Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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Pro-Life-Information am 2. Juli 2008
www.jugend-fuer-das-leben.at


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1) Skandal: Kardinal ehrt Abtreibungspolitikerin
2) Deutschland: Christdemokraten für das Leben protestieren gegen Zulassungsverlängerung der Abtreibungspille Mifegyne
3) Deutschland: Kirche kritisiert Ausbleiben einer Einigung bei Spätabtreibungen
4) Klage gegen Patente auf Leben: Anhörung vor der Großen Kammer des Europäischem Patentamt ohne Ergebnis zu Ende gegangen
5) Deutschland: Gesetzentwurf zur Patientenverfügung gefährdet Menschen mit Behinderungen
6) Makabres Sommertheater von Dr. Kusch Sterbehilfe e.V.
7) Bischof Küng: Homo-Partnerschaft nicht mit Ehe gleichstellen
8 ) Kurz und bündig: Das PLI - Telegramm
9) TERMINE & SERVICE

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1) Skandal: Kardinal ehrt Abtreibungspolitikerin

Jugend für das Leben appelliert an Kardinal Schönborn, die von ihm verliehene Auszeichnung zurück zu nehmen

Linz/Wien (30.06.2008, JfdL-md/ml). Die Verleihung eines Ordens von Kardinal Christoph Schönborn an die Wiener Vizebürgermeisterin Renate Brauner löst bei der katholischen Lebensschutzvereinigung Jugend für das Leben heftigen Protest aus. Am 25. Juni wurde die SPÖ-Politikerin zur „Kommandeurin des Gregoriusordens“ ernannt, eine der höchsten Auszeichnungen, die ein Laie von der katholischen Kirche erhalten kann. Renate Brauner steht seit 1997 an der Spitze der Wiener SPÖ-Frauen und ist bekannt für ihre besonders aggressive Abtreibungspolitik gegen das Lebensrecht ungeborener Kinder.

Norbert Steinacher, Vorsitzender von Jugend für das Leben, findet die Verleihung deplaziert: „Abgesehen von sicherlich verdienstvollen Aktivitäten von Brauner rund um Förderung von katholischen Gesundheitseinrichtungen in Wien halte ich es für einen schweren Fehler, eine Spitzenlobbyistin der Abtreibung in Österreich mit einer hohen päpstlichen Auszeichnung zu ehren. Es mag viele Gründe geben, die Vizebürgermeisterin zu ehren, aber es gibt jedenfalls einen schwerwiegenden, dies trotz allem NICHT zu tun: Der Einsatz für die Gesundheit der Menschen soll nicht für eine bestimmte Gruppe von Menschen, sondern für alle Menschen gelten.“ Die Gesundheit der ungeborenen Kinder liege Brauner leider nicht am Herzen, im Gegenteil: „Schon 2004 war sie Gastgeberin des Abtreibungsärztekongress FIAPAC im Wiener Rathaus und bezeichnete dies als ‚politische Manifestation.’“

Norbert Steinacher: „Wir appellieren an Kardinal Schönborn, die Auszeichnung zurück zu nehmen. Ich glaube in Übereinstimmung mit dem universalen Lehramt der Kirche die vollständige Einhaltung der Menschenrechte für Österreich einfordern zu dürfen. Dazu gehören selbstverständlich das Lebensrecht der ungeborenen Kinder und das Recht auf Information und Hilfe für die Mütter.“

Quelle: http://www.youthforlife.net/detail.php?id=595

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2) Deutschland: Christdemokraten für das Leben protestieren gegen Zulassungsverlängerung der Abtreibungspille Mifegyne

Münster (30.06.2008, CDL). Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die Zulassung von Mifegyne ausgeweitet. Ab 1. Juli darf die Abtreibungspille statt wie bisher bis zum 49. Tag der Schwangerschaft bis zum 63. Tag eingenommen werden.

Die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Mechthild Löhr, protestiert:

Mit der Begründung einer europaweiten Vereinheitlichung wird der Zeitraum für die Einnahme von Mifegyne verlängert. Das ist ein Trauerspiel für ganz Europa. Statt sich um den Schutz des menschlichen Lebens zu bemühen, erweitert man die Zulassung einer Abtreibungsmethode.

Mifegyne ist kein Medikament, was per Definition der Heilung und Vorbeugung von Krankheiten dient. Es tötet vielmehr das Kind im Mutterleib, indem es dem Körper der schwangeren Frau vortäuscht, nicht mehr schwanger zu sein. Dadurch wird die Funktion von Gebärmutter und Nabelschnur aufgehoben, Sauerstoff und Nahrung gelangen nicht mehr zum Kind, wodurch es langsam verdurstet und verhungert.

Mifegyne allein führt jedoch in den meisten Fällen nicht zur Abtreibung. Deshalb wird zusätzlich das Hormon Prostaglandin verabreicht, welches bewirkt, daß sich die Gebärmutter zusammenzieht, damit das Kind abgestoßen wird. Dies kann sich über Tage hinziehen. In einigen Fällen ist sogar ein operativer Eingriff notwendig. Nach der Ausweitung der Einnahmefrist um zwei Wochen wird dies sicher noch häufiger der Fall sein. Da in Deutschland das Prostaglandin Cytotec nur bis zum 49.Tag erlaubt ist, wirft die Verlängerung der Einnahmezeit von Mifegyne neben den medizinischen auch rechtliche Fragen auf.

Die Abnahme der Wirksamkeit des Abtreibungsmittels bei fortschreitender Dauer der Schwangerschaft gibt sogar Pro Familia auf ihrer Homepage zu. Es ist darum bedenklich, daß sich der Verein, welcher sich größtenteils durch öffentliche Mittel finanziert, für eine Ausweitung wirbt. Die Nebenwirkungen der Abtreibungspille sind nicht unerheblich, in einigen Ländern kam es schon zu Todesfällen. Mit der Einnahme erhält die Schwangere eine Hormondosis, die 8.000 bis 10.000 mal höher ist als die der Anti-Baby-Pille. Die Frau ist gezwungen, über Tage hinweg das selbst ausgelöste Tötungsgeschehen mitzuverfolgen, womit eine hohe psychische Belastung verbunden ist. Einmal begonnen, kann der tödliche Ablauf nicht mehr aufgehalten werden.

Zum Schutz des Lebens der Mutter und des Kindes muß die Abtreibungsmethode mit Mifegyne als unzumutbar angesehen werden. Europa täte sich selbst einen Gefallen, wenn der Schutz des menschlichen Lebens gefördert und nicht weiter demontiert würde.

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3) Deutschland: Kirche kritisiert Ausbleiben einer Einigung bei Spätabtreibungen

Berlin (28.06.2008, kna). Der Leiter des Katholischen Büros bei der Bundesregierung, Prälat Karl Jüsten, hat das Scheitern einer gesetzlichen Änderung bei Spätabtreibungen kritisiert. Dass sich die große Koalition nicht auf eine gemeinsame Initiative habe verständigen können, sei außerordentlich zu bedauern, sagte er auf Anfrage am Freitag in Berlin. Es gebe einen breiten gesellschaftlichen Konsens von Kirchen, Ärzteorganisationen und Verbänden, dass die Politik dieses Thema angehen müsse. Jüsten dankte der Union für ihre Initiative zu einer gesetzlichen Regelung. Der vorliegende Entwurf einer begrenzten Änderung habe zwar sicher Schwächen, aber er gebe zumindest das Signal, „dass wir uns mit der jetzigen Abtreibungsregelung nicht zufrieden geben können“. Die katholische Kirche werde nicht nachlassen, den Skandal der Abtreibung in Deutschland immer wieder auf die Tagesordnung zu bringen. Zuvor war bekannt geworden, dass die mehrjährigen Bemühungen der großen Koalition um strengere gesetzliche Regelungen bei Spätabtreibungen ergebnislos verliefen. Nach mehreren Anläufen habe die SPD auch einen letzten Versuch scheitern lassen, obwohl die Union auf jede Änderung im Strafgesetzbuch verzichtet habe, erklärte der CSU-Familienpolitiker Johannes Singhammer.

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4) Klage gegen Patente auf Leben: Anhörung vor der Großen Kammer des Europäischem Patentamt ohne Ergebnis zu Ende gegangen

München (29.06.2008, ALfA). Ohne Ergebnis ist am 26. Juni eine Anhörung vor der Großen Beschwerdekammer des Europäischen Patentamtes (EPA) zu Ende gegangen, die sich mit Patenten auf menschliche Stammzellen befasst hat. Dies berichtete die Umweltorganisation Greenpeace auf ihren Webseiten unter http://www.greenpeace.de . Verhandelt wurde zwei Tage lang über einen Patentantrag des US-Forschers James Thomson (EP 770125). Mit dem Hinweis auf die Regel 23d des Europäischen Patentübereinkommens, die die Verwendung von menschlichen Embryonen zu industriellen oder kommerziellen Zwecken von der Patentierbarkeit ausschließt, hatten alle bisherigen Instanzen seinen Antrag abgelehnt. Mit Thomsons Einspruch vor der Großen Beschwerdekammer des EPA ist nun die letzte Instanz erreicht. Das Patent war bereits vom Europäischen Patentamt zurückgewiesen worden, weil nach Ansicht des Amtes die Herstellung menschlicher embryonaler Stammzellen mit der beschriebenen Methode die Tötung menschlicher Embryonen voraussetzt. Gegen diese Entscheidung hatten Thomson und die Wisconsin Alumni Research Foundation (WARF) Beschwerde eingelegt. Doch nach den europäischen Patentgesetzen darf die kommerzielle Nutzung menschlicher Embryonen nicht patentiert werden, so Greenpeace. Die Präsidentschaft des Europäischen Patentamtes habe in der Anhörung ausgeführt, dass es an dieser Stelle um ein grundsätzliches Verbot geht, mit dem der Gesetzgeber eindeutige ethische Grenzen im Patentrecht gesetzt habe. Diese Grenze betreffe die Menschenwürde und könne deshalb nicht durch rechtlich fragwürdige Auslegungen umgangen werden. Dabei müsse man nicht nur den genauen Wortlaut der Ansprüche prüfen, sondern auch die gesamte Beschreibung in der Patentanmeldung berücksichtigen. In diesem Fall setzt die Herstellung der Stammzellen die Zerstörung menschlicher Embryonen voraus. Deswegen müsse das Patent zurückgewiesen werden.

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5) Deutschland: Gesetzentwurf zur Patientenverfügung gefährdet Menschen mit Behinderungen

Pressemitteilung des CDU/CSU-Mitglieds des Deutschen Bundestags

Berlin (26.06.2008, Hubert Hüppe). Anlässlich der heutigen Ersten Beratung des Gesetzentwurfes der Abgeordneten Stünker, Kauch und Jochimsen zur Patientenverfügung erklärt der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe MdB:

Sollte der heute debattierte Entwurf Gesetz werden, wäre dies eine Gefährdung des Lebens von Menschen mit Behinderungen, insbesondere Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung.

Denn der Entwurf regelt nicht nur den seltenen Fall, in dem tatsächlich eine gültige Patientenverfügung vorhanden und anwendbar ist. Vielmehr regelt er den in der Realität weitaus häufigsten Fall, in dem keine Patientenverfügung anwendbar ist, weil entweder gar keine Patientenverfügung existiert oder ihre Festlegungen auf die konkrete Behandlungssituation nicht zutreffen.

Insbesondere Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung werden in der Regel keine Patientenverfügungen errichten.

Dass Patienten generell meist keine Patientenverfügung haben, zeigen die Erfahrungen gerade dort im Ausland, wo Patientenverfügungen gesetzlich geregelt sind. In Österreich, wo das Patientenverfügungsgesetz seit zwei Jahren in Kraft ist, sind bei Rechtsanwalts- und Notariatskammern knapp 100 verbindliche Patientenverfügungen registriert. In USA, wo seit 1990 ein Patientenverfügungsgesetz besteht, hat nicht einmal jeder fünfte überhaupt eine Patientenverfügung.

Der Stünker-Gesetzentwurf sieht für diesen Fall vor, dass der Betreuer aufgrund des von ihm zu ermittelnden mutmaßlichen Willens des Betreuten entscheidet, ob er in eine ärztliche Maßnahme einwilligt oder sie untersagt. Besteht aber zwischen Arzt und Betreuer Einvernehmen über den Willen des Patienten, so kann nach dem Stünker-Entwurf eine Behandlung ohne vormundschaftsgerichtliche Kontrolle abgebrochen werden, auch wenn die Maßnahme medizinisch angezeigt ist und die begründete Gefahr besteht, dass der Betreute auf Grund des Unterbleibens oder des Abbruchs der Maßnahme stirbt oder einen schweren und länger dauernden gesundheitlichen Schaden erleidet.

Es ist sehr konkret zu befürchten, dass dieser Weg bei Menschen ohne Patientenverfügung, und gerade bei Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung zur Regel wird, falls sich der Stünker-Entwurf durchsetzen sollte.

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6) Makabres Sommertheater von Dr. Kusch Sterbehilfe e.V.

Berlin (30.06.2008, Hubert Hüppe). Anlässlich der heutigen Pressekonferenz des früheren Hamburger Justizsenators Roger Kusch, der behauptet, er habe erstmals Sterbehilfe geleistet, erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, Berichterstatter für Bioethik der CDU/CSU-Arbeitsgruppe Gesundheit und in der 14. und 15. Wahlperiode stv. Vorsitzender der Enquete-Kommission Ethik und Recht der modernen Medizin:

Roger Kusch hat der Frau, die Angst hatte, in ein Pflegeheim zu müssen, in ihrer Not nicht geholfen - gerade angesichts der heute deutlich besseren ambulanten Versorgung. Die Frau war weder unheilbar krank, noch litt sie unter unbeherrschbaren Schmerzen, noch war sie der Apparatemedizin ausgeliefert.

Kusch hat sie einem unbegleiteten einsamen Tod überlassen, da er nach seinen Angaben den Raum verlassen hat, als die Frau nach Einnahme des Giftes noch bei vollem Bewusstsein war.

Der Fall zeigt, dass es dem Verein Dr. Roger Kusch Sterbehilfe e.V. gar nicht um tatsächliche Hilfe für Menschen geht. Vielmehr wird Sterbehilfe als Ausweg aus einer bedrängenden sozialen Lage angeboten.

Roger Kusch hat die Situation dieser Frau ausgenutzt, um Selbstdarstellung zu betreiben. Bezeichnend ist, dass der von ihm gegründete und geleitete Verein seinen Namen trägt: Dr. Roger Kusch Sterbehilfe e.V.. Die Gemeinnützigkeit dieses Vereins bedarf der Überprüfung.

Offenbar hat Kusch den Zeitpunkt der Tötung unter nachrichtenstrategischen Aspekten auf den Beginn der Sommerpause gelegt. Auch für die erstmalige Präsentation seiner Tötungsmaschine hatte er seinerzeit die Osterpause gewählt.

Kusch war mit seiner früheren Strategie, auf politischem Weg die Sterbehilfe durchzusetzen, nicht erfolgreich. Die von ihm 2006 gegründete und geleitete Partei Heimat Hamburg, die neben der Abschaffung des Leinenzwanges für Hunde auch die Freigabe der Sterbehilfe in ihrem Programm hatte, ist inzwischen wieder aufgelöst.

Es fällt schwer, diesem gescheiterten politischen Sonderling mit seiner marktschreierischen PR abzunehmen, dass seine Sterbehilfe-Aktionen auf rein humanitären Motiven beruhen.

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7) Bischof Küng: Homo-Partnerschaft nicht mit Ehe gleichstellen

Familien-Bischof in Presse-Interview: Ungleiches kann nicht gleich behandelt werden - Familie auf der Grundlage der Ehe zwischen Mann und Frau erfüllt für Gesellschaft wichtige Aufgaben, die ein homosexuelles Paar nicht erbringen kann“

Wien (30.06.2008, KAP). Die Kirche lehnt den Entwurf des neuen Lebenspartnerschaftsgesetzes ab, weil damit für homosexuelle Partnerschaften mit Ausnahme des Rechtes auf Adoption eine möglichst vollständige Gleichstellung mit der Ehe angestrebt wird. Ungleiches kann nicht gleich behandelt werden, ohne ungerecht zu werden, stellte Familien-Bischof Klaus Küng am Montag in einem Presse-Interview fest. Die Familie auf der Grundlage der Ehe zwischen Mann und Frau sei von ihrem Wesen her sowohl auf gegenseitige Hingabe als auch auf Nachkommenschaft und Erziehung der Kinder ausgerichtet. Sie erfüllt nach den Worten des St. Pöltner Bischofs für die Gesellschaft wichtige Aufgaben, die ein homosexuelles Paar nicht erbringen kann. Würde einer homosexuellen Partnerschaft die gleiche Rechtsstellung wie einer Ehe eingeräumt, käme dies einer Bagatellisierung der Ehe gleich.

Dann werde auch unverständlich, warum anderen Lebensgemeinschaften wie z.B. zusammen lebenden Geschwistern nicht die gleichen Vorteile wie einer Homo-Partnerschaft eingeräumt werden. Im Falle einer Beschlussfassung des Lebenspartnerschaftsgesetzes durch das Parlament wäre eine weitere Aushöhlung der Ehegesetzgebung zu erwarten - deren nachfolgende Novellierung sei ja bereits angekündigt, erinnerte Küng.

Ja-Wort am Standesamt irreführendes Zeichen

Der Bischof sprach sich auch gegen jegliche Symbolik aus, die eine Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe ausdrückt:
Besonders das Ja-Wort vor dem Standesamt ist ein irreführendes Zeichen. Für die katholische Kirche und andere Religionsgemeinschaften könnte - so Küng - zudem eine große Schwierigkeit entstehen, wenn der Paragraf 3 des Entwurfes - das absolute Diskriminierungsverbot - so stehen bleibt, wie er jetzt formuliert ist (im Wortlaut: Niemand darf wegen seiner Lebenspartnerschaft diskriminiert werden). Die Forderung nach einer Differenzierung dieser Formulierung bedeute nicht eine generelle Geringschätzung oder abwertende Beurteilung homosexuell geneigter Personen, stellte Küng zugleich klar. Es gehe aber darum, dass für die Wahrnehmung bestimmter Aufgaben z.B. in der Kirche die Gesamtpersönlichkeit bestimmte Voraussetzungen mitbringen muss. Dazu gehört auch die sexuelle Orientierung.

Kompromisse in Bezug auf die Partnerschaftsgesetzgebung seien für die katholische Kirche in jenen Belangen denkbar, wo es um Anliegen wie die Bereitschaft zu gegenseitiger Fürsorge geht. Dabei könnten auch ohne Heranziehung des Ehe- und Familienrechts gute Lösungen gefunden werden, meinte Küng.

Mehrheit der Bevölkerung denkt auch so

Unterstützung für die kirchliche Haltung sieht der Familien-Bischof in Teilen der ÖVP, wo eine ganze Reihe maßgeblicher Politiker eindeutig gegen den vorliegenden Entwurf sei. Küng sieht auch eine Kongruenz mit der Mehrheit der Bevölkerung, die die Familie auf der Grundlage der Ehe für grundlegend und unersetzbar ansehe und die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe ablehne. Dass die evangelische Kirche eine andere Haltung zu homosexuellen Partnerschaften einnimmt, bedeute eine gewisse Enttäuschung darüber, dass manche, mit denen einen vieles verbindet, nicht mitziehen. Küng unterstrich seine Überzeugung, dass alle jene, denen die christlichen Werte wichtig sind, die Lobbyingarbeit verbessern und die Stimme möglichst auch gemeinsam erheben sollten, um die für jedes Volk grundlegenden Werte zu verteidigen. Damit könnte viel Positives erreicht und so manche Katastrophe vermieden werden, sagte Küng.

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8 ) Kurz und bündig: Das PLI - Telegramm

Ecuador: Kirche lehnt Verfassungsentwurf ab

Quito (28.06.2008, KAP). Die ecuadorianischen Bischöfe haben den Entwurf für die geplante neue Verfassung des lateinamerikanischen Landes abgelehnt. In einer Stellungnahme kritisiert die ecuadorianische Bischofskonferenz u.a. die mangelnde Verankerung des Lebensschutzes. Laut Entwurf soll die Abtreibung in Zukunft straffrei bleiben. Die Bischöfe fordern die Mitglieder des Verfassungskonvents auf, die neue Verfassung abzulehnen. Nach dem Willen der Regierung soll die Verfassung bis zum 26. Juli verabschiedet werden.

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Frankreich: Kirche besorgt über „Leihmütter-Gesetz“

Frankreich (01.07.2008, rv). Leihmütter sollen in Frankreich legal werden. Der Pariser Senat hat einen entsprechenden Gesetzesvorschlag jetzt verabschiedet. Damit dürfen Frauen, die keine Kinder haben können, den Bauch einer anderen Frau sozusagen „ausleihen”. Dies ist bereits in einigen anderen Ländern erlaubt. Die katholische Kirche Frankreichs ist darüber entsetzt. Der Präsident der bischöflichen Familienkommission und Erzbischof von Rouen, Jean-Charles Descubes, spricht Klartext: „Ein solches Gesetz verursacht vor allem ein Problem, was die Rolle der Frauen als Mütter angeht. Man muss sich doch die Frage stellen, was aus den Leihmüttern wird, nachdem sie das Kind, das sie während neun Monate in sich getragen haben, weitergeben. Die schwangere Frau ist doch nicht einfach ein Mittel zum Zweck, sie entwickelt während der Schwangerschaft eine tiefe Beziehung zum Kind. Das gilt auch umgekehrt für das Kind im Leib.”

Das Argument der französischen Senatoren lautet, dass die Leihmütter ein „Geschenk für unfruchtbare Paare” seien.

„Das mag auf den ersten Blick so aussehen, doch um welchen Preis? Sicherlich müssen wir großen Respekt gegenüber unfruchtbaren Paaren haben. Doch wir sollten nicht vergessen, dass ein Kind niemals ein egoistischer Wunsch der Menschen, sondern ein Geschenk Gottes ist. Ich habe aber den Eindruck, dass unsere Gesellschaft das Kind immer mehr als Objekt und nicht als Subjekt betrachtet.”

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9) TERMINE & SERVICE
ALLE Termine finden Sie auf unserer Homepage: http://www.jugendfuerdasleben.at/termine.php


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Almwoche in Osttirol

Mit P. Bernhard Kaufmann, FSSP

Wer: Jugend für das Leben
Wann: 5. bis 12. Juli 2008
Wo: Oberstalleralm in Innervillgraten
Anmeldung unter: office@youthforlife.net, 0664/3420804. Es gibt nur wenige Plätze. Bitte bald anmelden

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Gebetszug „1000 Kreuze für das Leben“

Wer: EuroProLife, HLI Austria, Jugend für das Leben, Gebetsinitiative Salzburg, Lebenszentrum München, Lebenszentrum Salzburg
Wann: Freitag, 25. Juli 2008, 16.15 Uhr Domplatz. Ende ca. 18.30 Uhr
Wo: Domplatz (Ausgabe der Kreuze), friedliche Prozession durch die Stadt

19 Uhr Möglichkeit zum Besuch der Heiligen Messe in der Franziskanerkirche

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Pro Life Marsch und Aktion Gute Hoffnung 08 - Salzburg bis Innsbruck

Infos: Für Essen und Unterkunft ist gesorgt. Für die Übernachtungen brauchst du Schlafsack und Isomatte. Das Gepäck wird in einem Begleitfahrzeug mitgeführt.

Route: Salzburg – Bayerisch Gmain – Lofer – St. Johann in Tirol – Schwoich bei Kufstein – Kundl – Straß im Zillertal – Schwaz – Hall in Tirol – Innsbruck

Kosten: 5 Euro pro Tag, 25 Euro pro Woche, 40 Euro für zwei Wochen

Wer: Jugend für das Leben
Wann: 16. bis 30. August 2008
Wo: von Salzburg bis Innsbruck
Informationen und Anmeldung unter: http://plm08.youthforlife.net/
Kontakt: 0664/3420804 oder office@youthforlife.net

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Alive Youth Festival

Wer: Österreichische Lebensbewegung
Wo: Wiener Stadthalle
Wann: Freitag, 12. September 2008, 19 bis 24 Uhr

Das Alive Youth Festival ist ein Jugendevent mit besonderer Note. Hochkarätige Bands und Solisten aus dem In- und Ausland stellen ihre Talente zur Verfügung, um das Leben zu feiern.
Neben Musik- und Tanzvorführungen wird es auch Videoclips und Live-Lebensberichte geben, um das Thema des Abends, „Schätze das Leben, dann schützt du es auch!“, zu illustrieren.
Der Reinerlös der Veranstaltung kommt der Alleinerzieher-Babykrippe der Österreichischen Lebensbewegung zugute.

Information und Kartenbestellung unter: http://www.youthfestival2008.com/

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JUGEND FÜR DAS LEBEN

Redaktion: Mag. Monika Deak
A-4020 Linz, Starhembergstraße 66/20
Telefon: +43 - 664 - 34 20 804
Fax: +43 - 732 - 78 81 16
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