Feministische Lügen und echte Benachteiligung von Frauen

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alwis
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Feministische Lügen und echte Benachteiligung von Frauen

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Entnommen aus Andreas Unterberger


Die Dauerbeschallung mit marxistisch-leninistischen Phrasen, die unsere östlichen Nachbarn 40 Jahre lang erdulden mussten, konnte nicht schlimmer gewesen sein als die dauernde Gehirnwäsche durch radikalfeministische Ideologie-Behauptungen, unter denen wir heute hierzulande leiden müssen. Die zahllosen übers Jahr gestreuten "Equal-Pay-Tage" werden ebenso zu wochenlangen Einseitigkeiten und Verzerrungen benutzt wie der sogenannte Frauentag, der eher einem Frauenmonat gleicht. Rund um ihn haben sich schier alle weiblichen Journalisten Österreichs – und das ist längst die Mehrheit in diesem Beruf – wieder einmal in einschlägige Kampfmontur geworfen und ein völlig einseitiges Bild der Realität gezeichnet. Um nicht missverstanden zu werden: Es gibt durchaus echte frauenspezifische Probleme, über die zu diskutieren wäre – was der mediale Radikalfeminismus jedoch fast nie tut. Männerspezifische Probleme und Diskriminierungen werden hingegen von den gleichen Medien das ganze Jahr über nicht einmal erwähnt.

Viele Verleger haben in ihrer Panik ob der rapide sinkenden Leserzahlen und der wenig Zeitung lesenden Frauen die Redaktionen ganz überproportional mit weiblichem Nachwuchs gefüllt. Sie haben damit aber die Medienkrise nicht bekämpft, sondern sogar noch beschleunigt. Sind doch die Frauen weiterhin viel weniger an Zeitungen und Nachrichtensendungen interessiert als die Männer. Die Verleger und Gebührenfunk-Macher haben daher nur eines erreicht: Viele Konsumenten (beiderlei Geschlechts) wenden sich seither noch rascher von den alten Medien ab mit ihrem krampfhaften Gendern, ihren Binnen-Is, mit ihren ständigen "Expertinnen und Experten", mit ihren (beim Sprechen) langgezogenen "Wissenschaftleriiiiiinen".

Die wirklichen Probleme für Frauen sind dadurch nicht einmal um einen Millimeter geringer geworden. Aber offensichtlich haben die meisten Medienmacher längst das Gefühl für ihre Kunden verloren und holen sich einfach immer mehr Geld vom Staat.

Die Männer-Diskriminierungen und die Dummheiten des Feminismus
Die größte und gravierendste Diskriminierung von Männern besteht ganz eindeutig in der Präsenzdienstpflicht, die ihnen mindestens sechs Lebensmonate raubt, obwohl es spätestens seit der Gleichwertigkeit des Zivildienstes keinen objektiven Grund mehr dafür gibt. Dennoch wird das nie medial diskutiert.
Die zweite große Diskriminierung besteht im noch auf viele Jahre niedrigeren Pensionsantrittsalter von Frauen.
Dritte Diskriminierung – eng damit zusammenhängend – ist die Tatsache, dass Männerpensionen zu einem viel höheren Prozentsatz durch die davor eingezahlten Beiträge finanziert worden sind als die von Frauen.
Die vierte Diskriminierung von Männern ist erst in den letzten Jahren in breiter Front passiert. Sie besteht in den Frauenquoten. Diese gibt es informell in vielen Unternehmen, wo ja bei der Besetzung von mittleren oder höheren Funktionen immer öfter die erste Frage lautet: "Gibt es eine Frau dafür?", und nicht: "Wer kann's am besten?". Schon diese informelle Quote führt oft zur Benachteiligung von Männern.
Vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss hat eine Aufsichtsrätin im Verstaatlichten-Bereich sogar ihre Bestellung ganz offen damit begründet, dass sie "auf der Frauenkarte" gesessen sei.
Die Quote ist für Beamten-, für universitäre und für Aufsichtsrats-Funktionen sogar rechtlich einzementiert worden. Überall muss de facto bei annähernder (und oft nur formal behaupteter) Gleichwertigkeit eine Frau genommen werden.
Besonders auffällig ist die Tatsache, dass es zwar unzählige Artikel mit dem Tenor gibt: "Dort und dort und dort gibt es noch zu wenige Frauen!" Es wird aber sehr selten ehrlich untersucht, warum das so ist. Die Antwort wäre nämlich meist, dass Frauen in bestimmte Karrieren einfach viel seltener hineinwollen (wodurch die wenigen, die das schon wollen, gleichsam automatisch Karriere machen), dass sie die mit Führungsfunktionen unweigerlich verbundene zeitliche Belastung scheuen, dass vor allem Frauen oft keine weiblichen Vorgesetzten wollen, und nur noch ganz selten, dass männliche Chefs weibliche Mitarbeiter nicht befördern wollen.
Ich kenne vor allem keine einzige Studie, die objektiv untersuchen würde, ob sich die Leistung jener Unternehmen, Universitäten, Ämter oder Ministerien verbessert oder verschlechtert hat, die den Frauenanteil massiv erhöht haben. Das sollte aber eigentlich Zweck der Übung sein.
Es gibt aber sehr wohl einen hochinteressanten Vergleich der Interparlamentarischen Union über den unterschiedlichen Anteil von Frauen in Parlamenten: Nie würde man erraten, in welchen drei Ländern er am höchsten ist. Das sind nämlich Ruanda, Kuba und die Vereinigten Arabischen Emirate! Offenbar sind solche Länder das Vorbild der quotenfixierten heimischen Kampffeministinnen in Redaktionen und Parteisekretariaten. Egal wie schlecht es den Frauen dort wirklich geht. Da kann man ihnen eigentlich nur eines wünschen: Gute Reise.
In fast jedem der feministischen Propagandaartikel wird die Verschwörungstheorie vom "Gender Pay Gap" aufgerollt, die daran anknüpft, dass das Berufseinkommen von Männern höher ist. Aber fast nie wird erwähnt, dass die Familienausgaben dennoch nachweislich überwiegend Frauensache sind. Der krausen Feministen-Logik zufolge ist Geldverdienen offenbar ein Privileg, Geldausgeben hingegen eine Last.
Es wird auch behauptet, dass Unternehmen freiwillig oder aus Dummheit Männern viel mehr zahlen, obwohl sie die gleiche Arbeit von Frauen um 30 Prozent billiger haben könnten. Zwar finden sich gewiss für jede Verrücktheit Einzelfälle, aber insgesamt ist das Unsinn, und wird durch keine einzige Statistik in dieser Höhe gestützt. Eine seriöse Analyse müsste schon einmal die unterschiedlichen Arbeitsmengen berücksichtigen, die zu unterschiedlichen Gehältern führen. Ebenso relevant ist die Tatsache, dass Männer viel mehr als Frauen bei der Job-Wahl aufs Gehalt schauen, während es für Frauen viel wichtiger ist, dass ihnen der Job Spass macht. Was nach Abzug all dieser Faktoren bleibt, ist ein niedriger einprozentiger Gehaltsunterschied, den – weibliche wie männliche – Arbeitgeber Frauen weniger zahlen, weil sie bei einer jungen Frau die viel höhere Wahrscheinlichkeit einberechnen müssen, dass diese bald wieder ganz oder halb ausscheidet, womit alle Investitionen in ihre Ausbildung abzuschreiben sind.
Es ist auch keine böse Intrige männlicher Verschwörungen, dass Friseure (ein Beruf, für den sich halt meistens Frauen interessieren) weniger verdienen als Automechaniker. Das ist vielmehr zur Gänze eine Folge von Angebot und Nachfrage. Dieses Missverhältnis wird sich übrigens nach der Pandemie noch weiter zum finanziellen Nachteil der Friseure verschieben: Denn im letzten Jahr haben viele entdeckt, dass man sich die Haare auch selber beziehungsweise gegenseitig schneiden kann. Autoreparaturen hat hingegen auch 2020 niemand selbst zu machen gelernt.
Eine der vielen feministischen Propagandaverzerrungen ist auch, dass in keinem der feministischen Jammertexte jemals etwas über die Vermögensflüsse zu lesen ist, die in der ganz überwiegenden Zahl und Menge am Tag der Scheidung von der männlichen zur weiblichen Seite fließen.
Sie erwähnen auch nie, dass selbst die niedrigeren Frauenpensionen zu einem viel geringeren Prozentsatz durch frühere Einzahlungen gedeckt sind als die der Männer. Sie verlangen auch nie das, was einzig gerecht wäre, das automatische Splitting (dazu weiter unten mehr).
"Die Pandemie trifft vor allem die Frauen". Das wird bei jeder Krise behauptet, egal ob die Frauen überdurchschnittlich arbeitslos werden (weil vor allem der frauenlastige Tourismus das Opfer ist), oder ob die Männer überdurchschnittlich arbeitslos werden (weil Industrie und Bau das Hauptopfer sind). Immer sind die Frauen arme Opfer, entweder weil sie arbeitslos sind, oder weil sie die Heldinnen der Arbeit sind.
Nie erwähnt wird beim feministischen Pandemie-Jammern, dass überdurchschnittlich oft Männer an der Infektion sterben, dass jedoch bisher Frauen überdurchschnittlich mehr geimpft worden sind (was man aus den Impfplänen eindeutig ablesen kann, was das grüne Gesundheitsministerium jedoch völlig verschweigt).
Eine andere Pandemie-spezifische Sauerei des Radikalfeminismus ist die ein Jahr lang ausgestreute Behauptung, die Zahlen der Scheidungen und häuslichen Gewalttätigkeiten hätten massiv zugenommen. Das ist vor allem von der Frauenhaus-Lobby ausgestreut worden, die ständig Gründe für Geldforderungen sucht. Als die Zahlen für 2020 vorgelegen sind, hat sich das dann alles als Schimäre erwiesen.
Wie verlogen viele der medialen Feministen sind, sieht man auch daran, dass sie das größte - und wachsende - Problem von Frauen in Österreich fast nie ansprechen: Das ist die Tatsache, dass rund zehn Prozent der neuerdings hier lebenden Menschen einer kulturellen oder religiösen Prägung entstammen, die sich massiv frauendiskriminierend auswirkt. Geradezu ein Fanal war der grässliche Brandanschlag auf eine Trafikantin in Wien durch einen Mann mit ägyptischen Wurzeln umittelbar vor dem Frauentag.
Eine typische linksfeministische Faktenmanipulation ist auch der jüngsten Bericht der sogenannten EU-Grundrechteagentur - einer sich stets links von der SPÖ positionierenden Institution: Sie behauptet, dass Frauen in Österreich mit sechs Prozent eine der höchsten Raten an Gewalt erlebt haben. Aber mit keiner Zeile wird in der umfangreichen Studie dieser Agentur darauf eingegangen, wie viel Prozent davon sich im migrantischen Milieu abgespielt hat.
Würde sich auch nur eine der journalistischen Kampffeministinnen statt mit Agitation mit Recherche befassen, würde sie auf erstaunliche Fakten kommen, wie hoch der Anteil von Migrantinnen in Frauenhäusern ist. In manchen ist er zeitweise sogar 100 Prozent. Aber noch nie hat auch nur einer der zahllosen Artikel, dass die Frauenhäuser schon wieder mehr Geld brauchen, diesen Umstand auch nur erwähnt.
Die Rolle des Islams bei der Frauendiskriminierung wird aus linksradikaler Verblendung in all den Feminismus-Artikeln nicht einmal erwähnt.
Die genderistische Sprachzerstörung hat der deutschen Sprache (viele andere Sprachen sind hingegen verschont worden!) einen massiven Verlust an Präzision, Einfachheit und Eindeutigkeit beschert. Was ein schwerer kultureller Schaden ist.
Früher war klar, was etwa der Notruf während einer Veranstaltung "Ist ein Arzt anwesend?" bedeutet. Seit ein paar Extremisten behaupten, mit diesem Wort wären nur männliche Ärzte gemeint, sind weibliche Ärzte eigentlich nicht mehr von einem solchen Aufruf betroffen.
Besonders absurd war die Meldung im deutschen Gebührenfernsehen: "Angela Merkel gilt in Amerika als eine der mächtigsten westlichen Politikerinnen", als ob sie nicht auch mächtiger als die meisten Männer wäre (die Amerikaner haben natürlich gesagt "one of the best politicians").
Muss man jetzt immer sagen: "Kannst du bitte zum Bäcker oder zur Bäckerin gehen?"
Besonders skurril wäre auch folgende Formulierung, die auf Genderistisch aber die einzig korrekte ist: "Der Mörder, die Mörderin, die Mörder oder Mörderinnen ist oder sind noch unbekannt und auf der Flucht".
Bewusst nicht in diese Liste aufgenommen wurde übrigens die deutliche niedrigere Lebenserwartung von Männern. Die könnte nämlich zum Teil auch selbstverschuldet sein: zu viel Gewicht, zu viel Alkohol, zu viele Zigaretten, zu viel Arbeit (auch wenn nur Frauen über zu viel Arbeit jammern …).

Dennoch gibt es zweifellos ernstzunehmende Probleme wirklicher Frauen, für die noch keine gerechte Lösung gefunden worden ist.

Damit sind aber eben nicht die realitätsfremden Behauptungen der Absolventen skurriler Politologie- oder Gender-"Studien" gemeint, die Medienkonsumenten (beider Geschlechter) seit etlichen Jahren mit ihren verzerrenden Generalisierungen darüber terrorisieren, wie schlecht doch alle Welt zu den Frauen sei, ohne aber die wirklichen Probleme zu kennen oder nennen. Sie beherrschen nur eine alte weibliche Eigenschaft perfekt: durch ständiges Klagen und Jammern in vielen Männern sehr erfolgreich schlechtes Gewissen zu erwecken.

In der Folge seien die relevantesten und wirklich existierenden Frauen-Diskriminierungen näher analysiert:

Das fehlende Splitting
Der größte, aber interessanterweise von keiner einzigen Pressure-Group oder Partei wirklich aufgegriffene Problem besteht im Pensionssystem. Es tritt dann auf, wenn es zu Scheidungen kommt.

An diese Perspektive denken junge Menschen, die sich verheiraten, in der Regel freilich nicht, obwohl sie eigentlich damit rechnen müssten, dass rund jede zweite Ehe scheitert (innerlich sind es zweifellos noch etliche mehr, die aber nie geschieden werden). Zum Zeitpunkt der Scheidung ist es aber viel zu spät, daran zu denken.

Das Problem besteht darin, dass Frauen bis zum Zeitpunkt der Scheidung sehr oft deutlich weniger Pensionsbeiträge einbezahlt haben. Sie haben damit auch deutlich niedrigere Pensionen zu erwarten.

Gewiss werden Scheidungen von klugen Rechtsanwälten oft so gedrechselt, dass auch nach dem späteren Tod des Ex-Ehemannes zusätzlich zur oft kleinen Eigenpension der Frau eine Witwenpension anfällt. Das ist rechtlich immer dann der Fall, wenn der Mann im Einvernehmen die Schuld übernimmt und sich zu einer zumindest geringen Unterhaltszahlung an die Frau verpflichtet (ganz unabhängig davon, ob er wirklich schuld ist).

Jene Frauen, die aus welchen Gründen immer ohne eine solche Vereinbarung aus der Scheidung herauskommen, müssen sich hingegen mit der niedrigen Eigenpension begnügen.

Dieser legale Trick geht freilich immer zu Lasten der nie gefragten Allgemeinheit, die diese Witwenpensionen (beziehungsweise in ganz seltenen Fällen umgekehrt eine Witwerpension) zahlen muss, obwohl für diese nie auch nur ein Cent Beitrag geleistet worden ist.

Die einzige faire und gerechte Lösung würde darin bestehen, dass alle während einer Ehe von einem der beiden geleisteten Pensionsversicherungsbeiträge im Falle einer Scheidung geteilt würden (genauer: die daraus erwachsenden Ansprüche). Manche vereinbaren ein solches Splitting freiwillig bei der Hochzeit. Die meisten denken aber zu diesem Zeitpunkt gar nicht daran, weil der Kopf voll mit Brautkleid-Aussuchen, Einladungs-Listen, Ring-Käufen, Menü-Bestellungen, Hochzeitsreisen und Ähnlichem ist. Und weil ihre Ehe ja nie geschieden wird ...

Es wäre sicher sinnvoll und gerecht, ein solches Splitting automatisch zur Regel zu machen, mit einer Opt-Out- statt jetzt einer Opt-In-Möglichkeit. Das würde jenen Frauen helfen, die nach der Scheidung wirklich benachteiligt sind. Das würde auch das meiste Schmutzwäschewaschen bei Scheidungsverfahren überflüssig machen.

Eine solche Teilung der während einer Ehe erworbenen Pensionsansprüche würde übrigens auch der automatischen Teilung aller sonstigen während der Ehe erworbenen Vermögen entsprechen, die längst Gesetz ist. Es gibt überhaupt keine Logik, Pensionsansprüche anders zu behandeln. Hinter dieser gesetzlichen Vermögensteilung steht die ja durchaus zutreffende Annahme, dass die meisten Ehen beruflich erfolgreicher Männer als gleichwertige Partnerschaft gelebt werden, wo die Frauen im gegenseitigen Einvernehmen Kinderaufzucht, Haushalt und die (oft karrierefordernden) sozialen Kontakte übernommen oder überhaupt im Unternehmen des Ehemannes mitgearbeitet haben.

Wenn die links-feministische Propaganda auf die niedrigeren Frauenpensionen hinweist, geht sie jedoch der Splitting-Notwendigkeit aus dem Weg und versucht stattdessen, Mädchen und Frauen maximal zu indoktrinieren, nur ja stets voll berufstätig zu sein, um eine hohe Eigenpension zu haben. Auch die Wirtschaft hat am ständigen vollen Weiterarbeiten der Frauen großes Interesse, sind doch Frauen wertvolle Mitarbeiter.

Nur: Den Wünschen und Vorstellungen sehr vieler Frauen entspricht das ganz und gar nicht. Auch heute noch zeigen Umfragen, dass für Mädchen und junge Frauen – trotz aller feministischen Gehirnwäsche – die dominierende Lebensplanung die einer Familie mit Kindern ist, in der sie selbst die Möglichkeit haben, die Berufstätigkeit etliche Jahre ganz oder teilweise hintanzustellen, um sich mit den Kindern befassen zu können. Ebenso zeigen Studien, dass viele junge Männer ab dem Vater-Werden die Notwendigkeit, Geld zu verdienen, und damit den Beruf deutlich ernster nehmen als vorher.

Es ist letztlich totalitäres Denken, wenn man durch staatliche Eingriffe oder mediale Dauerbeschallung die Menschen in ihrem privatesten Bereich zu etwas zwingen will, was sie eigentlich nicht selber wollen. Oder was manche Frauen in einen schlimmen Doppelstress treibt, wenn sie beruflich voll engagiert und doch gleichzeitig perfekte Mutter sein wollen.

Mütter und Nicht-Mütter
In Hinblick auf die Sinnhaftigkeit eines automatischen Splittings kommt dann meist der Einwand, dass etwa durch fehlende Kindererziehungszeiten die Eigenpension der Frau geringer wäre, und dass alleinerziehende Mütter halt nichts vom Splitting hätten.

Das ist richtig, das wird aber durch einen Verzicht auf das Splitting nicht besser. Die einzige sinnvolle Antwort auf dieses ganz anders geartete Problem kann nur sein: Kindererziehungszeiten müssen noch deutlich stärker als derzeit zur Grundlage der Pensionshöhe herangezogen werden. In diese Richtung ist zwar unter der schwarz-blauen Regierung Schüssel ein erster wichtiger Durchbruch erzielt worden. Der ist aber noch nicht ausreichend.

Unsinnig ist hingegen der Einwand, damit werde ja die Allgemeinheit erneut wieder belastet. Denn eine solche Aufwertung der Kindererziehungszeiten müsste natürlich mit einem gleichzeitigen Wegfall des Instituts "Witwenpensionen" verbunden werden. Diese sind in Zeiten, wo so viele Ehen kinderlos auseinandergehen, wo sich viele Mütter fürs Alleinerziehen entschieden haben und wo neuerdings auch Homoehen mit einer Witwer/Witwen-Pension belohnt werden, ein geradezu krimineller Anachronismus.

Damit würde die Allgemeinheit im Gegensatz zur Witwenpensions-Ära nur mit Pensionszahlungen für jene Frauen (oder in manchen Fällen auch Männer) belastet werden, die auch etwas für die Allgemeinheit tun: Sie ziehen die Bezahler der künftigen Steuern und Pensionsleistungen groß.

Damit sind wir beim großen Problembereich angekommen: bei der Quote. Der linke Feminismus will ständig Privilegien für alle Frauen schaffen oder verteidigen, indem er auf die Probleme verweist, die es eindeutig nur für einen Teil der Frauen gibt, nämlich die Mütter.

Die Frauen mit Kindern haben zweifellos berufliche Nachteile, wenn sie nach etlichen Jahren wieder einsteigen wollen, wenn sie in manchen Karrierebereichen ein oder zwei Stufen versäumt haben. Ihnen ist daher zu helfen. Ihnen wird aber durch die allgemeinen Frauenquoten überhaupt nicht geholfen. Im Gegenteil: Die attraktiven und durch Quoten für Frauen reservierten Positionen werden überproportional von kinderlosen Frauen konsumiert. Und die Frauen mit Kinderunterbrechungszeiten kommen zu spät.

Daher wäre die einzige irgendwie vertretbare Quote eine solche für Mütter, und niemals eine, die auch kinderlosen Frauen zugutekommt. Nur sind halt die kinderlosen Frauen mit ihrem Jammern überall viel näher an den medialen Mikrophonen und Druckmaschinen und lassen nicht einmal eine Debatte darüber zu.

Sie sorgen auch dafür, dass jene vielen jungen Männer nie zu Wort kommen (oder deren genauso geschädigte Frauen, Mütter oder Töchter), die schon erleben mussten, dass sie einen bestimmten Job nur deshalb nicht bekommen haben, weil sie das falsche Geschlecht haben.

Unter all den vielen sonstigen lautstark vorgetragenen Klagen von Vertreterinnen angeblicher Frauenanliegen hat nur noch eine einzige teilweise Berechtigung: Der Unterhaltsvorschuss an Mütter aus Steuergeldern wird derzeit nicht immer ausbezahlt, etwa wenn die Väter untergetaucht sind oder wenn das Geld sonstwie nicht eingefordert werden kann. Das ist ungerecht – außer in jenen Fällen, wo eine Frau den Vater verschweigt beziehungsweise nicht jene Männer nennt, die für eine Vaterschaft in Frage kommen. Dann gibt es überhaupt keinen Grund, warum die Allgemeinheit zahlen soll. Denn das wäre geradezu eine Verführung, gemeinsam die Allgemeinheit zu betrügen, indem man (was meist einvernehmlich geschieht) den Vater verschweigt. Das wäre übrigens auch ein schlimmes Delikt gegen das Kind.



HINWEISE:

Verstaatlichung der Kinder

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