Kinder verbreiten COVID-19 kaum - Studie in Norwegen!

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alwis
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Kinder verbreiten COVID-19 kaum - Studie in Norwegen!

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Hier ist eine bemerkenswerte Studie aus Norwegen, die letzten Monat veröffentlicht wurde. Der Bericht trägt den Titel

"Minimale Übertragung von SARS-CoV-2 durch pädiatrische COVID-19-Fälle in Grundschulen, Norwegen, August bis November 2020."
Die Studie ist in Englisch HIER und HIER abrufbar.

Diese wissenschaftliche Arbeit gefällt aus zwei Gründen.

Erstens haben die Forscher die Kontakte der Kinder systematisch untersucht, was die Qualität der Arbeit erhöht.

Zweitens veröffentlichten die Forscher die Zyklusschwellenwerte (Ct) der Polymerase-Kettenreaktion (PCR)-Tests, die bestimmten, ob die Kinder COVID-19 hatten oder nicht. Das ist ganz entscheidend, wie mittlerweile alle Forscher wissen (oder zumindest sollten!). Siehe auch unten.

Wie schon oft berichtet (auch durch die WHO), ist diese Empfindlichkeitseinstellung der Hauptgrund, warum die Zahl der angeblich übertragbaren Fälle von COVID-19 so grob überschätzt wird...

Das Ziel der Forschung war einfach. Die Forscher wollten feststellen, ob es eine Übertragung von Kind zu Kind oder von Kind zu Erwachsenem in Grundschulen gibt. Die Kinder in der Studie waren zwischen 5 und 13 Jahre alt - also von der Grundschule bis zur Mittelstufe.

Zur Erinnerung: "Experten" haben wiederholt behauptet, dass Schulen geschlossen werden müssen und Kinder zu Fernstudium gezwungen werden müssen, damit die Ausbreitung der Krankheit in der Gemeinschaft gestoppt werde, die durch die Kontakte der Kinder untereinander angeblich verursacht würde.

Doch seit letztem Sommer hat eine Forschung nach der anderen immer wieder bewiesen, dass Kinder nur sehr wenig zur Ausbreitung beitragen können. Kinder können sich bei einem Erwachsenen anstecken, aber sie verbreiten die Krankheit fast nie oder sehr selten an andere Kinder oder an Erwachsene. (siehe auch Splitter aus Medizinforschung v. 26.1.)

Und diese Studie war nicht anders.

Tatsächlich wurde COVID-19 unter 58 Erwachsenen, die an der Studie teilnahmen, nur bei einem einzigen erwachsenen Kontakt der Kinder gefunden. Das sind gerade einmal 1,7 % der erwachsenen Kontaktpersonen in der Studie. Und es gibt keine Möglichkeit festzustellen, ob sich dieser Erwachsene über eine andere Quelle (d.h. nicht über ein Kind) mit COVID-19 angesteckt hat!

Das weiter Wichtige an den Daten war, dass der Ct-Wert, bei dem die PCR-Tests das "intakte, aktive" Virus bei Kindern fanden, bei 27 oder niedriger lag. Auch frühere Untersuchungen zu PCR-Zyklusschwellenwerten ergaben, dass Einstellungen von 26-28 optimal sind, um infektiöse Viren in einem Menschen zu identifizieren.

Im Gegensatz dazu werden in den USA Zyklusschwellenwerte um 40 festgelegt und in Europa liegen die Schwellenwerte zwischen 40 und 45 oder sogar darüber. Bei dieser Empfindlichkeit meldet der PCR-Test auch tote Viren und Bruchstücke - nicht nur COVID-19, sondern auch andere Coronaviren, die es ja seit langem als Erreger von Schnupfen und Erkältungen gibt, und die fast alle Leute haben. Deshalb die hohe Rate an falsch positiven Ergebnissen, die natürlich keine Infektionen sind.

Die Schlussfolgerung der Forschung betonte die "begrenzte Rolle von Kindern bei der Übertragung von SARS-CoV-2 im schulischen Umfeld." Die einzige Beschwerde über die Studie ist der Titel. Er hätte lauten müssen:
"Fast keine Übertragung von SARS-CoV-2..."



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