Klimawandel - Apokalypse? NIEMALS!

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Klimawandel - Apokalypse? NIEMALS!

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Umweltaktivist Michael Shellenberger zerlegt in seinem New York Times - Bestseller-Buch "Apokalypse, Niemals" zahlreiche Mythen rund um den "Klimawandel", die medial oft ungeprüft verbreitet werden - Von Roland Noé


Linz (kath.net/rn)

„Der Klimawandel ist da, aber er führt nicht in die Apokalypse. Und er ist nicht einmal unser größtes Problem!“ In seinem aktuellen Bestseller „Apocalypse never“ zeigt sich der bekannte und international angesehene Umweltaktivist Michael Shellenberger als leidenschaftlicher Verfechter einer rationalen Umweltpolitik und erteilt dem Öko-Alarmismus eine klare Absage. Er legt dar, wie die vermeintlich alarmierenden Daten sachlich zu interpretieren sind und was wirklich hinter der Klimahysterie steckt: nämlich finanzielle Interessen, Machtstreben und die Sehnsucht nach einer Ersatz-Religion. Hierin sieht Shellenberger die eigentliche Gefahr für Mensch und Natur und fordert praktikable und innovative Lösungen jenseits ideologischer Tabus, darunter die Kernkraft als sichere und saubere Energiequelle. Dieses hervorragend recherchierte Buch räumt mit vielen Mythen auf und lässt die Fakten für sich sprechen.

Gleich am Beginn seines Buches weist er mit Fakten nach, dass es z.b. weltweit keinen einzigen Beleg gibt, dass Hurrikans oder Wirbelstürme oder auch Dürren heute häufiger auftreten oder insgesamt verheerender als früher sind. Er beruft sich dabei sogar auf den Weltklimarat. „Jeder, der glaubt, dass der Klimawandel Milliarden Menschen töten und ganze Zivilisationen zerstören könnte, wird überraschend feststellen, dass keiner der Weltklimaberichte auch nur ein einziges apokalyptisches Szenario enthält.“

Auch ein möglicher Anstieg des Meeres seit laut Shellenberger für die Menschheit nicht das große Problem. In den Niederlanden habe man nach der verhängnisvollen Flut von 1953 damit begonnen, das Land mit Deichen und Kanälen zu erneuern. Ein Drittel der Niederlande liegt derzeit unter dem Meeresspiegel, manche Gegenden sogar bis zu sieben Meter. Trotzdem haben sich die Niederlande zu einer wohlhabenden Nation entwickelt.

Der Autor weist darauf, dass die Klimapanik inzwischen zu wachsenden psychischen Problemen wie Angststörungen und Depressionen beiträgt, vor allem bei Kindern. 2017 diagnostizierte die American Psychological Association (APA) eine wachsende eco anxiety (Öko-Angst) und definierte diese als „chronische Angst vor dem Untergang der Welt“. 2020 soll in Großbritannien bereits eines von 5 Kindern Albträume wegen des Klimawandels gehabt haben. Mitglieder der Gruppe „Extinction Rebellon“ haben dort in Schulklassen mit Endzeitreden diese Angst geschürt.

Spannend ist auch sein Kapitel über Brasilien und über die vielen Mythen über den Amazonas. So hatten 2019 Leonardo DiCaprio und Christiano Ronaldo auf Instagram Fotos eines in Flammen stehenden Regenwaldes geteilt. Behauptet wurde, dass der Amazonas-Regenwald über 20 Prozent des weltweiten Sauerstoffs produziere. Shellenberger verbrachte viel Zeit in Brasilien, kennt dort viele Leute, spricht portugiesisch und kennt das Land aus ersten Quellen sehr gut. 2019 befragte er Dan Nepstad, den Hauptautor des letzten Weltklimarates und fragte diesen, ob er glaube, dass der Amazonas eine Hauptquelle von Sauerstoff sei. Dieser sagte nur „Das ist Blödsinn. Dafür gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Der Amazonas produziert zwar große Mengen an Sauerstoff, aber er verbraucht ebenso große Mengen auch wieder, also gleicht es sich aus.“ Shellenberger weist dann auch mit Humor nach, dass die Fotos, die von Prominenten 2019 verbreitet wurden fast alle Fake-Fotos waren. So war das Foto von Ronaldo weit entfernt vom Amazonas und stammte nicht von 2019 sondern von 2013. Noch dreister agierte die Popkünstlerin Madonna. Ihr Fotos war sogar über 30 Jahre alt. „Tatsächlich war fast alles, was die Meiden 2019 über den Amazonas berichteten, falsch oder zumindest sehr irreführend.“ Die Entwaldung des Amazonas habe übrigens zugenommen, also schon 2013, volle sechs Jahre vor Amsantritt von Bolsonaro. 2019 wurde ein Gebiet abgeholzt, dessen Fläche ein Viertel von dem war, was 2004 abgeholzt wurde. Shellenberger, der in Brasilien wirklich viele Wochen bei den Kleinbauern gelebt hat, stellt in dem Kapitel fest, dass der Regenwald nur gerettet werden könne, wenn dabei die Notwendigkeit eines wirtschaftlichen Fortschritts akzeptiert und respektiert werde. „Indem sie verschiedende Arten wirtschaftlicher Weiterentwicklungen im Amazonas, vor allem die produktivsten, ablehnen, machen Umwelt-NGOs, europäische Regierungen und Philanthropen die Situation nur schlimmer.“

Der Journalist erinnert dann daran, dass in Europa um das Jahr 500 80 Prozent mit Wald bedeckt waren. 1350 waren es nur noch die Hälfte. In Deutschland waren um 900 70 % der Fläche Wald, um 1900 nur noch 25 %. „Und trotzdem wollen entwickelte Länder, allen voran die europäischen, die dank Entwaldung und fossiler Brennstoffe reich geworden sind, Brasilien und andere Tropennationen, auch den Kongo, davon abhalten, sich in gleicher Weise zu entwickeln.“ Shellenberger erinnert daran, dass die meisten Europäer und auch die Deutschen mehr CO2-Emissionen pro Kopf verursachen als die Brasilianer.

In dem Kaptitel „Falsche Götter für verlorene Seelen“ konstatiert der Autor, dass der Umweltschutz heute die dominante „säkulare Religion der gebildeten Mittelschichtelite“ in den meisten Industrie- und vielen Entwicklungsländern geworden sei. „Er liefert eine neue Erzählung über unseren kollektiven und individuellen Bestimmung. Er benennt die Guten und die Bösen, Helden und Schurken.“ Schellenberger verweist aber darauf, dass diese „Religion“ radikal mit der jüdisch-christlichen Tradition breche. Die Umweltschützer seien nicht besonders tief im jüdisch-christlichen Glauben verankert. „Vor allem lehne sie die Ansicht ab, dass der Mensch die Herrschaft über die Erde hat oder haben sollte.“ Das Problem mit der neuen Umweltreligion sei, dass diese immer apokalyptischer und immer zerstörerischer werde und damit auch kontraproduktiver. „Sie verleitet ihre Anhänger dazu, ihre Widersacher zu dämonisieren, was meistens sehr scheinheilig ist.“

Zum Autor: Michael Shellenberger ist Fachjournalist und Thinktanker. Seit Jahrzehnten setzt er sich für den Schutz der Umwelt ein. 2008 wurde der Grüne vom Time-Magazin sogar zu einem „Umwelthelden des Jahres“ gekürt. Er tritt aber ein für Plastik und Kernkraft und lehnt den derzeit stattfindenden Öku-Extremismus klar ab.

kath.net-BUCH-TIPP:

Michael Shellenberger
Apokalypse, Niemals!
Warum uns der Klima-Alarmismus krank macht
460 Seiten, 28,90 Euro



Siehe auch:

Vom Klimawandel zur Klimahysterie
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