Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 27.06.2007, 17:55 
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Umfrage zur Betreuung von Kleinkindern

Wir hören und lesen immer wieder aus dem Mund von Politikern:
“Frauen wollen beides – Familie und Beruf.“
“Wir brauchen mehr Kinderbetreuungseinrichtungen für unter Dreijährige.“

Wir wollten aus erster Hand wissen, was Eltern, die gerade kleine Kinder betreuen,
wirklich über die Betreuungsbedürfnisse ihrer Kinder denken und was sie sich wünschen.
Und zwar unabhängig von ideologischen Scheuklappen bzw. parteipolitischen Voreinstellungen.


Befragte Personen
Ca. 100 Personen aus allen Schichten anlässlich eines Besuchs in der Therme Bad Schallerbach im Juni 2007,
und zwar ausschließlich Familien mit Kindern im Alter von 0 – 15 Jahren.
Die Familien hatten meistens zwei Kinder, mindestens eines bis maximal 11.

Ergebnis der Befragung
Die befragten Familien wünschen bzw. stimmen zu:
:arrow: Die Mütter bzw. Väter sollten in den ersten drei Lebensjahren die Kinder zu 100% (1. + 2. LJ) bis 50% (VS-Zeit) selber betreuen.
:arrow: Die Mütter sollten dafür von der öffentlichen Hand ein Gehalt erhalten (Vorschlag war 1000,-- € für die ersten drei Lebensjahre des Kindes).

################################################################################################
Umfrage im Detail

1. Frage
Die Betreuung von Kindern erfordert viel Zeit, Zuwendung, Zärtlichkeit, Mühe und auch Geld.
Die öffentliche Hand ist bereit für die Betreuung von Kleinkindern viel Geld aufzuwenden
(Krabbelstuben und Kindergärten kosten ein Vielfaches der Elternbeiträge, z.B. eine Krabbelstube 1000,-- bis 1500,-- € je Kind und Monat).
Sollte die Mutter für die Betreuung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren ein richtiges Gehalt bekommen (Vorschlag: 1.000,-- €)?
Sie kann dann selber entscheiden, wie sie das Geld verwendet:
:arrow: selber behalten und Kind betreuen
:arrow: Kind z.T. oder ganz von Tagesmutter oder in einer Krabbelstube betreuen lassen.
Ist das eine gute Idee?

Antworten
Ja, das ist eine gute Idee...........................100%
Nein, Kinderbetreuungsgeld reicht..................0%
Nein, Kinderbetreuungsgeld kürzen................0%

2. Frage
Wo werden die Kinder am besten betreut (nach Lebensjahren)?

Antworten
1 und 2. Lebensjahr
Mama/Papa................................................100%

3. Lebensjahr
100% Mama/Papa......................................................79,1%
90% Mama/Papa und 10% Kindergarten....................4,2%
80% Mama/Papa und 20% Kindergarten....................8,3%
50% Mama/Papa und 50% Kindergarten....................8,4%

4. Lebensjahr
100% Mama/Papa; kein Kindergarten....................45,8%
50% Mama/Papa und 50% Kindergarten................54,2%

5. Lebensjahr
50% Mama/Papa und 50% Kindergarten................91,7%
100% Mama/Papa.................................................8,3%

Volksschulzeit
50% Volksschule und Rest Mama/Papa...................100%
( :arrow: kein Bedarf für Nachmittagsbetreuung!)

:arrow: Mit dieser Umfrage wurde bestätigt, was wir schon ahnten:

:!: “Frauen ändern ihre Meinung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sehr oft nach dem ersten Kind um 100% -
und zwar aus Liebe zum Kind!.
Am grünen Tisch lässt sich eben manches planen,
was mit dem eigenen Kind dann so nicht durchgeführt werden kann.“ :!:

_________________
Kinder - unsere Freude.
Glücklich wird, wer andere glücklich macht.


Last edited by alwis on 04.03.2008, 18:22, edited 1 time in total.

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PostPosted: 08.07.2007, 22:04 
Sehr geehrter Herr Wolfmayr,

herzlichen Dank für Ihre Umfrage, Ihren Einsatz für die Kleinen, für das Glück Familie leben zu dürfen!

Ich sehe vor allem das Problem politischer Sachzwänge:
Unser BIP steigt, wenn die Eltern beide erwerbstätig sind und dazu noch in ihrer Familie einen Arbeitsplatz schaffen.
Die aufgeblähte Menge des umlaufenden Geldes muss sich weiter aufblähen, damit die Wirtschaft wächst. Ansonsten funktioniert unser Geld nicht mehr. Aufklärungsarbeit zu Geld wurde mir deshalb ganz besonders wichtig. Siehe unten.

Ich kannte eine Frau mit 2 Kleinkindern, sie arbeitete in den Hühnerhallen, eine wirklich sehr harte, schwierige Arbeit, dafür bekam sie 70 Schilling die Stunde. Für die Tagesmutter bezahlte sie 35 ÖS. Weitere 35 ÖS wurden, ich weiß es nicht genau, von der Caritas? Für die Tagesmutter dazugezahlt. Sie verdiente haargenau das gleiche, wie die geplagte Arbeiterin bei den armen Henderln. Inzwischen gibt es Gott sei Dank bereits eine starke Verbesserung der wirtschaftlichen Situation von Müttern mit kleinen Kindern.
Nur, viele Mütter wissen eben erst im Nachhinein, dass es besser gewesen wäre, wenn sie bei ihrem Kind geblieben wären. Abgesehen von sehr teueren Wohnungen, scheint es sich oft einfach um mangelndes Selbstbewusstsein zu handeln, welches Mütter von kleinen Kindern in den Gelderwerb treibt.

Unser BIP steigt durch Wohlstand, der eigentlich „Wohlzwang“ heißen sollte, aber auch durch Unfälle, Verbrechen und Katastrophen. Die Tochter einer Bekannten leitet ein Heim für Kinder, die sonst nirgends mehr genommen werden können. 10 bis 12 Kinder brauchen dort 11 hochengagierte Erwachsene. Ist dies ein Indikator dafür, dass es uns gut geht?? Doch nur teilweise!

Auch in unserem Land leiden immer mehr Menschen an Sinnkrisen, an Armut durch Verführung, sturkturbedingt. In südlichen Ländern ist die Situation vergleichbar mit den schwärzesten Zeiten unserer Geschichte. Im März bekam ich Fotos von bestialisch ermordeten brasilianischen Bauern, deren armselige Hütten der Erweiterung von Sojaplantagen im Weg waren. Soja wird hier an Tiere verfüttert. Wir essen viel zu viel Fleisch und werden krank. Ein 6- jähriges Mädchen ertrank in Brasilien in einem Bewässerungskanal, weil es Wasser stehlen!!! wollte, für sich und seine Familie.
Das Recht auf Wasser muss in vielen Fällen, auf Druck des IWF oder der Weltbank, wenn eine Regierung dringend Umschuldung braucht, auf Grund von aufgezwungenen Strukturanpassungsprogrammen, verkauft werden.
Und, was bringt dies den Milliardären? Erhöhungen von Zahlenreihen am Computer. Die Lebensqualität sinkt, nachweislich, nach dem Erreichen einer bestimmten Höhe ihrer Vermögen.

Weil sich in der alternden Volkswirtschaft verzinste Kreditgeldschöpfung privater Banken, die Dynamik des Zinseszins und das Prinzip Gewinnmaximierung so verheerend auswirken, brauchen wir endlich mehr als Symptombekämpfung.
Für einen solchen Strukturwandel gibt es bereits einige von Finanzexperten ausgearbeitete Modelle, Vernetzungen div. NGOs und auch von der EU gestützte Projekte mit regionalen, gerechter funktionierenden Währungen. Unter www.neuesgeld.com finden Sie ein Ausstellungsprojekt zum 75. Geburtstag des sehr bekannten Geldexperimentes von Wörgl. Diese von Profis und Künstlern geschaffene Ausstellung wurde 200 x kopiert und kommt im September in unsere Schulen. Eine Beilage darüber wurde für die letzte Nr. der SOL Zeitung (Soldiarität, Ökologie und Lebensstil) vom Lebensministerium(!) mitfinanziert.

Dies alles ist für mich überaus hoffnungsvoll.
Herzlichen Dank für die Möglichkeit Ihnen zu schreiben und Hoffnung teilen zu dürfen! Die Menschen wollen ja das Gute.
Aber strukturbedingt ist ein „guter Geschäftsmann“ heute jener, welcher die Notlage eines anderen zu nützen weiß. Wenn der Gelderwerb im Zentrum steht, (weil wir alle davon abhängig sind) und damit unersetzbare Werte verdrängt, weil derzeitiges Geld immerzu knapp ist, strukturbedingt als „Schuldgeld“ immerzu in Geldmeere fließt, aus welchen kaum etwas verdunstet, so ist es notwendig, dass möglichst viele Menschen wissen wie Geld funktioniert.
Die Politik kann neue Weichen stellen, sobald neue Geleise gebaut sind. In einer Demokratie ist dafür vor allem die Bevölkerung zuständig, denn derzeit „regiert“ Geld; Politiker sind aus mehreren Gründen in Zwangslagen.
Aber immerhin: Wohlwollen erfahren wir für unsere Arbeit auch von Politikern!

Was mich persönlich betrifft, so habe ich das Glück Hausfrau bleiben zu dürfen, obwohl unser jüngstes Kind bereits 13 Jahre alt ist. Meinen Beruf habe ich sehr geliebt, ich bräuchte nur mehr kurz zu arbeiten für einen Pensionsanspruch. Aber das möchte ich nicht, weil mir Informationsarbeit für gerechteres Geld so überaus wichtig und hoffnungsvoll erscheint. Außerdem macht es mich sehr zufrieden, ohne eigenes Geld zu leben und ich es Vernetzungsarbeit für zukunftsfähige Strukturen leisten zu dürfen.
U.a. betreue ich seit Ende April, parallel zur NÖ- Landesausstellung, hier bei uns in St. Peter/Au (Thema „Erde“), im Landespensionistenheim die Ausstellung „Segen und Fluch des Geldes“. Es ist höchst ermutigend zu spüren, dass auch alte Leute und Kinder wichtige Zusammenhänge erkennen und so die Hoffnung auf friedensfähiges, zukunftsfähiges Geld mittragen.

Liebe Grüße, viel Freude in dieser wunderschönen Ferienzeit, wünscht Ihnen Josefa Maurer, Tel.: 07477 44731, maurerjosefa@gmx.at


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PostPosted: 08.07.2007, 22:20 
Dr. Heinz Zangerle
Psychologe, Psychotherapeut, ger. beeid. Sachverst.

Gesendet: Samstag, 7. Juli 2007 08:57


Sehr geehrter Herr Wolfmayr, vielen Dank für die interessanten Daten, die ich auch so erwartete habe.

Gerne verweise ich Sie auf eine Veranstaltung zum Thema Kinder, für die ich inhaltlich verantwortlich bin und die Sie vieleicht interessieren könnte:

Sie ist unter Oberinntaler Diskurse abrufbar.

Mit freundlichen Grüßen: H.Z.


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PostPosted: 09.07.2007, 07:03 
Herr Dr. M.S. schreibt:
Gesendet: Samstag, 7. Juli 2007 09:31

Sehr geehrter Herr Wolfmayr

Danke für Ihre Information. Wir scheinen ähnliche Anliegen zu haben, wenn auch mit Ansätzen aus zwei unterschiedlichen Richtungen. Sie konzentrieren auf ein sehr praktisches Problem, ich auf ein sehr grundlegendes.

################################################
Frau Christa Meves:

Von: Christameves@aol.com [mailto:Christameves@aol.com]
Gesendet: Samstag, 7. Juli 2007 21:07
An: alois@wolfmayr.org
Betreff: Re: Umfrage zur Betreuung von Kleinkindern - ich wollte es selber wissen

Lieber Herr Wolfmayr, ja, Ihr Ergebnis stimmt mit einer Umfrage des Netzwerkes überein.
Daraus lässt ich ersehen, was für ein Bär der Bevölkerung aufgebunden wird.
Tüchtig! Verbreiten, bitte!

Freundlichst Christa Meves
---
Helfen Sie mit, Fehlentwicklungen bei Kindern vorzubeugen.
"Verantwortung für die Familie e.V." engagiert sich für die Zukunft unserer Kinder.

Verein Verantwortung für die Familie
Christa Meves
Elternkolleg
Newsletter: http://www.vfa-ev.de/newsl.htm
################################################
Hr. DI H.S. schreibt

Gesendet: Samstag, 7. Juli 2007 21:22
An: Alois Wolfmayr


Danke - entspricht auch meinen erfahrungen und repräsentativen befragungen. Deshalb bis zum dritten Jahr das Kinderbetreuungsgeld.
Den begriff gehalt ersetze ich durch entgelt im Sinne eines leistungsausgleiches - wie du ja weisst, auch stelle ich den zusammenhang mit dem bundespflegegeld her,
pflegestufe 7 rd. € 1560, für ca 18 bis 24 Monate alter des kindes,
dann Pflegestufe 6 und 5 bis inkl. 1. kl. VS. -

mlg hs
################################################
Von Frau B. Z., Deutschland:

Gesendet: Samstag, 7. Juli 2007 08:33
An: Alois Wolfmayr

Sehr geehrter Herr Wolfmayr,
ich erzähle Ihnen eine Begebenheit, woraus Sie ersehen können warum die Krippen gebaut werden und dass es wirklich keine Änderung geben wird.

Zur Tagung nach Frankfurt im Mai fuhren wir im ICE im Speisewagen.
Dort saß von der bayerischen Staatskanzlei Herr Sinner. Er ist der Chef der Kanzlei.
Nachdem wir ihn gelöchewrt haben warum Sie denn soviele Krippen aufbauen ( dies ist laut Umfrage nicht notwendig ), sagte er: "

Wegen der demografischen Entwicklung müssen die Krippen aufgebaut werden, damit die sozialen Strukturen aufrecht erhalten werden können.

Ich war sehr erstaunt und sagte, warum sagen Sie dies dann nicht den Wählern und tun so, wie wenn die Frauen Wahlfreiheit hätten.

Dann sagten wir von 1974 - 2005 sind 8,8 Millionen Embryonen abgetrieben worden auf Staatskosten.
Also wir hätten die Kinder.
Darauf ist er nicht eingegangen und mir war klar geworden, dass die Politik die Krippen aufbaut, da komme was es wolle.
Selbst wenn die Mütter auf die Straßen gehen würden.
Was mich sehr erbost ist, dass die Frauen auf die Straßen gingen und schrieen "mein Bauch gehört mir",
aber die Frauen nicht auf die Straßen gehen "meine Kind gehört mir".
Es werden immer mehr die Kriterien der Feministinnen etc. durchgesetzt.
Seitdem engagiere ich mich nicht mehr. Es hat keinen Sinn.

Darauf meine Antwort:

Ich weiß, wir werden ziemlich sicher keinen Erfolg haben.
Ich bin nicht nur Utopist, nein ich bin durchaus auch Realist.

Aber Sinn hat unser Kampf allemal.
Ich kann nicht anders – um vor mir selber und vor unserem Herrgott einmal bestehen zu können, muß ich mich wehren, auch wenn ich fast keine Erfolgsaussicht sehe.

Und wir kämpfen nicht nur gegen Mächte auf dieser Welt, wir kämpfen aber auch nicht alleine.
Ich sehe unseren Kampf als einen Teil des großen Kampfes geistiger Mächte – der guten Geister gegen die bösen.
Ich bin aber überzeugt, Gott ist auf unserer Seite.
Wenn wir nicht in unserem Leben auf dieser Welt Erfolg haben, im Leben der zukünftigen Welt werden wir die Früchte unserer Bemühungen ernten.
Und hat nicht auch Jesus Christus selber das Scheitern seiner Bemühungen erleben müssen.
Aber er ist auferstanden – und seine Idee lebt!

################################################
Von: Frau M. K.
Gesendet: Sonntag, 8. Juli 2007 17:50

danke sehr für Ihre Sendung.
Ja, eigentlich nichts NEUES unter der Sonne.

Wenn es Ihnen in erster Linie um die Kinder geht, so denke ich,
"nur wenn es den Fürsorgearbeitenden (Eltern....) gut geht , kann es auch den Kindern gut gehn."
Traurig, dass dies in "dieser Gesellschaft" nicht selbstverständlich ist.


Last edited by Gast on 14.07.2007, 20:02, edited 1 time in total.

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PostPosted: 14.07.2007, 20:00 
Gesendet: Freitag, 13. Juli 2007 13:40
An: alois@wolfmayr.org
Betreff: AW: Betreuung von Kleinkindern

Sehr geehrter Herr Wolfmayr!

Herzlichen Dank für die Übermittlung Ihres E-Mails und die damit verbundenen Ergebnisse der von Ihnen durchgeführten Umfrage. Ich gebe Ihnen Recht, dass bei allen diesbezüglichen Überlegungen das Wohl des Kindes im Vordergrund stehen muss. Zu Ihren Überlegungen will ich anmerken, dass die Arbeit in der Familie - gerade in den ersten Jahren des Kindes - von größter Bedeutung ist und daher der Anerkennung durch die Gesellschaft bedarf.

Ich bin aber gleichzeitig der Überzeugung, dass es keinerlei Patentrezepte gibt. Wenn Mütter oder Väter möglichst bald nach der Geburt eines Kindes wieder in den Beruf einsteigen wollen oder müssen, ist das ebenso zu akzeptieren, wie wenn Mütter oder Väter die ersten Jahre bei ihren Kindern verbringen wollen. Letztere dürfen keinesfalls als "nicht Arbeitende" diskriminiert werden, sondern sollen jede mögliche Unterstützung erhalten.

Das Schlüsselwort ist also die Wahlfreiheit. Ob das von Ihnen angesprochene Müttergehalt finanzierbar ist, ist aber alles andere als gesichert.


Mit freundlichen Grüßen
Dr. Michael Spindelegger
Zweiter Präsident des Nationalrates
________________________________________

A-1017 Wien – Parlament
Tel. +43 1 401 10-2202
Fax +43 1 401 10-2309
e-mail: michael.spindelegger@parlament.gv.at
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PostPosted: 14.07.2007, 20:05 
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Site Admin

Joined: 28.08.2006, 08:49
Posts: 1285
Location: Österreich/Austria
Gesendet: Freitag, 13. Juli 2007 17:26


Sehr geehrter Herr Dr. Spindelegger!


Danke für die Antwort.

Stichwort Wahlfreiheit:
Gerade bei unserem Modell ist die Wahlfreiheit bestens gewährleistet. Wir wollen der Mutter das Geld zur Verfügung stellen, sie entscheidet völlig frei – ohne staatliche Vorgaben wie es aktuell großteils der Fall ist.

Stichwort Finanzierbarkeit:
Wenn Krabbelstuben und Kindergärten von der öffentlichen Hand finanzierbar sind, dann ist es das Erziehungsgeld allemal.
Das allerdings mit deutlich mehr Wahlfreiheit – s. oben!

Bitte schauen Sie sich zur Frage der Finanzierbarkeit auch die Vorschläge an, die von der Österreichischen Hausfrauenunion gemacht wurden:
Hausfrauenunion Österreich - Familienoffensive

Oder Sie können auch unsere Vorschläge prüfen:
Familie = Beruf

_________________
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PostPosted: 09.12.2007, 23:03 
Leserbrief von Frau Dr. L. St. aus Graz

- zum Vorschlag von Bürgermeister Nagl in Graz,
Mütter und auch Väter , die ihre kinder selber betreuen, mit 1000 Euro im Monat zu unterstützen.
Das hat natürlich bei den progressiven Kräften eine heftige Abwehr entfacht!


Sehr geehrte Damen und Herren,

mit einiger Verwunderung vernehme ich das rot-grüne Geheul "Frauen zurück an den Herd" ob der steirischen Überlegung, Müttern oder Vätern, die sich um ihre Kleinkinder selbst kümmern wollen, eine das Überleben grundsichernde Summe von € 1.000,- monatlich zukommen lassen zu wollen. Es sei an den Zeichen der Zeit vorbeipolitisiert, Geld für Kinderbetreuungseinrichtungen in die Familien zu investieren.

Ich frage mich, ob die Familie nicht mit Abstand die beste Kinderbetreuungseinrichtung darstellt und ob vielleicht Politiker der nämlichen Couleurs Statistiken scheuen, die dann aussagen, wieviele Eltern es vorziehen, ihre Kinder selbst zu betreuen, anstatt für genau jenes Geld, das die Fremdbetreuung kostet, extern zu arbeiten.
Ich befürchte, dass es bei weitem nicht so viele, wie gemeinhin angenommen wird, vor allem in niedrigeren Einkommensgruppen gibt, die mit Hurra in die Selbstverwirklichung am Arbeitsplatz zurückkehren wollen.
Was in der Politik gerne übersehen wird, ist nämlich die Tatsache, dass die allermeisten Leute arbeiten um überleben zu können - die Selbstverwirklichung beginnt jenseits der Existenzsicherung und unter völlig anderen Rahmenbedingungen, als die allermeisten Arbeitnehmer heute vorfinden.

Mit freundlichen Grüßen, L. St., Graz


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PostPosted: 21.02.2015, 00:41 
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Joined: 28.08.2006, 08:49
Posts: 1285
Location: Österreich/Austria
Am 20.02.2015, 09:02, schrieb Gudrun.Kattnig@kath-kirche-kaernten.at:

Liebe Netzwerker,

gern gebe ich diese erfreulichen Umfrageergebnisse weiter.

Mit vielen Grüßen
Gudrun Kattnig

P R E S S E A U S S E N D U N G

Umfrage mit hoher Rücklaufquote bringt klares Ergebnis:
Gemeindeparteiobleute mehrheitlich für Gleichbehandlung in der Kinderbetreuung
>

Das mit Spannung erwartete Ergebnis der Umfrage des Katholischen
Familienverbandes und des Österreichischen Familiennetzwerkes liegt vor.

Aus Anlass der bevorstehenden Gemeinderatswahlen wurden alle Kärntner
Gemeindeparteiobleute gefragt, ob sie für oder gegen eine finanzielle
Gleichbehandlung der Kinderbetreuung innerhalb und außerhalb der
Familien sind. Die Verbände fordern, dass die Realkosten der
institutionellen Kinderbetreuung, die sich auf ca. 850 € pro Kind und
Monat belaufen, auch den Eltern zukommt, die ihre Kinder selbst
betreuen. Das Ergebnis überrascht in seiner Eindeutigkeit:

87% der antwortenden Parteiobleute sprechen sich für eine
finanzielle Gleichbehandlung und damit echte Wahlfreiheit in der
Kinderbetreuung aus.

Die JA-Antworten kommen sowohl von ÖVP, FPÖ, SPÖ und GRÜNEN.
13 % sprechen sich gegen eine Gleichbehandlung aus.

„Die Umfrage zeigt, dass es entscheidende politische
Verantwortungsträger gibt, die sich für eine Gleichbehandlung
aussprechen. Setzen sie sich aber auch aktiv in ihrem Gemeinderat
dafür ein, oder sind sie nur dafür?“, so Theo Hippel vom
Familiennetzwerk. "Entscheidend ist nun, dass Konsequenzen folgen. Es
geht um Gleichbehandlung – bisher gibt es diese nicht.
Gleichbehandlung ist die Voraussetzung dafür, dass Eltern wirklich
wählen können, ob sie ihre Kinder selbst betreuen oder einer
außerfamiliären Betreuung anvertrauen.“

Mit der Rücklaufquote von über 17 % zeigt man sich erfreut. „Dennoch
ist zur Kenntnis zu nehmen, dass 83 % der Obleute nicht antworteten.
Man muss sich fragen, wie es kommt, dass Familie und Kinderbetreuung
offensichtlich bei den Politikern kaum Thema sind“, so Mag. Henckel
von Donnersmarck Katholischen Familienverband. „Es ist sehr zu hoffen,
dass dem Wunsch der befürwortenden Parteiobleute nun Taten folgen.“
Das genaue Ergebnis auch für Ihren Ort zum Nachlesen findet sich unter http://www.familie.at/kaernten.at

Klagenfurt 20.02.2015

Rückfragehinweis
Gudrun Kattnig

Katholischer Familienverband Kärnten
Geschäftsführung
Tarviserstraße 30/ 9020 Klagenfurt
Telefon +43 (0) 463 5877-2445
Mobiltelefon +43 (0) 676 8772-2448
info-ktn@familie.at


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