Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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Subject: Meves aktuell - Ausgabe März 2019
Date: 2019-03-02 17:49
From: "Meves aktuell" <meves-aktuell@christa-meves.eu>
Reply-To: <email@christa-meves.de>

Meves aktuell

Ein neues Blümchen wagt sich neuerdings in Deutschland aus der
Verbannung: Es gibt hierzulande eine Pflanzenart, die sich mit einem
kräftigen Stängelchen und neuen Knospen hervorwagt: „Kitafrei“
heißt das Pflänzchen, und es hat folgende Aufgabe: Junge Mütter
schließen sich zusammen und wollen ihre Babys und Kleinkinder in
eigener Regie erziehen – eben kitafrei. Sie nehmen die lange Latte der
wissenschaftlichen Ergebnisse ernst, durch die längst herausgefunden
wurde, dass die meisten Ursachen seelischer oder auch psychosomatischer
Krankheit im Erwachsenenalter in der frühen Kindheit liegen. Erfahrene
Kindertherapeuten zogen daraus den Schluss: Das Unaufgebbarste, das
Allernotwendigste für ein neugeborenes Kind ist eine langjährige Phase
der Nähe zu seiner leiblichen Mutter.

Ich rief deshalb bereits seit 1970 die Gefahr der frühen Trennung
zwischen Mutter und Kind in die Öffentlichkeit hinein; denn das ließ
sich erkennen, nachdem es ähnlich wie im Osten auch im Westen immer
mehr zur Gepflogenheit wurde, dass die jungen Mütter rasch wieder an
ihre Arbeitsplätze zurückkehrten. Aber das Unruhigwerden der Kinder,
die Gegebenheit, dass sie heute nun in immer größerer Quantität
seelische Störungen entwickeln, ließ sich in der Praxis schon bald
konstatieren, führte aber in der Öffentlichkeit zu nichts weiter als
dazu, dass die Psychologie auf der Universität zu einem überlaufenen
Massenfach wurde und die Bürgermeister nur Geld bekamen, wenn sie Kitas
einrichteten. Und viele, viele andere Maßnahmen, die diese berechtigte
natürliche Vorstellung der jungen Mütter, ihre Babys und Kleinkinder
selbst zu betreuen, immer mehr untergruben, öffneten einem unglücklich
machenden Trend Tür und Tor. Dabei hatten wir in unserem Freundeskreis,
der seit 1981 regelmäßig Tagungen, meist auf der Burg Rothenfels,
durchführte und ab 1996 zum Verein Verantwortung für die Familie
aufgestockt worden war - sogar bereits unter dem Titel „Mutter als
Beruf“ eine Resolution zur realistischen Gestaltung einer neuen
Familienform im industriellen Zeitalter als ein neues Lebensmodell für
junge Familien ausgearbeitet und 1986 ans Bundespräsidialamt nach Bonn
und im Jahr 2002 sogar mit fast 10 000 Unterschriften - allerdings
abermals gänzlich erfolglos - dem Familienministerium in Berlin
übermittelt. Denn jetzt, nach der Wende und der Übernahme der
Regierungsverantwortung durch Gerhard Schröder (SPD), zeichnete es sich
ab, dass mit der„Lufthoheit über den Kinderbetten“ (Olaf Scholz)
eine Kollektivierung der Kinder von der Geburt ab angepeilt wurde. Aber
die bereits vorliegenden wissenschaftlichen Ergebnisse über die
Schwächung der jungen Generation nach kommunistischem Modell hatten in
der Sowjetunion doch längst ergeben, dass das ein Untergangsmodell ist.

In dieser Resolution gaben wir aber nicht nur unserer großen Sorge
über die neue Gefahr Ausdruck, sondern machten einen Vorschlag, wie auf
dem Boden eines gesunderhaltenden Erziehungsmodells der Niedergang
aufgehalten und mit einigen gesunden gesellschaftlichen Maßnahmen zum
Positiven gewendet werden könnte. Das legten wir in einem
12-Punkte-Programm auf wissenschaftlicher entwicklungspsychologischer
Basis dar. Die wichtigsten fünf Vorschläge der Veränderungen in der
Familienpolitik sollen jetzt hier noch einmal aufgeführt werden:

1) Frauen - besonders junge Mädchen und jung Verheiratete - bekommen
die Möglichkeit, sich für einen neuen Beruf ausbilden zu lassen, wenn
sie schwanger werden. Sie können, sobald ihre Schwangerschaft ärztlich
festgestellt worden ist, in eine spezifische Berufsausbildung „Mutter
als Beruf“ eintreten, die mit einem Zertifikat abschließt.

2) Nach der Geburt des Kindes erhält die Mutter den Anspruch auf ein
GEHALT SAMT RENTENANSPRUCH, die beide mit der Zahl der Kinder
aufgestockt werden.

3) Wird das jüngste Kind 14 Jahre alt, kann sich die Mutter zur
Ausbildungsleiterin für junge Mütter und andere entsprechende soziale
Tätigkeiten ausbilden lassen. Analog können sie sich als Großmütter
betätigen, z. B. als Adoptivgroßmutter in jungen kinderreichen
Familien. Auch der Weg zu anderen Ausbildungen kann dann natürlich
eingeschlagen werden, ja, bei den Bewerbungen dazu sollte „Mutter als
Beruf“ ein Qualitätsmerkmal sein.

4) Zur Entlastung junger Mütter mit mehreren Kindern wird ein
„Freiwilliges Familienjahr“ entsprechend dem Freiwilligen
Ökologischen oder Sozialen Jahr für junge Mädchen eingeführt. Der
Nachweis des freiwilligen Familienjahres kann bei der Ausbildung zur
„Mutter als Beruf“ angerechnet werden.

5) Jede Frau kann aus dieser ihrer Berufstätigkeit ausscheiden und eine
andere Tätigkeit ihrer Wahl ausüben.

Diese Regelungen werden die Gesellschaft qualitativ vorwärtsbringen,
die Bevölkerungsimplosion aufhalten und unser Land aus der
Existenzkrise herausholen.

Die Kosten sind langfristig (erst recht kurzfristig) niedriger als die
Kosten, die die flächendeckende Errichtung und der Betrieb von Krippen
verursachen, und sie können einer weiteren Überlastung des
Gesundheitswesens entgegenwirken. Da das Familien-Modell psychisch
intakte, handlungs- und demokratiefähige Menschen hervorzubringen
verspricht, ist es, wenn man Zukunft des christlichen Abendlandes will,
alternativlos und bedeutet eine fundamentale_ _Einsparung.

Wir haben nicht mehr viel Zeit. Die Zahl der Eltern, die sich gegen den
Trend wehren, beginnt unter dem Druck der Öffentlichkeit zu klein zu
werden, obgleich es doch noch heute eine ganze Anzahl tapferer Eltern
gibt. Sie bringen oft große Opfer, um ihre Kinder allein und mithilfe
der Familie großzuziehen. Und das hat sich natürlich fast regelmäßig
mit allerbesten Ergebnissen im Erwachsenenalter ausgezahlt. (Einmal
wieder befanden sich in meiner Weihnachtspost eine Vielzahl von
Berichten darüber – mit Fotos von Müttern und Vätern, die ihr
Glück mit diesen erwachsenen Söhnen und Töchtern ausstrahlten.)

Für die Mitglieder der neuen Bewegung „Kitafrei“ werden sich
ebenfalls solche Prognosen erstellen lassen.

Zwar sind den Familien – durch die Politik der Regierung – in den
vergangenen 20 Jahren immer mehr erschwerende Knüppel zwischen die
Beine geworfen worden, und doch ist der neu zusammengeschlossene
Widerstand heute - trotz später Stunde - eine neue Hoffnung. Denn
grundsätzlich hat die Wahrheit, die in der Schöpfung unseres Gottes
ruht, einmal mehr den längeren Atem vor der Lüge mit all ihren so
bitter traurigen Resultaten gezeigt.

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Impressum: Christa Meves, Albertstraße 14, 29525 Uelzen, Tel:
0581-2366, E-Mail: email@christa-meves.de



Siehe auch:

Verantwortung für die Familie, Resolution zur Förderung der Familie

Christliche Partei Österreichs, Ehe und Familie

Schreibfreiheit


Familie: Arbeit von Müttern ist 42.000 Euro wert, OÖN vom 26. Juli 2011

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Nur ein Betreuungsbudget erlaubt Wahlfreiheit in der Kinderbetreuung
Siegfried Stresing, 12. Nov. 2013

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