Was gemeint ist, bestimmt der Autor, nicht der Leser.

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alwis
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Was gemeint ist, bestimmt der Autor, nicht der Leser.

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Entnommen aus:
haz.de, Bezahlschranke

Haben Sie Angst um die deutsche Sprache, Herr Kunze?


Worte sind sein Lebensmittel: Heinz Rudolf Kunze sorgt sich angesichts der aktuellen Cancel-Culture-Debatte um die deutsche Sprache – und würde seine Texte niemals anpassen.

Was gemeint ist, bestimmt der Autor, nicht der Leser
Die Hannoversche Allgemeine befragt Heinz Rudolf Kunze, bekannt als Sänger, Autor, Komponist und Übersetzer. Angesichts der zunehmenden Neigung zu löschen, was als falsch gilt, sorgt sich Kunze um die deutsche Sprache. Er jedenfalls werde seine Texte niemals anpassen: „Wenn ich erkläre, wie ein Lied gemeint ist, dann ist das Lied so. Ich allein erkläre, wie mein Lied gemeint ist. Punkt. Ende." Zur Streichkultur meint er, wir würden „Barbaren und Idioten", wenn wir alles streichen, was uns nicht gefällt. Der Interviewer Uwe Janssen meint sodann, Gendersprache setze sich gerade durch, aber Kunze hält dagegen. Das werde in den Medien so gemacht. Er kenne keine normalen Leute, die gendern. Insofern sei das „ein weiterer ganz gefährlicher Prozess der Entfernung der Medien von den Menschen." (haz.de, Bezahlschranke)

Anmerkung: Janssen unterliegt einer Fehleinschätzung. Löscht man seinen Durst stets am selben Wasserloch, riechen die übrigen Viecher wie immer. Man ist unter sich, man bleibt unter sich, und irgendwann verwechselt man das Wasserloch mit der weiten Welt. Und man glaubt: Weil hier gegendert wird, geschieht das überall.


HINWEIS:

Sprachfeminismus in der Sackgasse
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