Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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Pro-Life-Information am 19. Juni 2008

www.jugend-fuer-das-leben.at


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1) Lebenspartnerschaftsgesetz ist gesellschaftlich nicht notwendig. Jugend für das Leben gibt Stellungnahme zum Ministerialentwurf ab
2) Presseerklärung der Sommervollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz zum Entwurf des Lebenspartnerschaftsgesetzes
3) Lebenshilfe Österreich: Behinderung ist eine gesellschaftliche Herausforderung
4) Katholischer Familienverband: „Zunahme an Abtreibungen zwingt zu politischen Konsequenzen“
5) Anstoß zu UNO-Resolution: Neue Petition gegen Abtreibungen in der Schweiz eingebracht
6) Großbritannien: Oberstes britisches Gericht soll über Euthanasie entscheiden
7) Kurz und bündig: Das PLI - Telegramm
8.) TERMINE & SERVICE


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1) Lebenspartnerschaftsgesetz ist gesellschaftlich nicht notwendig. Jugend für das Leben gibt Stellungnahme zum Ministerialentwurf ab

Linz/Wien (19.06.2008, JfdL-md). Jugend für das Leben gab Montag, 16. Juni, eine Stellungnahme zum Ministerialentwurf für das Lebenspartnerschaftsgesetz für homosexuelle Partner ab. Norbert Steinacher, Vorsitzender des Jugendvereins, erklärte, ein solches Gesetz sei einerseits gesellschaftlich nicht notwendig, da ein Zusammenleben homosexueller Personen auf derzeit – zu Recht – nicht diskriminiert werde. Steinacher weiter: „Andererseits würden widernatürliche Beziehungen wie jene zwischen homosexuellen Personen auf ungerechte Weise einer (dauerhaft) kinderlosen Ehe gleichgestellt“.

Finanzielle Begünstigungen bei Familiengründung

Die Eheschließung sollte in der Regel der Beginn einer Familiengründung sein, weshalb sie besonderen Schutz und Fürsorge des Staates genießt. Norbert Steinacher betont: „Die Vorteile, die die Allgemeinheit den Eheleuten gewährt, begründen sich ausschließlich im Grundzweck der Ehe, der Gesellschaft Kinder zu schenken.“ Diese Begünstigungen seien daher für – naturgegeben nicht zur Familiengründung befähigten – Partnerschaften, wie etwa zwischen homosexuellen Personen, nicht zu gewähren.

Keine ungerechte staatliche Förderung zu Lasten der Allgemeinheit

Norbert Steinacher betont: „Es besteht keine Notwendigkeit Lebensgemeinschaften, die der Allgemeinheit keinerlei Nutzen bringen, staatlich zu fördern.“ Dabei gehe es beispielsweise konkret um eine Mitversicherungsmöglichkeit für sicher kinderlose homosexuelle Partner. Da beide Partner einer Arbeit nachgehen können und nicht wegen Kindererziehung beim Partner mitversichert sein müssen, wäre dies eine ungerechte Förderung zu Lasten der Allgemeinheit. Norbert Steinacher appelliert daher an die Politiker, den Entwurf nicht der Beschlussfassung zuzuführen.

Lesen Sie die offizielle Stellungnahme von Jugend für das Leben zum Lebenspartnerschaftsgesetz auf: http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIII/ ... /pmh.shtml).

Quelle: http://www.youthforlife.net/detail.php?id=594


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2) Presseerklärung der Sommervollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz zum Entwurf des Lebenspartnerschaftsgesetzes

Mariazell (18.06.2008, KAP). Die österreichischen Bischöfe haben sich mit dem vom Justizministerium vorgelegten Entwurf zur zivil- und strafrechtlichen Regelung von Lebenspartnerschaften befasst und bekräftigen die vom Generalsekretariat der Österreichischen Bischofskonferenz abgegebene, den Entwurf insgesamt ablehnende Stellungnahme.

Die Bischöfe warnen eindringlich vor einer De facto-Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften mit Ehe und Familie. Aus guten Gründen steht die Institution Ehe, die auf Familiengründung ausgerichtet ist und mit der Zeugung und Erziehung der Kinder
gesellschafts- und staatserhaltend wirkt, seit jeher unter besonderem rechtlichen Schutz des Staates. Eine rechtliche Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften mit der Ehe würde eine Bagatellisierung der Ehe und ihre Diskriminierung bedeuten, weil homosexuelle Partnerschaften die Zielsetzungen der Ehe nicht zu erfüllen vermögen.

Die Ankündigung des Justizministeriums, die rechtliche Anerkennung der Lebenspartnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare werde eine Novellierung des geltenden Eherechtes im Sinne einer Anpassung der Ehe an das neue Gesetz nach sich ziehen, gibt zur Befürchtung Anlass, dass das Eherecht in Zukunft ausgehöhlt wird. Es könnte auch dazu kommen, dass dann doch gleichgeschlechtlichen Paaren sogar das Adoptionsrecht und die Möglichkeit zur künstlichen Befruchtung eingeräumt wird. Man darf Kindern nicht von vornherein verunmöglichen, Mutter und Vater zu haben.

Das im Entwurf des Justizministeriums enthaltene uneingeschränkte sogenannte Diskriminierungsverbot für Lebenspartnerschaften stößt auf schwerwiegende verfassungsrechtliche Bedenken. Eine solche Bestimmung würde einen Eingriff in die von der Verfassung garantierte innere Freiheit der katholischen Kirche und der anderen, vom Staat anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften bedeuten. Die katholische Kirche lehrt den Respekt vor jedem Menschen, unabhängig von der sexuellen Orientierung, sie muss aber in der Auswahl von Personen für bestimmte Aufgaben und Ämter die Möglichkeit haben, die Bedingungen und Voraussetzungen frei festzulegen und dementsprechend vorzugehen.

Insgesamt entsteht der Eindruck, dass die österreichische Regierung zu wenig tut, um die drängenden gesellschaftlichen Fragen - wie z.B.
die demografische Entwicklung und die Förderung der Familie, die auf der dauerhaften Ehe zwischen Mann und Frau basiert - zu bewältigen.

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3) Lebenshilfe Österreich: Behinderung ist eine gesellschaftliche Herausforderung

Wien (18.06.2008, Lebenshilfe Österreich). Warum haben behinderte Kinder im Mutterleib kein Recht auf Leben, wenn ungeborene Kinder ohne Behinderung bereits vom Zeitpunkt ihrer Empfängnis einen Anspruch auf Schutz der Gesetze haben? Die Lebenshilfe Österreich sieht in der derzeitigen Gesetzeslage eine untragbare Diskriminierung und fordert einmal mehr die Aufhebung der Eugenischen Indikation.

Behinderung ist eine gesellschaftliche Herausforderung, die sich nicht an einem finanziellen Kosten-Nutzen-Denken orientieren darf, stellt Univ.-Prof. Dr. Germain Weber, Präsident der Lebenshilfe Österreich, klar und spricht sich für einen breiten Diskurs in der Öffentlichkeit über Behinderung und Geburt eines ungewollten Kindes wrongful birth aus, wie er in der gestrigen ORF-Sendung Kreuz und Quer aufgegriffen wurde. Dabei haben sich führende Rechtsexperten ebenfalls der Ansicht der Lebenshilfe Österreich angeschlossen, dass die Eugenische Indikation nicht mehr mit der derzeitigen Rechtsnorm vereinbar ist.

In den letzten 20 Jahren ist der Anteil an Geburten von Kindern mit Down-Syndrom um 60 % zurückgegangen, was sicherlich auf die verbesserten Methoden der vorgeburtlichen Untersuchungen zurückzuführen ist. Hier werden leicht durchführbare Selektionsmechanismen eingesetzt, die ungeborenes Leben mit Behinderung auslöschen, kritisiert Weber.

Auch noch so ausgereifte Methoden der Pränataldiagnostik und die Verbreitung der Anwendung verhindern nicht, dass weiterhin Kinder mit Behinderung auf die Welt kommen. Nur 3 % der Behinderung sind erblich bedingt, viele Behinderungen entstehen erst bei der Geburt oder in im früheren Kindheitsalter. Schätzungen zufolge leben derzeit 10.000 Kinder in Österreich mit einer intellektuellen Behinderung.

Der Gesetzgeber ist gefordert, sich der Herausforderung Behinderung zu stellen und finanziellen Nachteile infolge der Geburt eines Kindes mit Behinderung zu tragen. Es müssen Unterstützungsmechanismen für Eltern mit Kindern mit Behinderung geschaffen werden: sachlich-wertfreie Beratungen während der Schwangerschaft und danach, mit dem Ziel, Eltern bei ihrer Entscheidung für ein Kind mit Behinderung zu unterstützen. Sowohl ÄrztInnen als auch Eltern brauchen unabhängige Beratungsstellen, welche die psychosoziale Beratung übernehmen. Um auch über die guten Lebensperspektiven von Menschen mit Behinderung informieren zu können, sollten die Erfahrungen aus dem alltäglichen, gemeinsamen Leben mit Menschen mit Behinderungen in die Beratung einbezogen werden, so Weber abschließend.

Eugenische Indikation: Der Paragraph 97 im Strafgesetzbuch sieht die Möglichkeit der Abtreibung über die 3-Monats-Frist hinaus vor, wenn eine ernste Gefahr besteht, dass das Kind geistig oder körperlich schwer geschädigt sein werde.

Die Lebenshilfe Österreich vertritt die Interessen von Menschen mit Behinderungen. Gemeinsam mit ihren acht Mitgliedern setzt sie sich für die Gleichstellung von intellektuell und mehrfach behinderten Menschen im politischen und sozialen Umfeld ein. Die Lebenshilfe-Mitglieder begleiten 10.000 Menschen mit Behinderungen im Wohn- und Arbeitsbereich das gesamte Leben über.

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4) Katholischer Familienverband: „Zunahme an Abtreibungen zwingt zu politischen Konsequenzen“. Forderung nach österreichweiter Erhebung

Wien /Rom (13.06.2008, ZENIT.org). Aktuelle Informationen aus der Abtreibungsklinik am Wiener Fleischmarkt, wonach sich die Zahl der 14- bis 19-jährigen Mädchen, die eine Abtreibung vornehmen lassen, in den letzten drei Jahren verdreifacht habe, „zwingen zu politischen Konsequenzen“, betonte Andreas Cancura, Geschäftsführer des Katholischen Familienverbands der Erzdiözese Wien, gestern, Donnerstag, in einer Presseerklärung.

Die erste Maßnahme sollte darin bestehen, „endlich österreichweit Motive und Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche zu erheben“ – bis heute gibt keine entsprechende Untersuchung, worauf unter anderem Christoph Kardinal Schönborn im Zuge des Papstbesuches in Mariazell, Wien und Heiligenkreuz hingewiesen hatte.

„Während wir aufgrund der Erhebungen der Statistik Austria beispielsweise über die Zahl der KFZ-Zulassungen in Österreich bestens Bescheid wissen, fehlt uns ein solches Wissen über ungeborene Kinder. Diesen Skandal haben die Betreiber und Betreiberinnen der Fristenregelung in ihrer geltenden Form zu verantworten“, kritisierte Cancura. Daher sei eine „Gesetzesreparatur“ unumgänglich. Es sei „haarsträubend“, dass ausgerechnet Frauenministerin Bures jüngst erklärt habe, die Zahl der Abtreibungen wolle sie gar nicht wissen.

Als Gründe für den rasanten Abtreibungsanstieg vermutet die zuvor genannte Abtreibungsklinik „fehlende und fehlerhafte Verwendung von Verhütungsmitteln“ sowie „mangelndes Bewusstsein“. Cancura kommentierte diese Erklärung mit dem Hinweis darauf, dass eine „Nur-Verhütungs-Ideologie“ das Abtreibungsübel nicht eindämmen könne. Es bedürfe auch in der Schule einer „qualifizierten Sexualerziehung“, deren Ziel ein verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität ist.

Eine IMAS-Umfrage im Auftrag von Familienverband, Aktion Leben und Erzdiözese Wien hat ergeben, dass 69 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher für einen vorgeschriebenen, ausdrücklichen Hinweis auf staatlich anerkannte Hilfs- und Beratungseinrichtungen im Rahmen der Beratung vor einem geplanten Abtreibung sind. Außerdem sollen – so fordern der Katholische Familienverband, die Aktion Leben und die Erzdiözese Wien – zwischen Erstberatung und dem geplanten Abbruch jedenfalls drei Werktage Bedenkzeit liegen.

Benedikt XVI. erinnerte die Gläubigen in seiner Ansprache an die Teilnehmer eines Symposiums an der Päpstlichen Lateran-Universität über mögliche Antworten auf die Plagen von Abtreibung und Scheidung am 5. April an die vorrangige Pflicht der Kirche, sich den Betroffenen „mit Liebe und Feingefühl, mit Aufmerksamkeit und mütterlicher Sorge zu nähern, um die barmherzige Nähe Gottes in Jesus Christus zu verkünden“.

Scheidung und Abtreibung seien „Entscheidungen unterschiedlicher Natur, die manchmal unter schwierigen und tragischen Umständen heranreifen sowie häufig zu einem Trauma führen und Quelle tiefen Leids für diejenigen werden, die eine solche Entscheidung fällen“, so der Heilige Vater. „Sie treffen auch unschuldige Opfer: das gezeugte, noch nicht geborene Kind, die Kinder, die von der Auflösung der familiären Bindungen betroffen werden. In allen hinterlassen sie Wunden, die das Leben auf unauslöschliche Weise prägen.

Das ethische Urteil der Kirche hinsichtlich der Scheidung und des Abtreibung ist eindeutig und allen bekannt: Es handelt sich um eine schwere Schuld, die auf unterschiedliche Weise und unter Berücksichtigung der Bewertung der subjektiven Verantwortlichkeit die Würde der menschlichen Person verletzt, die zu tiefem Unrecht in den menschlichen und sozialen Beziehungen führt und die Gott selbst verletzt, den Garanten des Ehebundes und Schöpfer des Lebens. Dabei hat die Kirche jedoch – nach dem Vorbild ihres göttlichen Meisters – stets die konkreten Personen vor Augen, vor allem die Schwachen und die Unschuldigen, die Opfer des Unrechts und der Sünden sind, aber auch jene Männer und Frauen, die sich durch Begehen solcher Handlungen mit einer Schuld befleckt haben, die sie innerlich verletzt hat, und die Frieden sowie die Möglichkeit eines Wiederbeginns suchen.“

Quelle: http://www.zenit.org/article-15365?l=german

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5) Anstoß zu UNO-Resolution: Neue Petition gegen Abtreibungen in der Schweiz eingebracht

Zug (15.06.2008, AlfA). Die drei Bewegungen Human Life International (HLI) Schweiz, zahlreiche Sektionen von Ja zum Leben und Jugend & Familie haben am 11. Juni eine Petition mit 10.214 Unterschriften zum Stopp von Abtreibungen an den Schweizer Bundesrat eingereicht. In dem Papier Für einen Stopp (Moratorium) der vorgeburtlichen Todesstrafe fordern die Organisationen in Anlehnung an eine kürzlich bereits von der UNO verabschiedeten Resolution (3/62/L.29) eine Ausdehnung des Moratoriums der Todesstrafe auf die vorgeburtliche Phase des Lebens der menschlichen Person. Dies teilte HLI Schweiz in einer Pressemitteilung vom 11. Juni mit. Konkret fordern die Petenten, dass sich die Schweiz bei der UNO für einen ergänzenden gleichwertigen Vorstoß einsetzen soll. Zudem soll der bisherige Artikel 3 der Menschenrechtskonvention, der lautet: Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person, geändert werden in: Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person, von der Zeugung bis zum natürlichen Tod.

Hintergrund der Petition ist eine vorangegangene Abstimmung vom 18. Dezember 2007 in der UNO-Vollversammlung, bei der 104 Staaten für ein Moratorium der Todesstrafe in Form einer Resolution stimmten, darunter auch die Schweiz. An bereits zum Tode Verurteilten sollte die Todesstrafe nicht mehr vollstreckt werden und neue Todesurteile sollten keine mehr ausgesprochen werden, heißt es darin. Am Tag danach wies der italienische Ex-Kommunist und Journalist Guiliano Ferrara in seiner Zeitung Il foglio darauf hin, dass an einer viel größeren Menschengruppe die Todesstrafe weiter vollstreckt wird. Gemeint waren die Millionen Kinder, die weltweit pro Jahr vor der Geburt im Mutterleib getötet werden. Er rief daher auf, das weltweite Moratorium gegen die Todesstrafe ebenfalls auf die Gruppe der Kinder vor der Geburt auszudehnen. Dieser Aufruf hat bereits rund um den Erdball Reaktionen hervorgerufen. Unter anderen richteten bekannte Persönlichkeiten wie Robert Spaemann und Jean-Marie Le Mené (Fondation Jérôme Lejeune) einen offenen Brief an den UNO-Generalsekretär, in dem sie eine Anpassung des Artikels 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte einfordern. Die Schweizer Organisationen unterstützen nun beide Vorstöße in der Schweiz in Form der eingebrachten Petition an Bundespräsident Pascal Couchepin und Außenministerin Micheline Calmy-Rey.

Die drei Organisationen betonen in einer Begriffserklärung ausdrücklich, dass der Ausdruck vorgeburtliche Todesstrafe nicht als Schuldzuweisung an die Frau zu verstehen sei, denn in der Großzahl der Fälle werde sie von ihrem Umkreis allein gelassen. Jedoch solle die Abtreibung unter der Perspektive des betroffenen Kindes betrachtet werden. Sein unschuldiges Leben wird ausgelöscht und zwar nur aus dem einen Grund, weil es existiert. Es wird gleichsam dafür bestraft, weil z.B. der Kindsvater Druck ausübt, weil die Gesellschaft Mütter, welche im Schwangerschaftskonflikt sind, vernachlässigt und ignoriert, weil der Zeitpunkt ihrer Zeugung unpässlich ist und z.B. ein Karrierehindernis darstellt oder weil sie das Resultat einer promiskuitiven Lebensweise sind. Sie werden bestraft, weil der Staat einen gesetzlichen Rahmen definiert, in dem aus all diesen Gründen Kinder achtlos beseitigt werden können. Der Staat lässt dies mit der billigen Ausrede zu, das sei Sache des Einzelnen, heißt es in der Erklärung auf der Webseite von HLI Schweiz. In der Konsequenz und aus der Sicht des Kindes sei das mit jener Tragödie vergleichbar, wenn an einem Unschuldigen die Todesstrafe vollstreckt oder einem Menschen in Todesgefahr die dringend benötigte Hilfe verweigert werde. Bekanntlich sei die verweigerte Hilfeleistung, sofern sie zumutbar gewesen wäre, ein strafbares Delikt. Vielen Verantwortlichen mag dieser Sachverhalt nicht in vollem Umfang bewusst sein. Umso mehr ist es wichtig, darauf aufmerksam zu machen, denn aus der Sicht des betroffenen unschuldigen Kindes ist es unerheblich, ob es aus Ignoranz, Oberflächlichkeit oder im klaren Bewusstsein des Tatbestandes, um sein Leben kommt, so die Initiatoren der Petition.

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6) Großbritannien: Oberstes britisches Gericht soll über Euthanasie entscheiden

London (12.06.2008, KAP). In Großbritannien steht demnächst die Gesetzeslage zu Euthanasie auf dem Prüfstand. Wie die britischen Medien am Donnerstag berichteten, erlangte eine Frau, die an multipler Sklerose erkrankt ist, am Obersten Gerichtshof das Recht auf eine Klärung der Rechtslage. Die 45-jährige Debbie Purdy wolle sicherstellen, dass ihr kubanischer Ehemann sie straffrei zu einer Sterbeklinik im Ausland begleiten darf. Die Anhörung solle voraussichtlich im Oktober beginnen.

Nach dem Gesetz ist aktive Sterbehilfe in Großbritannien illegal und kann mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft werden. Dennoch sollen seit 1992 etwa 100 Briten ihr Leben ohne strafrechtliche Konsequenzen für Familienmitglieder in der Schweiz beendet haben. Dort ist aktive indirekte Sterbehilfe gesetzlich zugelassen.

Im Jahr 2001 hatte der High Court ein ähnliches Anliegen zur Klärung noch abgewiesen. Weil damals die 42-jährige Diane Pretty vom Hals abwärts gelähmt war und sich nicht selbst töten konnte, bat sie um Straffreiheit für ihren Mann, der ihr beim Sterben helfen sollte. Auch der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg lehnte ihr Anliegen 2002 ab.

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7) Kurz und bündig: Das PLI - Telegramm

Hat jetzt auch Polen eine Gianna Beretta Molla?

Polen (16.06.2008, kath.net/CWNews.com). Agata Mroz führte die polnische Nationalmannschaft zwei Mal zum Volleyball-Europameistertitel - Am 4. Juni starb sie, weil sie sich für ihr ungeborenes Kind aufopferte - Polens Präsident hat sie posthum mit der Auszeichnung Polonia Restituta geehrt.

Lesen Sie mehr unter: http://www.kath.net/detail.php?id=20114

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8) TERMINE & SERVICE
ALLE Termine finden Sie auf unserer Homepage: http://www.jugendfuerdasleben.at/termine.php

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Almwoche in Osttirol

Mit P. Bernhard Kaufmann, FSSP

Wer: Jugend für das Leben
Wann: 5. bis 12. Juli 2008
Wo: Oberstalleralm in Innervillgraten
Anmeldung unter: office@youthforlife.net, 0664/3420804. Es gibt nur wenige Plätze. Bitte bald anmelden

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Pro Life Marsch und Aktion Gute Hoffnung 08 - Salzburg bis Innsbruck

Infos: Für Essen und Unterkunft ist gesorgt. Für die Übernachtungen brauchst du Schlafsack und Isomatte. Das Gepäck wird in einem Begleitfahrzeug mitgeführt.

Route: Salzburg – Bayerisch Gmain – Lofer – St. Johann in Tirol – Schwoich bei Kufstein – Kundl – Straß im Zillertal – Schwaz – Hall in Tirol – Innsbruck

Kosten: 5 Euro pro Tag, 25 Euro pro Woche, 40 Euro für zwei Wochen

Wer: Jugend für das Leben
Wann: 16. bis 30. August 2008
Wo: von Salzburg bis Innsbruck
Informationen und Anmeldung unter: http://plm08.youthforlife.net/
Kontakt: 0664/3420804 oder office@youthforlife.net

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Alive Youth Festival

Wer: Österreichische Lebensbewegung
Wo: Wiener Stadthalle
Wann: Freitag, 19. September 2008, 19 bis 24 Uhr

Das Alive Youth Festival ist ein Jugendevent mit besonderer Note. Hochkarätige Bands und Solisten aus dem In- und Ausland stellen ihre Talente zur Verfügung, um das Leben zu feiern.
Neben Musik- und Tanzvorführungen wird es auch Videoclips und Live-Lebensberichte geben, um das Thema des Abends, „Schätze das Leben, dann schützt du es auch!“, zu illustrieren.
Der Reinerlös der Veranstaltung kommt der Alleinerzieher-Babykrippe der Österreichischen Lebensbewegung zugute.

Information und Kartenbestellung unter: http://www.youthfestival2008.com/

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Spendenkonto: http://www.youthforlife.net/Spenden.php

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JUGEND FÜR DAS LEBEN

Redaktion: Mag. Monika Deak
A-4020 Linz, Starhembergstraße 66/20
Telefon: +43 - 664 - 34 20 804
Fax: +43 - 732 - 78 81 16
Mail: office@youthforlife.net
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