4. Sonntag der Fastenzeit, LJ A, 19. März 2023

Lesungen aus der Hl. Schrift, Gebete und Erklärungen
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alwis
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4. Sonntag der Fastenzeit, LJ A, 19. März 2023

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Wort-Gottes-Feier:

2 Kerzenständer mit Kerzen stehen vor dem Volksaltar bereit für die Ministranten, die sie beim Lesen des Evangeliums - vor dem Ambo stehend - halten.

Orgel-Präludium beim Einzug

Messerklärung – Teil Kommunionfeier

Lied zum Einzug: GL 142
Zu dir, o Gott, erheben wir

Begrüßung
Ich freue mich, dass ich diesen Gottesdienst mit euch feiern darf.
Wir freuen uns über die Mitarbeiter der Firma Aigner, die heuer in Grünburg
den Hl. Josef, den Patron der Zimmerleute, ehren. Die gottesdienstlichen
Texte beziehen sich allerdings nicht auf den Hl. Josef sondern auf den
4. Sonntag in der Fastenzeit – Bußzeit als Vorbereitung auf das große Osterfest.
In zwei Wochen werden wir den Palmsonntag feiern, dann kommt die
Karwoche, die mit der Feier der Auferstehung Jesu Christi endet.

Wir feiern diesen Gottesdienst mit der
Kleinscharleitner-Fam. f. + Gatten, Vater und Großvater Josef Pölz/
Kleinscharleitner-Fam. f. + Schwager Franz Eglauer, Markus und Stefan/
Fam. Fürweger f. + Eltern, Groß- u. Urgroßeltern Alois und Barbara Fürweger
und guten Freund Konrad Moser


Ein paar Gedanken zum Hl. Josef, dem Zimmermann und deswegen auch
Patron der Zimmerer:
Er scheint ein eher schweigsamer Mann gewesen zu sein. Als er erfährt,
dass seine Verlobte schwanger ist, aber nicht von ihm, hat er sie trotzdem
geheiratet. So etwas ist heutzutage nicht selbstverständlich, damals schon
gar nicht. Warum hat Josef so gehandelt? Er hatte einen Traum, und ein
Engel des Herrn beruhigte ihn mit den Worten:
„Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu
nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.“
Nach der Geburt Jesu und dem Besuch der Sterndeuter erschien ihm
wieder ein Engel und gab ihm den Auftrag: „Steh auf, nimm das Kind
und seine Mutter, und flieh nach Ägypten“.
Und so hat er es gemacht.
Der Hl. Josef war also ein Mann, der nach dem Willen Gottes gelebt hat.
Damit soll er auch uns Vorbild sein.
Uns erscheinen zwar keine Engel, die uns sagen, was der Wille Gottes ist.
Aber auch wir können den Willen Gottes erspüren, wenn wir in uns hineinhorchen.
Dazu müssen wir still werden. Die Stimme Gottes ist leise.
Und vielleicht haben wir in unserer Nähe auch Engel in Gestalt von ganz
gewöhnlichen Menschen, die uns sagen, was Gott von uns will? Wer weiß?

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Wir singen das Kyrie, bedenken dabei unsere Unaufmerksamkeit, unsere
Achtlosigkeit, unsere Mängel und Fehler und bitten Gott um Nachsicht
und Verzeihung.

Kyrie: GL 161 Du rufst uns, Herr, trotz unsrer Schuld

Der allmächtige Gott erbarme sich unser, er lasse uns die Sünden nach
und führe uns zum ewigen Leben. Amen.

Tagesgebet

Zur 1. Lesung Nach der Verwerfung Sauls, des ersten Königs in Israel, wird David zum König gesalbt. Als wichtigste Ausrüstung für dieses Amt empfängt er den Geist Gottes. Warum gerade David, der jüngste Sohn des Isai aus Betlehem? Gott schaut auf das Herz des Menschen; aufrichtige und engagierte Menschen kann er in seinen Dienst nehmen. – Gesalbt werden im Alten Testament Priester und Könige.

Erste Lesung 1 Sam 16, 1b.6–7.10–13b

Antwortgesang 1: GL 358 Ich will dich lieben, meine Stärke, 1.+2. Str.

Zur 2. Lesung Wer sich zu Christus bekehrt, wacht zu einem neuen Leben auf. Es ist, wie wenn nach einer verworrenen Nacht der helle Tag anbricht. Christus ist die Sonne dieses Tages. Was aber im Innern eines Menschen lebt und leuchtet, das muss auch für andere als helfende und heilende Kraft erfahrbar werden.

Zweite Lesung Eph 5, 8–14

Antwortgesang 2: GL 358 Ich will dich lieben, meine Stärke, 3.+4. Str.

Ministranten nehmen die Kerzen neben dem Pult vor dem Volksaltar und stellen sich damit während des Evangeliums vor den Ambo.

Ruf vor dem Evangelium Vers: vgl. Joh 8, 12
GL 584.9 Lob dir, Christus, König und Erlöser! (Orgel, Kantor, Alle)
Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, hat das Licht des Lebens.
Lob dir, Christus, König und Erlöser!

Zum Evangelium:
Jesus hat einige Blinde geheilt, als Zeichen und als Gleichnis. Sein Wille ist es, allen Menschen die Augen zu öffnen. „Ich bin das Licht der Welt“ (Joh 8, 12). Die Heilung des Blindgeborenen war erst vollendet, als der Sehendgewordene Jesus als das wahre Licht erkannte und an ihn glaubte. Für die, die dieses Licht nicht sehen wollen, bedeutet das Kommen Jesu Krise und Gericht.

Evangelium Joh 9, 1–41

Der Herr sei mit euch. Und mit deinem Geiste.
Aus dem Hl. Evangelium nach Johannes. Ehre sei dir, o Herr.

Frohbotschaft unseres Herrn Jesus Christus.
Lob sei dir, Christus.

Gedanken zu Lesung und Evangelium

Das Evangelium war schon fast eine Predigt, deswegen beschränke ich
mich auf ein paar Gedanken:
Johannes erwähnt in seinem Evangelium nur wenige Wunder Jesu. Er
beginnt mit einer „einfachen“ Sache – Wandlung von Wasser in Wein
bei der Hochzeit zu Kana.
Das nächste Wunder, von dem Johannes berichtet, ist die Heilung des
Sohnes eines königlichen Beamten.
Daran schließt sich die Heilung des Gelähmten am Teich Betesda, und
zwar an einem Sabbat. Damit fängt bereits der große Ärger der
Schriftgelehrten und Pharisäer an, die Jesus töten wollen, weil er an
einem Sabbat geheilt hat.

Und heute haben wir von der Heilung des Blindgeborenen gehört.
Im Anschluss an die Wunderheilungen jeweils am Sabbat folgt eine
Diskussion zwischen Jesus und den Führern der Juden, die heute besonders
lange ausgefallen ist. Sie ärgern sich über die Maßen, weil Jesus am
Sabbat geheilt hat. Bemerkenswert auch, wie der geheilte Blindgeborene
zu Jesus steht:
Zuerst sagt er einfach: „Er ist ein Prophet.“
Dann wird er unsicher, weil die Führer der Juden sagen: „Wir wissen,
dass dieser Mensch ein Sünder ist.“ Seine Antwort daher: „Ob er ein Sünder
ist, weiß ich nicht. Das eine weiß ich, dass ich blind war und jetzt sehe.“
… sozusagen: „urteilt selbst aufgrund der Tatsachen.“
Als sie ihn weiter fragen, wird er grantig und sagt: „Was wollt ihr es
nochmals hören? Wollt auch ihr seine Jünger werden?“ Darauf weitere
Eskalation, entschiedenes Bekenntnis des Geheilten, Rauswurf aus der Synagoge.

Die Geschichte endet mit dem Bekenntnis:
„Ich glaube, Herr.“ Und er fiel vor ihm nieder.
Jesus sagt abschließend:
„Zu einem Gericht bin ich in diese Welt gekommen, damit die,
die nicht sehen, sehend und die Sehenden blind werden.“

Was können wir – unter anderem – aus dieser Geschichte lernen?
Wir sollten uns nicht einbilden zu sehen, den Durchblick zu haben.
Bleiben wir bescheiden, lassen wir uns von Jesus die Augen öffnen
für die Wirklichkeit Gottes!
Denn dazu ist Jesus Christus in die Welt gekommen:
Kunde zu bringen vom Vater!

Wir bekennen unseren Glauben – Glaubensbekenntnis

Fürbitten


Guter Gott, du schenkst uns die Fastenzeit, um über unser Leben nachzudenken, nach deinem Willen zu fragen und das zu verändern, was nicht gut ist und uns nicht guttut. Wir bitten dich:

Für alle, die in der Fastenzeit auf etwas verzichten, um Zeit für andere, wichtigere Dinge zu gewinnen.
Herr, erbarme dich – Alle: Christus, erbarme dich.

Für alle, die in der Fastenzeit versuchen, Gutes zu tun und anderen Menschen eine Freude zu bereiten.
Herr, erbarme dich – Alle: Christus, erbarme dich.

Für alle, die in der Fastenzeit ihre Freundschaft zu dir erneuern und vertiefen möchten.
Herr, erbarme dich – Alle: Christus, erbarme dich.

Für alle, die auf der Flucht sind vor Krieg und Gewalt.
Herr, erbarme dich – Alle: Christus, erbarme dich.

Für alle, die in der letzten Zeit einen lieben Menschen verloren haben.
Herr, erbarme dich – Alle: Christus, erbarme dich.

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In einer kurzen Stille kann jeder für sich seine persönlichen Bitten vorbringen......
Gott, wir danken dir für diese Zeit der Umkehr und des Umdenkens, die du uns schenkst durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.

A.:Amen.

Kommunionfeier

WGD-Leiter:
Wir sind heute im Geist verbunden mit den Eucharistiefeiern in anderen
Pfarren. Durch den Leib Christi, der im Tabernakel aufbewahrt ist,
sind wir auch mit vorangegangenen Eucharistiefeiern in dieser Kirche verbunden.
Wir wollen unseren Herrn Jesus Christus loben und anbeten:

WGD-Leiter holt die Kelche aus dem Tabernakel, kniet mit den Ministranten vor dem Hochaltar nieder und singt das Anbetungslied .

Anbetungslied GL 497, Gottheit tief verborgen, 1., 2. + 7. Str.

WGF-Leiter nimmt zwei Kelche mit den Hostien und trägt sie zum Volksaltar (bzw. die Ministranten tragen)

Lobpreis

Gepriesen bist du, Gott, für den Tag, an dem du Christus, deinen Sohn,
aus dem Tod erweckt und zur Sonne des Heils gemacht hast.

Ruf WGD-LEITER/Alle: „Dir sei Preis und Dank und Ehre.“

Am Sonntag sammelst du deine Gemeinde um ihn und stellst sie
in das Licht seiner Liebe.

Ruf WGD-LEITER/Alle: „Dir sei Preis und Dank und Ehre.“

Am Sonntag erneuerst du den Bund der Treue, den du mit uns
geschlossen hast in Christi Tod und Auferstehung.

Ruf WGD-LEITER/Alle: „Dir sei Preis und Dank und Ehre.“

Christus, dein Sohn, tritt in unsere Mitte:
Er bringt uns deine Versöhnung und deinen Frieden.
Er schenkt uns immer neu seinen Heiligen Geist, der uns das Herz
aufschließt für das Geheimnis deiner Liebe und uns den Mund auftut
zum Lob deiner großen Taten,
die du für uns und alle Welt vollbracht hast.

Zum Vater unser – Leiter

Wir beten, wie Jesus es uns beigebracht hat:

Alle Vater unser im Himmel….

Erlöse uns, Herr, allmächtiger Vater, von allem Bösen und gib Frieden
in unseren Tagen. Komm uns zu Hilfe mit deinem Erbarmen und
bewahre uns vor Verwirrung und Sünde, damit wir voll Zuversicht das
Kommen unseres Erlösers Jesus Christus erwarten.

Friedensgruß
Der Herr hat zu seinen Aposteln gesagt: Frieden hinterlasse ich euch,
meinen Frieden gebe ich euch. Deshalb bitten wir:
Herr Jesus Christus, schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf den
Glauben deiner Kirche und schenke ihr nach deinem Willen Einheit und Frieden.

Der Friede des Herrn möge immer bei uns sein.
Geben wir einander ein Zeichen dieses Friedens.

Lamm Gottes

Gebet vor der Kommunion
Barmherziger Gott, du bist es, der uns in diesem heiligen Sakrament
begegnet. Lass die Kraft dieser Speise in uns wirksam werden und mache
uns durch dieses große Geschenk bereit, stets neu deine Gaben zu empfangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Ministranten gehen nach unten und läuten.

Einladung zur Kommunion
Seht das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.
Alle: Herr, ich bin nicht würdig, daß du eingehst unter mein Dach,
aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.

Orgelstück während der Kommunion

Danklied nach der Kommunion: GL 377, O Jesu, all mein Leben bist du

Schlussgebet nach der Kommunion:
Wir beten: - und nach einer kurzen Stille:

Barmherziger Gott, du hast uns gestärkt durch das lebendige Brot,
das vom Himmel kommt.
Deine Liebe, die wir in der heiligen Speise empfangen haben,
mache uns bereit, dir in unseren Brüdern und Schwestern zu dienen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
AMEN.

Verkündigungen

Wir beten jetzt für den am Mittwoch, 15. März verstorbenen Herrn Johann Klausriegler.
[/b]Sterbeglocke!
Psalm 129 ("alte" Fassung):

Aus tiefer Seele rufe ich zu Dir: mein Herr und Gott, erhöre mein Gebet.
Alle:
O neige Dein Ohr in Gnaden meinem innigen Flehen.


Wolltest der Sünden Du gedenken, mein Herr und Gott, wer könnte da bestehen?
Alle:
Ich weiß, bei Dir wohnt Milde und Dein Gesetz gibt mir Vertrauen.


Ja, auf sein Wort vertraue ich und auf den Herrn hofft meine Seele.
Alle:
Vom Morgengrauen bis zur Nacht hoffe, mein Volk, auf den Herrn.


Denn bei dem Herrn wohnt gnädiges Erbarmen, bei ihm findest du Heil und Rettung.
Alle:
Er selbst wird sein Volk erlösen von allen seinen Sünden.


Vater unser, Gegrüßet seist du, Maria

Abschluß - Segensbitte
Leiter:

Der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt,
bewahre unsere Herzen und Gedanken in der
Gemeinschaft mit Christus Jesus.
Und so segne uns der allmächtige Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Alle: Amen

Entlassung
Leiter: Gehen wir in Frieden!
Alle: Dank sei Gott dem Herrn.

Auszug – Orgel, Postludium
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