Tagesspiegel schafft Gendersternchen ab

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alwis
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Tagesspiegel schafft Gendersternchen ab

Post by alwis »

Abstimmung mit den Füßen – das hat jetzt der Tagesspiegel am eigenen Leib erfahren dürfen.
Er hört in seiner gedruckten Form auf zu gendern, Sternchen und andere Sonderzeichen gehören damit der Vergangenheit an. Vor allem von den Abonnenten der Print- und E-Paper-Ausgaben sei man „sehr deutlich darum gebeten worden, andere Formen der genderneutralen Sprache zu verwenden als den Genderstern oder den Doppelpunkt", so der Tagesspiegel. Laut Chefredaktion habe sich gezeigt, dass „sich eine stringente und für unsere Leserinnen und Leser nachvollziehbare Verwendung der Sonderzeichen nicht herausgebildet hat", die Zeit des Experimentierens sei daher vorbei. Gastbeiträge, deren Autoren Gendersprache wünschten, seien davon nicht betroffen, ebenso gegenderte Interview-Antworten, die auf Wunsch des Gesprächspartners so wiederzugeben sind. Stattdessen verwendet der Tagesspiegel jetzt die Doppelnennung (Künstlerinnen und Künstler) oder geschlechtsneutrale Bezeichnungen (Studierende).

Kommentar:

Doppelnennung (Künstlerinnen und Künstler) ist auch nicht das Gelbe vom Ei - es führt durchgehend verwendet zum Blähdeutsch und ist überflüssig.
Es gibt im Deutschen ja die Allgemeinbegriffe,
also generisches Maskulinum (der Bürger, der Künstler, der Bauer),
generisches Femininum (die Geisel, die Giraffe)
generisches Neutrum (das Kind, das Pferd, das Zebra).

Das sprachliche Gendern bezieht seine Berechtigung im Grund aus der Leugnung der Allgemeinbegriffe und hat uns in die bekannte Sackgasse geführt.



HINWEISE:

Sprachfeminismus in der Sackgasse
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