Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 19.10.2006, 23:59 
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Was sagen Sie zu folgendem Vorschlag?

Jeder Staatsbürger erhält als Grundsicherung 400,-- €.
Wer mehr haben will, muß arbeiten und dafür einheitlich 40% Steuer zahlen.

Begründung:

Verhungern können wir in Österreich niemanden lassen. 400,-- Euro müssen aber genügen. Eine Mutter erhält ja auch nur ca. 430,-- Euro - dies allerdings für eine Leistung (Betreuung eines Kleinkindes).
Es wird genug Leute geben, die mehr haben wollen als 400,--/Monat. Außerdem ist arbeiten oft besser als Nichtstun.

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Man sollte manchmal auch mutige Schritte wagen.


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PostPosted: 30.11.2006, 18:54 
Herr W.K. schreibt:

"Es gibt immer Spinner!" sagte mein Vater in seinen alten Tagen und meinte damit die 68er Bewegung, wie er es früher auch von den Nationalsozialisten und den Kommunisten sagte. Heutzutage würde er damit wahrscheinlich die Grünen meinen.

Freilich spricht der Gedanke der Grundsicherung idealistisch gesinnte Menschen mehr an als jene, die eher verstandesmäßig an die Dinge herangehen. Es ist ja auf den ersten Blick auch wirklich bestechend sich vorzustellen, daß ein Staat so spendabel sein will, allen seinen Bürgern (seien sie im Erwerbsleben oder noch nicht oder nicht mehr) ein gewisses Mindesteinkommen ohne Gegenleistung zu sichern. Ja manche gehen sogar so weit, ein Recht auf Grundsicherung als Menschenrecht in die Verfassung schreiben zu wollen - parallel dazu auch gleich das Recht auf Bildung, das Recht auf eine Wohnung, das Recht auf einen Arbeitsplatz und und und ...
"Es gibt immer Spinner!".

Daß das alles natürlich auf Kosten der Allgemeinheit geht, wird gerne verschwiegen. So der Strom nicht aus der Steckdose kommt und staatliche Leistungen nicht vom Himmel fallen, sondern über die Steuern mit erheblichem Streuverlust und vielfältigem Mißbrauch von uns allen aufgebracht werden müssen, wäre das also ein weiterer riesiger Umverteilungsprozeß.

Sozusagen eine neuerliche, bisher für unzumutbar gehaltene Entmündigung der Bürger, eine Überwälzung der Verantwortung für das eigene Leben auf den Staat, der dann noch übermächtiger wird und mit der Sorge für einen Grundanteil des Lebensunterhaltes zu seiner Verantwortung auch das Recht auf totalen Einfluß auf alles Leben seiner Bürger erhält. Was das im Einzelnen bedeutet, kann sich jeder selbst vorstellen oder er muß "1984" von George Orwell lesen.

Wir alle wissen, daß es im Leben erfolgreiche und weniger erfolgreiche Menschen gibt, auch ist jedermann bekannt, daß es Leistungsstarke und Leistungsschwache gibt, was sich meist (nicht immer) im Einkommen auswirkt.
Dann gibt es noch die Glücklichen und diejenigen, die ein Unglück getroffen hat. Ob durch Verschulden, Veranlagung oder Lebensumstände, die Menschen sind verschieden und werden es immer bleiben, auch was ihren materiellen Wohlstand betrifft.
Das Bestreben, den weniger Glücklichen über den Staat zu helfen muß dort enden, wo es die Freiheit des Einzelnen in unzumutbarer Weise beschneidet.


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