Macron will französische Sprache vor dem Gendern bewahren

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alwis
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Macron will französische Sprache vor dem Gendern bewahren

Post by alwis »

Kath.net:
Macron will die französische Sprache vor dem Gendern schützen: „Nicht dem Zeitgeist nachgeben“


Der französische Präsident will keine „Auswüchse der sogenannten inklusiven Schreibweise“.


Paris (kath.net) „In unserer Sprache beschreibt das Maskulinum auch das Neutrum (und das Femininum). Man braucht keine Punkte in der Mitte der Wörter und man braucht keine Bindestriche hinzufügen, um sie lesbar zu machen“. Das stellte der französische Präsident Emmanuel Macron Anfang der Woche bei der Einweihung eines Museums zur französischen Sprache in Villers-Cotterêts fest. Darüber berichteten französische und internationale Medien. Im Senat stehen Beratungen über einen Gesetzentwurf der rechtsbürgerlichen Mehrheit bevor. Dieser Gesetzentwurf sieht ein Verbot der Genderschreibweisen in Gesetzestexten, Arbeitsverträgen, Gebrauchsanweisungen und weiteren Schriftdokumenten vor. In Frankreich gilt nach einer Entscheidung der Académie Francaise vor einigen Jahren, dass das generische Maskulinum zu bevorzugen ist.

Parteiangehörige der Linken und der Grünen setzen sich bereits seit längerem für eine Änderung dieser Vorgaben ein, bisher erfolglos. Macron (Partei Renaissance) gilt als politisch liberal und war selbst 2006-2009 Mitglied der Kommunistischen Partei gewesen.
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Französischer Senat beschließt Gesetz gegen Gendern

Der französische Senat hat unterdessen am Montag (30. Okt. 2023) dafür gestimmt, das Gendern in offiziellen Verlautbarungen zu verbieten. Der Gesetzesvorschlag zum „Schutz der französischen Sprache vor den Auswüchsen der inklusiven Sprache“ wurde von den konservativen Republikanern eingebracht. Insgesamt 221 Abgeordnete, vor allem Konservative, stimmten für die Vorlage, während 82 Parlamentarier, vornehmlich Sozialisten, dagegen votierten.


HINWEISE:

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Sprachfeminismus in der Sackgasse


Mein Kommentar:

Frankreich macht es uns vor. Werden Deutschland, die Schweiz und Österreich folgen?
Wohl nicht so schnell. Zu festgefahren sind die Fronten, zu verbissen die Genderfanatiker.

Dabei beruht alles auf einem einzigen Irrtum:
„Das generische Maskulinum, Femininum und Neutrum sind tot.“

Tatsächlich aber ist der überwiegenden Mehrheit klar:
„Das Pferd“ kann männlich oder weiblich sein, sächlich, wie der Artikel nahelegt, ist höchstens das Spielzeugpferd.
„Die Giraffe“ kann weiblich oder männlich sein.
„Der Bürger“ kann männlich oder weiblich sein, neuerdings auch divers.

Übrigens „divers“ - wie soll diese angeblich stark wachsende Art von Menschen sprachlich ausgedrückt werden? Ein weiteres gewichtiges Argument gegen den/die Bürger:in.

Warum machen gewisse Kreise uns das Reden und Schreiben mit dem Gendern so schwer? Dabei wäre es doch so einfach – seit Jahrhunderten!
Ein wenig Deutschunterricht, und das Gendern wäre Geschichte!
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