auszugehen, daß hinter den Kulissen beraten wird, wie eine solche Bewegung möglichst klein gehalten werden kann, nachdem es ja ganz offensichtlich nicht gelungen ist, sie schon im Keim zu ersticken. So wäre es beispielsweise möglich, und für das große Kapital überhaupt kein Problem, ganze Auflagen von Büchern einfach vom Markt zu nehmen, also aufzukaufen, wie es die Industrie mit Erfindungen zu tun pflegt, die ihr nicht ins Konzept passen. So manches Patent wurde einfach aufgekauft oder durch geheime Absprachen gegen den Willen des Erfinders auf Eis gelegt. So kann beispielsweise in Deutschland das ganze Land auch weiterhin mit häßlichen Hochspannungsmasten verschandelt werden, obwohl das Patent für ein überlegenes Kabelsystem seit Jahren auf die längst fällige Nutzanwendung wartet. Der Erfinder, ein Diplom Ingenieur, kann also gnadenlos um die Früchte seiner bahnbrechenden Lebensleistung gebracht werden, weil Industrie und großes Kapital in der Presse und in der gleichgültigen Bevölkerung immer noch genügend Verständnis für den tausendfachen Vogelmord an Störchen und Greifvögeln finden. Die Freiwirte sind inzwischen so zahlreich über das ganze Land verteilt, daß mit derartigen Methoden der Unterdrückung kaum noch zu rechnen ist.
Immerhin hat das angesehene Wochenblatt DIE ZEIT den Anfang gemacht und 1993 erstmalig seriös über Silvio Gesell berichtet. Andere Zeitungen werden folgen, wenn das Verschweigen von aufgeklärten Lesern und Abonnenten nicht länger hingenommen wird: "Hiermit kündige ich mein Abonnement, da dem Wirtschaftsteil Ihrer Zeitung nicht zu entnehmen ist, was die Stunde geschlagen hat".

Nach Schopenhauer stünde uns dann die Phase II bevor, das Lächerlichmachen durch jene, die sich in ihrem Schmarotzertum von einer neuen Bewegung bedroht fühlen. Ich rechne z.B. mit Diskussionsbeiträgen vereinzelter Hörer im Saal, die versuchen werden, den Referenten argumentativ zur Strecke zu bringen und dafür möglicherweise auch noch bezahlt werden. Diese Querschüsse werden ernst und sorgfältig zu analysieren sein, damit uns schon beim nächsten Auftritt die Blamage erspart bleibt, auf die berechtigte Frage eines "Experten" vor dem Publikum keine überzeugende Antwort geben zu können. Meine Erfahrungen mit Hörern, die mir nicht wohlgesonnen oder völlig anderer Auffassung sind, gehen dahin, daß immer wieder die gleiche Platte aufgelegt wird, also nur zwei oder höchstens drei Feuerproben durchgestanden werden müssen, um mit diesen Leuten auch argumentativ und dann ein für allemal fertig werden zu können. Ich habe nicht genug Fantasie, um mir vorstellen zu können, daß es dem großen Kapital in der heutigen Zeit auf Dauer gelingen könnte, Silvio Gesell und seine Anhänger lächerlich zu machen, denn diesen Kapitalisten bleibt doch nur die Hoffnung, durch ständiges Wirtschaftswachstum so viel Wohlstand für einen Teil der Bevölkerung zu schaffen, daß mit Hilfe der satten Bürger die große Zahl der Zukurzgekommenen untergebuttert werden kann - wie bisher. Daß dieser unverantwortliche Wachstumswahnsinn ein Verbrechen an der Umwelt, an den Armen und an kommenden Generationen ist, daran ändern auch die frisch gebügelten Roben der obersten Bundesrichter nichts, die sich ja immer noch als "die höchste Instanz der besten aller möglichen Gesellschaftsordnungen" begreifen und trotzdem (oder gerade deswegen?) diese Wachstumsverbrechen mit einem glatten Freispruch durchgehen lassen. Auch an diese Richter sind Briefe zu "richten", die dem leuchtenden Rot der Roben das zarte Rosa einer Schamröte zur Seite stellen. Wenn diesen Richtern erst einmal klargeworden ist, daß der Respekt vor der höchsten Instanz nicht so sehr von der Farbe der Roben, sondern vom Farbebekennen der Robenträger abhängt, schwindet die Hoffnung der Politiker und Kapitalisten, sich bei Bedarf auch in Zukunft jede Umweltsauerei höchstrichterlich absegnen lassen zu können! Bei aller Kritik an dieser Bundesbehörde darf andererseits aber auch nicht übersehen werden, daß diese Richter durchaus in der Lage waren und sind, dem Gesetzgeber eins hinter die Löffel zu hauen. Leider geschieht das in überlebenswichtigen Fragen viel zu selten. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Anstatt nur die angesehensten und fähigsten Kandidaten für ein solches Amt vorzuschlagen, überläßt man die Auswahl ausgerechnet jenen Kreisen, die traditionell bedenkenlos mit der Umwelt und den Interessen kommender Generationen umspringen! Nicht hohes Ansehen, besondere Tüchtigkeit und edle Gesinnung der Kandidaten geben den Ausschlag, sondern das Parteibuch, vielleicht auch eine alte Männerfreundschaft, machtpoltische Zuverlässigkeit und der verbriefte Glaube an ein unaufhörliches Wirtschaftswachstum.

12. Eine gelbe Kugel für Indien Die Nebel lichten sich.

Vor unseren Augen taucht nun tatsächlich eine Landschaft auf, die den Verheißungen Silvio Gesells entspricht. Hier und da werden Häuser gebaut und ältere Wohnungen liebevoll renoviert. Ganze Dächer sieht man unter dem Kristallblau der Solaranlagen verschwinden. Der Arbeitsmarkt ist leergefegt, aber nicht wie heute, sondern umgekehrt: Industrie und Handwerk gehen in die Schulen, um attraktive Lehrstellen anzubieten. Zwei Jahre vor der Schulentlassung liegen den Kindern die ersten Stellenangebote vor. Junge Menschen spüren auf Schritt und Tritt, daß sie gebraucht werden, erwünscht sind und einer gesicherten Zukunft entgegenschreiten. Die Hotels sind fast überall ausgebucht. Journalisten, Gewerkschafter, Wirtschaftsprofessoren und Minister aus aller Welt gehen staunend und fragend durch Städte und Dörfer, um sich von den Auswirkungen der Geld- und Bodenreform ein eigenes Bild zu machen.
Kinderreiche Familien, die in den meisten Nachbarländern noch immer mit den kleinsten und schäbigsten Wohnungen abgespeist werden, können sich bei uns jetzt Wohnungen leisten, die dem Platzbedarf der Familien entsprechen. Vor dem Standesamt rangeln sich die Banken- und Sparkassenvertreter um das Recht, dem jungen Paar ein besonders günstiges Finanzierungsangebot für den neuen Hausstand überreichen zu dürfen. Die Kriminalitätsrate sinkt immer noch; die Gefängnisse und Arbeitsämter leeren sich zusehends. Da gibt es dann auch schon mal Härtefälle; und so manch einer muß sich nach einer neuen beruflichen Aufgabe umsehen oder sehnt sich nach der "guten alten Zeit" zurück. Frauenhäuser gibt es nun nicht mehr, sind aber zum Teil in Auffang- und Zwischenlager für prügelkranke Ehemänner verwandelt worden, denen anschließend in speziellen Heimen geholfen wird. Diese Entwöhnungsanstalten werden übrigens von der Schnaps und Brauindustrie finanziert. Überall werden Strommasten umgelegt. Nicht etwa von Terroristen, sondern von Spezialisten der alternativen Energiewirtschaft. Manche Gegenden sind hinterher kaum noch wiederzuerkennen.
An manchen - nicht vorhersehbaren - Tagen herrscht bei den Sparkassen Hochbetrieb. Das Deutsche Währungsamt, vormals Deutsche Bundesbank, hat diesen Ansturm auf die Bankschalter durch eine gelbe, blaue, rote oder grüne Kugel ausgelöst, die vor den Augen der Nation - ähnlich wie beim Ziehen der Lottozahlen - nach ein paar Umdrehungen der Lottomaschine in den Schacht gefallen war. Wird z.B. eine gelbe Kugel gezogen, müssen innerhalb einer noch festzulegenden Frist alle Banknoten mit einer gelben Kontrollnummer gegen neue, gültige Banknoten ausgetauscht werden. Banknoten mit gelben Nummern werden danach nur noch mit einem hohen Abschlag in Zahlung genommen; nach einem Monat sind sie gänzlich verfallen. Ansonsten geht das Leben aber seinen gewohnten Gang. Wer früher Mundgeruch hatte, wird ihn vermutlich immer noch haben, denn alles kann die Geldreform natürlich nicht leisten. Die Besucher aus dem Ausland geben in der Regel nach ein paar Tagen den Versuch auf, wenigstens einen gravierenden Nachteil dieser sonderbaren Geldordnung zu finden. Weder haben sie eine Überhitzung der Konjunktur festgestellt, noch ist es ihnen gelungen, eine Person ausfindig zu machen, die von den Segnungen der neuen Geldund Verteilungsgerechtigkeit prinzipiell ausgeschlossen worden wäre. Dem Währungsamt ist es bisher gelungen, die Geldwertstabilität in der von Silvio Gesell vorausgesagten Präzision zu sichern. Mit anderen Worten: Das Preisniveau bleibt stabil.
In die Familien der Reichen und Superreichen ist wieder Ruhe eingekehrt. Sie können es z.T. noch immer nicht fassen, aus dieser Geld- und Bodenreform so gut wie ungeschoren davongekommen zu sein, merken jetzt aber auch, daß es gar nicht so einfach ist, das viele Geld vor dem Abschmelzen zu bewahren. Sie müssen jetzt arbeiten - wie andere Menschen auch, da das Geld ja nicht mehr für sie "arbeitet". Wer dennoch den Müßiggang vorzieht, lebt dann eben von der Substanz und läßt einen Teil des Vermögens durch Eigenbedarf dahinschmelzen. Wäre die Lebenszeit eines Kapitalisten nicht so tragisch begrenzt, könnte so manch einer von ihnen 700 Jahre oder auch länger von seinem zusammengerafften Vermögen gut leben.
Da es jetzt auch allen Kindern zumindest finanziell gut geht und die Elendsquartiere Zug um Zug in begehrte Wohnlagen verwandelt werden (mit dem Geld, das die Reichen und Superreichen jetzt zinslos der Wirtschaft zur Verfügung stellen), müssen sich die Kinder der Reichen nicht mehr ihres Reichtums und die Kinder der vormals Armen nicht länger ihrer Armut schämen.

Voller Argwohn und Neid blicken die übrigen Länder der EU auf diesen deutschen Alleingang, den sie zunächst als unverantwortliches Experiment, dann aber als das deutsche Wunder bezeichnen, denn der vorausgesagte Zusammenbruch läßt schon verdächtig lange auf sich warten, wird von Tag zu Tag unwahrscheinlicher und entpuppt sich schließlich als reines Wunschdenken der Kapitalisten. Belgien macht schließlich den Anfang. Dazu mag beigetragen haben, daß Silvio Gesell im belgischen St.Vith geboren und dort aufgewachsen ist.
In Brüssel beginnt sich die Einsicht durchzusetzen, daß die Natürliche Wirtschaftsordnung auf alle Länder übertragen werden kann und langfristig auch nicht zu verhindern wäre. Spekulanten und andere Schmarotzer sehen ihre Felle davonschwimmen, denn schon setzt sich in Holland eine Partei durch, die mit dem Versprechen, den Zins allmählich abzuschaffen, die absolute Mehrheit erringt.
Die Schweiz, schon immer eine Hochburg der Freiwirtschaft, scheitert in einer ersten Volksabstimmung nur knapp mit 49,6 % Jastimmen, weil das große Kapital panikartig fast eine Milliarde Franken in den ungleichen Wahlkampf warf, um das Rad der Geschichte noch einmal aufzuhalten. Delegationen aus den GUS-Staaten, die - getrieben von einer nach Gerechtigkeit und Wohlstand schreienden Bevölkerung - keine Zeit mehr zu verlieren haben, sondern schnell zur Sache kommen möchten, machen regelrecht Jagd auf Spezialisten der Freiwirtschaft, denen lukrative Beraterverträge angeboten werden. Wird Deutschland jetzt von Asylanten aus aller Welt überflutet? Nicht in dem Maße, wie es eigentlich zu erwarten gewesen wäre, denn der deutsche Staat hat gleichzeitig damit aufgehört, Arbeitslosigkeit, Ausbeutungsmethoden und Kriegswaffen in ärmere Länder zu exportieren. Eine vom Zins befreite Entwicklungshilfe ermutigt und befähigt potentielle Asylanten, die Heimat mit der eigenen Kraft zu düngen.
Die UNO warnt zwar zu recht vor dem Irrglauben, mit der Zinszertrümmerung alle Probleme dieser Welt lösen zu können, spricht aber gleichzeitig die Empfehlung aus, den Zins weltweit zu ächten und durch Reformen und Gesetze wie die Pest aus der Welt zu schaffen.
Für Indien käme diese Reform sozusagen in letzter Minute. Dieses herrliche Land bedroht sich selbst durch eine Übervölkerung, die mit den bisher zur Verfügung stehenden Mitteln und Methoden wohl nicht mehr beherrscht werden kann und darum unweigerlich in die Katastrophe führen wird, es sei denn, man würde die Rolle der Frau im südindischen Bundesstaat Kerala einer näheren Betrachtung unterziehen! Die Frauen in Kerala stehen den Männern gleichberechtigt gegenüber und können z.B. über die Zahl der Kinder selbst entscheiden. Dieser Vergleich liefert einen ersten Hinweis auf die Lösung der bisher als nicht lösbar erscheinenden Übervölkerungsproblematik in Bangladesch, Pakistan und Indien: Es muß die Rolle der Frau gestärkt werden! Nicht mit frommen Sprüchen oder europäischen Moralvorstellungen, sondern - so abwegig es zunächst auch erscheinen mag - mit zinsbefreitem Geld, über das die Frauen frei verfügen können. Wenn es überhaupt jemals gelingen sollte, den indischen Subkontinent (und nicht nur den!) noch rechtzeitig vor sich selbst zu retten, dann wird es für dieses Wunder nur einen Namen geben: Silvio Gesell! Ich habe diesen Vorbeiflug an einem der größten Probleme dieser Erde hier mit eingeflochten, um jene zu beschämen, die noch nicht einmal für möglich halten, daß das kleine Deutschland von seinen gefährlichsten Zecken, der Bodenrente und dem Zins, befreit werden kann. Uns Europäern bleibt ja möglicherweise und hoffentlich noch etwas Zeit, die Reformen Gesells in die Tat umzusetzen. Es darf aber weder der Erfolg ausbleiben, noch darf ein Übergreifen der Natürlichen Wirtschaftsordnung auf andere Erdteile hinausgezögert werden, denn für z.B. Indien ist die Zeit für das ruhige Nachdenken und lässige Planen ja praktisch schon abgelaufen. Das ist eigentlich schade, nein schlimm, denn alles wäre so viel einfacher, wenn uns die Zeit nicht so drängen würde. Aber vielleicht ist ja gerade dieser Zeitdruck der allerletzte Knoten im Ariadnefaden, der uns nun endlich vom Zins befreit und aus dem Labyrinth hinaus ins Freie führt.

Was Europa heute zu leisten vermag

Glaubt man unseren Spitzenpolitikern, ist Wachstum wichtig, besonders natürlich das Writschaftswachstum. Hätten wir nur genug und immer noch ein bißchen mehr davon, könnte der rülpsende Wirtschaftsriese Europa endlich in ein nur noch furzendes Ungeheuer verwandelt werden, vor dem die ganze Welt Respekt haben würde.
Wer will das eigentlich?
Nun - das Geld der Reichen und Superreichen sucht und erzwingt sich Anlagemöglichkeiten, um sich über die Rendite und den Zins weiter aufblähen zu können. Sie haben dann anschließend noch mehr Geld zur Verfügung und brauchen dann eben auch noch mehr Wirtschaftswachstum, um auch dieses Geld wieder rentabel anlegen zu können. Das leuchtet ein. Eine weitgehend zerstörte Umwelt und 20 Millionen Arbeitslose sind das Resultat dieses kapitalen Wahnsinns und der stolze Beitrag Europas im friedlichen Wettstreit der Völkergemeinschaft.

13. Dreieckige Räder

Kanonen und Granaten kosten Geld. Bevor Menschen damit umgebracht werden können, muß also Geld geflossen sein; erst dann kann das Blut fließen.
Schulen, Kindergärten und Wohnungen kosten ebenfalls Geld. Bevor Kinder darin einer glücklichen Zukunft entgegenwachsen können, muß Geld bereitgestellt worden sein, denn nur mit Geld lassen sich derartige Alpträume und Träume verwirklichen.
Da sich das Geld für Gut und Böse, Himmel und Hölle gleichermaßen zur Verfügung stellt, also scheinbar völlig neutral ist, hat sich die Kritik an diesem Phänomen auf den lebendigen Menschen konzentriert, der das tote und vermeintlich unschuldige Geld ganz nach Belieben zum Segen oder zum Fluch werden läßt. Es bedurfte der überragenden Genialität eines völlig unvoreingenommenen Denkers, dieses tiefverwurzelte Denkschema zu durchbrechen. Hätte Silvio Gesell nie gelebt, wir würden bis auf den heutigen Tag (und wer weiß wie viele Jahrhunderte noch?) an das unverdächtige Märchen von der völligen Unschuld des Geldes glauben und den Menschen, und nur ihn allein, für all das Unmenschliche auf dieser Welt verantwortlich machen. Ohne Gesell bliebe uns nur das aussichtslose und lächerliche Warten auf den Tag und auf den Sieg der guten Menschen über die angeblich so bösen Menschen. Jeder Verhaltensforscher wird uns bestätigen, daß der Mensch nicht "besser" werden kann; Silvio Gesell hat uns gezeigt, daß er nicht besser werden muß.
Das geradezu gotteslästerliche Herummäkeln an der Güte des Menschen kann ab sofort beendet werden, denn Silvio Gesell fand einen Weg zur Entmachtung des Geldes. Nicht den bösen Buben gehört mit einem scharfkantigen Lineal eins auf die Pfötchen gehauen, sondern dem zinsgebärenden Geld!
Das Geld in seiner jetzigen Form ist satanisch; seinen Versuchungen zu widerstehen, fast unmöglich; seinen Versuchungen zu erliegen, ist menschlich. Mit der sensationellen Entdeckung des unscheinbaren Webfehlers in der Struktur des herrschenden Geldes wird Gesell zum größten Helfer der Menschheit.
Den Fluch des Geldes jetzt ganz leicht abstreifen und in einen Segen des Geldes verwandeln zu können, gibt Millionen und aber Millionen Menschen auf dieser Erde zu den größten Hoffnungen Anlaß. Die Wünsche der Gedemütigten und Entrechteten mußten in der Zinswirtschaft zwingend auf taube Ohren stoßen; jetzt aber fänden sie Gehör, weil sie mit Freigeld und Freiland erfüllbar geworden sind. Nicht nur Menschen haben sie daran gehindert, am allgemeinen Wohlstand teilzunehmen, sondern auch und vor allem ein menschengemachtes Geld, das in der Lage war, die Gerechtigkeit mit Hilfe der Bodenrente und des Zinses zu verkrüppeln. Wie ein guter Chirurg, der den Krebsherd gerade noch rechtzeitig entdeckt und herausschneidet, müssen wir das Geld - so lehrt uns Gesell - von seiner teuflischen Eigenschaft der Hortbarkeit befreien. Ein solches Freigeld taugt dann endlich nur noch zum Tausch: Geld gegen Ware oder Dienstleistung. Heute wird das Eigentum am Geld, der Geldbesitz, die absurde Fähigkeit des Geldes, streiken zu können, per Gesetz geschützt, während die alles entscheidende Tauschfunktion von Kapitalisten ganz nach Belieben ausgehebelt werden kann. Freigeld schützt uns vor denen, die den Tausch unterbrechen, um mit dem Geldstreik höhere Zinsen erpressen zu können. Freigeld und Freiland lassen gnadenlose Blutsauger, die ihren unersättlichen Saugrüssel in den Geldkreislauf des Volkes senken, auf Granit stoßen.
Ein Geld, das nur noch ein Tauschmittel ist, sichert den störungsfreien Geldumlauf und damit eine blühende Wirtschaft. Die Deutsche Bundesbank kann den gleichmäßigen Umlauf des Geldes primitiverweise nur durch eine stetige Inflation in Gang halten. Sie läßt also absichtlich und gezielt den Wert der D-Mark allmählich verkommen. Damit werden alle Kleinsparer und Menschen, die keine Schulden haben, um einen bedeutenden Teil ihrer Arbeit und Ersparnisse betrogen. Monat für Monat gibt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bekannt, um wie viele Prozent wieder alles teurer geworden ist und liefert damit den Beweis für den Wertverfall des Geldes durch die Maßnahmen der Bundesbank. Wer daran Anstoß nimmt, wird von den Experten darüber belehrt, daß die kapitalistische Marktwirtschaft (Zinswirtschaft!) in der schleichenden Inflation das kleinere Übel zur Normalität erhebt, um einer Konjunkturkatastrophe durch sinkende Preise (Absatzstockung, Konkurse, noch höhere Arbeitslosigkeit) zu entgehen. Das also ist der Preis und die Strafe für eine Gesellschaft, die ein Geld ohne Zinsen und Inflation haben könnte, von dieser Möglichkeit aber keinen Gebrauch macht! Weder Bundesbank noch Wirtschaftswissenschaft haben sich bei der Suche nach einem Ausweg aus diesem Dilemma übernommen, geschweige denn mit Ruhm bekleckert. Sie machen insgesamt einen hilflosen Eindruck, für den der Volkswirtschaftler Prof Dr. Felix Binn folgende Worte fand:
"Ihre Arbeits- und Denkergebnisse auf die Ingenieurswissenschaft übertragen, hätten uns heute noch nicht das Rad beschert, allenfalls ein dreieckiges." (Binn: Konsequenter Monetarismus)
Ungeachtet ihrer peinlichen Untüchtigkeit genehmigen sich die Herren der Deutschen Bundesbank märchenhafte Gehälter, die (wie bei den Gewerkschaftsbossen) den Blick für die Nöte der Menschen verstellen und die Gefahr, in der wir alle schweben, nicht mehr erkennen lassen. "Wir leben in keiner normalen Zeit," mahnt der Freiwirt Hans- Joachim Führer, "sondern in einer Zeit der letztmöglichen Abkehr vom programmierten Untergang der Menschheit." Aber die Unbelehrbaren suchen ihr Heil und die Rettung jetzt in der Europäischen Union. Nicht ohne Stolz verweist z.B. der deutsche Finanzminister darauf, daß die Staatshaushalte und Währungen anderer EUMitgliedsstaaten noch maroder sind als die der Bundesrepublik Deutschland. Wie man sich über dieses Etwas-weniger-Kacke-am-Bein freuen kann und auch noch stolz darauf ist, wird mir nie begreiflich zu machen sein. Es mag ja durchaus sein, daß die Ausbeutung der Massen durch die Zinswirtschaft in anderen Ländern zu noch schlimmeren Ergebnissen geführt hat, aber ist es denn wirklich sinnvoll, die hohe und nicht beherrschbare Arbeitslosigkeit in Deutschland mit der noch höheren Arbeitslosigkeit in Europa zu verrühren, ohne etwas anderes getan zu haben, als auf noch mehr Wachstum zu hoffen? Alles läuft z.Z. daraufhinaus, den Wirtschaftskoloß Europa noch brutaler als bisher (siehe Bananenkrise) gegen die Konkurrenz aus den ärmeren Teilen der Welt in Stellung zu bringen. Der - an der Umweltzerstörung gemessen - schon viel zu hohe Export Europas soll, nein muß noch mehr wachsen, damit die Rechnung der Zinseszinsler auch aufgeht und der rülpsende Riese Europa zu einem nur noch furzenden Ungeheuer aufgebläht werden kann. Es sind ja nicht etwa ethische, moralische, kulturelle, friedenspolitische, religiöse oder ökologische Vorstellungen, die den geistigen Horizont Europas bewegen, sondern die schlichte Frage, wie z.B. mit noch mehr Exportautos die Zahlungsbilanz geschönt und das Weltklima endgültig ruiniert werden kann. Das Urlaubsparadies und Ferienland Italien ist inzwischen so hoch verschuldet, daß die gesamten Deviseneinnahmen aus dem gewaltigen Tourismusgeschäft für Zinszahlungen verschwendet werden müssen! Darum kann überhaupt keine Rede davon sein, den heilsamen Schock der Natürlichen Wirtschaftsordnung Silvio Gesells auf den Standort Deutschland zu begrenzen. Wie eine wunderschöne neue Melodie, die gleich nach Bekanntwerden der ganzen Welt gehört, hat Silvio Gesell nie einen Zweifel daran gelassen, für die ganze Welt gedacht und gewirkt zu haben.
Das vom Zins befreite Geld wird aus gutem Grund im Lande bleiben, in ärmeren Ländern wie z.B. in Polen jedoch noch ein paar Jahre als Zweitwährung umlaufen, aber Einfluß und Wirkung dieser Reform werden unaufhaltsam über die Grenzen schwappen. Diese Reform hat es nicht nötig, mit Gewalt erzwungen zu werden, denn weder muß dem Verdurstenden das köstliche Wasser, noch dem Hungernden das herrliche Brot aufgezwungen werden; sie nehmen es freiwillig, stellen keine Bedingungen und werfen uns hinterher auch nicht vor, wir hätten uns mit diesen Gaben aufgedrängt.
Aber: Wenn die Mehrheit der Bevölkerung dem Sumpf der Ausbeutung gar nicht entkommen will, wenn das Heer der Arbeitslosen seine Bereitschaft zum Dulden und Leiden noch weiter ausbauen möchte, wenn die Wohnsitzlosen und Sozialhilfeempfänger die bezahlbaren neuen Wohnungen und ein ausreichendes Einkommen gar nicht haben wollen, dann sollten auch wir mit dem römischen Rechtsgelehrten Ulpianus sagen und erkennen: "Dem, der es so haben will, geschieht kein Unrecht."

Epilog

Wenn dieses Buch nach nur sechs Monaten schon in 2. Auflage erscheinen kann, so ist dieser Erfolg vor allem jenen Lesern zu verdanken, die das Ende meiner begrenzten Möglichkeiten als Autor und Vortragsreferent mit dem Anfang ihrer multiplikatorischen Kraftentfaltung verbunden haben. Da diese wertvolle Start- und Schützenhilfe auch mit großem zeitlichen Aufwand und finanziellen Opfern verbunden war, sei die 2. Auflage all denen gewidmet, die sie überhaupt erst möglich gemacht haben! Dank dieser Verbreitung, die mir den fehlenden Buchhandel ersetzen hilft, hat dieses Buch inzwischen Personengruppen erreichen können, die von sich aus wohl nie und nimmer auf den Gedanken gekommen wären, sich mit der Natürlichen Wirtschaftsordnung Silvio Gesells zu befassen. Hier ist mit anderen Worten ein äußerst schwer überwindbarer Abgrund, der zwischen potentieller Leserschaft und Autor zu befürchten gewesen wäre, durch solidarisches Handeln elegant überbrückt worden! Kaum für möglich gehaltene Kontakte und Resultate haben denn auch nicht lange auf sich warten lassen. Eine überraschend positive Buchbesprechung im Saarländischen Rundfunk veranlaßte beispielsweise - Datenschutz hin, klammheimliche Freude her - die Frau eines leibhaftigen ............präsidenten inkognito zwei taufrische Exemplare meines Buches zu ergattern. Ob der Gatte, der präsidale, das Buch jetzt wohl schon auf Vorstandssitzungen herumzureichen wagt, nachdem er es möglicherweise erst einmal mit der Taschenlampe unter der Bettdecke angelesen hat? Der ohne mein Verschulden ins politische Abseits geratene CDU- Fallschirmspringer und Querdenker Heiner Geißler versprach einem Veranstalter meines Vortrags immerhin, das Buch zu lesen (darum möchte ich aber auch sehr gebeten haben) und sagte sogar eine Stellungnahme zu, die nun aber auch schon ganz schön lange auf sich warten läßt. Hat er beim Lesen etwa gemerkt, als Sozialpolitiker jahrelang an der völlig falschen Stelle gebohrt zu haben? Den Mut zum Risiko brachte ein Anlageberater auf, der es sogar wagte, ausgerechnet dieses Buch bei seiner betuchten Klientel als Werbegeschenk einzusetzen - mit der leicht vorhersehbaren Folge, daß seine Kunden (lesend!) um den wohlverdienten Schlaf gebracht wurden. Ehrlich und hart arbeitende Menschen übrigens, die bisher so ganz ohne Schuldbewußtsein jedem Rendite- und Zinsversprechen hinterhergehechelt sind, um sich ein Polster für den Ruhestand zu schaffen.
Noch nicht so berauschend sind die Reaktionen der Presse. Meine liebevoll zur Post gebrachten und korrekt frankierten Rezensionsexemplare werden in der Regel "zur Entlastung" gleich an die Wirtschaftsredaktionen weitergereicht, dort möglicherweise auch gelesen und anschließend erst einmal auf Eis gelegt. Gegen diese "Pressefreiheit" sind meines Wissens nur drei Kräutlein gewachsen:
1. Das Recht der Zeitungsleser auf Information.
2. Schutz der Zeitungsleser vor Informationsunterdrückung.
3. Kündigung des Abonnements, wenn Leserproteste auch nach dem dritten Anlauf nicht beachtet worden sind.
Diese drei "Heilkräuter" habe ich im Sommer 1995 (als Gärtner natürlich kein Problem!) bis zur Samenreife bringen können. Da der sozialpolitische Boden für dieses Saatgut inzwischen reifgeworden ist (zwanzig Millionen Arbeitslose in Europa sind genug), könnte mit der Aussaat eigentlich sofort begonnen werden, wäre da nicht vorher noch eine Kleinigkeit zu beachten:
Alle Zeitungen sind heute bemüht, den natürlichen Leserabgang durch Arbeitslosigkeit, Todesfall und Umzug mit einer entsprechenden Neukundenwerbung zu kompensieren. Das scheint nicht ganz einfach zu sein, denn mir ist aufgefallen, daß die gute alte Bratpfanne - ein Klassiker unter den Werbeprämien - zunehmend von Stereoanlagen und Urlaubsreisen abgelöst worden ist. Das geht natürlich ganz schön ins Geld, und jeder preisbewußte Zeitungsleser wird sich ausrechnen können, welchen Eindruck auch nur ein halbes Dutzend Briefe hinterlassen, in denen enttäuschte Leser eine Kündigung ihrer Abos in Aussicht stellen; meinetwegen aus "Verärgerung über das Totschweigen der rettenden Erkenntnisse Silvio Gesells . Die Zeitungsredaktion sitzt jetzt in einer Zwickmühle. Während die Abonnementsabteilung vielleicht noch gönnerhaft dazu auffordert, im Sinne der Leser doch ruhig einmal ganz sachlich und seriös über Silvio Gesell zu berichten, wird die Anzeigenabteilung sofort Alarm schlagen und zu bedenken geben: "Wenn ihr die Zinsen verteufelt, verlieren wir das lukrative Anzeigengeschäft mit den Banken und Sparkassen!" Da ist was dran: Keine andere Branche schaltet derart viele halbseitige, ganzseitige und doppelseitige Anzeigen. Große Konzerne, die in Anzeigen ebenso großkotzig auftreten, bringen damit kaum verhüllt zum Ausdruck, daß sie sich inzwischen auch schon in der Hand einer Großbank befinden. Firmen, die ein sauberes Mehl in der Tüte haben, können sich einen derartigen Werbeaufwand gar nicht leisten; dazu bedarf es schon der absurden Goldeselei, mit Geld auf Kosten anderer immer noch mehr Geld zu verdienen. Viele werden es nicht für möglich halten, aber so ist es: Die sogenannte Chefredaktion rangiert in der Hierarchie einer Zeitung unterhalb der Anzeigenabteilung und zieht im Zweifelsfalle grundsätzlich den Kürzeren!

Im Klartext: Der redaktionelle Teil einer Zeitung ist nur der vorgewärmte Teller, auf dem der dampfende Anzeigenbraten dem Leser vorgesetzt wird.
Vergessen wir aber eins nicht: Chefredakteure sind auch nur Menschen. Sie würden sich um ihre Stellung bringen und haben sich dementsprechend duckmäuserisch zu verhalten. Das bedeutet: sie können den Herausforderungen unserer Zeit überhaupt nicht gerecht werden, weil die erzwungene Rücksicht auf Anzeigengeschäft und Kapital das gar nicht zuläßt! Unter diesen Umständen wäre es geradezu lächerlich, naiv und reine Zeitverschwendung, der Tagespresse und den sogenannten Nachrichtenmagazinen eine nennenswerte Rolle bei der Überwindung eines Geldsystems zu übertragen; eines Systems, das die soziale Gerechtigkeit verkrüppelt und die hohe Politik zum Hampelmann der Finanzgewaltigen deformiert. Sobald aber die Zinswirtschaft überwunden ist, wird auch die Presse frei sein können und uns dann mit Sicherheit auch helfen, das Haus der sozialen Gerechtigkeit in Frieden und Freiheit zu vollenden. Da uns die Medien heute aber - und das in der Stunde der Not - nur sehr begrenzt zur Verfügung stehen, bleibt uns vorübergehend "nur" die Rückbesinnung auf das gewaltig unterschätzte Meer unserer eigenen Möglichkeiten.

Noch während ich dieses Nachwort schreibe (27. Dezember 1995), landet der Brief einer Leserin aus Bingen am Rhein in meinem Briefkasten. Sie schreibt mir, daß sie bereit ist, allen Universitäten in Deutschland mein Buch zu schicken! Das umfangreiche Adressenmaterial hat sie dem Brief schon beigefügt und die Übernahme der Kosten zugesichert. Mit gleicher Post schreibt mir mein Bruder Dirk aus Hellwege, daß es ihm gelungen ist, in der SPD großes Interesse für das vorliegende Buch, vor allem aber für meinen Diavortrag zu wecken. Nur zwei Hoffnungsstrahlen unter Tausenden, die noch leuchten werden; Beispiele, die das bevorstehende Wirkungsgefüge aber schon klar erkennen lassen und in absehbarer Zeit - da bin ich mir ganz sicher - die verheerende Ziel- und Ratlosigkeit der Politiker in ein konstruktives Voranschreiten und Aufatmen verwandeln werden.

Literatur:

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Binn, Felix G.: "Grenzen der Marktwirtsch.", Stiftung für persönliche Freiheit 1975 Binn, Felix G.: "Konsequenter Monetarismus", mtg, Hamburg 1976
Binn, Felix G.: "Arbeit, Geldordnung, Staatsfinanzen", Gauke 1983 Binn, Felix G.: "Silvio Gesell - Der verkannte Prophet", Gauke 1978
Binn, Felix G.: "Verfassungsanspruch und Wirklichkeit", Selbstverlag 1981
Binswanger, Hans C. u.a.: "Arbeit ohne Umweltzerstörung",
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Hans C.: "Geld und Magie", Edition Weitbrecht, Stuttgart 1985
Bischoff, Reiner: "Umweltzerstörung d. Geld- und Bodenwucher", Adem. Verlag 1991
Bischoff, Reiner: "Unser Geldsystem", Selbstverlag, Täterrof 1991
Blüher, Hans: "Silvio Gesell: Zeitgenöss. Stimmen zum Werk..."Zitzmann 1960
Blumenthal, Georg: "Die Befreiung v. d. Geld- und Zinswirtschaft, Berlin 1916
Blumenthal, Georg: Die wirtschaftlichen Ursavhen der Weltkrieges", Berlin 1919
Bohlinger, Roland: " Die geheime Verführung", Verlag f. g. Forschung, Viöl 1994
Bohner, Frank: " Unser Geldsystem...", Zeitschrift Schrot und Korn 11/1995
Bombach, Gottfried: " Der Keynesianismus", Springer 1981
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Bruker, Max Otto: " Unsere Nahrung- unser Schicksal", emu 1986
Bultmann, Antje u.a.: " Käufliche Wissenschaft", Knaur 1994
Burhenne. Hilmar: "Das Geldspiel", Selbstverlag, Karlsruhe 1993
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Creutz, Helmut u.a.: "Wachstum bis zur Krise", Basis 1988
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Fisher, Irving: "Auf dem Weg zum Freigeld", Hamburg 1925
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Gächter, Franz: "Warum haben die Kirchen in der Zinsfrage kapituliert?", St. Gallen 1979
Gesell, Silvio: Die Reformation im Münzwesen...", Buenos Aires 1891 Gesell, Silvio: "Die verstaatlichung des Geldes", Selbstverlag, Buenos Aires 1892
Gesell, Silvio: Zinsfreie Darlehen", Verlag K.J. Wyss, Bern 1904
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Gesell, Silvio: "Die Natürliche Wirtschaftsordnung"
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Giono, Jean: "Der Mann mit den Bäumen", Theologischer Verlag Zürich, 1981
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Hoffmann; Hans: "Mehr Wissen über das Geld und seine Funktionen", LSP Bern 1984
Hoffmann, Hans: "Stabilität bei fixierten oder freien Wechselkursen", Bern 1972
Hoffmann, Richard; Gesell, S.: Die Freiwirtschaft vor Gericht", Erfurt 1920 Hüwe, Josef: "Zur Kritik an der Marxschen Kapitalanalyse", Hackbarth Hüwe, josef: "Der Kardinalfehler in der traditionellen Geldordnung",
Hackbarth Ibs, Carl: "Freiwirtschaft-wie würde sie unser Leben verändern?",
3. Weg 12/95 INWO: "Gerechtes Geld-Gerechte Welt", 1891-1991: 100 Jahre NWO,
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Issing, Otmar: "Der Zins und sein moralischer Schatten", darauf entgegnen 17 Autoren aus freiwirtschaftlicher Sicht, Sonderdruck Nr. 3, Der 3. Weg 1994
Kafka, Peter: "Gegen den Untergang", Hanser 1994
Kantowsky, Detlev: "Indien-Gesellschaftsstruktur und Politik", Suhrkamp 1972
Kennedy, Margrit Dr.: "Geld ohne Zins und Inflation", Goldmann 1994 Kessler, Kurt: "das Versagen der Bonner Politik...", Vortrag, FSU 1971 Kessler, Kurt: "Überwindung der Arbeitslosigkeit...", Vortrag, FSU 1977 Keynes, John Maynard: "Allgemeine Theorie..." Duncker&Humblot, Berlin 1936
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Krauth, Wanda; Lünzer, Immo: "Öko-Landbau und Welthunger", Rowohlt 1982
Klüpfel, Paulus u.a.: "Erinnerungen an Silvio Gesell", Zitzmann 1960
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Kühn, Hans: " Der Einfluß des Geldes auf die Geschichte der Menschheit", 1967
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Kühne, Dirk: "Neue Volkswirtschaftslehre", Arrow, Hamburg 1992
Leuchtenberg, Max: "Woran Weimar scheiterte", FSU 1971
Leuchtenberg, Max: "Der grüne Faden", FSU 1960 Löhr, Dirk: "Zins und Wirtschaftswachstum", Zeitschrift für Sozialökonomie 79/1988 Löhr,
Dirk: "Freiwirtschaft: Ein Ausweg aus dem Planungschaos", INWO 1990
Marx, Karl: "Das Kapital", Dietz, Berlin 1986
Meadows, Donella und Dennis: "Die neuen Grenzen des Wachstums", DVA 1992
Metternich, A.: " Die Wüste droht", Friedrich Trüjen Verlag, Bremen 1947
Michler, Walter: "Weißbuch Afrika", Dietz 1988
Mikonauschke, Horst: "Wirtschaftsaufschwung-was ist er wert?" 3. Weg 1/1995
Mikonauschke, Horst: "Fehleranalyse der sozialen Marktwirtschaft" DAV 1995
Müller, Herbert K.R.: "Grundfragen der Volkswirtschaftslehre", FSU 1958
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Musil, Michael: "Energie, Wirtschaft, Kapital", Der 3. Weg 1/1995 Nearing,
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Ogger, Günter: "Kauf dir einen Kaiser" (Die Fugger), Knaur 1979
Onken, Werner: "Karl Marx und Silvio Gesell", Selbstverlag 1975
Onken, Werner: "Wörgl und andere Freigeldexperimente", Z.f.S. Nr. 57/1983
Onken, Werner: "Perspektiven einer ökologischen Ökonomie", Gauke 1983
Onken, Werner: "War Silvio Gesell ein Faschist? Nein!", Schwarzer Faden 1984
Otani, Yoshito: "Ursptung und Lösung des Geldproblems", Arrow 1981
Otani, Yoshito: "Untergang eines Mythos", Arrow 1977
Pfannschmidt, Martin: "Vergessener Faktor Boden", Gauke 1990
Polenske, Karl: "Forschungen zur Bodenreform" Verlag G. Fischer, Jena 1910
Polenske, Karl: "Finanz- und Wirtschaftsprogramm Silvio Gesells", Berlin 1919
Priebe, Hermann: " Die subventionierte Unvernunft", Siedler Verlag 1985 Senf, Bernd Prof. Dr.: "Der Nebel um das Geld", Gauke 3. Auflage Oktober 1996

Hinweise zur Literaturliste:
Nicht alle aufgeführten Tittel können der freiwirtschaftlichen Literatur zugerechnet werden, sind aber von peripherer bzw. hinführender Bedeutung.
Es wurden auch Titel aufgenommen, die inzwischen vergriffen und kaum noch beschaffbar sind; sie können jedoch z.T. im Wissenschaftlichen Archiv der Freiwirtschaftlichen Bibliothek, Steenkamp 7, 26316 Varel (nach vorhergehender Anmeldung) eingesehen und für Forschungszwecke ggf. auch kopiert werden. Die Zeitschrift "Fragen der Freiheit" hat sich auf die Bodenfrage spezialisiert und verdient daher besondere Beachtung. Die für den Einstieg in die Natürliche Wirtschaftsordnung besonders empfehlenswerten Titel sind fett und kursiv hervorgehoben.

Eine Liste aller heute noch verfügbaren Titel kann beim Versand DER 3. WEG angefordert werde. Bezugsquellen für das Buch "Wer hat Angst vor Silvio Gesell?": Versand DER DRITTE WEG, Feldstraße 46, 20357 Hamburg emu-Verlags-GmbH, Taunusblick 1, D-56112 Lahnstein 
am Büchertisch aller Vortragsveranstalltungen des Autors 
direkt beim Autor, Hermann Benjes, Darmstädter Str. 21, D-64404 Bickenbach
Spezielle Faltblätter zu diesem Buch und eine Mengenrabatt-Liste für die private und politische Aktion sowie Vortragsplakate und Konditionen können beim Autor angefordert werden. Bezugsquelle in der Schweiz:
INWO, Postfach, CH-5001 Aarau Vereine, Initiativen und Arbeitsgruppen zum Thema: Initiative für natürliche Wirtschaftsordnung e.V. /
INWO Deutschland, Max-Bock-Straße 55, D-60320 Frankfurt am Main Initiative für natürliche Wirtschaftsordnung e.V. /
INWO Schweiz, Postfach, CH-5001 Aarau Initiative für gerechte Wirtschaftsordnung e.V. /
INWO Austria, Staudingergasse 11, A-1200 Wien Arbeitsgruppe Wirtschaft und Finanzen / BUND - LV-BW c/o Reiner Bischoff, Brühlstraße 13, D-73527 Täferrot (Diese Arbeitsgruppe wurde aufgelöst; Information vom 11.7.97; W. Roehrig)
Christen für gerechte Wirtschaftsordnung e.V. / GGW Gartenstraße 28, D-76770 Hatzenbühl


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