Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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Newsletter Frau 2000plus e.V. - 13. Mai 2018 - Muttertag

Meine Damen, und heute vor allem: Liebe Mütter,

es ist wieder so weit: Muttertag. Die einen sagen, ich möchte ihn gar nicht, denn ich will keinen Alibi-Tag, an dem einmal so getan wird, als würde man das schätzen, was Mütter tun. Die anderen sagen doch: Es ist zauberhaft, wenn die Kinder mit kaltem Kaffee und herzigen selbstgemalten Muttertagsbildchen am Bettrand erscheinen, nachdem sie „heimlich“ mit unfassbarem Lärm schon mal Frühstück gemacht haben gegen sieben Uhr Sonntagmorgen.
Wertschätzung. Es ist möglicherweise das Schlüsselwort für viele Mütter abseits von politischen Debatten um Familienpolitik, der Sorge um die Altersvorsorge und den zyklisch wachsenden Wäschebergen. Denn in der Regel machen wir das gerne, was wir als Mütter tun. Wir sind ja nicht Mütter, weil man uns dazu zwingt, oder weil wir dafür bezahlt werden, sondern weil wir es so wollten. Was nicht heißt, dass es wir nicht auch mal ab und zu gesagt bekommen müssen, dass das schön ist, was wir so machen.
Wir kümmern uns nicht, weil wir müssen, sondern weil wir es gerne tun. Mütter sind der Kontrapunkt in einer Gesellschaft, die menschliches Miteinander von der Zeugung bis zur Altenpflege immer häufiger zu sogenannter „Care-Arbeit“ in Form bezahlter Dienstleistungen auslagert. Das beginnt damit, dass die Zeugung und das Austragen von Kindern plötzlich zu Dienstleistungen in Form von „Reproduktionsarbeit“ werden. Intimität und Sexualität zwischen Menschen gehören schon immer zum ältesten Gewerbe der Welt. Heute nennt man Prostituierte aber „Sexarbeiterinnen“. Das Kümmern um Kinder ist „Erziehungsarbeit“ in Krippe, Kita und Ganztagsschulen geworden. Die Versorgung von Alten und Kranken zunehmend „Care-Arbeit“ durch Fremde.
Wie aus der Zeit gefallen erscheinen da plötzlich jene Menschen, die das Zeugen, Gebären, Großziehen, Kümmern, Pflegen, Trösten und Begleiten anderer Menschen nicht wegen Geld tun, sondern aus einem ganz reaktionären Grund: Aus Liebe.
In diesem Sinne: Schönen Muttertag Ihr Lieben


Herzlichst,
Ihre Birgit Kelle
Vorsitzende Frau 2000plus e.V.


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HINWEISE:

Birgit Kelle auf schreibfreiheit.eu

Frau 2000plus - Birgit Kelle

Bitte lesen Sie auch zum Thema "Verstaatlichung der Kinder" auf
Familienpolitik.eu oder auf schreibfreiheit.eu

Ich bin als Familienvater bestürzt über diese Tendenz.
Ich würde das unseren Kindern nie antun wollen....


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