Gendern an Unis

neue Beiträge - aktuell
Post Reply
alwis
Site Admin
Posts: 1442
Joined: 28.08.2006, 08:49
Location: Österreich/Austria

Gendern an Unis

Post by alwis »

Das Gendern hat an den Unis Einzug gehalten und wird von vielen Dozenten als Heilsbringer zum Erreichen der Geschlechtergerechtigkeit gefeiert. Wer nicht mitzieht, riskiert eine schlechte Note und wird von Dozenten und Kommilitonen oft als „auf der falschen Seite" stehend abgestempelt. Dabei setzt gerade die Wissenschaftsfreiheit, der Kern einer jeden Universität, dem Gendern Grenzen, schreiben Peter Allgayer und Rolf Schwartmann in einem Gastbeitrag in der FAZ. Allgayer, Richter am Bundesgerichtshof, und Schwartmann, Professor an der TH Köln, schreiben:

„Nach ständiger Rechtsprechung ist weder die subjektive Absicht des sich Äußernden noch das subjektive Verständnis der von der Äußerung Betroffenen maßgeblich, sondern der objektive Sinn, den die Äußerung nach dem Verständnis eines unvoreingenommenen und verständigen Publikums habe." Emotionen der direkt Beteiligten haben also außen vor zu bleiben; entscheidend sei, ob unbeteiligte Dritte eine Aussage verstehen. Daher könne auch die Sparkassen-Kundin, die in Schreiben als „Kunde" angesprochen wurde, einer objektiven Wahrnehmung keine Diskriminierung unterstellen.

„Nach dem allgemein üblichen Sprachverständnis könne das generische Maskulinum jedes natürliche Geschlecht umfassen. So sei auch die Gesetzessprache - insbesondere des Grundgesetzes - angelegt. Die dagegen gerichtete Verfassungsbeschwerde hat das Bundesverfassungsgericht nicht zur Entscheidung angenommen." Da auch der Deutsche Rechtschreibrat Asterisk, Unterstrich und andere Zeichen nicht als vereinbar mit der Rechtschreibung angesehen hat, ist es problematisch, dass manche Universitäten ihren Studenten diese Zeichen explizit vorgeben. Für den Hochschulbereich sei es daher fraglich, ob eine Schreibung, die von den Empfehlungen des Rechtschreibrates abweiche, von der Wissenschaftsfreiheit gedeckt sei; und erst recht, ob sie in die Notengebung einfließen dürfe.
Hochschulen und Dozenten müssten die Freiheit des Studiums auch bei Äußerungen wissenschaftlicher Meinungen der Studenten schützen. (faz.net, hinter Bezahlschranke)


HINWEIS:

Sprachfeminismus in der Sackgasse
Post Reply